Beiträge von M4RTiN

    Vielleicht baut ja irgendwer noch einen passenden Logic Pulser dazu...

    Bei einer Fehlersuche find ich den Pulser in Kombination mit einem Tester sehr Hilfreich.

    Und wie setzt man den ein, in einer bestehenden Schaltung?

    Der Pulser erzeugt bei Tastendruck einen Impuls, den man zb. an einem Gatter Eingang anlegt und somitden Ausgang testen kann, oder eine gewünschte Funktion damit ausführt. Es kann auch geprüft werden ob eine Signalleitung einen Kurzschluss hat, z.B. fix auf Masse hängt und nicht nur gerade auf LOW steht.

    Kannst auch mal schnell ein paar Verbindungen durchklingeln, Counter oder Schieberegister weiterpulsen, usw...

    Manche Pulser können auch mit verschiedenen Fruequenzen pulsen


    Hier ein Beispiel


    Anhand der gezeigten Board Nummer würde dies evt zu deinem Board passen,

    Ja genau, das ist das SEGA X-Board, bei den Automaten gab es dann 4 Varianten.

    Das Handbuch hab ich gefunden, mit den Schaltplänen sieht es allerdings schlecht aus.

    Es gibt zwar eine halb il legale Kopie von damaligen Skizzen, die aber ziemlich schlecht ist, so das man Linien und Texte teilweise kaum erkennen kann.

    Ich bin gespannt, wie zäh sich das Teil dann beim Versuch zu starten wohl stellt ;)

    Inzwischen hab ich das Board an der Versorgungsschine durchgemessen und keinen niederohmigen Wert feststellen können.

    Da ich von den benötigten Steckern nichts finden konnte, hab ich einfach ein paar Litzen auf der Lötseite angelötet, das kann ich dann nachher wieder sauber entfernen.


    So nun wirds spannend, gebe dem Board das erstemal die 5V.

    Jene von Euch die alles mitgelesen haben, wissen das die ganzen ROMs, CPUs und GALs momentan nicht drauf sind.

    Volle 2,8A frisst das Teil, ein paar Bausteine werden etwas warm, die einen wenige die anderen mehr und die rote LED leuchtet, nichts raucht ;)


    Dann mal die Datenblätter vom 68000er und Z80 besorgt, die werd ich später sicher noch brauchen.

    Jezt messe ich die +5V und GND an allen 3 CPUs und an ein paar Ecken vom Board, soweit OK,

    dann die CLK Signale am 68000 auf Pin 15 und beim Z80 auf Pin 6


    DIe 2 68000er bekommen 12,5MHz


    Die Z80, die für den Sound zuständig ist bekommt 4 MHz



    Soweit so gut, mehr weiß ich im Moment nicht zum testen, also begeb ich mich weiter an die Lötpads, damit ich dann die CPUs und nötigen GALs und EPROMs wieder einbauen kann.


    Das große Rubbeln geht weiter...

    nach 3 ganzen Glasfaser Einsätzen einer flotten Hintergrundmusik und über 1000 Rubbeleinheiten später...


    Was würd ich ohne diesen simplen Werkzeug wohl machen...



    Dann hab ich etwas Flussmittel auf die Pads aufgetragen und bin mit einer abgeputzen und minimal zinnbehafteten Lötspitze langsam über die freigerubbelte Padfläche drübergefahren.



    Bei einigen Pads schimmerte schon das Kupfer entgegen, deshalb hab ich gleich allesamt wieder verzinnt.

    Die ehemalig verrottete PROM Ecke, sieht jetzt ganz anders aus..



    Nicht schlecht, oder ?



    Dann hab ich angefangen die Sockel einzulöten, die ich gerade da hatte, für die untere Ecke und den 64 poligen CPUs hab ich erst welche bestellt, da muss ich jetzt abwarten, inzwischen kann ich mir ja mal die EPROM Dateien suchen und studieren.

    Hier der aktuelle Stand vom Board:

    Da streiten sich die Geister was die Beleuchtung angeht.

    In jener Phase wo man die alten Maschinen aufpeppen will, ist das natürlich eine super Sache. Der Effekt ist wirklich kein Vergleich zu den Glühwürmchen, schon alleine das man die LEDs in den richtigen Farben bekommt und so die Inserts noch kräftiger und intensiver ausleuchtet. Auch Transparente oder Spielfeldbeleuchtungen lassen sich so laut eigenem Geschmack verschönern. Argumente wie Stromsparen und entlastung der Kabel und Stecker haben sicher auch ihre Vorteile. Die Lichterschow, soweit sie zum Flipper passt ist auf jeden Fall cool.


