Strommessung 5V und 12V mit Panelmeter

  • Hallo!


    Grübele gerade erfolglos über einer wahrscheinlich höchst simplen Aufgabe, die gerade aber meine elektrotechnischen Kenntnisse überfordert. Sicher weiss jemand von Euch die Lösung:


    Ich möchte den Strom messen, der über die 5V und die 12V Schiene eines Netzteils zu einem Rechner fließt und zwar einzeln. Dafür habe ich mir zwei LED Panelmeter aus China bei Ebay bestellt
    (sowas: http://www.ebay.de/itm/0-56-Panelmeter-LED-Digital-Amperemeter-Strommesser-4-30V-DC-0-1A-10-50-100A-/201037388691?pt=LH_DefaultDomain_77&var=&hash=item2ecec31b93)


    Wie man im Anhang erkennt und was mir bis eben nicht klar war, man muß das Panelmeter zumindest laut dem Schaltbild im Angebot auf der negativen/GND Seite in Serie schalten, nicht auf der positiven.


    Das funktioniert auch prima, so lange es nur eine Spannung und einen Verbraucher gibt.


    Ich möchte aber, gespeist von einem Netzteil, welches natürlich eine gemeinsame Masse für die beiden Schienen (5V und 12V) hat, nicht den Gesamtstrom, der über alle Schienen fließt messen, sondern den Strom jeder einzelnen Schiene.


    Geht das überhaupt mit den von mir angeschafften Panelmetern?

  • Keine Idee... Da das Teil auch seine Spannung darüber bezieht,
    kannst Du es nicht anders herum anschließen.


    Stefan


    Das ist nicht richtig. Das Teil hat zwei separate Anschlüsse für die Spannungsversorgung. Sieht man nicht im Schaltbild, dafür aber im Produktphoto. Du meinst, ich soll mal probieren, das Ding "meßseitig" also das dicke schwarze und weisse Kabel, auf die positive Seite (so wie von mir gewünscht) einzubauen?

  • Bild 3 macht mich stutzig. Das sieht doch so aus, als könne man das schwarz/rote Kabelpaar zur Versorgung des Panels und den zu messenden Strom über das schwarz/weiße Kabelpaar leiten. Zur Versorgung würde ich dann ein komplett getrenntes Gerät verwenden (zu Versuchszwecken eine Batterie). Das Bild passt aber nicht zu Bild 1, ich sehe z.B. kein gelbes Kabel.


    Gruß, Jochen

  • Es ist in der Tat gut möglich das das Billigmodul nur in der Lage ist "Low-Side" zu messen. Strommessung: Da sitzt ein Shunt drin. Über diesem fällt eine Spannung ab. Wenn man den Low-Side einbaut hat man direkt eine Referenz zur Masse, da man diese Spannung verstärken muss und der Verstärker auch ein Bezugspotential braucht. Für einen Shunt in der High-Side, also Plusleitung, muss man in der Messtechnik mehr Aufwand im Verstärker treiben, da die Spannung auf anderem, unbestimmten Potential ist. NIcht unwahrscheinlich das das China-Modul das nicht kann.


    Viele Grüße
    Andreas

  • Bild 3 macht mich stutzig. Das sieht doch so aus, als könne man das schwarz/rote Kabelpaar zur Versorgung des Panels und den zu messenden Strom über das schwarz/weiße Kabelpaar leiten. Zur Versorgung würde ich dann ein komplett getrenntes Gerät verwenden (zu Versuchszwecken eine Batterie). Das Bild passt aber nicht zu Bild 1, ich sehe z.B. kein gelbes Kabel.


    Gruß, Jochen


    Ja, ist verwirrend, wie so oft bei dem Billigkram. Das Produktphoto entspricht dem Lieferzustand. Ja und es ist richtig, die Spannungsversorgung des Moduls kommt über die beiden rot/schwarzen dünnen Drähte, gemessen wird über die die dicken weiß/schwarzen Leitungen. Ich hätte das Schaltbild so interpretiert: Die Spannungsversorgung wurde vergessen (so halbwegs, + geht ja ins Gerät, und gelb entspricht weiß.

  • Sollte eigentlich mit einer eigenen, vom zu messenden Netzteil isolierten Versorgung für das MeßSchätzinstrument kein Problem sein. Meßzweig dann einfach in die jeweilige +-Schiene des zu zu messenden Netzteils.
    Natürlich musst Du dann für jedes von diesen Dingern eine eigene Stromversorgung verwenden.

  • Es ist in der Tat gut möglich das das Billigmodul nur in der Lage ist "Low-Side" zu messen. Strommessung: Da sitzt ein Shunt drin. Über diesem fällt eine Spannung ab. Wenn man den Low-Side einbaut hat man direkt eine Referenz zur Masse, da man diese Spannung verstärken muss und der Verstärker auch ein Bezugspotential braucht. Für einen Shunt in der High-Side, also Plusleitung, muss man in der Messtechnik mehr Aufwand im Verstärker treiben, da die Spannung auf anderem, unbestimmten Potential ist. NIcht unwahrscheinlich das das China-Modul das nicht kann.


    Viele Grüße
    Andreas


    Klingt plausibel. Ich probiers mal "high side" aus und vergleiche es mit meinem Multimeter. Mehr als braten kann ich das 4 Euro Ding wohl nicht :)

  • Ich habe in der Website noch zwei Bilder gefunden, die hilfreich sein können. Das erste Bild zeigt die Konfiguration, wie ich sie vorgeschlagen habe, allerdings mit Messung im GND Zweig. Das zweite Bild zeigt, das intern im Panel die Minuspole verbunden sind (sonst würde "in the air" nicht funktionieren.


