Fotos von Computerläden

  • Ich habe jetzt öfters in Maintal zu tun und so hatte ich am Donnerstag Gelegenheit, mal beim Landolt reinzuschneien. Der Herr ist älter geworden, aber er macht alles noch immer selber. Auch den C= Aufkleber hat er übrigens immer noch an der Tür. Commodore Rechner habe ich aber erstmal keine gesehen, aber jede Menge Tische auf denen wohl an Hardware gearbeitet werden kann, das heißt es sah dort mehr oder weniger aus, wie früher, nur dass die Röhrenmonitore durch TFTs ersetzt sind. Ich habe Herrn Landolt mal auf die HomeCon, die nächste Woche stattfinden wird, aufmerksam gemacht. Er klang interessiert, vielleicht kommt er ja mal. Wäre schön, wenn er mal einen Vortrag über damals hält, er war einer der ersten Commodore Händler in Rhein-Main, und er hat als einer der Ersten Computer mit Funkgeräten verbunden und einige Hardware für Packetradio entwickelt und vertrieben.

  • Nettes Thema. Gab es denn im Osten vor der Wende solche Läden? Ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Mein Vater hatte einen U880 Computer (Z80) gebastelt inkl. Joystick. Mit dem durfte ich dann spielen. Woher die Bauteile dafür waren, k.A.

    Ich habe noch ein Spiel in Erinnerung, wo man ein Quadrat durch ein Labyrinth mit dem Joystick manövrieren musste, das autonom (d.h. vom Computer) bewegt wurde. Die Richtung wurde mit dem Joystick vorgegeben. Anecken bedeutete "Game Over". Das hat mir gut gefallen. Da war ich vllt 4-5 Jahre alt. :zock:

  • Hallo, habe leider auch keine Fotos mehr von damals, vielleicht nur noch den Namen/Adresse des einen oder anderen Ladens aus den 80'er und 90'er Jahren:


    In Offenbach gab's Mitte der 80'er Jahre den kleinen Kellerladen "Fairbit-Computer", Autobahnausfahrt Taunusring und dann gleich rechts die Kellertreppe runter. Der Besitzer war (ist) ein netter Mensch, sehr freundlich und hilfsbereit, auch wenn's mal Probleme gab und die Preise waren immer etwas unter ESCOM und VOBIS.

    Fairbit hat später expandiert und ist auf die Mühlheimer Straße nach Offenbach gezogen, wo er heute noch ist:

    http://fairbit.eu/



    Seit 30 Jahren gibts im Norden von Frankfurt/M, Heerstraße, auch noch ABACOMP Computerwerk Eisenach GmbH, mit dem gleichen Logo von damals.



    Anfang der 90'er startete in Offenbach/Bieber Andreas Kruschik, "CTK-Computer", ebenfalls im Keller des Wohnhauses seiner Mutter. Habe dort öfter PC-Komponenten günstig gekauft. Das war schon lustig, wenn man dort klingelte, öffnete die Mutter meist die Haustür und man fragte höflich, ob der Andreas zu Hause sei. Er wurschtelte dann irgendwo unten in der Wohnung zwischen hunderten von Kartons rum :-)


    CTK expandierte ebenfalls und befindet heute im Industriegebiet Rodgau / Heustenstamm:

    http://www.ctk-pc.de/


    Ca. 1987 gab es im Industriegebiet FFM, Adam-Opel-Straße, ganz versteckt in einer Barracke einen chinesischen Händler, Name fällt mir partout nicht mehr ein, bei dem man günstig einkaufen konnte (z.B. eine der ersten VGA-Grafikkarten für ca. 400,- DM :-)

    War nur ein oder zwei mal da, andere Kunden haben mir berichtet, dass er sich bei Problemen immer ziemlich quer gestellt und Rabbatz gemacht hat :-(.


    Ein weiterer "Kellerhändler" in Offenbach anfang der 90er Jahre war Rudolf PC Technik, Finkenstraße im Wohnhaus der Eltern, auch recht günstig, weiß aber nicht, was aus dem geworden ist.


    Dann natürlich noch die großen Händler: ESCOM, Große Friedberger Landstraße, damals noch "Schmitt Computersysteme", der zog irgendwann Anfang/Mitter der 90er in einen großen Laden in der Hanauer Landstraße bis zum Dichtmachen.


    VOBIS war damals im Rhein-Main Gebiet recht häufig vertreten, zuerst auch noch mit einer eigenen Etage im Kaufhof mitten auf der Zeil. Die hat dann aber irgendwann zugemacht, dafür gab es aber noch die Filiale Gutleutstraße in der Nähe des Hauptbahnhofes, die dann nicht mehr so zentral gelegen war.