    Andrerseits haben die Glühbirnen auch was nostalisches, leuchten schön nach und der Look ist eben passend zu den alten Geräten.

    Ich würde sagen das ist so wie bei Youngtimern/Oldtimern, zuerst werden die Maschinen aufgemotzt und irgendwann erkennt man den wahren Wert der Maschinen und rüstet wieder liebevoll auf Original um. So ist das eben...



    Hier zwei kurze Videos von meinem LED Umbau vor 10 Jahren:

    Attraktion

    Spiel


    4talantia

    Wenn ich mir Deine Bilder ansehe, dann würde da eine liebevolle Komplettrestaurierung nicht schaden, dazu müsstest DU allerding das ganze Spielfeld demontieren und alles reinigen.

    Die rostigen Teile könntest Du in einen Tumbler und Ultraschallreiniger stecken, die Plastikteile nur ins Ultraschallbad, dann sind die Teile wieder super

    Wenn Du aber inzwischen lieber mal spielen möchtest, was ich auch verstehe, dann würd ich zumindest die Kontakte mit einem Papierstreifen reinigen. EInfach ein Stück rauherers Papier zwischen die Kontakte halten, diese leicht zusammendrücken und das Papier rausziehen. Das säubert manchmal schon genug damit der Spaß weitergehen kann. Die Inserts kannst Du auch von unten mit einem Pinsel und Reinigungsmittel säubern, dann leuchten die wieder frisch entgegen.

    Und noch ein genereller Tipp, beim Flipper haben Öle und Fette nichts zu suchen.

    Auch wenn man meint und es logisch klingt mechanische Teile gut zu ölen oder zu schmieren, so sollte man das nicht tun.

    Anfangs kann das zwar alles leichtgängig machen, aber der Abrieb vermischt sich dann zu einer dreckigen Pampe die dann alles nur noch schwergägniger macht und eher zur Schmirgelmasse wird.

    Also schau das die Flippermechanik sauber gereinigt ist, dazu musst Du sie auch zerlegen, dann eventuell die Spulenhülsen tauschen, Federn und Kontakte kontrollieren und schauen ob die Coilstopps noch richtig Arbeiten.

    Dann macht das DIng wieder lange Spaß ;)

    Naja da es zum Teil mechanische Geräte sind, hängt oder klemmt auch mal was.

    Ich kann mich erinnern das der Barbesitzer oder wer auch immer den Laden führte wo solche Maschinen standen, schon das ein oder andere machen mussten. Man holte ihn wenn wieder einmal eine Kugel irgendwo hing, der Ballauswurf nicht wollte, der Münzprüfer streikte oder einen Beschiss, usw. Hab aber auch gesehn das einige selber die Birnchen getauscht haben und manchmal an der Flippermechanik rumgebastelt hatten, dann aber mehr kaputt repariert haben..

    Lange stand aber ein Gerät nie still, war es doch ein warer Geldeintreiber für Besitzer oder Aufsteller.

    Bei den Arcade Automaten wars ähnlich, einige hantierten am Kontrollpanel schon mal mit dem Lötkolben rum, aber meistens kam dann schon ein Aufsteller um den Schaden zu beheben oder ein anderes Gerät zu bringen.


    Was man nicht vergessen darf, damals waren die Geräte noch neu. Wenn man jetzt so einen aus dem letzten Jahrhundert hat, dann kommt es stark darauf an ob er gut in Schuss ist, sonst bist Du mehr am Basteln als am Spielen ;)


    tante ju darf man fragen welche Pins Du da hast ?

    Danke Wolfgang da hast Du absolut Recht

    und ich weiß die Chancen stehen vielleicht 50:50 auf Erfolg.

    Mein Optimismus oder Ehrgeiz lassen mich da gerne voreilig Sachen machen...


    Jetzt wo der ärgste Dreck runter ist, werd ich noch die Lötpads sauber machen, dort wo dann die Sockel draufkommen.

    Dann neue Sockel drauf, CPUs rein und schauen was passiert. Ich weiß nicht welche ROMs das Board alle braucht um grob zu starten Oder in ein Servicemenü zu kommen.

    Hab gesehen das da jemand Test ROMs fürs X Board gemacht hat, das könnte vielleicht um grob die wichtigsten Bausteine zu checken.


    Aber bevor ich das mache werd ich doch Deinem Ratschlag folgen, ich hab da schon ein paar Gedanken:

    - Die 5V Schiene auf Kurzschluss prüfen

    - Spannung anlegen und schauen ob was auffälliges passiert

    - Grob an verschiedenen Punkten/Bausteinen am Board die 5V prüfen

    - Messen ob die Taktfrequenz erzeugt wird


    Dann mach ich wie oben beschrieben weiter und baue die wichtigsten Sockel ein, samt CPUs und nötigen ROMs und schau mal was dann passiert.


