Der Zoll hält die Hand auf

  • Moin,


    gerade rede ich mit unserer Sekretärin, die gestern hier in Berlin auf dem Zollamt war, um einen geschenkten Computer entgegen zu nehmen. Dabei handelt es sich um einen Mac 128k mit zwei externen Diskettenlaufwerken, Tastatur, Maus und Tragetasche. Wie gesagt: Der Computer wurde uns geschenkt und der Schenker hat das auf eigene Kosten verschickt und außen am Karton eine "Schenkungsrechnung mit dem Betrag 0 US$/Euro" angebracht.


    Der Zollbeamte sah das anders:


    "Der Computer ist zwar alt, aber solche Geräte haben ja jetzt wieder einen Wert." Nachdem er eine viertel Stunde lang recherchiert hatte, kam er mit der Information, dass "solch ein Computer inzwischen 900 Euro kostet" und hat genau für diese Summe Zoll und Einfuhrmehrwertsteuer berechnet. 900 Euro Wert!!!


    Das ist natürlich gelinde gesagt ein Fantasiepreis und meines Erachtens illegales Vorgehen vom Zoll zum einen, eine Schenkung zu "bewerten" und zum anderen irgendwelche Werte festzustellen und nachzuverzollen.


    Ich werde in jedem Fall Beschwerde dagegen einlegen.


    Habt ihr so etwas auch schon mal erlebt oder Erfahrung mit Widersprüchen beim Zoll?


    µP

  • Gegen die Wertfestlegung auf 900€ würde ich schriftlich Einspruch erheben, evtl. haben die ein Einsehen, wenn man nachweisen kann, dass das völlig überzogen ist.


    Kann's allerdings verstehen, dass der Zoll so handelt. Auf 90% aller Sachen, die ich aus den USA kaufe, steht auf dem Zollschein "Gift/Donation, Value: 0 US$". Das ist eigentlich ein Unding, dass selbst Händler das machen. Der Zoll glaubt solchen Angaben daher nicht (schon gar nicht, wenn nicht von privat an privat). Schlimmer ist, dass man bei ausreichendem Verdacht für eine solche Falschangabe auf dem CN22 sogar belangt werden kann, obwohl man das selbst gar nicht ausgefüllt hat.

  • Ich hatte mal ein "seltenes" Diskettenlaufwerk aus den USA bestellt. Musste natürlich verzollt werden. Zuhause leider fest gestellt, das durch falsche Verpackung ein unreparierbarer Transportschaden entstanden ist. Der Händler hat mir kostenlos ein Ersatzlaufwerk geschickt. Das durfte ich trotz Vorlage der Belege + Emailschriftverkehr trotzdem wieder verzollen. Ich hätte das defekte Gerät nach weislich zurückschicken müssen, damit ich da keinen Zoll hätte bezahlen brauchen. Wäre dann aber durch die Versandkosten noch teurer geworden. :(


  • Hatte meinen IBM PC/XT - aus der Schweiz versendet - auch verzollen sollen, aber der Wert war in den Versand-Belegen angegeben, so dass es letztendlich nicht zu Diskussionen gekommen ist, der wirklich freundliche Zollbeamte in Mainz hatte mir nach kurzem Dialog geglaubt, dass hier keine Ebay-Fantasien als Preisgrundlage zu sehen sind, sondern der Wert, der angegeben war. Ich musste aufgrund des niedrigen Werts schlussendlich dann gar nichts bezahlen.


    Gruss Peter

    "Ich habe keine Zeit mich zu beeilen." (Igor Strawinsky)


    ... und schaut auch mal bei meinem Blog vorbei ...

  • Also: Zoll ist ein echtes Ärgernis. Da ich in der Pampa lebe, muss ich immer zum Zollamt nach Kassel fahren (2 Stunden hin und zurück) - und in den meisten Fällen stellt sich dann heraus, dass der Warenwert eben doch auf dem Paket vermerkt war – nur halt zufällig auf der von dem Zollbeamten abgewandten Seite.


    In den ganzen Jahren habe ich nur ein, zweimal erlebt, dass ein Paket tatsächlich durchgegangen ist und von der Briefträgerin zugestellt wurde. Wobei auch das u.U. kritisch ist – wenn keiner daheim ist, geht das Paket gerne auch wieder direkt an den Zoll zurück. Warum? Keine Ahnung ...


