Neuling Compaq Portable Plus benötigt Hilfe!!

  • Hallo Leute! :)
    Und wieder einmal fand ein sehr schönes, tragbares Gerät aus 1984 bei mir ein neues Zuhause, der Compaq Portable Plus!
    Doch bisher macht dieser leider, leider nur Probleme! :(
    Nach einer mehr oder weniger gründlichen Reinigung (Das Teil sah aus...) fand das erste Einschalten statt. Außer das der Lüfter drehte (Kommt daher, das dieser direkt an der Buchse hängt) tat sich nichts, ergo musste es irgendwo einen Kurzschluss geben (wie so häufig in letzter Zeit).
    Dieser wurde auch relativ schnell ausfindig gemacht, ein Tantalelko auf der Floppykarte war Schuld.
    Nachdem dies erledigt war, startete der Rechner, die Festplatte lief an und der Motor des Diskettenlaufwerkes drehte ebenfalls kurz. Auch die rote Lampe auf dem Mainboard leuchtete! :)
    Aber das war und ist es dann auch, meistens springt noch nicht mal der intigrierte Monitor an, d.h der Zeilentrafo scheint nicht zu arbeiten (Kein hochfrequenter Ton, kein Bild), trotz dass die Röhre innen leuchtet. Dann kommt es sporadisch vor, dass es kurz Klack macht, der Zeilentrafo anspringt und der grüne Cursor oben links in der Ecke leuchtet.( Siehe Foto)
    Dann kommt es vor, das dass ganze Bild merkwürdig grün gefüllt ist mit allerlei Buchstaben und Zeichen, das reinste Chaos! (siehe anderes Foto, Link: http://www.directupload.net/file/d/3895/ktwr933x_jpg.html)
    Auch kam es bereits zweimal vor, dass Fehlermeldungen ( 001 201) angezeigt wurden (Siehe Foto) Dann springt der Monitor meist mehrere Male hintereinander nicht an, dann plötzlich zehn Mal hintereinander, dann wieder ewig garnicht. Einmal lief alles merkwürdigerweise glatt, der Rechner zeigte den Cursor, ein Biep ertönte aus dem Speaker (was sonst nie passiert) und der Rechner bootete von der Compaq Diagnostic Disk (siehe Foto) Beim nächsten Mal kam wieder nur der Cursor, dann wieder gar nichts!!
    Was ist denn los mit der Maschine?!
    Mir ist jedoch noch aufgefallen, dass mehrere Kondensatoren auf dem Netzteil total heiß werden und einer davon (R13) total porös und aufgelöst ausschaut (siehe Bild, dieser wird ebenfalls kochend heiß).
    Ebenfalls habe ich das Gefühl, das die Probleme durch steigende Hitze der Elkos/ Kondensatoren auf dem Netzteil zunehmen, kann das Problem also am Netzteil liegen? Das möglicherweise nicht genügend Spannung zur Verfügung steht?
    Ich hoffe, dass ihr mir auch diesmal behilflich sein könnt :( :)
    Vielen Lieben Dank!!
    Klaus ^^

  • Elkos die heiß werden sind mit Sicherheit hinüber.
    Damit dürfte das Netzteil mehr schlecht als recht arbeiten, was als Ursache für die wechselnden Fehlerbilder bestens passt.
    Also würde ich sagen: Erstmal Netzteil reparieren, dann weitersehen ...

  • Hallo!
    Vielen Dank, ja das hatte ich auf jeden Fall vor! :)
    Hat zufällig jemand das Handbuch und den Schaltplan?
    Das kann ebenfalls dazu passen, dass der Zeilentrafo mal perfekt arbeitet und mal nicht, oder?
    Gruß
    Klaus

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Wollte jetzt das Netzteil ausbauen, leider hängen diese doofen Plastiknippel im Blech fest und sind verklemmt :(

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Mir ist jedoch noch aufgefallen, dass mehrere Kondensatoren auf dem Netzteil total heiß werden und einer davon (R13) total porös und aufgelöst ausschaut (siehe Bild, dieser wird ebenfalls kochend heiß).


    Ein Kondensator, der mit R13 beschriftet ist, darf gelegentlich auch mal heiß werden ;)


    Im Ernst, bei so einem relativ dicken Widerstand, der auch noch mit Abstand zur Platine montiert wurde, ist eine gewisse Wärmeentwicklung offenbar "eingeplant". Wobei natürlich die Frage ist, ob die Grenze nicht überschritten ist - und dann lautet die Frage, was die Ursache für den überhöhten Strom ist.


    Da also tatsächlich einiges auf das Netzteil deutet, würde ich da weiter suchen. Erst mal Spannungen unter Last messen, wenn möglich mit dem Oszilloskop den Ripple messen ...



    Viel Erfolg - ist ein schöner Rechner und historisch interessant
    Georg

  • Hallo! :)
    Vielen Dank Georg, ist wirklich ein sehr schönes Gerät!! ^^
    So, habe das Netzteil nun mal ausgebaut.
    Auffällig ist, wie bereits gesagt, der bröselige Zustand von R13, aber auch dieses "Ding" im Schrumpfschlauch, R5, sieht sehr verdächtig aus und wird sehr heiß.
    Unterhalb der Platine fielen mir die vielen braunen Verfärbungen auf- Deutet dies auf zu hohe Hitzeentwicklung?

  • Sorry, wenn ich hier Selbstverständlichkeiten von mir gebe, aber alles, was mit R beschriftet ist, sind Widerstände - egal ob unter Teer oder im Schrumpfschlauch ... :S
    Heiß werden ist bis zu einem gewissen Grad ok, aber da ist eine Ferndiagnose natürlich schwer.


