Posts by Nervengift

    Ja. Klar habe ich den Rest des Gehäuses. Dasselbe war nur irgendwie total verdreckt und vor allem die weiße Blende der Vorderseite des Gehäuses war teilweise total schwarz. Der Metaller meinte zu mir, er hätte den XT mal aus einer Haushaltsauflösung mitgenommen. Ich weiß echt nicht wo der Rechner im Einsatz war. Zumindest schien er in all den Jahren doch sehr dreckig geworden zu sein. Ich habe die Blende in der Dusche mit einer Bürste über eine halbe Stunde geschrubbt bis sie wieder sauber war.


    Auch interessant: Es waren kaum noch die originalen Schrauben am Gehäuse vorhanden. Im Netzteil stecken andere drin als üblich und auch außen fehlten sie größtenteils. Ich nehme deswegen an, dass der Rechner schon einiges erlebt hatte. Allerdings funktioniert er wie 'ne eins! Das finde ich nach all der Zeit echt erstaunlich. Vor allem die Festplatte hat es mir angetan. Die ist mal endkrass! Bei ihr hatte ich aber schon Angst, dass sie hinüber ist nach all der Zeit, aber auch sie funktioniert erstaunlicherweise verdammt gut. Ich hatte sie neu formatiert und durchgetestet.


    Die Hauptplatine hatte ich auch mit Wasser etc. gereinigt, um die Batterierückstände von der Platine zu bekommen. Wobei jene hauptsächlich in den einen ISA-Steckplatz gelaufen waren. Auf der Hauptplatine selbst hatte sich an ein paar Lötstellen in der Nähe nur ein wenig Patina gebildet.

    Als Erweiterungskarten waren übrigens eine originale Hercules Grafikkarte mit paralleler Schnittstelle dabei. Inzwischen habe ich aber die Hercules Karte ganz aus dem Rechner rausgenommen, da ich noch eine Gamecard mit zwei weieren seriellen Schnittstellen, Game Port und parallelen Port hatte. Es war auch eine serielle Schnittstellenkarte in dem XT verbaut aber nur mit dem breiten DB 25 Anschluss. An ihr hängt ein Nullmodemkabel zur Zeit. An dem einen COM Port der Gamecard (mit DB 9 Anschluss) werkelt eine serielle Maus.


    Krass finde ich übrigens die Länge des IBM Xebec HDD MFM Controllers. Der Floppycontroller mit dem externen Anschluss ist auch interessant. Was heute fast nur noch einen Chip braucht, brauchte vor 30 Jahren eine ganze Menge Chips mehr und auch vor allem eine ganze Menge Platz.


    Meine Trident VGA-Grafikkarte wirkt zwar ein wenig wie ein Fremdkörper in dem XT, aber mir fehlt eben der monochrome Monitor und für Spiele macht sie auch schon was her. Insofern finde ich die Lösung auch nicht so schlecht, auch wenn wie vielleicht etwas blasphemisch ist.

    Hallo,


    vor etwa einem Jahr konnte ich einen IBM XT 5160 das Leben retten. Ein Metaller hatte ihn mir verkauft, nachdem er meinte, wenn er ihn nicht los würde, wollte er eine Lampe daraus bauen. Also konnte ich nicht anders und habe dann zugeschlagen. Bei dem XT handelt es sich schon um eine spätere Version mit einem Diskettenlaufwerk, das nur die halbe Bauhöhe aufweist und mit einer 20 MB Festplatte (IBM WD 25). In dem Gehäuse selbst ist übrigens ein Aufkleber vom 26.06.1986. Der Rechner an sich war etwas verstaubt, wie es eben üblich ist. Was mir aber viel mehr Sorgen gemacht hatte war die RTC-Karte deren Batterie leicht ausgelaufen war. Half also nichts. Ich habe den XT zerlegt und alles gereinigt und anschließend wieder zusammengebaut. Das Entfernen der Batterierückstände hat ein Glück keine weiteren Schäden hinterlassen. Alles funktionierte wieder nach dem Zusammenbau. Ich musste leider eine VGA-Karte in den XT einbauen, da ich keinen Monochrom-Monitor mit passendem Anschluss habe. Die RTC-Karte habe ich erstmal draußen gelassen. Da soll noch die Batterie gegen eine Knopfzelle mit Halterung getauscht werden, was ein Freund noch machen möchte. Anbei erstmal ein paar Bilder.


    Andreas