    Vielleicht wäre es sinnvoll, einen netten Patenonkel in USA ausfindig zu machen, über den man die Einkäufe abwickeln kann – soweit ich weiß, sind als "Geschenk" markierte Pakete ja immer noch steuerfrei ;)


    Ach so: 900 Euro für einen voll funktionsfähigen, unverbastelten Mac 128k halte ich – Mint-Condition und Kaufbeleg vorausgesetzt – für nicht allzu übertrieben. Jetzt schlagt mich aber nicht gleich ... :oops:

  • Vielleicht wäre es sinnvoll, einen netten Patenonkel in USA ausfindig zu machen, über den man die Einkäufe abwickeln kann – soweit ich weiß, sind als "Geschenk" markierte Pakete ja immer noch steuerfrei ;)


    Öhm, nein. Geschenke sind nur bis zu einem Wert von 45€ steuerfrei. Deshalb schrieb ich ja, dass der Zoll solche Angaben eh nicht einfach glaubt und auch angebliche Geschenke genauer prüft, wenn Gewicht und Größe des Pakets nicht den Eindruck machen, als wäre der Inhalt weniger als 45€ wert... Und wenn Absender oder Empfänger keine Privatperson ist, kannst du die Deklaration als Geschenk auch vergessen, darauf fällt der Zoll nicht rein, oder zumindest nur recht selten. ;)

  • @ Peter z80.eu und theart01
    Mal kurz OT gefragt:


    Wieso muss man denn den ganzen Initialbeitrag zitieren, wenn man eine Antwort schreibt. Es ist doch offensichtlich auf was man gerade antwortet und sollte bitte nur zitieren, wenn man sich auf einzelne Stellen bezieht.
    Oder habt Ihr Logitech-Aktien und wollt, dass ich mir mein Scrollrad besonders schnell abschubbel? ;)

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    Ich bin immer auf der Suche nach Ersatzteilen und Elekronikrestposten.
    Bitte an mich denken, wenn Ihr über Angebote stolpert!

  • Deshalb biete ich ja bei Sachen aus der Schweiz auch an, dass ich sie von Deutschland aus versende oder, wenn auf dem Weg, direkt vorbeibringe. Passiert aus organisatorischen Gründen nur nicht immer sofort.


    Grüessli, Uli

  • Laserröhre (60W CO2) zum Wiederbefüllen nach USA geschickt.
    Nach 8 Wochen zurückbekommen - als DEFEKT. Nicht zu reparieren.
    Von FedEx eine Rechnung vom Zoll bekommen.
    1200€ Zollgebühren.
    Da war NIX zu machen.
    Leider gehörte die Röhre nicht mir. Der "Pfand" bei der Rückgabe
    also beim Eintausch lag bei ca. 1800€ ...


    Hätte mir fast das Genick gebrochen. Die Firma und ich haben dann einen
    Deal gemacht. Die das Geld, ich die Stunden.


    N I E wieder.


    Stefan

  • Also mit hat ein deutscher Zöllner gesagt, dass alte Computer nicht verzollt werden müssen, da sie keinen reellen Wert mehr haben, nur noch den Materialwert.

    Viele Grüsse
    Roman
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    ...auch das Zukünftige wird ein Morgen haben, das es zum Gestrigen werden lässt...


    Viele Grüsse aus der Schweiz
    https://webnose64.ch

  • "verzollt" vielleicht nicht, d.h. es fällt kein Zoll an (unter 150€ eh nicht). An der Einfuhrumsatzsteuer ändert das aber nix, die ist trotzdem fällig. Und dafür wird im Zweifel dann eben auch der Sammlerwert als Grundlage genommen.


  • Zur Sicherheit bezahle ich immer mindestens den Versand+5€, wenn ich etwas geschenkt bekommen soll. Als Beweis drucke ich mir den PayPal-Beleg aus und bringe ihn zum Zoll mit. Besser ist es aber, wenn der Versender den Beleg selbst dazu legt. Übrigens: besorge dir eine schriftliche Bestätigung (am Besten per Fax Fax) vom Schenker, dass du den Rechner nicht gekauft sondern geschenkt bekommen hast. Dazu kannst du dem Zoll die Vollmacht geben deinen Finanziellen Status zu durchleuchten, um zu beweisen, dass du kein Geld überwiesen hast. Zusätzlich darf der Zoll nicht einfach den höchsten 'sofort-kaufen'-Betrag wählen. Es handelt sich um Sammlerpreise und die können mal hoch und mal niedrig sein. Drucke dir einfach mal die beendeten Ebay-Auktionen zu Mac128 der letzten 3 Monate aus den USA aus.


