Beiträge von Martin Hepperle

    Normalerweise sind diese Tastaturen sehr robust. Ich würde eher auf Oxydation tippen, das könnte sich bei vielmaligem Betätigen vielleicht geben.


    Wenn man den Rechner öffnen möchte, muss man unten Aufkleber entfernen, was diese (je nach Sorgfalt) zerstört.

    Schrauben sind unter den Gummifüssen, aber auch unter den zentralen Aufkleber.


    Steht alles im Service Manual (google "HP 110 Service Manual"). Youtube hatten die damals, glaube ich, noch nicht ;)


    Die Combo-Karte hat ihr RAM fest verdrahtet am oberen Ende des Speicherbereichs.

    Zusätzliche Karten müssen dann so eingestellt werden, dass sie unterhalb dieses Bereichs eingeblendet werden.


    Das RAM auf der CPU Platine (64 oder 128 KB) konfiguriert sich selbst dann unter das zuletzt gefundene externe RAM.


    Der Adressraum ist insgesamt 24 bit, d.h. die ROM/RAM Karte mit 3 MB (0x300'000) geht von 0xFFFFFF bis 0xCFFFFF+1

    Die nächste RAM Karte muss dann von 0xCFFFFF abwärts eingeblendet werden. Und so weiter.


    Die DIP Schalter sind in der Regel auf die Granularität der Karte abgestimmt, d.h. bei 256 KB Karten verschiebt ein Bit den Adressbereich um 256 KB.

    Deshalb muss man auch immer die größten Karten oben im Speicher anordnen, da eine z.B. 1 MB Karte nicht unterhalb einer einzelnen 256 KB Karte liegen kann (die 1 MB Karte kann nicht an der 0xFFFFFF-256KB Grenze platziert werden, da sie nur in 1 MB Schritten schaltbar ist). Wenn man oben 4x256 KB karten einsetzt, dann kann man natürlich als nächstes auch eine 1MB Karte darunter einsetzen.

    (darüber/darunter bezieht sich auf den Adressbereich, nicht auf die physikalischen Slots - die sind alle gleich.)

    Als Tip:

    Der HP 50g ist inzwischen oft nur recht teuer zu bekommen. Zum reinschnuppern in RPL ist der HP 49G wesentlich günstiger zu finden und man kann fast alles damit machen, was auch auf dem HP 50g geht.

    Auch SystemRPL und Maschinensprache kann man damit machen. Man muss sich nur mit der Gummitastatur anfreunden, aber eigentlich ist die gar nicht so schlimm. Und mit der seriellen Verbindung kann man auch schön mit alten Rechnern kommunizieren. Nur die SD-Karte und eine "harte" Tastatur gibt es nicht.


    Der Prime hat aus meiner Sicht eine supertolle Hardware, aber leider hat man versucht, eine eierlegende Wollmilchsau in der Firmware zu implementieren. Dafür waren keine ausreichenden Ressourcen bei den Entwicklern vorhanden. Daher gibt daher sehr viele Inkonsistenzen und unschöne Details. Das finde ich sehr schade. Auch die Verbindung zum PC ist je nach Version manchmal völlig unbrauchbar und wenig ausgefeilt. Python ist zwar möglich, aber bisher alles andere als robust.

    Schließlich finde die Dokumentation zwar dick, aber auch sehr schlecht. Ich frage mich immer, wie ein "normaler" Schüler damit zurechtkommen soll, wenn schon die alten Experten seitenlange Diskussionen führen, wie man ein Problem löst oder einen Fehler umgeht. Man muss dabei auch bedenken, dass der Rechner jetzt schon ca. 10 Jahre verbessert wird, in der zweiten Hardwaregeneration ist und trotzdem immer noch viele Probleme macht. Da waren die Vorgängermodelle viel ausgereifter.

    Als ich auf BITSAVERS nach neuen Dateien suchte, fand ich ein im August neu dazu gekommenes Quellcode Archiv mit vielen GSX-80 und GSX-86 Dateien.


