Beiträge von horniger

    Ja, schade, dass sich noch keiner dafür interessiert.
    Wir haben auch schon Museen (für Computer, Layout & Design, aber auch allgemeine Technik) angeschrieben, aber bis jetzt leider keinen Erfolg gehabt.


    Wer noch Ideen hat, wen wir noch fragen können, möge sich hier bitte äußern!


    Aber Frau Kropp und ich sind noch guter Dinge, dass wir die Maschine komplett an den Mann bringen.
    Plan B (Ausschlachten) hatte ich mit ihr auch schon diskutiert, aber wirklich erst wenn wir niemanden dafür finden.

    Ein wunderschönes Teil der Computerarchäologie steht im Weser Bergland kurz vor der Verschrottung:
    Ein Fotosatzgerät Compugraphic CG 7500 - damals ein Meilenstein des Layoutings.


    Orginaltext:

    Hi folks


    wäre gerne beim STAMMTISCH dabei!
    21.5. kann ich leider nicht, bitte trotzdem zum nächsten Termin bescheid sagen!


    morgen (7.5.) fallt also aus...?


    viele Grüße


    Rainer

    War ein schönes Fotoshooting (schon im Februar).


    begleitet haben mich Frau Dorsch (noch verantwortlich für den Bereich Mathe und Informatik im Museum, eine sehr nette und beindruckende Dame mit einem Lebenslauf, der in ein Buch oder verfilmt gehört) und Sebastian Hamburger (noch Voluntär im Museum), beide werden wohl nur noch bis Sommer Herbst im Museum arbeiten.


    erste Bilder habe ich auf meine Website gepackt: http://www.horniger.de/computer/ctm/ctm70_2.html


    @dlchnr:
    alle Bilder sind fast 600MB, nur die Bilder der Boards 350MB.
    ich denke, ich bring das lieber auf einem Stick mit, als per Mail...?


    Leider fehlt bei dieser CTM 70 der Plattenturm.

    Hmmm....
    Ersatzboards wären natürlich auch immer interessant... vielleicht findest Du ja noch welche?


    Wie bekommst Du die TTLs denn heile runter von der Platine?


    Weißt Du noch, woher Du die Boards hattest? Vielleicht gibt's ja da noch mehr? Oder aber Infos... Schaltpläne...
    (Man wird ja wohl noch hoffen dürfen)

    Nachdem sich das Thema TA 10 noch sehr hinzieht hab ich dann die zweite TA Baustelle aufgemacht - die TA 1000
    hier schonmal ein paar Eindrücke...


    Wer mir hierbei helfen kann bitte melden.
    Auch wenn ich hoffe, fehlende Komponenten noch zu bekommen, muß ich mir doch Gedanken zu Tastatur und Bildschirm machen...

    Sorry für meine temporäre Abwesenheit, aber Job ging vor...


    Sobald ich den Streit mit meinem Mailprogramm (TheBat!) beigelegt habe, werde ich auch endlich die Mail an Herrn Hebel Herr Lämmel zukommen lassen - hoffentlich kommt etwas dabei raus...

    Zitat

    Was hast Du von dem - 'ne E-Mail-Adresse oder sogar die Wohnadresse
    (falls die in meiner Nähe wäre, wär' ich kurz angebunden und würd' bei
    dem mal klingeln)?

    Nä, ich hatte damals nur die ebay Auktion abgespeichert
    Ich konnte nun nach einigem Hin- und Her nun die Überreste dieser TA 1000 bergen - bzw. die Bergung anleiern.
    Die TA 1000 hatte eine fette I/O Einheit (Drucker mit Tastatur in der Breitversion) und einen Bildschirm, beides lässt sich wohl nicht mehr auftreiben.
    Dafür konnte ich die CPU und eine Vierfach 8 Zoll Floppy Einheit mit Disks noch erwerben...

    Vielleicht sollten wir uns doch lieber ne TA 1000 anlachen...?


