Posts by 1ST1

    Dankedanke!


    Habe gestern spät noch ein bischen recherchiert, ich bin mir jetzt garnicht mehr sicher, ob die IBM 50 und 60 schon Typenradmaschinen waren, oder noch Kugelköpfe hatten. Jedenfalls fand ich unter dem Stichwort IBM 50/60 Typewriter kaum was, außer in Youtube, und da klapperte fließig ein Selectrix Kugelkopf rum, aber immerhin mit Elektronikansteuerung. Der Name Wheelwriter kommt bei IBM erst 1984, viel später als ich jetzt erstmal erwartet habe. Keine Ahnung ob es schon vor der Wheelwriter-Serie bei IBM Typenradmaschinen gab. Dafür hatte IBM so kuriose Sachen wie interne mehrspurige Bandlaufwerke mit breitem, wechselbarem Endlosband, jede Spur ein Dokument, und ähnlich wie beim Telefon eine Wählscheibe zum Auswählen der Spur. Aber, ich habe mir inzwischen die Wheelwriter von MarNo84 mal technisch näher angesehen, die ist Baujahr 86, und die ist echt gut aufgebaut, simple Mechanik, robust und flott. Die vergleichbare Olivetti ET 109/110/111/112 sind da etwas komplexer aufgebaut, und dadurch nicht unbedingt besser. Das konstruktive (kostenoptimierte) Niveau erreichte Olivetti erst ab 1989 mit der ET2000-Serie.

    So, mal wieder was neues altes aus der Büromaschinenwelt... Die Woche bei Mainz abgeholt und eben erstmalig angeschlossen und Luft angehalten, geht sie...?


    Das ist wirklich eine alte Dame... Baujahr ab Sommer 1978, bis etwa 1982.


    Es handelt sich hierbei


    - und jetzt kommt eine langatmige Beschreibung welche die Bedeutung dieser Maschine hervorhebt -


    um die allererste elektronische Typenrad-Speicherschreibmaschine mit Display und Textbearbeitungsfunktion der Welt. Puh, jetzt ist es raus...


    Das Baby heißt Olivetti TES 401.


    Alle anderen europäischen Hersteller, sei es Olympia (1980), Trimph-Adler (1980), usw. waren später. Lediglich IBM konnte auch ab Ende 1978 die elektronischen Typenrad-Modelle 50 und 60 liefern, aber ohne Speicher. Denen setzte Olivett gleichzeitig zu meinem jüngsten Neuzugang die kleinere, ab 1976 in Entwicklung befindliche Typenradscheibmaschine ET-101 entgegen, welche aber (soweit ich bisher rausfand) nicht in Deutschland vertrieben wurde. IBM hatte aber schon 1974/75 elektronische Maschinen auf Basis der Selectic Kugelkopf-Druckwerks, denen teilweise eine Schreibtisch hohe elektronische Speichereinheit mit 8-Zoll-Disketten beigestellt wurde. Allerdings das ohne Display, ohne Monitor, diese Dinger zu bedienen müsste eine Wissenschaft für sich gewesen sein...


    Zurück zur TES... Die TES 401 war das kleinste Modell einer kleinen Serie von insgesamt drei oder vier Maschinen auf dieser ersten Generatiomn von Typenradschreibmachinen aus dem Hause Olivetti. Neben der Speicherschreibmaschine TES 401 gab es auch noch mindestens die beiden Textautomaten TES 501 und TES 701. Diese beiden letzteren Textautomaten waren so groß und schwer, dass sie direkt in stabile Stahlschreibtische eingebaut waren. Die TES 501 hatte wie die TES 401 ein einzeiliges Display, aber etwas länger als bei der 401 und seitlich unter dem Tisch zwei 8 Zoll Diskettenlaufwerke. Die 701 hatte statt des Displays einen CRT-Monitor - wenn ich mich noch recht erinnere mit kräftig blauer Schrift auf schwarzem Hintergrund, was mir als Azubi damals so gut gefiel, dass ich diese Werte damals auch im Kernal meines C64 hinterlegte. Vor dem Schirm war dann noch so ein Stoffnetz als Antireflektionsschicht aufgespamnnt. Die kleine ET 101 hatte technisch kaum was mit der TES-Serie zu tun, außer dass sie die selben Typenräder und Farbbänder verwendete, leider kenne ich diese Maschine außer von Bildern noch garnicht, der Funktionsumfang dürfte dem der obigen ET 121 entsprechen, aber vermutlich mit Step- statt Gleichstrom-Encodermotoren. Ich muss mal nach Ivrea in das Olivetti-Museum und mir diese Maschine mal angucken, dass ich mal eine bekomme, bezweifle ich.