    Die braunen Verfärbungen entstehen tatsächlich unter Wärmeeinfluss - das gibt es aber öfter. Habe ich schön häufig gesehen, ohne dass der Rechner Probleme hatte. Immerhin ist Dein Schätzchen ca.30 Jahre und hat womöglich einen Haufen Betriebsstunden auf der Platine - da kann so etwas auch ohne ernsthaften Fehler entstehen.


    Andererseits - könnte schon ein Hinweis sein. Erst recht, wenn die Widerstände tatsächlich extrem heiß werden. Und das Verhalten des Rechners passt zu Versorgungsproblemen.
    Die Reparatur von Schaltnetzteilen ist aber ein eigenes Kapitel und auch nicht ungefährlich. :prof:


    Georg

  • Hallo! :-)
    Ach ja, stimmt , das R stand ja für Wiederstand, das war mir schlichtweg entfallen.
    Aber tatsächlich wird besonders der Teer- Wiederstand unnormal heiss!
    Ich weiss, das solch Reparaturen gefährlich sein können, aber hier muss es ja sein. Was mir noch auffiel, der eine größere Kondensator ist schon leicht gewölbt, sollte da mal geschaut werden?
    Was ist sonst die erste Anlaufstelle? Was soll ich überprüfen? In sowas bin ich leider sehr unerfahren, deshalb diese Fragen :-(

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Hallo Klaus,


    Ach ja, stimmt , das R stand ja für Wiederstand, das war mir schlichtweg entfallen.

    ;)


    Quote

    Aber tatsächlich wird besonders der Teer- Wiederstand unnormal heiss!


    Ich fürchte, das schwarze Zeug ist der verbrannte Lack von dem Widerstand. Die Teerzeiten waren in den 80ern eigentlich schon vorbei, das war früher :tüdeldü:


    Zurück zum Thema: Da das Netzteil ja offenbar nicht völlig kaputt ist, sondern etwas oder gelegentliche Leistung bringt, gehe ich zunächst mal davon aus, dass keine relevanten Halbleiter kaputt sind, sondern eher irgendwelche Bauteile durch Alterung/thermische Belastung außerhalb ihrer Spezifikation liegen. Das lenkt den Verdacht natürlich wieder auf die Elkos - Widerstände arbeiten ehe binär (ganz => kaputt). 8-)
    Um sich ein Bild zu machen, würde ich tatsächlich zunächst mal die Spannungen und - wenn möglich - die Restwelligkeit messen. Das liefert zumindest erste Anhaltspunkte.


    Aber Vorsicht: :prof::prof::prof:


    Quote

    In sowas bin ich leider sehr unerfahren, deshalb diese Fragen :-(

    Das ist eigentlich ein guter Grund, einen großen Bogen um Schaltnetzteile zu machen. Die sind hochgradig aggressiv - Du bewegst Dich da auf der Hochspannungsseite des Netzteils; da liegen über 400V Gleichspannung an! :shock:
    Das ist alles andere als ein Vergnügen!


    Georg

  • Vielen Dank für die Belehrung! :-)
    Ja, das hatte ich mir bereits gedacht, ich werde morgen mal messen und dann... Ja was dann? Wo kann man diese Platine bzw. Dieses Netzteil kontrollieren und ggf. reparieren lassen?

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Hi,


    ich habe gerade mal gecheckt - am Samstag ist in Hannover das "Repair-Cafe" geöffnet. Wär vielleicht mal eine Idee, dort aufzulaufen und nach jemanden zu suchen, der Erfahrung mit Schaltnetzteilen hat ...


    Auch wenn manche hier im Forum kleine Wunder vollbringen - per Fernwartung dürfte das schwierig werden.

  • Hallo Georg :-)
    Vielen Dank, das wäre tatsächlich eine erste Anlaufstelle! :-)

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Hallo! :D
    Es gibt neues: Das Netzteil ist nun definitiv der Hauptschuldige. Gestern baute ich es aus und wollte es durchchecken, aber ich weiß zum Teufel nicht, wo das Voltmeter ist :roll:
    Also steckte ich alle Kabel probehalber wieder auf die Platine und siehe da, der Monitor sprang sofort an und tat es auch nach gefühlten Tausend weiteren Anschaltversuchen! :) Anscheinend war hier wirklich nur ein Kabel lose!
    Ebenfalls viel mir auf, dass immer, wenn der Rechner bootete (kam gestern relativ häufig vor), die Elkos relativ kühl bleiben und bei einem missglückten Bootversuch (Cursor blinkt, nichts passiert) sehr heiß werden. Hier scheint also ein Elko (welcher weiß ich noch nicht) inzwischen außerhalb seines Toleranzbereiches zu liegen!
    Ebenfalls viel mir auf, dass, wenn das Gerät bootet, zuvor ein 301- Error (Keyboard) angezeigt wird. In anderen Foren lass ich bereits des Öfteren, das bei diesem Modell irgend ein Baustein die 5V nicht mehr auf die nötigen 2,5V bringen kann. Aber das ist dann noch ein anderes Problem, erstmal fahre ich morgen zum Repair- Cafe (Danke an Georg) und schaue, ob die mir behilflich sein können. Normalerweise sollte sich einer finden lassen, der die Platine mal durchmessen und den Übeltäter ausmachen kann!
    Weiß zufällig einer wie das da läuft? Wird da was berechnet oder läuft das über Spenden?
    Grüße! ^^
    Klaus

  • Edit: Der Monitor hat doch wieder Aussetzer, also ganz klar ein Elko...

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Toll, anscheinend funkte das Netzteil irgendwo am Gehäuse und zack flog die Sicherung im Gerät. :(
    Auch die Ersatzsicherung flog sofort, lässt jetzt zusätzlich auch noch auf einen Kurzschluss auf dem Netzteil schließen, oder? :cursing:

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)