    Wenn Du noch wertvolle Tipps für mich hast,ndann gerne her damit. :):thumbup:

    Gesagt - getan, also hab ich das Auslöten der kleinen KOndensatoren dann nochmal in Ruhe versucht.


    DIe Kruste auf der Oberseite ist schon hartnäckig, das fühlt sich an, als ob man mit der Lötspitze ein Gestein schmelzen möchte.

    Aber ich habs dann von unten versucht und ja es geht, wenn auch bei den schlimmeren Stellen etwas zäher.

    Man sollte sich halt gut vorbereiten um die Platine bei dieser Aktion nicht all zu viel zu stressen.


    Ich hab versucht eine kleine Bilderstrecke zusammenzustellen, vielleicht trifft es ja mal jemanden bei einem ähnlichen Problem und muss nicht erst Lehrgeld dafür zahlen.


    Ich nutze meine ERSA Analog 60 (60W) mit einer flachen Meiselspitze.

    Für Solche Aktionen unbedingt eine Leistungsstarke Lötstation verwenden, ich würde sagen es könnten auch 80W oder 100W sein.

    Denn es geht darum die gewählte Temperatur in die Lötstelle einzubringen.

    Dort wo alles oxidiert ist überträgt sich die Wärme vom angeschmolzenen Lötbad nicht mehr so richtig bis zur Oberseite und zum Bauteilbeinchen weiter. Bei Multilayer Platinen geht dann noch schnell Wärme in allen Lagen verloren, auch die Durchkontaktierung verschlingt Wärme.

    Also einfach nur die Temperatur an der Lötstation hochdrehen hat negative Einflüsse auf das Platinenmaterial, eventuellem Lösen der Durchkontaktierung, Lösen der Pads, starkem verdampfen des Flussmittels...

    Auf jeden Fall ist es besser die richtige Temperatur zu wählen und mit genügend Energie konstant die gesamte Lötstelle aufzuschmelzen.


    So sieht da Opfer aus. Stark angefressen, Bauteil verrostet und die Lötstellen kann man nicht mehr als solche erkennen.



    Also das Bauteil abgeknipst (Danke nochmal für den Tipp hans )



    Sieht aus wie ne faule Nuss. Der Kondensator ist vor Schrecken eher abgefallen, als ich ihm mit dem bösen Werkzeug zu Nahe kam...



    Ich habe absichtlich so viel vom Beinchen drangelassen, damit da auch noch was zum Greifen übrig bleibt.

    Extra die schmale Pinzette genommen, damit beim Erhitzen so wenig wie möglich Wärmeabfuhr übers Werkzeug passiert.



    Die Unterseite sieht ziemlich Gut aus



    Dann vorher etwas Flussmittel aufgetragen und mit frischem bleihaltigem Lötzinn die Stelle aufgeheizt.

    Je nachdem wie stark das Verrotten schon fortgeschritten ist kann das ganze schon mal ein paar Sekunden brauchen.

    Sobald ich mit der anderen Hand an der Pinzette feststelle das das Beinchen lose wird, vorsichtig mit etwas Bewegung von der Bauteilseite herausziehen.

    Teilweise hängt es auch ein wenig, also vorsichtig drehen oder neigen, blos nicht zu lange rumbraten. Dann doch lieber nochmal abkühlen lassen und mit frischen Lötzinn nochmal rangehen.



    Geschafft, das war übrigens einer der Schlimmen. Im ersten Moment hab ich schon Geflucht, weil ich glaubte das Lötpad mit rausgerissen zu haben.

    Aber nein, das alles ist diese gruselige Kruste die sich da auf der Oberseite gebildet hat.



    So kann man das natürlich nicht lassen,da haftet kein Lötzinn der Welt, nie und nimmer



    Also vorsichtig mit dem Glasfaserstift auf dem Pad in kreisender Bewegung den Rest abgekratzt und auch den Rost dazwischen.

    Zu meinem großen Erstaunen kommt da glatt noch ein brauchbares Lötpad zum Vorschein, yeahh



    Dann mit frischem Lötzinn etwas verzinnt und den Rest wieder abgesaugt.




    Ist zwar etwas Arbeit, überhaupt wenn da noch so viele Stellen zu verarzten sind, aber eine Chance besteht.

    Ich mach jetzt mal nur jene Kondensatoren raus, die sehr Nahe an den IC Sockeln verbaut sind, denn da komm ich nachher nicht mehr ran.