    Zitat

    von »RudiM«


    Ihr habt mich ganz schön aufgeziegelt. Das Thema interessiert mich wieder sehr. TA 1000 war mein Lieblingskind.

    Kann ich gut verstehen. Zumindest lässt sich die TA 1000 wenigstens auch quasi frei programmieren!


    Zitat

    von »RudiM«


    Woran ich mich nun auch erinnere, ist dass nach meiner aktiven TA-Zeit noch ein Festplattenlaufwerk-Treiber für die TA1000 entwickelt wurde.
    Die Platten sind dort zu sehen. Das Laufwerk muß der hohe Kasten in der Mitte sein.

    Wobei das eigentliche Laufwerk wohl von einem Fremdhersteller ist. Genau so eins ist auch in meiner PDP-8 /e eingebaut. 1MB auf Glasplatte...



    Zitat

    Das ist ja echt der Hammer, dass sich, nachdem ich doch schon duzente Male "TA1000" bei Google Bildersuche eingegeben habe, sich immer wieder was neues findet

    Dies italienische Computermuseum gibts zwar schon länger, hat aber schon immer diese krökelige Website. Vielleicht lässt sie sich nicht indizieren, oder die Betreiber wollen dies nicht...


    Ist echt schade, vor einigen Jahren wurde mal eine komplette TA 1000 verkauft - für wenig Geld. Aber dafür für Leute mit viel Platz, den hatte ich damals nicht... :(
    Ich hab versucht den damaligen Käufer zu kontaktieren - der hat sich aber leider nicht gemeldet... ?(

    Auch mich nähren Zweifel, ob uns der reine Schaltplan schnell weiterhelfen wird.
    Die TA 10 dürfte eher aus der Linie der Buchungs- und Fakturiermaschinen gesehen werden müssen (Triumph Adler Euconta 70, Factura FA 400, dann TA 100)
    Das heißt das einfachere Berechnungen und Automationen zu einem "Computer" gebastelt wurden, der aber wahrscheinlich noch eher Anleihen an diese Buchungsautomaten hat.
    Also viel mehr ein Rechner mit ein paar Extras...?


    Rüdiger vom Rechenwerk (http://9hal.ath.cx/usr/digital-ag/RECHENWERK/index.html, http://www.robotrontechnik.de/) hat mir Specs zu zwei Abrechnungscomputern der DDR (daro 1711 und 1720) gegeben.
    Ich finde diese durchaus vergleichbar mit der TA 10 (von der Leistung entspricht die 1711 wahrscheinlich eher der TA 10, auch wenn diese schon einen Mikroprozessor besitzt, vom diskreten Aufbau mit Logik Gattern ist die 1720 wiederum ähnlicher zur TA 10...)
    Diese beiden Maschinen besitzen Mikro- und Makroprogramm Programmierung.


    Bei der TA 10 scheint ja aber beides zusammengefasst zu sein...?


    Auch wenn die TA1000 das interessantere Spielzeug zu sein scheint, hab ich es bis jetzt leider verpasst mir eine solche zuzulegen. - Wer will seine loswerden...? :P
    Ich fürchte aber architektonisch liegen Welten zwischen TA 10 und TA 1000.
    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die TA 1096 nicht sogar ähnlicher der TA 1100 ist (CPU on a Chip???)... das Teil wird ja im letzten (?) Kapitel Deines Buchs "MDT-Anlagen in der Praxis: Erfahrungsberichte über Anwendung u. Einsatzmöglichkeiten" beschrieben / erwähnt.


    Zitat

    Von dlchnr
    Er hat mir allerdings einen weiteren Namen genannt -" der hat die
    Schreibwerke der TA10 zerlegt und generalüberholt – der kannte jedes Maß
    auswendig". Veilleicht kann uns der speziell bei der TA10
    weiterhelfen. Werde nächstes WE mal versuche, die Spur aufzunehmen!

    ich schieb gerade ein wenig Tiefenfrust bezüglich der TA, da ich nur noch die Chance sehe entweder an ROM Module oder E-PROMs (egal für welches TA 10 Modell) ranzukommen oder eben an technische Unterlagen.
    insofern ist die Nachricht Deines neuen Kontaktes natürlich großartig! Auch wenn das Schreibwerk nicht so viel mit der Programmierung zu tun hat, weiß der vielleicht mehr oder kennt andere Leute...


