Beiträge von Dr.Zarkov

    Ich kenne verschiedenste Versionen von VirtualPC, ich hatte es früher am Mac häufig genutzt. Probleme hatte ich nie, und ich habe keineswegs nur Windows darauf ausgeführt. Am PC sehe ich nicht so den Sinn darin, einen PC auf einem PC zu emulieren.

    Wie es momentan durch alle News-Seiten und Foren geht: Gestern ist Jack Tramiel im Alter von 83 Jahren verstorben. Als Mensch war er eine Mischung der schlechten Eigenschaften von Bill Gates und Steve Jobs, aber dennoch haben wir ihm sehr viel zu verdanken. Möge er in Frieden ruhen und die besten Wünsche an seine Familie.

    Interessanterweise ist der Karton in der gleichen Aufmachung wie damals die Philips Elektronik Experimentierkästen. War das etwa ein Bausatz? Ist auf jeden Fall auch so ein kurioses Gerät.

    Für alle, die es noch nicht wissen: Der Film "Wargames" ist bei Youtube in voller Länge (also an einem Stück, nicht in Häppchen zerlegt) zu betrachten. Auf Englisch natürlich. Ebenfalls hochinteressant (und völlig legal kostenlos im Internet) sind bei www.archive.org in der Sektion "Motion Picture" die "Computer Chronicles". Das war die amerikanische Antwort auf "Computer Club", also eine gut gemachte Computersendung. Dort gibt es so tolle Folgen wie Vorstellung des C64, Apple ][ GS, Amiga vs. Atari usw.
    Archive.org ist sowieso eine tolle Quelle für alte Filme, runtergeladen habe ich mir dort auch unzählige alte Science Fiction B-Movies, für die ich normalerweise nie Geld ausgeben würde. Darunter aber auch echte Perlen wie "Things to Come" von 1936, nach einem Roman von H.G. Wells oder die BBC SciFi Serie "Quatermass", die auch heute, 50 Jahre nach der Ausstrahlung, in England noch immer Kultstatus hat.

    Hier fehlt natürlich noch "Wargames" in der Liste, das ist ja wohl der "8-Bit Computerfilm" schlechthin.
    Als Fernsehserie ist noch unbedingt die 18-Teilige Serie "Whiz Kids" zu empfehlen. Die Serie handelt um eine Jugendgang um den Hacker Richie, die mit Hilfe ihrer Heimcomputer und Modems Verbrechen lösen. Eine der Hauptrollen, Alice, wird gespielt von der damals 14 Jahre alten Andrea Elson (das ist die Darstellerin von "Lynn" aus ALF). Wie ich gerade bei Wikipedia sehe, hat sie übrigens morgen Geburtstag. Sie wird 43. Sind wir wirklich schon so alt? :(
    Die Serie lief Anfang der 1990er auch bei RTL Plus. Ich glaube sie hieß in Deutschland "Computer Kids".

    Geil, geil, geil!


    Nachtrag, jetzt sitze ich wieder am Rechner, nicht an dem bescheuerten Android-Pad...


    Ich komme gerade zurück aus Essen, dort war ein Forumstreffen von Forum 64 im Unperfekthaus. Bei der Gelegenheit haben wir das Video dort zusammen betrachtet. Spitzenmäßig, soviel Sendezeit, soviel Kompetenz und Professionalität! Der kleine Lokalsender ist das krasse Gegenteil von Ärtehell (im positiven Sinne natürlich). Stefan merkt man seine Erfahrung und Medienkompetenz an, der Moderator war interessiert und aufgeweckt. Warum gibt es bei den großen Sendern nur so Tränentiere?


    Wie wäre es mit einer eigenen Sendereihe "Classic-Computing TV"? Dann können wir Stefan in Zukunft jede Woche sehen. :D

    Was bringt dich auf die Idee, dass der Nachbau russisch ist? Die Tastatur ist es definitiv nicht. Was steht denn in der Einschaltmeldung?


    Es gab einen sowjetischen Apple II, der hatte allerdings eine russische Tastatur und Schriftsatz: http://en.wikipedia.org/wiki/Agat_computer


    Es gab ferner noch einen bulgarischen Apple II Clone, den Pravetz. Der sah aber auch ganz anders aus.