    Ich an deiner Stelle hätte das Gerät auf meine Kosten zurück senden lassen und bei der erneuten zusendung dann eine 'Rechnung' über 5€+Versand präsentiert.


    -Jonas

  • Mir wurde letztens von einer freundlichen (sowas gibt es tatsächlich!) Zöllnerin erklärt, daß es in manchen Dingen einen gewissen Ermessensspielraum gibt.
    Mir war nämlich aufgefallen, daß beim Zollamt in Krefeld die Einfuhrumsatzsteuer auch auf die Versandkosten erhoben wurde, beim Zollamt in Mönchengladbach jedoch nicht.
    Also hatte ich mal nachgefragt, was es denn damit auf sich hat. So erfuhr ich, daß das im Ermessen des jeweilgen Zollamts liegt.
    Außerdem hat Sie mir noch erklärt, daß man es dann auch einfach so hinnehmen muß, wenn die Versandkosten mit versteuert werden.
    Der Umgang ist auch total anders.
    In Krefeld kam ich mir, als ich mal ein paar Stangen ICs abgeholt habe, wie ein Terrorverdächtiger beim Verhör vor.
    Die vorgelegten Unterlagen (ebay und Paypal) wurden kritisch geprüft, die Versandkosten wurden mit versteuert.
    Ich mußte die Stangen auspacken, und dem Zöllner plausibel machen, daß der Inhalt mit den vorgelegten Unterlagen übereinstimmt.
    Ich war ja schon froh, daß ich nicht noch die ICs aus den Stangen holen sollte. Dann wolle er auch noch wissen, was ich den mit den Dingern überhaupt will, und wälzte Minutenlag irgendwelche Unterlagen, um rauszukriegen, ob es denn für Computer-ICs nicht irgendwelche Einfuhrbeschränkungen gibt. Keine Ahnung, wo der überall nachgesehen hat, aber irgendwie baute sich in mir die Befürchtung auf, er haut mir gleich das Kriegswaffenkontrollgesetz um die Ohren. Offenbar gab's da zu seiner Enttäuschung aber nix dran auszusetzen, und ich konnte die ICs mitnehmen, nachdem ich bezaht hatte.


    Ganz anders im Mönchengladbach:
    Ich bekam ein Diskettenlaufwerk aus USA. Der Verkäufer hatte zu hohe Versandkosten angesetzt, und mir daher nach dem Versand einen Teil zurückerstattet.
    Also hatte ich den entsprechenden Mailverkehr und die Paypal-Buchungen augedruckt, um nicht für den ursprünglich gezahlten Betrag Steuern zu bezahlen.
    Als ich unter Erklärung des Vorgangs die ganzen Unterlagen abgeben wollte, bekam ich nur zu hören: 'Das interessiert uns alles nicht, wir brauchen nur den Warenwert.'
    Ich wurde zwar gebeten, das Diskettenlaufwerk auszupacken, weiter inspiziert wurde das aber nicht. Ich wurde lediglich gefragt, ob in dem Paket drin war, was ich bestellt habe.
    Der Umgangston war freundlich, und ein Scherz zwischendurch hat auch noch gepasst.


    Gruß
    Christian



  • Das nächste mal den zu reparierenden Gegenstand vor der Ausfuhr beim Zoll anmelden / vorführen. Da gibt es extra Formulare für. Dann fallen nur auf die Reparaturkosten Zölle an.
    Sag niemals nie ;)

  • Mir wurde letztens von einer freundlichen (sowas gibt es tatsächlich!) Zöllnerin erklärt, daß es in manchen Dingen einen gewissen Ermessensspielraum gibt.
    Mir war nämlich aufgefallen, daß beim Zollamt in Krefeld die Einfuhrumsatzsteuer auch auf die Versandkosten erhoben wurde, beim Zollamt in Mönchengladbach jedoch nicht.


    Das ist mir ehrlich gesagt neu. Die Grenze für Zollabgaben/Einfuhrumsatzsteuer berücksichtigt allein den Warenwert, sobald aber Gebühren anfallen, werden die auf den so genannten Zollwert erhoben, der auch die "Beförderungskosten" beinhaltet. Das ist in § 11 Abs. 3 UStG festgelegt und wohl kaum Ermessensspielraum. Ist aber nix neues, dass einem da jeder was anderes erzählt und anders handelt. Hab diese Unterschiede bei diversen Zollämtern auch schon erlebt.