    Zurück zur TES 401. Angetrieben wird die Maschine von einem Intel i8080 Prozessor, der Arbeitsspeicher ist 16 kB groß, wovon die Hälfte für die Textbearbeitung zur Verfügung steht. Außerdem hat die TES noch eine ganze Latte 2 kB Eproms auf der riesigen Hauptlatine, das heißt die Platine ist etwa so groß wie die Grundfläche. Ich habe meine Maschine noch nicht geöffnet, aber aus meiner Azubi-Zeit erinnere ich mich noch, dass diese Platine voll mit manuellen Modifiaktionen ist, massig Leiterbahnen durchtrennt und neu mit Fädeldraht verbunden. Je nach Patchlevel gab es dann auch neue Eproms...


    Genau wie auch die größeren TES 501, (evtl auch 601, falls es die gab) und 701 hat auch die 401 einen Massenspeicher. Ok, eine Speicherkapazität von 7,5 kB ist jetzt nicht wirklich die große Masse, aber für ein Datasetten-artiges Aufzeichnungsformat in einem Laufwerk, welches den Schreiblesekopf spiralförmig unter einer langsam rotierenden "Olivetti Minidisk" von etwas weniger als 7 cm Durchmesser speichert, war das für damalige Verhältnisse ganz brauchbar. Übrigens, eine Minidisk, ein Dokument... Legte man eine Minidisk ein, und startete das Programm "Write" über den Schiebeschalter, wurde diese Minidisk gnadenlos überschrieben, egal was drauf war. Es gab auch keinen Schreibschutz. Außerdem durfte man diese Minidisk nicht mit einem Stift beschreiben, statt dessen ist eine vierstellige Seriennummer auf der Disk aufgedruckt, die man gefälligst auf der Papierhülle zu dieser Disk drauf schreiben sollte. Auf der Papierhülle durfte man sich aber Inhaltsnotitzen machen - solange die Disk nicht drin steckte. Diese Minidisk sind recht empfindlich... Über die Seriennummer der Disk konnte man dann die Papierhülle indentifizieren, so das das nicht durcheinander kam.


    Die Software der TES 401 war recht einfach gehalten, man konnte Texte korrigieren, solange sie noch im Speicher waren, aber das Druckwerk hatte im Gegensatz zur ET 101 und späteren Modelle der ET- und Praxis-Serie kein Korrekturband. Auch einen direkten Schreibmaschinenmodus, bei dem ein Tastendruck unmittelbar zum Abdruck führte, gab es nicht, sondern es wurde immer erst ins Display geschrieben, Zeilenweise oder Dokumentweise, und dann gedruckt. Somit eignet sich die TES 401 nicht zum Ausfüllen von Formularen. Die Einfachheit geht soweit, dass es nichtmal eine Funktion gibt, um den Textspeicher auf einmal komplett zu löschen, das Handbuch empfiehlt dazu, die Maschine aus und wieder einzuschalten... Auch wenn man einen Text von Minidisk in dem schon belegten Speicher laden wollte, war Aus und wieder Einschalten "Best Practize" zum Speicher erstmal Löschen! Es gibt auch keinen nichtflüchtigen Speicher, in dem man Randpositionen und Tabstops ablegen konnte, das musste mit dem Dokument auf Minidisk gespeichert und wieder eingelesen werden.