    Zitat

    Von dlchnr
    Als Hilfe bei mechanischen Problemen enphielt er uns: http://www.zvab.com/buch-suchen/autor/wolfgang-koentopp

    überhaupt sind das interessante Bücher...!


    Zitat

    Von dlchnr
    Ja, muss man sagen, dass sich die verblüffend ähnlich sehen - was natürlich noch nichts über das Innenleben aussagt.

    ich glaube auch schon CTM hat verschiedene Rechner in diese Gehäuse gekloppt (Schreibcomputer, Datenerfassung,.. - mehr dazu bald in der CTM Abteilung auf meiner Seite...)

    Von einer späteren Zusammenarbeit ist mir auch nichts bekannt, zumal sich die Müllers und TA nicht gerade so gut verstanden.
    Aber Diehl hielt nun mal 50% der CTM und die haben vielleicht mit TA zusammen gearbeitet.
    (btw. wurde der CTM 800 auch als Diehl DS 2000 verkauft)


    CTM bekan jedenfalls für seinen Intelligenten Bildschirm-Arbeitsplatz Computer den iF product design award 1979 .
    Und das Teil sieht doch dem TA 1600 verdammt ähnlich !


    Aber ob nur das Äußere oder auch das Innere beider Rechner ähnlich ist, und was beim CTM unter der Haube werkelte, weiß ich auch nicht so genau.


    Zitat

    Wie überhaupt interessant ist, das damals der verbaute Prozessor offenbar eher eine Nebensache war!

    Wahrscheinlich war das damals dem Anwender schnuppe, da er sich auch überhaupt nicht auskannte. Wenn schon TA nicht so ganz klar war, was 8 und 16 Bit waren, wie solls denn dann der Anwender wissen.
    Außerdem wurde ja auch ein Großteil der Hardware auch in der MDT gemietet...!

    Vielen Dank für die genialen Lesetips!


    Die TA1600 war in der Tat eine spätere Entwicklung, ich meine ebenfalls von CTM (vielleicht CTM 900)
    Diese gabs auch von Diehl, denen aber CTM zur Hälfte gehörte.

    Die Angaben aus dem französischen Artikel beziehen sich auf den DATENSpeicher.


    Abgesehen davon, daß es ja mehrere Modelle gab (sowohl von der TA 100 als auch von der TA 10) mit unterschiedlichen Speicherkonfigurationen, haben sich die Modelle wohl auch über den Produktionszeitraum selbst geändert.


    Ein guter Informationsliferant für Modelle und Daten ist immer noch das CC Computer Archiv !


    Über die TA 10 habe ich folgende technische Daten aus verschiedenen Quellen:


