CP/M : Diskette bootfähig machen

  • Hallo!


    Würde gern wissen, wie man eine bootfähige Diskette für den Alphatronic PC erstellt.


    Leider habe ich das Handbuch nur für ROM Basic und Disk Basic, nicht aber für CP/M.


    Mein erster Ansatz war, alle Dateien der Systemdiskette CP/M mit


    PIP B:=A:*.*


    auf eine vorher mit PCFORM formatierte DD Diskette zu kopieren und dann die Systemdateien mit SYSCOPY zu übertragen.


    STAT ergibt danach den gleichen "Füllstand" beider Disketten.


    Leider bootet die neue Diskette nicht von LW A:


    Es gibt noch ein Programm MOVCPMPC.COM, welches den Aufruf mit einem Absturz (schreibt wirres Zeug in den Bildschirmspeicher).


    Konfiguration ist ein Alphatronic PC mit IB Board und 2 Diskettenlaufwerken unter 56k CP/M 2.2/3.0.



    Vielleicht weiss jemand was.... (Wink an Ajax)


    Gruß
    Stephan

  • Ich hab grad mal mein _original_ :D "Concurrent CP/; Operating System Usre's Guide" rausgesucht und nach danach gesucht.
    Da steht der waaahnsinnig aufschlussreiche Text:
    "Any new blank disk that you purchase must be formatted (prepared) before it can be used
    to make back-up copies of the system or to create new files. The programs you use to format
    disks and copy disks are hardware dependent. The are provided by the manufacturer of
    your computer. Read their instructions carefully ..."


    Na danke ?(

  • Ich hab noch was gefunden:


    Mit "dskmaint" sollte man (laut meiner Anleitung) eine Diskette formatieren können.
    Mit "pip b:=a:*.* [R]" sollte alle Datei - auch Systemdateien - kopiert werden.
    Ich hab leider keinen Rechner, mit dem ich das verifizieren könnte und meine Erinnerungen an
    die wenigen CP/M-Versuche "damals" sind schon arg verblasst, aber das hab ich in meinem
    Multitech/Siemens-Handbuch gefunden.

  • Ich glaube ich habe die Ursache für das Problem, nicht aber die Lösung.


    Ich kann Disketten/Daten, die ich mit Laufwerk B: geschrieben habe, nicht mit Laufwerk A: lesen.


    Ich habe immer von A: nach B: kopiert, dann die Diskette aus B: in A: eingelegt.


    Jemand eine Idee, woran das liegen könnte?


    Laufwerk dejustiert? Wie justiert man ein PC 360kB Laufwerk oder überprüft dessen Justage?

  • Versuch mal folgendes:
    Mach ne Kopie von CP/M im Speicher mit MOVCPM * *
    Dann mit SYSCOPY auf ne Diskette schreiben:
    SOURCE DRIVE NAME nichts eingeben, nur Return drücken, dann nimmt er es aus dem Speicher.
    DESTINATION DRIVE NAME A eingeben, Return
    DESTINATION ON A Die neue Diskette einlegen, mit Return bestätigen.
    Dann zeigt er wieder DESTINATION DRIVE NAME an, Return drücken um von der neuen Diskette zu booten.


    Gib laut obs geklappt hat :)


    P.S.:
    Wenn MOVCPM bei dir anfängt in den Bildschirmspeicher zu schreiben, versuch mal statt MOVCPM * * einfach MOVCPM 48 *

  • MOVCPM (MOVCPMPC ist wahrscheinlich die an den alphatronic PC angepasste Version) konfiguriert CP/M neu für die Speicherkonfiguration. Der Stern behält die Standardkonfiguration bei (in deinem Fall wohl 64k). Der zweite Stern hält eine Kopie im Speicher die man dann mit SYSCOPY auf Diskette schreiben kann. Der Vorteil ist, dass du nur ein Diskettenlaufwerk benötigst (Perfekt, da dein zweites ja irgendwie streikt...)
    Kann gut sein, dass die Speichergröße in Bytes angegeben werden muss. In dem Fall versuch mal MOVCPMPC 57344 *

  • Noch so ne Idee: Wenn Laufwerk B dejustiert ist, mach doch folgendes:
    Kopier die Systemdiskette in A auf ne leere Diskette in B
    Danach nimmste die Systemdiskette raus, legst ne leere in A und kopierst die kopierte Systemdiskette von B auf die leere in A
    Dann sollteste ja wieder ne funktionierende Kopie in A haben :grübel:

  • Du weisst nicht zufällig, wie man sowas justiert?


    Also ich hab kurz vor der CC das 3,5"-Floppy in meinem PC1512 justiert.
    Richtig macht man das normalerweise mit entsprechender Prüfsoftware, einer analogen Alignment Disk und einem Oszilloskop.


    Ich hab es so gemacht, wie man es eigentlich auf gar keinen Fall machen sollte, nämlich eine Originaldiskette genommen und solange µm für µm die Kopfeinheit verschoben, bis sie einwandfrei lesbar war. Und dann Disketten die in anderen Laufwerken formatiert worden sind durchprobiert und vorsichtig nachjustiert.
    Das Floppy liest jetzt alle meine Disketten, zum Teil sogar welche, bei denen die Magnetisierung schon so schwach ist, dass manche anderen Laufwerke Lesefehler bringen.


    Bei meinem 3,5"-Laufwerk konnte man den kompletten Kopfschlitten in drei Langlöchern verschieben. Schrauben gelöst und wieder halbfest gezogen, dann kann man mit sanfter Gewalt das ganze noch mit nem als Hebel angesetzten Schraubenzieher verschieben ohne dass es gleich wieder verrutscht. Am Schluss die Schrauben bis kurz vor ab festgezogen.
    Natürlich unterscheidet sich das alles je nach Fabrikat des Floppys, zum Teil wird der Kopfschlitten mit ner Exzenterschraube eingestellt.


    WIMRE müsste das bei deinem alphatronic PC ein TEAC CHINON Laufwerk sein.
    Ich kann mal schauen, ob ich auf die Schnelle eines finde, dann kann ich nachsehen.

  • Also bei meinen CHINON-Laufwerken die gerade greifbar waren (Commodore PC10-III) kann man unten den Schrittmotor in zwei Langlöchern verdrehen. Damit kann man die Spurlage justieren.

  • Die Justierdisketten sind aber das wahre Problem, ich selbst wüsste nicht, woher ich so eine Floppy an Land ziehen sollte

  • Ich kann heute nicht mehr sagen, welche kryptischen Befehle zum schreibne des BS notwendig waren.
    Fakt ist, das BS ist auf denersten beiden Spuren. Wenn es dort nicht ist, sind die Spuren unbenutzt.


    Mit dem Handbuch des 765 habe ich mir unter Pascal ein Programm geschrieben mit dem ich einzelne Sektoren beschreiben konnte. Auf diese Weise habe ich ein von mir modifiziertes BS auf die Diskette gebracht. Mühsam aber nur einmal notwendig, dann wurde es einfach kopiert.


    Ich hatte am Ende ein Programm, das Formatieren und Betriebssystem schreiben in einem Auswahlmenue erledigte. Diese Programm sollte in diesen Kreisen hier doch a uch bekannt sein.


    Das Programm habe ich mir disassembliert und modifiziert, so daß ich 40 und 80 Track LW damit beglücken konnte.


    pauline