    Neben den GSS/GKS Bibliotheken und und Tektronix Emulatoren sind dort auch viele gerätetreiber-Quellen enthalten, die vorher nicht verfügbar waren.

    Ich habe mal aus den Quellen eine Liste der GSX-80 Treiber zusammengestellt (die meisten oder alle sind auch als GSX-.86 Varianten verfügbar).

    Die Kerntreiber sind alle in RATFOR (FORTRAN) geschrieben.


    Martin


    GSX Sources BITSAVERS

    (http://bitsavers.informatik.un…/DigitalResearch/?C=M;O=D)


    Source code for GSX-80 device drivers


    sskeldd skeleton device driver for testing


    dd100v ID 100V terminal

    dd2647 HP2647

    dd4012 TEK 40xx

    dd4025 VT100 with Retrographics

    dd4662 Tektronix 4662 plotter

    dd512 AED 512 terminal

    dd6211 Ramtek 6211 terminal

    ddadvn Northstar Advantage

    ddaret ADM 3A with Retro-Graphics

    ddbtur Bascom-Turner 1100 plotter

    ddcsa1 Control Systems Artist I (NEC 7220)

    ddfcg Florida Computer Graphics terminal

    ddgn2a ADM 5 GEN II Digital Engineering Device Driver

    ddgn2a LSI ADM5 GEN.II Retro-Graphics

    ddgn2b ADDS Viewpoint GEN.II Retro-Graphics

    ddgn2c Televideo 910 GEN.II Retro-Graphics

    ddgn2d Datamedia Colorscan 10 terminal with

    ddgn2e Televideo 910 GEN.II Retro-Graphics

    ddtr24at Transiac TR1024

    ddtr24 VT125 terminal

    ddv185at VT185 terminal

    ddvret VT100 with Retrographics

    ddotrn Otrona Attache


    dd7220 Hewlett Packard 7220 pen plotter

    dd7470 Hewlett Packard 7470 pen plotter

    ddhi3m Houston Instruments HI PLOT DMP-3

    ddhi3m Houston Instruments DMP3

    ddhi7m Houston Instruments HI PLOT DMP-7

    ddw636 Watanabe WX 4636 Plotter

    ddw675 Watanabe WX4675 six pen plotter

    ddstrb Strobe pen plotter


    ddids IDS printer

    ddidsc IDS color printer

    ddmx80 Diablo 630 Daisy Wheel printer

    ddmx80 Epson MX-80 Printer

    ddokid Okidata Microline 92 Printer

    ddprtx Printronix P300 and P600 printers

    Weil hier immer gerne mal von "Experten" über Electrostatic Discharge ESD diskutiert wird, hier mal ein älteres Video, das ich sehr lehrreich finde.



    Das schöne an ESD ist ja auch, dass ein Chip dadurch nicht gleich 100% zerschossen wird, sondern auch nur vorgeschädigt werden kann.


    Auch mit den heute besser geschützten Chips sollte man aufpassen, da sie ja im Gegenzug wesentlich feinere interne Strukturen haben.


    Ich bin auch kein "Experte" aber lernfähig und die beiden Hauptakteure in dem Video sollten es wissen ;)

    Der RAM Speicher in den HP 9000 Rechnern muss durchgängig von oben nach unten gefüllt werden, ohne Lücken.

    Der ROM-Bereich liegt weiter unten, sodass .in der Original-Version eine (gewünschte) Lücke entsteht.


    Wenn alles als RAM genutzt werden soll, muss die Dekodierung des ROM Sockels so geändert werden, dass der Adressbereich direkt an den RAM Bereich anschließt.

    Das eventuell auf dem Motherboard vorhandene RAM wird in der Regel automatisch platziert, sodass es unter dem Zusatz-RAM liegt.


    Das ist eigentlich der einzige "Nachteil" des Boards, dass man die Adressbereiche nicht per Schalter einstellen kann. Andererseits reichen heute 3 MB RAM wohl für die meisten praktischen Anwendungen, auch zur Steuerung des Heim-Kernkraftwerks.


