Drucker für Leute mit Platz

  • Das Interface ist auf Bild 3 der Anzeige zu sehen - und folglich wohl dabei.


    Ich dachte halt, daß das ja schon ein schönes Stück Technikgeschichte ist - und sicher nicht völlig unwichtig, da es ja letztlich historisch gesehen, das Gerät ist, was dem MegaST / TOS das (semi)professionelle DesktopPublishing erschlossen hat. Und gut sieht es auch noch aus, quasi "zeitlos modern".

  • im Prinzip an allen ATARI TOS Rechnern mit ACSI-Anschluss. Das schließt einzig den Falcon aus. Außerdem sollte der Rechner mindestens 2 MB RAM haben, denn der Druckertreiber braucht bis zu 1 MB Seitenpuffer im Rechner!


    Das große Problem ist aber, den Drucker wieder in Betrieb zu nehmen. Ich habe selbst zwei SLM 804, beim einen ist die Heizung kaputt, was wohl heutzutage irreparabel ist, bei beiden ist außerdem die Selentrommel hinüber, dafür suche ich seit Jahren nach Ersatz oder einer Firma die die wieder aufarbeiten kann. Ersatztoner habe ich, ist hin und wieder zu bekommen. Denn der zweite 804 den ich habe, der druckt wie ein Weltmeister, nur sieht man nix.


    Etwas größer sind die Chancen beil SLM 605, der ist etwas jünger und die Kompatibilitätsiste für Toner und Trommel deutlich länger. Habe frische Trommel und Toner daheim liegen, und zwei 605er bei denen ich den Netzteilen wieder auf die Beine helfen muss, beim einen sinds wahrscheinlich nur die Elkos, der läuft nämlich an, macht aber dann wenn die Mechanik loslegt, schlapp. Noch ne Baustelle.


    Hier noch ein bischen Info, da habe ich mal Kompatiblitätsinfos zu Verbrauchsmaterialien und Ersatzteilen zusammen getragen, und auch ein paar Erfahrungswerte: http://wiki.newtosworld.de/index.php?title=SLM-804


    AUf dev-docs gibts übrigens das Servicemanual vom 804er.

  • Wie funktioniert denn die Heizung bei dem Ding? Ich hab mal ne Weile in einer Kopiererwerkstatt gearbeitet, die meisten Modelle hatten im Fixierer eine Halogenstablampe, da haben wir bisweilen auch improvisiert wenn keine Eteile zu beschaffen waren und haben "typfremde" genommen, wenn die ein paar mm kürzer oder länger waren oder die Leistung nicht exakt gestimmt hat, funktionierte das auch immer trotzdem, die Fixierung hatte bei den meisten Modellen einen Bimetallthermostat der abgeschaltet hat, wenn zu heiß und eine Thermistor, der den Kopiervorgang freigegeben hatte wenn heiß genug.

  • Habe die Heizung noch nicht ausgebaut. Laut Chips'n'Chips soll in der Heizung ein Widerstandsdraht drin sein, der gerne mal durchbrennt. War schon bei verschiedenen Kopierer-Servicefirmen im Raum Frankfurt und habe nach vom Widerstandswert passendem Draht gefragt, aber die hatten alle nichts mehr. Außerdem braucht man beim 804er für die Wiederinbetriebnahme "Initialtoner" mit besonders vielen Eisenspähnen (Auch "Developper" genannt), die sich wieder an der Übertragungsrolle ansiedeln. Zumindestens beim zweiten Drucker, der mit dem Heizungsproblem, siehts da schlecht aus, den hat vielleicht jemand mit einem Staubsauger gereinigt, was man an dieser Stelle absolut nicht tun sollte. Wenn man heutige Kopiererheinis nach solchen Sachen fragt, die wissen das nicht mal mehr... Das sind nur noch "Nach Service-Code Baugruppen-Tauscher": Einem musste ich neulich erstmal erklären, was er da in den TCP/IP-Einstellungen überhaupt einstellen tut.

  • Ich kenn das Ding nicht und bin auch kein Kopiererprofi, aber Widerstandsdraht ? Die Fixierwalzen die ich kenne, sind teflonbeschichtete Aluminiumrohre, wo eine Strahlungsheizung drin ist. (wie z.B. eine Halogenlampe wie im Baustrahler).


    Die letzte Mikrowelle, die ich geschlachtet hab, hatte sowas ähnliches was Du beschreibst im Grill. Ein Quarzglasrohr mit einem zur Feder gerollten Widerstandsdraht, ohne Schutzgas. Auch ca. DINA4 breit.


    Wenn Du Deinen Widerstand kennst, messe ich mal nach, wenns paßt, gehört Die Heizung Dir.

  • Habe deine Antwort garnicht mitbekommen. Den Widerstandswert finde ich gerade nicht, aber aus chips'n'chips folgende Aussage:


    Quote

    Dann war da noch die Frage, wo es Ersatz für die Drähte gibt.


    Jede Service Werkstatt für Fotokopierer sollte solche Drähte als Meterware haben. Gold Draht mit einer stärke von 0,30µm für Canon Farbcopierer tuen es problemlos (Platindraht funktioniert auch).


    Das bezieht sich aber wahrscheinlich auf die Coronadrähte, falls die mal reißen. Ich weiß momentan nicht, wo ich das mal gefunden habe, oder hats mir M.R. mal bei einem Treffen gesagt? Ist aber auch eigentlich egal, denn einer der beiden 804 geht ja, bis eben auf die Problematik mit der Selentrommel.