  • Nach meinen Erfahrungen scheint auf den Zollämtern ja sowieso die geballte stattliche Inkompetenz versammelt zu sein :thumbsup:
    Ich hatte mal kurz hintereinander zwei Currentprobes in den USA gekauft. Beim ersten Mal waren die zeitweise zu dritt geschlagene zwei Stunden damit beschäftigt, die Currentprobe einzuordnen, um dann letztlich 1,37 EUR zu berechnen. Der Hammer dann drei/vier Wochen später beim Erhalt der zweiten Currentprobe - die waren nicht in der Lage, mittels meines Namens den knapp einen Monat zurückliegenden Vorgang wieder auf den Computerschirm zu holen (dazu hätte ich die Vorgangsnummer auf der letzten Quittung mitbringen müssen) - also wieder ewig gesucht (bis ich mir einen der Schmöker geben ließ und diesmal den passenden Code selber rausgesucht habe). Die haben meinen Eindruck, dass so mancher stattlich/öffentlich Angesteller sein Geld recht locker verdienen kann, den ich zuvor bei einem Besuch der LVA/BfA gewonnen hatte, noch getoppt. Meinem luftgemachten Ärger darüber hat einer der Beamten dann auch noch mit einem "wir müssen schließlich auch von was leben" quittiert! Die ganzen Zollämter könnte man vermutlich durch ein wesentlich effizienteres Verfahren ersetzen, wenn man Zoll/Einfuhrumsatzsteuer von vorn herein auf geschäftliche Importe grösser 1000EUR beschränken würde - die Einnahmen durch das "Kleinvieh" dürften die Erhebungskosten vermutlich bei weiten nicht decken - wenn man sich vorstellt, mindestens 5 Mannstunden für 2 x 1,37EUR (die ich mir dann bei der nächsten UStVA auch noch weitestgehend zurückgeholt habe).

  • Die ganzen Zollämter könnte man vermutlich durch ein wesentlich effizienteres Verfahren ersetzen, wenn man Zoll/Einfuhrumsatzsteuer von vorn herein auf geschäftliche Importe grösser 1000EUR beschränken würde


    Meiner Meinung nach gehören Zollabgaben/Einfuhrumsatzsteuer auf Gebrauchtwaren komplett abgeschafft, da der Sinn dieser Abgaben - nämlich die Wirtschaft vor niedrigeren Preisen durch Import zu schützen - bei Gebrauchtwaren gar nicht mehr gegeben ist.


    Quote

    wenn man sich vorstellt, mindestens 5 Mannstunden für 2 x 1,37EUR


    Noch so ein Widerspruch, denn eigentlich erhebt der Zoll eben aufgrund des Verwaltungsaufwandes gar keine Gebühren unter 5€. Aber die dachten sich: wo du schonmal da bist, musst du jetzt auch Geld da lassen. :D

  • Zoll auf Gebrauchtwaren wird aus zwei Gründen nicht abgeschafft:
    1. Die Anzahl der Gebrauchtgüter wird sprunghaft zunehmen! Es wird Neuware einfach umgepackt und als gebraucht verkauft und so der Zoll umgangen
    2. Selbst wenn die Leute verstärkt mehr Gebrauchtgüter kaufen und verkaufen statt sie zu entsorgen, schadet das der Wirtschaft. Und das ist wiederum systemschädigend...

  • 2. Selbst wenn die Leute verstärkt mehr Gebrauchtgüter kaufen und verkaufen statt sie zu entsorgen, schadet das der Wirtschaft. Und das ist wiederum systemschädigend...


    Ja, allerdings gilt das auch, wenn die Sachen im Inland gekauft werden. Die Schutzfunktion des Zolls ist bei Gebrauchtwaren daher schlicht nicht gegeben.


    An Punkt 1 mag etwas dran sein, allerdings würden sich die Händler/Verkäufer damit selbst schaden, denn Gebrauchtware muss günstiger sein als Neuware, sonst kauft es keiner. Und wenn es nur umverpackte Neuware ist, verzichtet man ja nicht einfach auf einen Teil des möglichen Gewinns, nur weil es dann zollfrei importierbar ist (wovon ja wiederum nur der Käufer was hat).


    Dass das nicht abgeschafft wird, ist mir schon klar. Der Staat hat schließlich noch nie freiwillig auf eine Einnahmequelle verzichtet.

  • die geballte stattliche Inkompetenz


    Meinst du "stattliche" oder "staatliche"?
    In diesem Fall stimmt beides!


