Posts by norbert_kehrer

    Vielleicht wäre meine Vorgangsweise für dich auch einen Versuch wert: Ich habe meinem Mupid mit Tastaturdefekt einfach eine starke Plexiglas-Platte unter der Tastatur im Gehäuse eingelegt. Damit kann die Tastatur bei Tastenbetätigung nicht nachgeben und die Tasten werden korrekt erkannt. An der Kontaktfolie musste ich so zum Glück nicht basteln.

    Vielen Dank.


    Das klingt sehr einfach. Ich probiere das auch einmal, aber wahrscheinlich mit Holz. Ganz ohne Fixierung wird es aber bei mir wahrscheinlich nicht gehen, damit die Folie nicht gegenüber den Tasten verrutscht. Aber dann muss ich wenigstens nur punktuell kleben.

    Nachdem wir am Wochenende im FabLab in Nürnberg sehr produktiv waren, funktioniert mein MUPID C2A2 BTX Terminal / Z80-Computer wieder.

    ...


    Dank der Hilfe im FabLab funktioniert die Tastatur wieder prima.

    Hallo Jürgen,


    ich habe hier gelesen, dass du bei deinem Mupid mit Hilfe des Nürnberger FabLabs die Tastatur repariert hast.


    Mein Mupid hat jetzt leider auch ein Tastaturproblem bekommen. Die "Gummi-Grundplatte" mit den Leiterbahnen hat sich von der Tastatur gelöst, und die Tasten sprechen daher nicht mehr an. Der Klebstoff, mit dem die Grundplatte angeklebt war, hat sich aufgelöst und war nur mehr eine zähe ausgetrocknete Masse. Ich habe jetzt einmal alle Klebstoffreste entfernt und frage mich jetzt, ob ich die Basis einfach mit Alleskleber (Uhu?) wieder ankleben soll. Ich frage mich aber, ob das gut funktioniert, oder ob es einen Spezialkleber braucht. Unten ist ein Bild vom derzeitigen Zustand meiner Mupid-Tastatur.


    War das auch das Problem bei deiner Mupid-Tastatur? Wenn ja, mit welchem Kleber hast du die Platte wieder angeklebt?


    Oder kennt jemand im Forum eine bessere Reparaturmethode?


    Vielen Dank vorab.


    Servus


    Norbert


    Hallo Robert,


    wenn die bunte Leiste erscheint, ist das normalerweise das Zeichen, dass die Verbindung steht. Komisch, dass es nicht geht.


    Vielleicht liegt es wirklich am Kabel. Du brauchst ein Nullmodemkabel. D.h. zwei Leitungen sind vertauscht. Angeschlossen wird es an der V24-Buchse des Mupid.


    Servus


    Norbert

    Hallo Robert,


    das schaut gut aus. Du musst am Mupid Folgendes machen, wenn der BTX-Server läuft:


    Hintereinander: Blaue "K"-Taste, dann Buchstabe "C", dann Ziffer "5" (4800 Baud)

    Dann erst Shift + Verbinden-Taste


    Ich hoffe, es geht. Habe jetzt nur aus dem Gedächtnis wiedergegeben. Wenn du mein Forth laden willst, musst du vor dem Seitenaufruf blaues "K" und dann Taste "A" drücken.


    Servus


    Norbert

    Dem kann ich mich nur anschließen. Die Zeit auf der Retropulsiv vergeht immer wie im Flug. Auch die 13.0 hat mir wieder extrem viel Spaß gemacht. Vielen Dank an die Teilnehmer und die Vortragenden und vor allem an Christian und Thorsten für die perfekte Organisation und Location.


    Viele Grüße


    Norbert

    Hallo Robert,


    gratuliere zum neuen Mupid! Ich will zwar nicht angeben, aber ich konnte vor etwa 10 Jahren auch genau so einen ganz neuen, unbenutzten Mupid am Flohmarkt kaufen. Unsere beiden dürften wohl aus alten Restbeständen nach dem Ende der Btx-Ära stammen, die niemand mehr haben wollte.