    Über sowjetische Computer gibt es übrigens diese nette Homepage: http://www.leningrad.su/museum/main.php

    Sagen wir es rechtlich unverbindlich "Wo kein Kläger, da kein Richter". Nur würde ich nicht darauf wetten, dass nach einem Konkurs einer Firma der Programmierer auch schon tot ist. Im Gegenteil: Der Schuss kann nach hinten los gehen, falls es sich bei dem Programmierer um einen verbitterten alten Mann handelt, der glaubt die Raubmordkopierer hätten seine Firma in den Ruin getrieben und deswegen aus Rache alles und jeden abmahnt, der seine Sachen irgendwie weiterverwendet. In 90% der Fälle wird vermutlich gar nichts passieren. Aber bei 100 Spielen auf einer CD 10 Abmahnungen wäre mir auch schon zu teuer.

    Der Schutz der Erben ist dabei aber auch vollkommen nachrangig, 95 % des Profits an einer CD mit sagen wir Hans Albers Titeln sacken sich Rechteinhaber, Produzent der CD, Handel und natürlich Fiskus ein. 5 % bekommen die Erben für die Arbeit, die der Großvater geleistet hat. Der Urheber im eigentlichen Sinne des Wortes (also Hans Albers als Sänger, Peter Kreuder als Komponist) haben von dieser Rechtslage rein gar nichts. Bekommen eigentlich die Musiker in der Kapelle, bzw. deren Erben auch noch Geld? Das sind doch eigentlich nur Handwerker, genau wie die Typen damals in Studio, welche die Plattenmatritze ins Wachs geschnitten haben. Aber wie gesagt: Am meisten bekommt in diesem Fall Sony, weil die die Rechte des damaligen Labels "Odeon" der "Carl Lindström A.G. über verschiedene Fusionen auf Firmenaufkäufe inzwischen erworben haben. Dabei hat Sony im fernen Tokio mit dem Urheber rein gar nichts zu tun, vermutlich kannte Hans Albers nicht einmal die Firma Sony. Und bei Software ist es nicht anders.

    In Deutschland 70 Jahre nach dem Tod des letzten der Programmierer. Copyright ist Copyright, das gilt für Software ebenso wie für Bücher, Filme oder Musik. Soll aber erweitert werden auf 90 Jahre. Komischerweise haben die Medien trotz ihrer in Euro ausgedrückt eigentlich lächerlichen Stellung in der Wirtschaft hier eine extrem gute Lobby. Wobei die eigentlichen Autoren davon am wenigsten haben, wer lebt schon noch 70 Jahre nach Vollendung seines Werkes, und außerdem haben auch Künstler eine Altersvorsorge. Aber für die Industrie ist das natürlich eine einfache Methode zum Geldmachen ohne eine nennenswerte Gegenleistung zu erbringen. Noch ist es so, dass es bei Software keine Sau juckt, was mit den 20 Jahre alten Dingern ist, daran gibt es nicht viel zu verdienen. Im Gegenteil, viele Klassiker werden ja von den einzelnen Firmen ausdrücklich zum kopieren frei gegeben. Das heißt aber nicht, dass es grundsätzlich erlaubt ist, eigene "Compilations" zu verbreiten.

    Was die Treiber-CD angeht: Mein Powerbook zeigt immerhin noch den Inhalt der CD an, es ist mir aber nicht gelungen mit Toast ein Image zu erzeugen, es ist mir nicht einmal gelungen, einen nennenswerten Teil des Inhaltes zu retten. Soweit, so schlecht. Welche Chips genau unterstützt werden, ist schwer zu sagen. Ich habe auf der CD Treiber verschiedener Kartenhersteller (LaCie usw.), dort steht natürlich nicht drauf, welche Chips verbaut wurden. Aber wie gesagt: Ich komme nicht einmal eine Datenrettung hin. :traurig:
    Das ist wirklich ein sehr ärgerlicher Verlust, ich hoffe, ich bekomme sie doch noch an einem anderen Rechner gerettet.

    Stimmt, was Camper da erzählt. Ich habe auch gerade die Treiber-CD für MacOS 9 gefunden, die ich mir mal zusammen gestellt habe. Allerdings bekommt der Rechner sie nicht gelesen, ich muss es heute abend mal an meinem alten Powerbook probieren, ob ich die Daten damit gesichert bekomme. Jedenfalls werden fremde USB-Karten ohne extra Treiber nicht funktionieren. MacOS 9 ist ja immerhin aus dem Jahr 1999...

    Es sind halt normale Batterien. Die Dinger haben halt die Angewohnheit, dass sie irgendwann mal auslaufen können. Beim Amiga ist das eine andere Sache, dort ist in manchen Modellen ein Akku verlötet (wie Apple es ja neuerdings ja auch macht), und diese alten blauen "Tönnchen", die auch in vielen alten PCs zu finden sind, laufen aus. Da sie sich direkt auf dem Motherboard befinden, mit entsprechendem Schaden. Das kann beim Mac grundsätzlich auch passieren, wenn eine leere Batterie über Jahre in einem Rechner vergessen wurde!