    Die Maschine beherrscht mehrere Zeilenabstände, sie kann 10, 12 und 15 Zeichen pro Zoll drucken, sie beherrscht Proportionalschrift und Blocksatz, PS und BS auch gleichzeitig. Das bedeutet auch, dass der Druckkopf in Microschritten bewegt werden kann, dennoch beherrscht sie keinen Fettdruck, obwohl das dafür die Vorraussetzung wäre, und sie kann nicht automatisch unterstreichen. Dafür ist sie mit ihren recht großen Stepmotoren ziemlich flott.


    Groß... Schwer... Das Maschinchen wiegt laut meiner Personenwaage 27,5 Kg. Das kubistische Gehäusedesign stammt vom italiensichen Star-Designer Mario Bellini. Auffällig an der 401 ist eine Art Stufendesgin, welches man von der Seite sieht. Scheibar steht die Maschine schräg, hinten ein großes Rechteck, welches tiefer reicht, als das Vorderteil, das Ganze in Weiß, fast schwarzer aber noch ein bischen transparenter Deckel und weinrote Walzendrehknopfe. Diese Farbkombination und eine ähnliche Formensprache wurden von der Buchungsmaschine Olivetti A4 von 1975 übernommen. Eine fast identische Seitenlinie findet man bei Olivetti auch bei einigen elektronischen Tischrechner der Logos 4x Serie, und auch die spätere Olivetti ETV 240 und 250 CP/M Bildschirmschreibmaschinen nehmen diese Seitenansicht wieder auf, selbst der Ein-Aus-Schalter findet sich bei diesen Maschinen wieder unten in der Stufe. Man findet die TES 401 als Beispiel des kantigen End-1970er-Jahre-Designs in diversen Design-Fachbüchern und sogar im Museum of Modern Art in New York steht eine TES 401 in der Dauerausstellung. In bester Gesellschaft mit einem FIAT Multipla ... Tja, die Italiener...


    Übrigens, die TES 401 hat seinerzeit rund 14.000 DM gekostet, etwa so viel wie ein VW Passat im Jahr 1983. Ich erinnere mich noch, als Azubi, da waren wir öfters im Wartungsdienst und auch zum Schreibmaschien ab und neu Aufbau in einer Frankfurter Großbank unterwegs. Dort gab es so um 1988/89 noch eine größere Menge TES 401 im täglichen Einsatz. Erst zu dieser Zeit wurden diese durch Olievtti ETV 260 und 2700 Bildschirmschreibmaschinen (mit verstecktem MS-DOS) ersetzt.Ich erinnere mich da noch an eine ältere Sekretärin, ich kam rein ins Büro, Handwagen mit einer ETV 2700. Guten Morgen, Ihre neue Maschine ist da... Um Gottes Willen! Ich will die nicht! Meine TES! Ich bin jetzt 62. Ich will nichts mehr neues lernen! Noch ein paar Monate bis zur Rente! Weg mit dem neuen Zeugs! Nach ein bischen Diskussion, auch ihr Chef kam dazu und verzeifelte an der Dame, zog ich wieder ab. Ein paar Tage später sollte ich wieder hinkommen. Dieses Mal war der Schreibtisch leer. Der Chef hatte die Sekretärin samst TES 401 versetzen lassen. Hart... Damals wurden dutzende TES 401 ersetzt und verschrottet. Einmal haben wir Azubis dann den ultimativen Test gemacht, denn die Robustheit der TES 401 war legendär... Also, eine Seite A4 im Speicher voll geschrieben, auf Minidisk gespeichert, dann nahm ein Kollege die TES hoch, ein Meter über den Boden, einschalten, Text von Disk gelesen, Drucken, und dann fiel sie runter... Sie knallte auf, Gehäuse bekam Risse, aber sie druckte unbeeindruckt weiter! Jugend forscht. Mit meinem Exemplar mache ich solche Spielchen aber nicht.