    Das beste beim Zoll ist immer an der Kasse. Wenn dann die Zöllner endlich die richtige Nummern gefunden haben und alles ausgedruckt haben, kann man endlich mit 2 oder mehr Seiten zur Kasse. Was macht der Kassierer als erstes: nimmt seinen Quittungsblock und schreibt von den ausgedruckten Seiten den ganzen Rotz nochmal ab.
    Beim ersten Mal habe ich gedacht, ich seh nicht recht.


    Können die nicht ein weiteres Blatt für die Kasse ausdrucken?
    Ich weiss, die Quittung ist viel bunter als die ausgedruckten Blätter. Aber wenn man will, findet man bestimmt eine Lösung.


    Aber irgentwo muss der stattliche, staatliche Wasserkopf ja was zu tun haben.

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    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • ... wirklich stattliche Staatsdiener haben nichts zu tun. Das ist eine anstrengende und aufopfernde Aufgabe. Ich sprech da aus Erfahrung :)
    Also jemand der sich extra noch Arbeit macht, ist sicher noch in der Ausbildung oder sehr unerfahren.. :prof:

  • Also jemand der sich extra noch Arbeit macht, ist sicher noch in der Ausbildung oder sehr unerfahren.. :prof:


    Meinst du den Kassierer, der alles abschreibt?


    Der muss ein ganz wichtiger sein.
    An der Tür zum Kassiererhäuschen hängt ein Hinweis (im Format A4 Landscape) (*1), dass nur berechtigte Personen zur Geldannahme berechtigt sind. Diese sind auf einem weiteren Aushang namentlich und mit Unterschriftenprobe aufgeführt.
    Ich glaube nicht, das die noch in der Ausbildung sind. Die arbeiten nach Vorschrift. Und die Vorschriften kennen die bestimmt auswendig.


    Zu (*1): Wer meint, dieser Hinweis ist nur vergrößert kopiert, irrt leider. Rechts unten steht der Bezug zum Amtsblatt etc.


    Ich werd's beim nächsten Mal fotografieren. Das glaubt sonst keiner.

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    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)

  • Das ist typisch für den mittleren Dienst: Selbst wenn du dort als neuer Mitarbeiter vorschlägst, einfach noch einen Durchschlag für die Kasse zu machen, wird man dich ungläubig anschauen und sagen "aber das haben wir doch schon immer so gemacht!" Das sind halt die typischen Befehlsempfänger, wer zuviel nachdenkt und fragt, könnte man so eine Arbeit wohl auf Dauer auch nicht machen.

  • Nachdenken ?( Was ist denn das? Ist das was Ansteckendes... ? :grübel:


    Ach wisst ihr, das ganze 'Beamten sind doof' Gemecker bringt nix. Man muss einfach verstehen und akzeptieren wie die Regeln sind. Die Zollbeamten müssen den Regeln folgen, ob sie die gut finden oder nicht. Es gibt da nur einen minimalen Entscheidungsspielraum.


    In den letzten fünf Jahren war ich ca. 30 Mal beim Haupzollamt Köln-Wahn um Sendungen abzuholen. Die Beamten waren immer freundlich und im Rahmen ihrer Möglichkeiten kooperativ. Es hat dabei nie Probleme gegeben. Aber - ich kenne die Regeln und halte mich dran. Und ich begegne den Beamten mit freundlichem Respekt.


    Wenn man alle Unterlagen mitbringt ist die gesammte Verzollung kein Problem. Ich habe aber schon Abholer erlebt, die nicht mal ihre Rechnungsunterlagen mithatten und die Beamten anpöbelten, weil die die Sendung nicht rausgeben wollten. Dazu passt dann das Zitat oben.


    Da ich ca. 70km Gesamtfahrtstrecke habe, hat mir ein Beamter geraten meine Rechnungsunterlagen an das Zollammt zu faxen und die DHL mit der weiteren Lieferung zu beauftragen. Man bezahlt nur das zusätzliche Porto und ggf die Gebühren per Nachnahme. Der Haken ist, dass das recht lange dauern kann - ich habe schon 6 Wochen gewartet.


    Guß Jürgen

  • Meinst du "stattliche" oder "staatliche"?


    gemeint war schon staatlich - dass der Satz so auch noch Sinn macht, war nicht der Plan :thumbup:
    Solche Fehler übersehe ich gerne beim Korrekturlesen, weil ich immer das lese, was ich gemeint/formuliert habe, und nicht das, was da steht.
    Erst wenn die Nachricht wieder aus dem Kurzzeitgedächnis draussen ist, fallen die mir dann auf - und kann sie dann meist nimmer korrigieren :S