    Martin

    Weil "Öl" hier immer wieder ein Thema ist, möchte ich hier meine Erfahrungen aus langjähriger Modellmotoren-Pflege wiedergeben:

    • Automotor-Öl (SAE...) sollte man nicht verwenden. Das Mineralöl trocknet innerhalb von 5-10 Jahren ein, wird fest und blockiert dann die Bewegung. Kann man dann nur mit Wärmebehandlung wieder gängig bekommen. Das Öl ist für regelmäßigen Wechsel (alle 1-2 Jahre) gedacht. Verwende ich nicht für Computerteile.
    • Nähmaschinenöl ist sehr dünnflüssig, ich würde es nur für ganz feine Mechanismen verwenden, da es sonst zu leicht wegläuft. Verwende ich nicht für Computerteile.
    • Ballistol ist eine Mischung mit flüchtigen und wachsartigen Anteilen (Paraffin). Die flüchtigen Teile verdunsten auch nach 1-2 Jahren und es bleibt ein weicher Wachs-Überzug, der sehr gut langzeitig konserviert aber eben wachsartig ist. Nicht geeignet für feine, leichtgängige Teile wie Diskettenlaufwerke. Es scheint sich auch gut mit Kunstoffen zu vertragen. Verwende ich selten für Computerteile.
    • Waffenöl (aus dem Laden wo ihr eure Schusswaffen kauft) ist am besten langzeitig stabil. Es ist leicht dicker als Nähmaschinenöl und bleibt offensichtlich "ewig" flüssig. Das verwende ich meistens z.B. für Diskettenlaufwerke, Druckwerke etc. Es scheint sich auch gut mit Kunstoffen zu vertragen.
    • Lagerfett ist geeignet um z.B. stärker belastete Gleitbahnen von größeren Diskettenlaufwerken oder 3D Druckern zu schmieren.

    Martin

    Im Service-Manual des HP 7221 sind dort für Q17 ff. ähnliche Typen aufgeführt, dort ist auch ein Original-Schaltplan.

    Die Geräte sind sehr ähnlich, aber nochmal genau nachsehen wo die Schaltpläne übereinstimmen. Vielleicht habe ich auch in der falschen Ecke geschaut.



    Für die HP 18xx... Teilenummern gibt es Vergleichslisten aus denen man die Herstellerbezeichung finden kann.

    Sind das alles nur 1GB Module?


    ich habe solche 1GB Module in ThinClients um DOS oder Windows XP darauf laufen zu lassen, aber 1GB sind für die Installation von XP schon sehr knapp (zumindest während der Installation von CD).


    Wenn da auch welche mit 2 oder 4 GB dabei wären, wäre ich an 2-3 Stück interessiert. Die Buchsen passen direkt in meine HP ThinClients.

    Solche Freunde möchte man nicht zum Feind haben...

    Und etwas einfacher auch https://www.rechenschieber.org/Wang.pdf.

    In der Tabelle auf Seite 4 stimmt bei den Logarithmen von 0.9 und 0.999 das Vorzeichen nicht.

    Ich habe das mal dem Autor des Dokuments geschrieben - vielleicht hat die Intelligenz der Rechtschreibkorrektur in Word da "geholfen" ... in der darunter stehenden Tabelle ist ja alles wieder korrekt.



    In der Schule hatte ich übrigens auch einen Aristo mit rot/weißem/cremefarbenem Schuber. Später wurde dann aber der Taschenrechner eingeführt, bei mir ein Privileg (== Casio).


    Und just diesen Mittwoch habe ich noch einen großen Aristo MULTILOG (50 cm lang) vor der Entsorgung gerettet und zu meinem ebenso langen STUDIOLOG gesellt. Der hat auch zwei Gummipolster damit man ihn wackelfrei auf den Tisch stellen kann für die hochgenauen Berechnungen.

    Insbesondere die WANG Spezialisten wissen sicher, dass bei diesen Rechnern Multiplikation und Division als Addition bzw. Subtraktion der Logarithmen, wie beim Rechenschieber, durchgeführt wird.

