Beiträge von kleindi

    Ein bisschen Historie,

    zuerst gab es kein Thin Ethernet. Das Netzwerk Kabel war ein sogenanntes Yellow Cable (Weil es gelb war. Banal aber wahr). Dies war ein Koaxialkabel (RG-8) und war mit ca. 10mm Durchmesser nicht besondere flexibel. Daher war direkter Anschluss von Geräten so nicht vorgesehen.


    Zitat

    Die haben dann nur den AUI Port und benötigen daher irgendwie eine derartige Lösung, zumindest, wenn man vorhat da Netzwerk anzuschließen - was aus Sicherheitsgründen meist eher fragwürdig ist (und Speed ist ja auch nicht "da", z.B. dieses Forum zwingt sowas jämmerlich in die Knie).

    Die im zuerst gezeigten Transceiver sind daher nicht irgendeine Lösung für den AUI Port. Es war einfach Standard und übliche Technik.


    Meist wurde das Kabel an der Wand nahe der Decke verlegt. Das Kabel hatte in regelmäßigen Abständen rote Ringe. Über diese wurde dann die Vampirkralle gesteckt. Die krallte sich mit spitzen Zacken durch die Isolierung des Kabel in dessen Abschirmung. Die Vampirkralle hatte in der Mitte ein Loch. Hier wurde mit einem Spezialbohrer das Kabel angebohrt. Der Bohrer hatte einen Anschlag, so das das Loch bis (und nicht durch) den Mitteleiter ging. Hier wurde eine spezielle Schraube eingeschraubt, die den Kontakt zum Mittelleiter herstellte. Dann kam die MAU (Media Attachment Unit) drauf. Diese stellte ein AUI Anschluss (15 polig SUB-D) zur Verfügung.


    Mit dem AUI-Kabel (ich glaube es durfte 15m lang sein) wurde dann das Endgerät angeschlossen. Es war also früher normal, das die Technik zum Verbinden an das Medium (MAU) von der Netzwerkkarte getrennt war.

    Als dann Thin Ethernet Verbreitung fand, benötigte man natürlich eine MAU für Thin-Ethernet und noch später für andere Technologien. Diese Geräte (eigentlich auch eine MAU) wurden dann (möglicherweise wegen der einfachen/kompakten Bauweise) meist als Media Transceiver verkauft. Da das AUI interface einen medium unabhängigen Anschluss zur Verfügung stellte, war es noch lange Zeit als universeller Anschluss (z.B. bei SPSen) seht verbreitet.


    Aus meiner Erinnerung wurde die Multi Station Access Units zuerst als MAU verkauft und dann erst später in MSAU umgetauft.


    Soweit die Erinnerung von jemandem, der noch selbst yellow cable verlegt und angebohrt hat.

    Gruß,

    Dietmar

    Hallo Zusammen,


    ich würde gerne an meinem MFA auch 8" SD Laufwerke verwenden. Aufgrund der durch rfka01 weitergeleiteten Info habe ich mir die Datenblätter und den Schalplan vom MFA noch einmal angesehen. Dadurch ergibt sich das der FDC1793 bei 8" 2Mhz und bei 5 1/4" 1MHz als CLK (Pin 24) benötigt.

    Der Dataseperator 9216 hat diverse Modi. Dabei habe ich die folgenden mal herausgefiltert:

    Drive Density RefClk CD1 CD0
    8 DD 8 0 0
    8 SD 8 0 1
    5 1/4 DD 4 0 0
    5 1/4 SD 4 0 1

    Quintessenzen für mich ist, das ich wohl ein Signal benötige, welches 5 1/4 oder 8" signalisiert und damit den Taktgenerator zwischen 4Mhz (5 1/4") und 8Mhz (8") umschaltet. Ggf, könnte das ja auch durch Jumper über den Drive select gemacht werden.


    Hat jemand Ideen, wie ich diesen umschaltbaren Taktgenerator am einfachsten auf dem MFA FDC realisiere?