    Nur weil er jetzt auf sein Zeug Commodore drauf schreiben darf, ist das nicht mehr Commodore als die Aktenvernichter, Schreibmaschinen, PC-Tastaturen, Lautsprecher usw. die es nach 1994 mit Commodore Schriftzug zu kaufen gab. Der Geist und die Seele von Commodore fehlen da.


    Das erste was er verkaufen will, sind C64-II Gehäuse aus der erhaltenen Gussform. Diejenigen, die unbedingt schon eine haben wollten, haben die schon. Und einen Brotkasten baut man nicht in ein C64-II-Gehäuse um. Der Broti ist Kult.

    Das ist für ST Basic, welches bis etwa 1987 ausgeliefert wurde, danach gab es Omikron dazu. ST Basic ist ein ziemlicher Krüppel, relativ primitiv, kann nur 64kb verwalten, getrenntes ein und ausgabefenster, läuft nur unter TOS 1.0x.


    Wer sich ernsthafter mit Basic auf dem ST befassen will, sollte das mit Omikron oder GFA tun. GFA wird als Hobbyprojekt immer noch weiterentwickelt und unterstützt inzwischen sogar den Coldfire in der Firebee.

    nicetux: Nimm besser die ganze M24. Wegen Ersatzteilversorgung. Die Netzteile sind eklig zu reparieren: 2 Platinen im Blechkasten, mehrfach Hochspannung auf unisolierten Teilen, exotische Bauteile, Netzteil darf ohne Last nicht eingeschaltet werden sonst gleich hopss, usw. Ich habe schon 3 M24, zwei laufen, eine zwecks Ersatzteilgewinnung, das reicht mir.

    Hallo, beim Begriff "Atari-Archäologie" werden sicher viele an die Bagger-Aktion in New-Mexiko denken, die vor 2013 nach dem Mythos der ET-Module fürs VCS 2600 gebuddelt haben. Darum gehts hier aber nicht, und es wurde auch nur virtuell gebuddelt, aber das bisherige Ergebnis ist nicht minder interessant, vielleicht sogar noch interessanter. Und es muss noch weiter "gegraben" werden, es ist längst noch nicht alles freigelegt.


    Seit einiger Zeit kann man auf http://dev-docs.atariforge.org/ eine misteriöse Datei Nachems Atari_HQ_1.zip herunter zu laden. Darin befindet sich eine ISO-Datei, deren Inhalt sich bislang kaum jemand näher angesehen hat, lauter ominöse Dateien, wo man erstmal nicht weiß, womit man sie öffnen soll. Die CD wird auch hin und wieder im Original als JAGHQ1 für 15 Dollar in eBay angeboten, aber wie geschrien, kaum einer konnte damit bisher was anfangen. Dabei steht "HQ" für "Headquarter", "Hauptsitz", also Borregas Avenue in Sunnyvale. Und JAG deutet drauf hin, dass es irgendwas mit Jaguar zu tun hat...


    Das kann man über die ominöse CD im Internet finden, http://www.myatari.com/atarijag.txt :

    Quote

    JAGHQ1 New Atari HQ #1 CDROM $14.95
    It has over 600 Mega bytes, over 8,000 files(sorry some are zipped), schematics, source code, Jag Developer software, tons of internal Atari software, Gerber files for many atari PCB. Has stuff for all newer Atari products. Lynx, Jaguar, ST, Mega STE, Falcon, ETC. Hundreds of hours were spent collecting this data. Know one will be able to use it all. There is just so much on this CDROM. We put the entire source for the sounds files for demolition man. There is work in progress source for many games. These are not final versions but test portions. Source from AVP, Hoverstrike, Iron Soldier II and more. There is the encryption software that Atari used to encrypt CDROMs. There are letters from Atari to Software developers telling them they are doing a great job(Fat Bobby) or telling them they are in default on their schedule(Road Riot +)+++++++ This is an ISO9660 CDROM. Not a Jaguar CDROM. It works on PC, MAC, ST, TT, Falcon computers with CDROM drive.