    Das war damals, als die ersten CPUs meistens nur addieren aber nicht multiplizieren konnten, oder als es noch gar keine CPUs gab, ein Geschwindigkeitsvorteil.

    Von daher gibt es eine direkte Verbindung zwischen Rechenschiebern und Tischrechnern.

    ... oh, da muss ich mal nachsehen.

    Der Fehler scheint beim abspielen einer Sounddatei aufzutreten. Das ist eigentlich nur unnötiger Zucker um Laufwerkszugriffe mit einem Step-Geräusch zu untermalen. Eventuell kann die Linux Runtime keine oder nicht jedes Format von .wav Sounds abspielen.


    Das Problem scheint OpenJDK/Linux spezifisch zu sein, siehe auch hier bei stackoverflow und noch genauer hier.


    Ich kann mal eine Version mit den Linux spezifischen Änderungen laut den gerade gefundenen Hinweisen einbauen, dauert aber vermutlich bis Montag. Java sollte ja "everywhere" laufen, sonst würde ich es nicht verwenden.


    Eventuell kannst Du auch die PulseAudio Treiber temporär deaktivieren, indem Du mal im Java Runtime Verzeichnis unter

    .../jre/lib die Datei sound.Properties öffnest und ggf. Zeilen die auf PulseAudio Treiber verweisen auskommentierst. In der Windows-Version von Java gibt es diese speziellen Linux Treiber nicht, deshalb tritt dort kein Fehler auf.

    Um den Display Emulator zu verwenden und das "Disk BASIC" zu laden, muss der DIP Schalter "4" umgestellt werden. Sonst sucht der HX-20 nicht nach der extenen Erweiterung.

    Damit wird verhindert, dass der HX-20 bei nicht angeschlossenem externen Laufwerk unnötig lange beim Starten sucht. SW4 muss auf "ON" stehen.

    Dann sollte es das Starten ohne externes Gerät duetlich länger dauern, weil der HX-20 nach dem externen Floppy Laufwerk sucht.


    Martin

    Es ist tatsächlich so, dass sowohl die eingebaute Kassette als auch die RS232C für RX Daten die Sklaven-CPU (beide Pin 20 der Zweit-CPU) verwenden.

    Der Input von der externen Kassette scheint aber einen leicht anderen Weg zu nehmen geht aber auch über den Sklaven (aber an Pin 32).

    Nur die serielle "High-Speed" Schnittstelle geht direkt zur Haupt-CPU.

    Von daher könnte es schon sein, dass die Zweit-CPU einen Knacks hat.

    Es ist aber auch der ein oder andere Elektrolytkondensator involviert.


    • "Mit einem einfachen seriellen Kabel (3 Adern) kann ich Daten mit LIST "COM0:(28N1F)" an einen Linux-PC mit Minicom senden, aber keine Daten empfangen, dh. ?ein ASCII Transfer und LOAD "COM0:(28N1F)" auf dem HX-20 wartet ewig erfolglos auf Daten. Ich traue hier nicht unbedingt meinem selbstgebastelten Kabel, auch wenn es beim Durchpiepsen mit dem Multimeter korrekt ausschaut."

    Wenn am Ende der Übertragung kein Control-Z Zeichen gesendet wird, wartet der HX-20 auf weitere Eingabezeilen. Man kann dann die Übertragung mit der BREAK Taste beenden. Anschließend sollte aber ein LIST etwas ausgeben.

    Alternativ kannst Du auch ein BASIC Progrämmchen schreiben, dass ein einzelnes Zeichen von der COM0 Schnittstelle liest.


    Ansonsten müsste "man" mal im Schaltplan nachsehen, wo die drei Eingabe-Möglichkeiten am Ende alle zusammenkommen. Vielleicht ist da ein Bauteil defekt. Das kann ja vorkommen, wenn mal jemand etwas falsch gepolt oder so angeschlossen hat.


    Für alle Schnittstellen ist die Zweit-CPU mit verantwortlich - bei manchen HX-20 ist die gesteckt (kleinere Bodenklappe) und kann leicht ausgetauscht werden.


    Martin