    Danke, dass du meinen Btx-Server ausprobieren willst. Ich habe gesehen, dass im JavaScript-Code das Serialport-Verzeichnis auf meinem alten Laptop hart codiert ist. Das führt sehr wahrscheinlich zu der Fehlermeldung, die du bekommen hast. Ich habe eine neue Version hochgeladen. Du findest sie auf http://members.aon.at/nkehrer/btx_server/btx_server.zip zum Download.


    Ich hoffe, das es funktioniert. Nach dem Starten und Verbinden Taste drücken, sodass der Schirm gelöscht wird. Dann mit "help" die Kommandos anschauen, oder das Readme lesen.


    Es sind im Zip-File auch viele Btx-Seiten zum Testen drin, und auch mein Forth-Interpreter für den Mupid.


    Servus


    Norbert

    Hi Robert,


    danke für die ROMs und die Bilder. Ähnlich war es bei mir auch. Ich habe die ROM-Daten mit einem Z80-Programm ausgelesen und dann mit dem Emulator begonnen. Das 2k-ROM "motronic…", das du dazugepackt hast, hatte ich aber nicht. Ich nehme an, es ist für den Microcontroller, der die Tastatur abfragt. Da waren die ROM-Daten für meinen rein softwaremäßigen Ausleseansatz nicht zugänglich.


    Ich kann hier dafür das PTC-100-ROM beisteuern. Ich erinnere mich nicht mehr genau, aber ich glaube, es war einmal von Christian Cortis Web-Seite herunterladbar. Das ROM-File liegt bei.


    Servus


    Norbert

    Hallo Robert,


    sorry. Ich habe mich nicht wirklich genau ausgedrückt. Ich versuche es etwas detaillierter, aber das gilt jetzt nur für das intelligente Laufwerk (das dumme kenne ich nicht so gut):


    Unter BTX-Seite verstehe ich nichts anderes als ein File im CEPT-Format (kann man sich so ähnlich wie HTML vorstellen). So ein File konnte der Mupid vom BTX-Server der Post über das Telefonnetz holen oder aber auch von der angeschlossenen Diskettenstation lesen. Auf den Disketten waren einfach BTX-Seiten (=Files) gespeichert. Die Diskettenstation hat (so ähnlich wie mein BTX-Server) auf Anfrage des Mupid-Users, dem Mupid das gewünschte File (=Seite) zugeschickt. Im Wesentlichen nichts anderes haben die BTX-Server der Post über die Telefonleitung gemacht. Der Mupid hat das File dann einfach angezeigt - so, wie ein Webbrowser ein HTML-File, das er vom HTTP-Server angefragt hat.


    Ein Programm auf Diskette - die hat man wahrscheinlich damals auch kaufen können - war nichts anderes als so ein BTX-Seitenfile, das Z80-Code (das Programm) eingebettet hatte. Wenn man also so eine Programm-Seite von der Diskettenstation angefragt hat, wurde sie geladen, und der Mupid hat den darin enthaltenen Code ausgeführt. Eines dieser Programme war z.B. ein BTX-Seiten-Editor, mit dem man die BTX-Seiten für seine private BTX-Homepage, für die Firma oder z.B. für ein Uni-Institut der WU (wie wir es in den 80ern gemacht haben) designen konnte, und sie dann auf den Postserver hochgeladen hat oder für die spätere Weiterbearbeitung auf Diskette schreiben konnte.


    Wenn jemand hier im Forum noch alte (österreichische, deutsche oder auch andere) BTX-Seiten als Files hat - vielleicht sogar solche mit Mupid-Programmen drinnen - wäre ich sehr interessiert. Die kann man dann z.B. mit meinem BTX-Server-Programm auf einem Mupid anzeigen bzw. ausführen.


    Noch ein paar Worte zum Emulator:

    Tatsächlich habe ich 2007 einen Mupid-II-Emulator begonnen. Der war damals noch in Java als Browser-Applet geschrieben. Der Emulator bootet bis zum C2A2-Startbildschirm. Dann habe ich aber damals aufgehört, und es fehlt noch Einiges (Tastatur, Serial-Controller, Grafik usw.). Ich werde aber wohl irgendwann einmal weitermachen (standalone in C, oder für MAME oder so). Es ist derzeit allerdings eher langweilig, weil es eben meines Wissens praktisch keine BTX-Seiten oder Mupid-Programme im Netz gibt. Da hat man also nicht viel zum Ausprobieren oder muss erst selber etwas bauen (so wie ich mein Forth). Dieser Mangel an verfügbarer Software heute, obwohl es damals im BTX-System z.B. jede Menge Mupid-Spiele gegeben hat, schränkt auch bei einem realen Mupid die Nutzungsmöglichkeiten leider ziemlich ein.