    vob.bmp


    Grüße Franz

  • Ein Dreieicher schreibt über Offenbach... Ja... Katastrophe! Den Kruschik und den Rudolf kannte ich auch. Katastrophe. Ersterer war eine Jahrgangsstufe unter meiner Schulklasse. Den Spitznamen, den er an der Schule hatte, verrate ich jetzt aber nicht. Katastrophe. Immerhin hält er aber in dem Geschäft durch, trotz Mediamärkte und Onlinehandel, scheint seine Nische gefunden zu haben, was damit zu tun haben könnte, dass er nah am Rewe-Center ist, wo es durchaus auch mal Laufpublikum geben könnte, und er ist in Heusenstamm der einzige. Zweiter dealte auch mit Komponenten die ... nein das schreibe ich jetzt nicht hier ... Katastrophe... Aber die beiden haben nichts mit klassischen Computern zu tun, das sind/waren PC-Kistenschieber. In Lämmerspiel gabs auch einen Kistenschieber, da habe ich mal meine EISA-Maschine hingebracht, um ein paar Taiwan-EISA-Grafikkarten durchzuprobieren, die er vorrätig hatte, taugte aber alles nichts. In Dreiech gab es auch nen lustigen Laden, "Power Source", der handelte mit Restbeständen der europäischen Niederlassungen asiatischer Komponentenhersteller und so ein Zeugs, die waren oft auf der Hobbytronik in Stuttgart und Dortmund und haben das Zeugs da verramscht, man konnte die aber auch in Sprendlingen besuchen. Die sollen damals auch in die Fälschung bzw. das Dealen mit gefälschten i846 CPUs verwickelt gewesen sein, da gabs mal ne Razzia deswegen, vielleichtwar aber auch nix dran, denn nach kurzer Zeit war der Laden wieder auf. In Neu-Isenburg habs auch so nen Spezialisten, berühmt für 486er Spannungsadapter, Kühler und son Zeugs. Und da war noch einer, da wo jetzt in Sprendlingen die vielen chinesischen Ramschhändler sind, nah.. Katastrophe.... Wenn ich mal irgendwo PCs von Fairbit aus der Keller-Zeit sah, Katastrophe... - mich wundert, wie die es bis in Rüsselsheim aufs Werksgelände eines großen Autobauers geschafft hatten... Ich vermute, dass seit Fairbit in der Mühlheimer ist, dass dort ein Klassenkamerad aus der Berufsschule zumindestens ne Zeit lang gearbeitet hat, nachdem er bei Rail war, und ein Kumpel aus meiner Parallelklasse, also einer der den Krusichik auch kannte, den ich schon lange aus den Augen verloren habe, dort gearbeitet haben oder es noch tun (MS und PG). Rail-Elektronik ist auch so ne Geschichte... Apotheke! War nochmal dort, als der Sohnemann den Laden ins Kickerstadion verlagert hatte... Katastrophe. In Obertshausen gabs noch "Modern Systems", da hab ich während der FOS PCs zusammen geschraubt um mir was dazu zu verdienen, der Laden ging dann pleite, als eingebrochen und ausgeräumt wurde und die Versicherung nicht zahlte, weil sie eine zu niedrige Versicherungssumme angesetzt hatten, vorher ist der Chef (der Sohn von einem Arbeitskollegen meines Vaters) monatlich im Geld geschwommen - und hats mit vollen Händen zum Spaß quasi aus dem Fenster geschmissen. Katastrophe... Im Rowentahaus am Kaiserlei gab es ein sehr seriöses Systemhaus, IBM- und HP-Händler, Software-Enwtwicklung, Datenverarbeitung als Auftragsarbeiten, da habe ich während der FOS dann auch ne Zeit lang gejobt, ISE Data hieß der Laden - eine Ausgliederung davon gibts heute noch, immer krampfhaft auf Suche nach Kleinstkunden. In Sachsenhausen gab es noch einen Türken, der hatte nebeneinander 2 Geschäfte, eins für Endkunden, eins für Firmenkunden wo er Rackserver zusammen geschraubt hat, nachdem auch das in der ... Kastastrophe ... mündete, waren wir Kollegen in einem Systemhaus in Karben. Auch Katastrophe... Escom auf der Hanauer war toll, in der Resteecke gabs immer Zeugs für wenig Geld, das man zum PC und Atari basteln gebrauchen konnte, da habe ich etwa '88 für nen Zwanni noch einen 520ST mit SF314 ohne OVP in ganz gutem Zustand erbeutet, und ein Bigtower, in den ich dann meinen 1040ST einbaute, und 3 Jahre später hab ich in derem Service-Zentrum in Dörnigheim für ein paar Monate in Vollzeit PCs repariert. Katastrophe... So schließt sich der Kreis, an dem ehemaligen Servicezentrum in Dörnigheim komme ich jetzt mehrmals die Woche dran vorbei. Abacomp war übrigens der Laden, wo ich '84 meinen C64 kaufte, auf einer Verkausfsmesse in der Hugenotten-Halle in Neu-Isenburg. Die waren die einzigen die im Frühjahr 84 C64 und 1541 liefern konnten, überall anders ausverkauft, auch beim Landolt. Abacomp war übrigens auch die Keimzelle von ASI Computer in Sömmerda, daraus wurde dann das Fujitsu-Siemens-Werk, wo auch die "Network" PCs für Saturn, Mediamarkt und Co zusammen geschraubt wurden. Endete auch in einer ... Katastrophe...

  • :ätsch: Aber es passt doch, Katastrophe, da!


    (Ich kann ja auch mal mindestens jeden zweiten Satz mit "da" enden lassen, da! Und du darfst dann raten, woher das kommt, da!)

  • Im Brotkasten Forum nebenan wurde vor ein paar Tagen auch ein interessants Bild gepostet....leider finde ich das Thema nicht mehr

    aber das Bild hatte ich mir auf mein Tablet runtergeladen....

    Schaut mal auf die Flaggen am Kaufhof:)




    Ps: wenn jemand den Link zu dem Thema kennt, bitte posten....