    Jetzt hat sich Christian Zietz aus dem atari-home.de Forum der CD mal angenommen neben dem offensichtlichem erstaunliches zu Tage gefördert, und er ist mit seinen virtuellen Ausgabungen noch nicht am Ende, es gibt noch weitere Diskimages auszupacken und deren Inhalte mit alter Software zu dekodieren, konvertieren, usw. Es fanden sich bisher sehr interessante Sachen, wie:


    - Fragmente des "Sparrow" Schaltplans. Sparrow ist ein Prototyp, der aus dem STE entstand, und letztendlich im FALCON 030 endete
    - kompletter Schaltplan eines ASIC Namens "ST 4118" ("68K GameShifter"), ein Grafikchip mit 18 Bit RGB Ausgabe (also 262.000 Farben) und einer ganzen Menge 2D-Grafikrafinessen. Dieser Grafikchip sollte wohl im aufgegebenen Spielekonsolenprojekt "Panther" eingesetzt werden.
    - Kompletter Schaltplan des ST-Blitters, mehrere Versionen des Chips
    - Kompletter Schaltplan des GSTMCU-Chips aus dem (Mega)STE, dieser beinhaltet den STE-Shifter (Grafikchip), ST-Blitter und GLUE-Logik.
    - Außerdem sind schon eine größere Anzahl Spice-Simulationsmodelle für IMP-Transistoren (IMP stellte Custom Chips für ATARI ST Rechner her) enthalten


    [Blocked Image: http://www.chzsoft.de/asic-web/images/game_shifter.png]


    Weitere Informationen und Download der bisher entschlüsselten Dateien: http://www.chzsoft.de/asic-web/


    Die Ausgrabungen gehen weiter.


    Zwei Diskussions-Threads zum Thema:
    - http://forum.atari-home.de/index.php?topic=13103.0
    - http://atari-forum.com/viewtopic.php?f=15&t=30280&sid=d023ea5f7bd2341ff404dc7536fd754b

    Ich habe im Keller noch einen ThinClient mit Geode 233 Mhz liegen, der kann XDMCP (ohne SSH-Tunnel), ICA und RDP (Software ähnlich wie Igel, nämlich von Tuxia), das klappte zumindestens damals (so etwa 2001/2002) ganz gut. Will ich irgendwann vielleicht wieder in Betrieb nehmen, nur leider Netzteil scheinbar kaputt.

    Ich kann die Nec Multisync 1990NXP und 1990FXP empfehlen. Steht bei denen zwar auch nicht im Datenblatt, aber zumindestens A500, A1200, ST und Falcon (RGB-Adapter) laufen daran in PAL-Auflösungen. A1200 und Falcon können darauf auch höhere Auflösungen problemlos darstellen. Diese Displays bekommt man in der Bucht ab 25.- Die haben VGA und DVI Eingänge, auf den DVI-Eingang kann man auch einen VGA-Adapter aufstecken, dann hat man 2x VGA. Bis 1280x1024 machen die auch am PC ein gutes Bild. TT-Hoch geht per ECL-Adaper auch.

    Mit dem Terminalprogramm kann man mal eine einzelne Datei übertragen... Aber wenn du was übertragen willst, was aus mehreren Dateien, Ordnern usw. besteht, hört der Spaß beu Z-Modem und co auf.


    Ein XT-IDE-Controller mit einer Compactflash-Karte (oder CF zu SD und dann eine SD-Karte) wäre eine treiberlose Alternative.

    Solange die DOSe mindestens ein 80386SX Prozessor hat und eine DPMI-Erweiterung im Speichermanagement aktiv ist, z.B. wenn QEMM386 installiert ist, empfehle ich


    -> PARCP-USB


    PARCP war ursprünglich eine reine Parallelport-Lösung, welche zwischen ATARI ST Rechnern funktionierte, dann kam auch MS-DOS / Windows 9x Software hinzu.