    Gruß,

    Dietmar

    Ja, das war auch meine Idee von mir. Ich habe noch eine Lochrasterplatine mit Messerleiste übrig. Diese werde ich an einen Ende platzieren und an dem anderen den vorhandenen Busabschluss ändern. Allerdings habe ich die rund 60 Stück 10k Widerstände nicht da. Darum wird's nächste Woche.

    Vielen Dank für das herzliche Willkommen.


    @alle Torsten ohne "h": Ich werde mir in Zukunft mühe geben diesen Fehler nicht zu wiederholen.

    Dr.ToM Ich denke schon das man diese so kaufen konnte. Während meiner Techniker-Ausbildung hatte die Schule sicherlich 40 Stück oder mehr von dieser Art. Irgendwie traue ich den damaligen Lehrern dort nicht genügend Initiative für eine eigenständige Lösung in dieser Qualität zu.


    Anbei ein Foto mit dem Flachbandkabel.

    Gruß,

    Dietmar


    Hallo toast_r,


    mein IMSAI arbeitet derzeit mit einem 1771. Der kann auch nur SD. Mein Ziel ist es noch den originalen FD-Controller zum laufen zu bringen, der kann aber auch nur SD.

    Deshalb ist 250kHz für mich vollkommen ok.


    Gruß,

    Dietmar

    Hallo Zusammen,

    ich, Dietmar (51 Jahre), wollte mich mal vorstellen und Danke sagen. Ich beschäftige mich seit ein paar Jahren mit klassischen Computern. Ich glaube es war so um 2010, da habe ich meinen IMSAI 8080 gekauft. Ein bedauernswertes Fragment. Kein Deckel und nur drei S-100 Boards. Keine davon von IMSAI und außerdem defekt. Das Frontpanel war natürlich auch defekt. Es hat dann einige Zeit gedauert, bis das ich passende S-100 Boards und das Frontpanel repariert hatte. Immerhin ist es mir dann 2013 gelungen, das BIOS zu schreiben und den IMSAI mit CP/M (8“ Disketten) in Betrieb zu nehmen. Inzwischen war mir auch ein MFA über den weg gelaufen. Da ich bereits in meiner Ausbildung mit diesem fantastischen Computer zu tun hatte, musste ich diesem dringend eine neue Heimat geben.

    Da der Mensch nun mal bequem ist, wollte ich das Rad nicht neu erfinden und bin 2017 an den hier im Forum bereits diskutierten „privaten“ gewerblichen ebay-Händler geraten. Ich habe auf Geschäfte mit ihm verzichtet und seit dem fristete der MFA im Keller sein Dasein. Ich bin zu dieser Zeit schon auf den VzEkC gestoßen, allerdings war mir das Thema CP/M seinerzeit zu wenig präsent.

    Durch Zufall bin ich am letzten Wochenende auf die Beiträge zum MFA in diesem Forum und damit auf oldcomputers-ddns.org gestoßen. Dank der Beiträge war es mir möglich, in den letzten drei Tagen meinen MFA mit CP/M zu ertüchtigen.

    Danke dafür!

    Auch der Beitrag mit der Erweiterung auf vier Laufwerke ist sehr interessant für mich, da ich gerne noch ein weiteres 8“ Laufwerk anschließen möchte. Damit wäre es einfach Möglich, mit dem IMSAI Daten auszutauschen.

    Zum Schluss möchte ich noch von den Problemen berichten, die ich mit meinem Ausbau hatte. Vielleicht nutzt das ja anderen.

    • Defekter Ram
      nach dem ich den Speichertest im Monitorprogramm gefunden habe, war das schnell erledigt. Leider hatte ich den Speichertest nicht so schnell gefunden .
    • Ich habe die zweistöckige Variante. Hier ist der Bus relativ lang. Ich konnte erst ein stabiles System Herstellen, als ich die CPU- und die RAM-Karte in der Mitte platzierte.
    • Mit dem Zähler und Zeitgeber (4.6) hängt sich das System bei häufigem zugriff auf die Disketten (Format/Verify) auf. Auffällig ist für mich, das der 8253 ohne Bustreiber angeschlossen ist. Ich werde da mal was zwischen bauen.

    So, das war’s erstmal. Gruß,

    Dietmar