    Servus


    Norbert

    Hallo Robert,


    leider habe ich das CP/M für das dumme Laufwerk nicht. Ich habe mich einmal ziemlich intensiv mit dem Mupid beschäftigt, schreibe aber jetzt nur aus der Erinnerung an das damals Gelesene. Das 3,5-Zoll-Laufwerk hatte wohl aus Kostengründen nicht einmal einen eigenen Laufwerkscontroller, sodass die Z80-CPU des Mupid das mitmachen musste. Um die Bits, die vom Schreib-/Lesekopf daherkamen, schnell genug entgegen nehmen zu können, wurde die Bildschirmausgabe abgeschaltet, damit die CPU nicht durch Video-DMA-Wartezyklen gebremst wurde (oder so ähnlich). Wenn dann jedes mal beim Speichern in Wordstar oder bei einem Datenbankzugriff in irgendeiner Applikation der Schirm dunkel wird, ist dann wahrscheinlich ein längeres vernünftiges Arbeiten unter CP/M nicht mehr möglich.


    Servus


    Norbert

    Hi,


    der Mupid II war ein vollwertiger, eigenständiger Z80-Rechner, der im ROM eingebaute BTX-Terminal-Software hatte. Er hat hochauflösende Farbgrafik und sehr viel RAM.


    Man konnte in normale BTX-Seiten Z80-Maschinenprogramme oder Bytecode einbetten und am Mupid nach dem Laden der Seite vom BTX-Server oder auch von der Diskette ausführen. Der Bytecode wurde von einer virtuellen Maschine im Mupid-ROM interpretiert. Sehr ähnlich den Java-Applets, die früher in HTML-Seiten waren.


    Um einen Mupid heute auch ohne Diskettenstation nutzen zu können, habe ich ein Programm für den PC geschrieben, das eine BTX-Zentrale grob simuliert. Damit kann man den Mupid über die serielle Schnittstelle an einen PC anschließen und dort abgelegte BTX-Seiten lesen. In eine dieser Seiten habe ich z.B. meinen Forth-Interpreter in Z80-Maschinencode (meine Portiertung des fig-Forth für den Mupid) eingebettet. Wenn man sie lädt, hat man am Mupid die Programmiersprache Forth verfügbar und kann dort programmieren. Das ist aber nur ein Proof-of-Concept. Abspeichern von Programmen oder Daten auf den PC habe ich z.B. nicht implementiert. Auf diesem Weg könnte man natürlich auch Z80-Spiele oder -anwendungen schreiben und in den Mupid laden, und das wurde früher auch gemacht. Wer einen Mupid hat und ein bisschen herumspielen möchte, hier ist mein kleines BTX-Server-Programm mit dem Forth und einigen BTX-Beispielseiten: btx_server.zip


    Noch eine Ergänzung zum CP/M:

    Beim CP/M mit der intelligenten Diskettenstation lief wie vorher beschrieben das CP/M auf der 5,25-Zoll-Diskettenstation und der Mupid war nur ein dummes Terminal. Es gab aber, wie ich gelesen habe, auch ein anderes, billigeres aber nicht intelligentes 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk. Dafür gab es auch ein CP/M, aber das lief dort auf dem Mupid selbst (mit einigen Bankswitching-Tricks, um den vollen 64k-Adressraum für den Z80 als RAM frei zu haben) und das Laufwerk diente nur als Speichermedium. Die Arbeit mit dem 3,5-Zoll-Laufwerk soll aber angeblich sehr unangenehm gewesen sein, weil bei Zugriffen auf Diskette die Bildschirmausgabe abgeschaltet werden musste, um die volle CPU-Power für die Diskettenoperationen verfügbar zu haben.


    Viele Grüße


    Norbert