    Inzwischen gibts kaum noch PCs mit Parallel-Ports, so dass Petr Strelik, der Autor der Software, einen USB-zu-Parallel-Adapter entwickelt hat, der das PARCP-Protokoll spricht. Die Software gibts inzwischen für ATARI ST Serie (68K und 68030 optimiert), MS-DOS (ab 80386sx aufwärts), Windows 9x, Windows NT bis 10, Linux (x86 und RaPi) und Mac OS-X (x86). Außerdem ist die Software inzwischen Open Source (auf Github) und freigegeben für z.B. die Portierung auf den Amiga.


    Die Software besteht aus einem Client und einem Server, jeweils für alle genannten Plattformen. Man startet den Client auf der einen Seite, den Server auf der anderen Seite, und schon gehts los. Die Bedienung des Clients ist stark an den Norton Commander angelehnt. Ich empfehle aus Performance-Gründen, den Client auf dem schnelleren Rechner (also dem modernen Windows/Minux/Mac PC) zu starten.


    Weitere Infos: http://joy.sophics.cz/parcp/parcp-usb.html


    Ich erreiche zwischen Windows 10 und meinen ATARIs bzw. meinem 386er Laptop so zwischen 60 und 90 kB/s damit. Wenn ich was auf einen XT übertragen will, nutze ich meinen 386er Laptop als Zwischenstation und schicke dann von dort per LapLink auf den XT weiter. Evtl. ließe sich Laplink durch Interserve/Interlink ersetzen, wenn der Laptop 2 Parallelports hätte, dann könnte man evtl. direkt aus dem ParCP-Client über den 386er auf den XT zugreifen, das muss ich irgendwann mal testen.

    Der IFHB hat auch eine Webseite: http://www.ifhb.de/ - Allerdings ein sehr verschlossener Verein, ohne Mitglied zu sein, kann man nicht in der online verfügbaren Vereinszeitung blättern (außer eine einzelne Ausgabe), nicht in das Forum ("Schwarzes Brett") einsehen, und wenn man mal eine Frage auf der Yahoo-Mailingliste stellt, kommt entweder garnix zurück oder es antwortet einer so, als ob man ihm die Wurst vom Brot ziehen will.


    Da ist noch ein übrig gebliebener, verschlossener Kollege: http://www.derwesten.de/staedt…ibmaschine-id3296737.html

    Hallo allerseits,


    bei HomeCon versuchen wir uns die Wartezeit zwischen den Treffen in Groß Auheim bzw. Steinheim zu verkürzen. Ich habe da mal ein paar Computer- und artverwandte Museen im stark erweiterten Rhein-Main-Gebiet zusammen getragen und im HomeCon Forum initiert, dass man diese bei diesen Zwischentreffen besucht.


    Als erstes steht nun - so zeichnet sich die Lage ab - am ersten Oktober ein Besuch der folgenden zwei Museen im Dunstkreis von Fulda statt:


    1. Schreibmaschinenmuseum in Bad-Soden Salmünster (Main Kinzig Kreis)
    2. Konrad Zuse Museum in Hühnfeld in der Rhön


    Wer Interesse hat, teilzunehmen, möge den nachfolgend verlinkten Thread verfolgen und sich ins dort verlinkte Doodle eintragen: klick Dort machen wir dann die Details aus, Treffpunt, Uhrzeit, Mitfahrgelegenheiten, etc.

    Wo ist denn dieser Büromaschinenhändler? In Bamberg gibts übrigens auch einen, mit dem Besitzer stehe ich hin und wieder in Kontakt. Dort kann man noch mechanische Schreibmaschinen hinbringen und der repariert die wieder. Auch in Haltern am See bekommt man mitunter weitergeholfen, außer man deutet an, dass man selbst Schreibmaschinen aus Ivrea sammelt und auch selbst Ahnung hat, dann sieht der nämlich einen als Konkurrent um die besten Stücke.