    ==================================================
    Büromaschinenlexikon
    -------------------------------------------------
    TA 10/1
    Alphanumerische Eingabe über die Schreibmaschinentastatur
    6 zusätzliche frei programmierbare Funktionstasten
    Elektronik-Koffer mit Steuereinheit, Rechner, Datenspeicher, Programmeinheit
    in integrierter Schaltkreistechnik (TTL)
    7 Datenspeicher (Kapazität 12 Stellen + Vorzeichen + Symbol)
    3 Arbeitsregister (Multiplikation 16 Stellen)
    MOS Schieberegister saldierend
    2 Programmplatten (1 Programmplatte ist Grundausstattung) mit je 128 Programmschritten
    Ausgabeeinheit 18 Zeichen/s, optronische agensteuerung, Wagengröße 33 cm
    ........................................................ DM 10.825,-
    -------------------------------------------------
    TA 10/2
    Alphanumerische Eingabe über die Schreibmaschinentastatur
    numerische Eingaben über separate Zehnertastatur
    9 frei programmierbare Alpha-Symbolisierungstasten
    6 zusätzliche frei programmierbare Funktionstasten
    Elektronik-Teil mit Steuereinheit, Rechner, Datenspeicher, Programmeinheit
    in integrierter Schaltkreistechnik (TTL) im Tisch eingebaut
    7 Datenspeicher (Kapazität 12 Stellen + Vorzeichen + Symbol)
    3 Arbeitsregister (Multiplikation 16 Stellen)
    MOS Schieberegister saldierend
    2 Programmplatten (1 Programmplatte ist Grundausstattung) mit je 128 Programmschritten
    Ausgabeeinheiten Wagengröße 33/47/63 cm
    ........................................................ DM 13.700,-
    -------------------------------------------------
    TA 10/3
    analog zur Ta 10/2 aber zusätzlich
    wechselbares Programm auf Magnetbandcassette
    einen Programmspeicher für 512 Befehle pro Programm
    Zentraleinheit:
    15 freie Datenspeicher à 12 Stellen + Vorzeichen
    3 Arbeitsspeicher à 16 Stellen + Vorzeichen
    MOS Laufzeitspeicher
    3-Speziesrechner bitparallel, zeichenseriell rechnend
    Rechenzeiten:
    Addition max. 0,6 ms
    Multiplikation 20 - 90 ms
    logische Entscheidungen (0, != 0)
    ein unbedingter und sieben bedingte Sprungbefehle
    konstante Werte können über das Programm eingegeben werden
    14-bit-Einandress-Befehlsstruktur
    Ausgabeeinheit:
    Schnellschreibwerk (18Z/s)
    2 Typenhebel für jedes numerische Zeichen
    45 Zeichen
    fotoelektrische Wagensteuerung
    Wagengröße 33/47/63 cm
    Eingabeeinheit:
    Alphanumerische Eingabe über die Schreibmaschinentastatur
    numerische Eingaben über separate Zehnertastatur
    9 frei programmierbare Alpha-Symbolisierungstasten
    6 zusätzliche frei programmierbare Funktionstasten
    Peripherie:
    Lochstreifen-/ Lochstreifenkartenstanzer
    ........................................................ DM 15.950,-
    ==================================================
    CC Seller 1075
    -------------------------------------------------
    TA 10/3
    Datenspeicher = MOS Speicher
    Programmspeicher = MOS Speicher/ MB Cassette
    1 Datenwort (inkl. Vorzeichen) = 16 St a/ 4 Bit
    1 Befehlswort = 16 Bit
    GRUNDAUSSTATTUNG:
    Zentraleinheit 15 Datenworte (inkl. Vorzeichen)
    Tastatur + Drucker (18 Zeichen/s, 126 Zeichen/Zeile)
    ........................................................ DM 16.400,-
    Aufpreis Drucker 170 Zeichen/Zeile ..................... DM 1.000,-
    Aufpreis Drucker 238 Zeichen/Zeile ..................... DM 2.000,-
    Aufpreis Endlosformulareinrichtung ..................... DM 2.200,-
    Aufpreis doppelte Kontenvorsteckeinrichtung ............ DM 1.300,-
    Lochstreifen/ Streifenkartenstanzer .................... DM 5.200,-
    -------------------------------------------------
    TA 10/4
    Datenspeicher = MOS Speicher
    Programmspeicher = PROM Cassette (1024 Befehle)
    1 Datenwort (inkl. Vorzeichen) = 16 St a/ 4 Bit
    1 Befehlswort = 16 Bit
    GRUNDAUSSTATTUNG:
    Zentraleinheit 15 Datenworte (inkl. Vorzeichen) + 1024 Befehle
    Tastatur + Drucker (16 Zeichen/s, 170 Zeichen/Zeile)
    Magnetkonto 64 numerische Stellen/ Magnetkontoseite
    ........................................................ DM 26.400,-
    Aufpreis Endlosformularführung ......................... DM 1.600,-
    Aufpreis für weitere 1024 Befehle ...................... DM 1.960,-
    Speichererweiterung auf 15 Sp .......................... DM 830,-
    Speichererweiterung auf 32 Sp .......................... DM 1.150,-
    ==================================================

    Kleiner Nachtrag:
    ich habe mal die Bilder der TA 100 und der TA 10 auf meiner Webseite aktualisiert.
    Jetzt kann man die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen TA Serien nochmal vergleichen..