    Und gerade diese komischen Würfelbatterien mit dem Kabel dran sind recht teuer, und immer entweder am Wochenende oder auf einer Veranstaltung leer, ohne das Ding starten viele Macs nicht. Ich empfehle sie einfach auszutauschen gegen eine normale Halterung für 3 Mignonzellen. Ich habe zu diesem Zweck einfach das Kabel von einer Würfelbatterie abgeschnitten und an die Halterung gelötet. Auch für diese komischen 3,6 V "Stummel" würde ich eine Halterung für 2 Mignonzellen einsetzen. Dass das nur 3 V sind, macht nichts aus, denn auch die originale 3,6 V Batterie hat schon nach wenigen Wochen nur noch 3 V, und trotzdem läuft die Kiste teilweise Jahrzehnte mit einer Batterie. Viel verbraucht wird also trotz der Stärke nicht.


    Beim Powerbook 145b (und anderen sehr alten 68k Powerbooks) sind übrigens zwei normale Knopfzellen mittels Schrumpfplastik zusammengetüddelt und mit einem Kabel versehen. Ich habe auch diese Pram-Batterie selber "runderneuert" durch Austauschen der Knopfzellen und Recycling des alten Kabels. Nicht so einfach ist die Sache beim G3 Powerbook "Wallstreet". Dort sind 6 ziemlich teure Zellen auf komplizierte Weise verbunden, da ist eine Originalbatterie billiger als das Runderneuern.

    Ich habe es gerade noch ausprobiert, das Archiv lässt sich am Mac öffnen. Muss an deiner Stuffit Version liegen. Das Problem mit deinem Apple heißt wohl wirklich Plextor: Am Amiga war das eigentlich erste Wahl für ein leistungsfähiges CD-Rom Laufwerk, am Mac funktioniert es aus irgend einem bescheuerten Grund nicht. (Das wurde auch schon in den 1990ern in Apple-Foren bemängelt!) Der Fehler liegt aber offenbar bei Plextor. Da ja bei allen CD-Roms Standards eingehalten werden, kannst du auch bedenkenlos ein DVD-Laufwerk einbauen, das ist einfacher zu bekommen. Am 68k Mac wird es freilich nur wie ein CD-Rom funktionieren, auch der beste übertaktete 68040 (oder 68060) reicht nicht aus, um damit eine DVD abzuspielen, es gibt deswegen auch keine entsprechenden Player.

    Da hat Apple gar nicht viel verändert im Originaltreiber, man kann die Abfrage mit ResEdit einfach rauslöschen. Oder diesen Treiber nehmen, wo das schon jemand erledigt hat:
    http://www.elgefa.de/mrfusion/cd-treiber.sit


    Die Quelle ist übrigens vertrauenswürdig, es ist meine Homepage. ;)
    Sollte mit jedem System von MacOS 7.0 bis 8.1 funktionieren, bei 8.5 und neuer ist diese schwachsinne Abfrage ab Werk entfernt. Plextor und Apple mögen sich übrigens nicht sonderlich, es könnte trotzdem noch Probleme geben.

    Die Pram Batterie beim 145b ist sogar nur eine (oder zwei) herkömmliche Knopfzellen in so einem Schrumpfplastik. Da ist der Austausch sogar besonders einfach. Eine passende Powerbookfloppy habe ich leider keine mehr in meinem Fundus. Aber was externes drantüddeln würde ich auch lassen. Dann lieber ein anderes, schlecht erhaltenes PB schlachten.

    Hast du eien einfachen mechanischen Adapter, oder einen Adapter mit Dipschaltern? Diese Adapter gibt es für alte Macs, damit kann man dem Mac "sagen", was für ein Monitor dran hängt. Ansonsten mit einem funktionierenden Monitor drangehen, und im Monitorkontrollfeld mal nachschauen, was da so voreingestellt ist. Möglicherweise ist die Einstellung 640x480 zu grenzwertig für moderne Monitorer, vielleicht ist sogar noch etwas ganz anderes eingestellt, es gab da auch sehr exotische Auflösungen und vor allem Bildwiederholfrequenzen.

    MacOS 7 in Quelltext? Das wäre in der Tat mal ein cooles Projekt, das auf Amiga zu portieren. :) Das OS selber wurde ja von Apple freigegeben, der Quelltext aber doch wohl nicht, oder?