    Evtl. das ST-Basic-Buch, muss aber erstmal schauen, ob ich das nicht schon habe. Reserviere es mal. Wenn ich es schaffe, schaue ich heute Abend mal nach.

    Hallo, in den eBay Kleinanzeigen ist was ganz besonderes drin. Und zwar ein Olivetti P652 Computer aus dem Jahr 1973. Den kannte ich auch noch nicht, muss aber so etwas wie ein Nachfolger der Programma 101 und der P203 sein. Laut den nachfolgenden Links war diese für den technisch-wissenschaftlichen Einsatz gedacht. Es gibt einige Museumswebseiten, welche eine P652 präsentieren und beschreiben, aber dort ist immer nur die Tastatureinheit dargestellt, der Rest fehlt. In dieser Kleinanzeige wird aber


    ... ein Komplettsytem ...


    bestehend aus der Zentraleinheit, der Speichereinheit und der Ein-Ausgabe-Einheit in Form einer entsprechend angesteuerten Olivetti Editor 4 ST elektrischen Schreibmaschine angeboten, und das inklusive dem originalen Tisch aus der Olivetti Synthesis Serie, in/auf dem das gesamte System verbaut ist. Das ist sensationell, leider fehlt mir für sowas der Platz und sicher auch das notwendige Kleingeld.


    Diese Maschine ist auf jeden Fall eine absolute Rarität und sollte auf jeden Fall im kompletten Zustand einen sicheren Platz in einem Museum finden. Dieser Rechner hatte laut dem Angebot einen Neupreis von 40.000 DM, was für damals eine ganz ordentliche Summe ist, nach Inflation wären das heute übrigens rund 70.000€.


    Siehe https://www.ebay-kleinanzeigen…40-000/503091637-228-3073


    Wenn jemand diese Maschine erwirbt und sie wieder restaurieren will, stelle ich gerne die technischen Unterlagen zur Olivetti Tekne/Editor 3/4/5 Schreibmaschine als PDF zur Verfühung und beantworte dazu auch Verständnis- und ggf. Reparaturfragen. Zu den weiteren Baugruppen habe ich nichts.


    Hier noch ein paar Infos
    - auf italienisch aber recht ausführlich: http://www.museotecnologicamente.it/olivetti-p-652-1965/
    - P652 mit weiterer Peripherie, die Schreibmaschine fehlt hier aber: http://www.calcuseum.com/desk_17784.html
    - Zeitgenössische Werbung: https://books.google.de/books?id=-sU9pCNDMQUC&pg=PA541&lpg=PA541&dq=olivetti+p652&source=bl&ots=sT5iOoffZv&sig=lpSyT28Y22vgn6wCMH0jUQ-uELs&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi7na6-gcbOAhWM6xQKHc84CoIQ6AEIYTAN#v=onepage&q=olivetti%20p652&f=false und https://books.google.de/books?id=u0O-g0_fbrIC&pg=PA56&lpg=PA56&dq=olivetti+p652&source=bl&ots=_3tgj1hWk0&sig=rHZNUHORULyrystC_Hgxr8AMfoU&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiKlezlhcbOAhVKORQKHUoMAkM4ChDoAQgiMAE#v=onepage&q=olivetti%20p652&f=false
    - Noch eine französische Seite mit Peripherieüberblick: http://silicium.org/site/index…olivetti/92-olivetti-p652
    - Olivettis historische Stiftung über die P652, nur ein SW-Bild, die haben also selbst keine: http://www.storiaolivetti.it/fotogallery.asp?idPercorso=570&idOrd=8

    Natürlich, der Designerdress aus Ivrea war "ein bischen" teurer... Normalerweise muss man sich aber an der Seite den Kasten wegdenken, Festplatte geht auch intern, wenn man einen Controller hat, der klein genug ist. XT-IDE geht allemale intern. Meine M19 hat sogar jemand auf RIser umgebaut, so dass horizontal "hohe" ISA-Karten eingebaut werden können. Ist zwar nicht ganz original, aber praktisch.