    TA 100
    z.B. http://www.horniger.de/computer/ta/TA100_2_2.jpg
    (weitere unter http://www.horniger.de/computer/ta/ta100.html )


    TA 10
    z.B.
    http://www.horniger.de/computer/ta/TA10_3_1.jpg
    (weitere unter http://www.horniger.de/computer/ta/ta10.html )


    TA 1000
    z.B.
    http://www.horniger.de/computer/ta/TA10001_102.jpg
    (weitere unter http://www.horniger.de/computer/ta/ta1000.html )

    Hallo Leute, hallo Trüffelnase


    vielen Dank für Deine Mühen mir zu helfen.
    Und Entschuldigung für meine temporäre Vernachlässigung von Euch und diesem Thread, aber leider zwingt mich die Arbeit noch zu zeitraubendem Reisen.


    Vielen Dank, dass Du für mich recherchiert hast und den Spuren bei old-computers.com nachgegangen bist.
    Ich packe deine Ergebnisse auf die Liste der (noch) zu kontaktierenden Personen!


    Guter Hinweis mit den Zeitschriften/ Artikeln!
    Wahrscheinlich lohnt es sich auch mal diverse Bibliotheken und Hochschulbüchereien durchzusehen. Dort gibt es ja Riesenarchive mit Zeitschriften und mehr, und in Berlin sollte das Angebot mächtig gewaltig sein!


    Und MEGA vielen Dank für die Bücher!!!!!!
    Auch wenn sie nicht direkt oder nur teilweise für das TA10 Prob hilfreich sein sollten, sind sie überaus interessant für meine Recherchen zu Triumph Adler, die TA 1000, die MDT im allgemeinen und überhaupt für meine persönliche Neugier!
    Echt klasse, ich habe schon rumgeschmökert...
    Ich bin gerne bereit Deine Kosten (Kauf, Versand,...) zu erstatten (kleine persönliche Nachricht an mich reicht ;-)) wenn ich schon nicht Deine Mühe belohnen kann...


    Leider habe ich nicht viel mehr in Erfahrung bringen können:


    Von Hyperstone habe ich nur erfahren, dass Otto und Illse Müller wohl geschieden sind.


    Auch befürchte ich, ob der Ähnlichkeit (Druckwerke, Tastaturen,...) der älteren TA100 und der TA10, dass diese doch beide aus den eigenen TA Reihen unter der Leitung von Martin Hebel stammen, und ich somit eher technologisch in diese Richtung weiter schnüffeln sollte.
    Obwohl Otto Müllers Maschinen - die CTM70 (16Bit), TA1000 (=8Bit CTM70) , aber auch CTM800 bzw. Diehl DS2000 - sehr interessant sind!


    Herr Lämmel hat mir netterweise ein Interview mit Herrn Hebel zukommen lassen, aus dem einiges über die Karriere Herrn Hebel zu erfahren ist, aber leider nichts Konkretes zu meinem Maschinle.
    Herr Lämmel hast sich auch bereit erklärt, wenn ich ihm einen Fragenkatalog schicke, diesen Herrn Hebel zu unterbreiten, also versuche ich gerade all meine Fragen zu formulieren ohne den Mann zu erschlagen.


    ich poste in den nächsten Tagen mal meinen Fragenkatlog und die Kontraktpersonenliste


    viele Grüße


    Rainer

    Meine recherche konzentriert sich im Moment auf die Lektüre des Buchs
    "Glanz und Elend der deutschen Computerindustrie - meine Erfahrungen als High-Tech-Unternehmerin"
    von Ilse Müller, der (Ex) Gattin von Otto Müller.