    Gruß, Jochen

  • Und was spricht gegen folgenden Weg? Habe ich da einen Logikfehler? (+ und - Pol sind jeweils angezeichnet und beim Testobjekt vertauscht. D.h. bei 5 und 12V nicht gleich)


    Das geht leider nicht, weil der Rechner, den ich an dieses Netzteil anschließen möchte, intern ja eine Schiene für GND hat. Das "Zusammenfließen" der Rückströme erfolgt eben nicht erst nach den Amperemetern....


  • weil oben das Bild vom Voltage-Meter anstatt dem Ampere-Meter drin ist....das fuer Volt hat nur Rot/Scharz/gelb und das fuer Ampere
    hat rot/schwarz und weiss/schwarz als Kabel


    Nein, das ist Schaltbild für das Amperemeter >10A, das hat einen externen Shunt. Das 10A Meßgerät, welches ich habe, hat einen internen Shunt.

  • Ich denke, es geht hier darum, an einem PC Messungen zu machen, und da sind gewöhnlich sowohl auf dem Mainboard wie auch an den Laufwerken die Masseanschlüsse alle verbunden, also verteilen sich die Ströme irgendwie, aber sicher nicht so, daß man darüber den für +5 und +12 getrennt messen kann.

  • Ich denke, es geht hier darum, an einem PC Messungen zu machen, und da sind gewöhnlich sowohl auf dem Mainboard wie auch an den Laufwerken die Masseanschlüsse alle verbunden, also verteilen sich die Ströme irgendwie, aber sicher nicht so, daß man darüber den für +5 und +12 getrennt messen kann.


    Ja schon, aber im Netzteil läuft doch alles auf eine 5V und eine 12V Schiene zusammen.
    Wenn ich ein Drehspulinstrument (oder ein beliebiges Multimeter) nehmen würde, wäre das ja alles gar kein Problem, die scheren sich nicht darüber, ob sie auf der positven oder negativen Seite angeschlossen sind.

  • Wenn ich ein Drehspulinstrument (oder ein beliebiges Multimeter) nehmen würde, wäre das ja alles gar kein Problem, die scheren sich nicht darüber, ob sie auf der positven oder negativen Seite angeschlossen sind.


    Drehspulinstrument sind eben potentialfrei, Multimeter werden mittels Batterie potentialfrei gemacht - die von Toast_r vorgeschlagene Lösung sollte deshalb funktionieren, allerdings auf Kosten von zwei potentialfreien Versorgungen (viele Netzteile sind nicht potentialfrei, weil deren Masse mit PE verbunden ist!).
    Wenn mir Spuleninstrumente nicht zusagen würden, würde ich vermutlich etwas mittels Allegro Stromsensoren austüfteln.

  • Sollte eigentlich mit einer eigenen, vom zu messenden Netzteil isolierten Versorgung für das MeßSchätzinstrument kein Problem sein. Meßzweig dann einfach in die jeweilige +-Schiene des zu zu messenden Netzteils.
    Natürlich musst Du dann für jedes von diesen Dingern eine eigene Stromversorgung verwenden.

    Ja, das ist es wohl. Wenn ich es high side anschließe, gibts einen kurzen und eine flinke 4A Glassicherung löst aus, die ich zum Schutz noch eingebaut habe. Daher zum Glück nichts gebraten. Hab noch ein wenig gegoogelt, ich bin nicht der einzige mit dem Problem:http://www.eevblog.com/forum/testgear/turns-out-these-$5-999ma-ammeters-are-low-side-only/
    Im zitierten Link wird ein DC-DC Wandler empfohlen, so wie ich verstanden habe zum potentialfrei machen der Spannungsversorgung der Panelmeter. Es wird folgender Typ vorgeschlagen "B0505S-1W SIP-4 B0505 OUTPUT DC-DC CONVERTER".
    Siehe auch:
    http://www.ebay.com.au/itm/260988729339


    Was meint ihr? Wird das funktionieren? Ich wusste gar nicht, daß DC-DC Wandler potentialfrei machen.


    Hier habe ich eine andere Auktion gefunden:


    http://www.ebay.de/itm/5pcs-NEW-B0505S-1W-DC-DC-module-power-module-isolation-module-SIP-4-/251684647219?pt=LH_DefaultDomain_0&hash=item3a9992f133


    Heisst das, dieser spezielle DC-DC Wandler gibt gar keine zur Eingangsspannung unterschiedliche Ausgangsspannung aus? Er trennt nur das Potential, wie ein 1:1 Trenntrafo?
    Vielen Dank schonmal an Euch alle für die tolle Hilfe!

  • Ich würde mich nur darauf verlassen, dass ein DC/DC einen potentialfreien Ausgang zur Verfügung stellt, wenn er mit "isolated" beschrieben wird. Viele DC/DC-Wandler, insbesondere Step-Up, Step-Down und Buck-Converter stellen keine potentialfreie Ausgänge zur Verfügung.
    Ein 5V/5V-Wandler sollte natürlich isolierent sein, sonst macht das ganze Gebilde ja keinen Sinn :-).
    Zu beachten ist noch, dass dieser B0505S eine unregulierten Ausgang hat!
    Wenn Deine Module keine eng tolerierten Spannungen benötigen, sollte dieser Kniff funktionieren.


    Edit: Nachdem die Spannungsversorgung mit 4V - 30V angegeben ist, sollte der unregulierte Ausgang kein Problem sein.

  • ...Also, hexagon und toast_r hatten Recht. Wenn ich zwei Batterien nehme (es braucht jedes Panelmeter eine eigene!), dann kann ich das auch mit hinreichender Genauigkeit "high side" verwenden :)


    Werde mir noch einen Satz 1:1 isolated DC/DC Konverter beschaffen, mal schauen ob das dann auch ohne chemischen Energieträger funktioniert.