    Hier wird aber nur vom TA 1000 gesprochen, der 8 Bit Version des CTM 70, leider wird der TA 10 nicht erwähnt.


    Auf der anderen Seite werden viele Personen erwähnt - Vorstände, Ingenieure, Techniker, Programmierer,... von CTM, TA, Nixdorf, DDS (Diehl)...


    So erstelle ich im Moment
    - eine Liste mit Personen, deren Spur ich verfolgen sollte, um möglicherweise nähere Informationen zu erhalten
    - eine Liste mit Fragen, die ich dann diesen Personen konkret stellen kann

    Ja, genau: selbiger Otto Müller ist gemeint. Ich glaube aber nicht, dass der wiki Artikel wirklich vollständig ist - deshalb versuche ich eben auch in der Richtung mehr zu erfahren.


    Abgesehen davon scheinen auch seine CTM Rechner durchaus interessante Maschinen zu sein - und damit auch eine Recherche wert (z.B. CTM 70, Diehl DS 2000)!


    In der Zeit erschien ein Artikel, in welchem die TA 10 auch Otto Müller zugeschrieben wird:
    http://www.zeit.de/1987/18/der-gefuerchtete-sanierer/seite-3


    Hyperstone hatte ich angemailt, bis jetzt habe ich leider noch keine Antwort erhalten. Wahrscheinlich sollte ich das eher telephonisch versuchen...


    Guter Tip, mal die alt hergebrachten Mittel zu verwenden - manchmal ist der direkte Weg der beste...

    vielen Dank an Euch beide für die Ideen zur Herangehensweise zu diesem Projekt.


    "Der Weg ist das Ziel" trifft die Sach recht gut. Es soll ja nicht nur Arbeit sein, sondern auch Spass machen!
    Auch wenn ich lieber mit Schaltplan an die Sache hernagehen würde, bin ich mir sicher, dass mir auch das Reverse Engineering Spass machen würde (wird?).
    Mit wievielen Mitstreitern das geht, und wer dazu Lust hat, wird sich noch zeigen...


    Die Idee eines Blogs finde ich klasse. Sowohl für etwaige Helfer, aber auch für Außenstehende könnte das interessant werden.


    So wird mein Arbeitsplan fürs erste wie folgt aussehen:


    Beschaffung von Informationen

    • Herr Lämmel (versucht schon Leute zu kontaktieren)
    • Otto Müller (hab mir erstmal das Buch seiner Frau besorgt, mal schaun, ob das technisch genug ist, um zu verstehen, ob er die TA10 (mit) entwickelt hat)
    • Otto Müller (ich versuche ihn auch selbst zu erreichen - kann jemand helfen?)
    • andere Foren (habt Ihr Vorschläge?)
    • ehemalige Programmierer, Techniker, Service Leute auftreiben
    • andere Quellen... (habt Ihr Vorschläge?)


    Dokumentation des bestehenden Systems

    • CPU Frame Netzteil
    • CPU Frame Backplane
    • CPU Frame Boards,... (wie schon ein paar Zeilen weiter obern beschrieben)

    Vielen Dank für die große Mühe, die Du Dir schon mit der CPU machst!


    Ich habe aber die Hoffnung nicht aufgegeben noch Unterlagen zu finden!


    Ich denke aber mit ordentlicher Beleuchtung könnte ich genug aussagekräftige Photos machen, manchmal hilft es auch die Platine zu durchleuchten um beide Leiterbahnen von beiden Seiten zu erahnen.
    Oder wie Du sagts mehrere Blickwinkel (da hier die "Chips" in gleicher Flucht plaziert sind wird eine Totale von oben (1), und dann für jeden Quadranten je von einer Seite schräg auf die Bauteile (8) reichen ... + Rückseite (1) also zehn Bilder pro Platine...) - oder?


    Nicht ganz sicher bin ich, ob das Design des Rechners auch von Otto Müller stammt (wie das der TA1000) - vielleicht bekomme ich da noch Informationen...

    Ich bin mir da nimmer so sicher. Meine TA10 ist ne TA10/4 und hat keinerlei E-PROMS.


    Die Software (mit oder ohne OS) konnte über zwei Cartridges ("PROM Cassetten") gesetzt werden. Leider habe ich keine einzige Cartridge, also muss ich suchen oder wahrscheinlich mir selber welche bauen... - dann wenigstens mit MEINER Software und nicht irgendwelchem Fakturier- oder Abrechenkram... ich denke es ist das, was Du mit PROM-Emulator meinst...?

    Zitat

    Jepp, das ist meine TA10, der Verkäufer will sich bei mir melden, falls er noch irgendwelche Doku oder anderes findet.


    Ich hab jetzt mal Bilder gemacht und auf meine website gepackt. Sie sind unter http://www.horniger.de/computer/ta/ta10_2.html zu finden

    Hi


    um die PROMs brauche ich mir keine Sorgen zu machen, weil ich keine hab... (ansonsten gebe ich Dir recht, über so lange Zeit sind E-PROMs nimmer so zuverlässig)
    Weil:
    ich habe einer der späteren TA10 - nämlich ne TA10/4. Die hatte - wenn ichs richtig geschnallt habe - gar keine interne Software mehr, sondern nur noch zwei Cartridge Slots, die bei mir natürlich leer sind. (dafür mehr Speicher...?)
    Daher sollte ich unbedingt an die Schaltpläne kommen, wahrscheinlich muss ich mir da selber was basteln - mit den Modulen...


    Ich versuche mal bis heute abend (sonst die nächsten Tage) Bilder von der TA10 und deren Boards zu machen - vielleicht fällt Dir/Euch ja schon was dazu ein...

    vielen Dank für Deine Antwort!


    ich denke, dass ich in jedem Fall einen DUMP machen werde(n muss) - da ich das noch nie gemacht habe schon mal vielen Dank für Dein Angebot zur Hilfe!


    Von der PDP-8 her kenne ich das, daß das Instruction Set "hardcoded" innerhalb der TTL Struktur der CPU zu finden ist und das "OS" direkt im Maschinecode implementiert ist. Bei der PDP-8 hat man den Lochstreifen Loader als ersten Code mit den Schaltern in den Speicher die Maschine gehackt (10-20 Befehle), der konnte dann wiederum (über den Lochstreifen Leser oder ne Teletype) die Programme laden. Die PDP-8 hatte also kein ROM.


    Bei der TA10 gibt es glaube ich auch kein richtiges OS, die zu benutzenden Programme dürften im Maschinecode implemetiert gewesen sein und dann in PROM Bausteinen zur Verfügung gestellt worden sein.
    Die TA10 hatte in der Grundausstattung zwei PROMs (ich glaube vom Typ 1702), andere Typen hatten 4 PROMs und zusätzliche PROMs auf Cartridges oder ein MB Cassetten Laufwerk (dies bräuchte dann ein eigenes Stück Ansteuerungssoftware).


    Ich kann zwar alte E-PROMs auslesen und brennen, aber die 1702 waren wohl so krude, dass sie nicht dabei sind. (Hab im Netzt schon Anleitungen zum Brennen von den Teilen gefunden, vielleicht klappts ja auch mit dem Auslesen...?)
    Hat jemand von Euch Erfahrung mit den Teilen?


    Also sollte ich als erstes rausfinden, was für ne Maschine ich habe, welche und wieviele PROM Bausteine drin sind, und dann die nächsten Schritte überlegen.


    Ob uns die Architektur der Alphatronic hilft (die hatten doch schon Intel Prozessoren drin?), wage ich zu bezweifeln - in jedem Fall wäre es aber - wie Du schon gesagt hast - wichtig die Befehle der TA10 zu kennen...

    Vielen Dank für die neue Adresse. Ich habe meine Anfrage an Herrn Thiel geschickt.


    Ich bin mir aber nicht sicher, ob TA aus dieser Zeit noch Unterlagen hat...


    Vilelleicht sollte ich mich mehr darauf konzentrieren noch existierende Zeitzeugen zu finden...?