    Bei meinen Flipper hab ich als erstes die Batterien ausgelagert. So eine Batteriefach für 3xAA Zellen gekauft, die Kabel ans Board angelötet und das Teil in die Backbox unterhalb oder neben den Platinen angebracht. So kann ausgelaufene Säure das CPU Board nicht mehr zerstören, was bei vielen leider schon passiert ist.

    Da teilweise in der Verkabelung hohe Ströme fließen, kannst die Stecker und Steckleisten prüfen ob die Kontakte noch schön sauber und nicht bereits verschmort sind.Auch wenn die Isolierung der Litzen an den Steckverbindungen bereits hart oder dunkel verfärbt sind, ist das oft ein Zeichen von Hitze und Kontaktproblemen.

    Weitere Bedenken hätt ich da nicht, so ein Elektronisch Mechanisches Wunderwerk wird im Betrieb immer wieder Faxen machen, wo man dann etwas Reparieren muss. Aber das gehört zu diesem Hobby einfach dazu, macht ja auch Spaß ;)


    Dieser Dreck auf der Bauteilseite lässt sich nich schmelzen, nur auf der Unterseite geht das, dort sieht die Platine eigentlich Top aus. Nur wenn da vom Bauteil das Beinchen in der Durchführung steckt, bin ich von unten fast machtlos. Bei einem hab ichs ja versucht, wenn ich lange genug mit der Lötspitze reinheize , lässt sich das Beinchen leicht bewegen, man bekommt es fast nicht raus. Hab etwas Schiss die Platine oder Pads wegzubrennen.

    Heut Nachmittag wollt ich das mit den Sockel angehen, also mal die Entlötstation angeworfen.



    Auch wenn´s eine billig China Station ist, funktioniert sie unerwartet gut.




    ein paarmal musst ich das Glasröhrchen reinigen, da sammelt sich doch so einiges bei den ganzen Lötpunkten..




    Nach Stunden monotoner Fließbandarbeit und Schmerzen im Nacken, endlich geschafft.


    40 IC Sockel und 1272 Lötpunkte aufgesaugt :crazy:



    Die Lötpads der Sockel sehen bis auf ein paar einzelne gar nicht mal so schlecht aus



    Hab mal kurz mit Isopropanol und einer Zahnbürste drübergefegt






    Einige ICs haben ganz matt graue Beinchen und am meisten Sorgen machen mir die oxidierten Pads bei den Kondensatoren.

    Das Lötzinn lässt sich an der Oberfläche kaum schmelzen, scheint mittlerweile etwas anderes draus geworden zu sein.

    An einem Tantalkondensator waren die Beinchen Rostbraun und die Lötpads schwarz, da hab ich lange gebraucht den Rest der Beinchen da rauszubringen, auf der Bauteilseite war das anschmelzen fat unmöglich.


    Ich brauch da jetzt wirklich eure Hilfe.

    Kann man diese Schicht an den Lötpads irgendwie auflösen oder in etwas Umwandeln damit ich das halbwegs ausgelötet bekomme ?

    Was könnte man mit der Verfärbung oder der grau matten Schicht an den IC Beinchen machen, kann man das irgendwie lösen, umwandeln, stoppen, schützen ?


    Ich lese immer wieder von Essig, Zitronensäure, Natron, irgendwelchen Wundermitteln... Leider kenn ich mit der ganzen Chemie und was da alles möglich wäre nicht so recht aus.

    Bevor ich mir das ganze Bord mit dummen Versuchen total zerstöre, frag ich mal euch was ihr von der ganzen Sache haltet und mir da aus Erfahrung welche Tipps geben könnt.


    Da wär ich jetzt echt Froh drum


    Gruß

    Martin

    Hey, Danke Wolfgang für die Tipps :thumbup:


    Die 831000 hab ich jetzt das erstemal zu Gesicht bekommen.

    Ich hab mir vorhin deine unverzichtbare IC-Liste ausgedruckt und studiere sie gerade. Da hast Du tolle Arbeit geleistet !!


    Von den 831000er ist das Board gut bestückt, dann sind da noch ein paar 27C301 die auch Schrott sind.

    Hab auch ein paar Infos zum X-Board gefunden, so hat SEGA diese PCB damals genannt, darauf wurden auch noch ein paar andere Games betrieben, es war die 3.Serie dieser SuperScaler Boards.


    Du hast Recht, ich war zuerst auch verwirrt wie ich das mit den 28pin PROMs lösen soll, dann hab ich erst bemerkt das auf dem Board glatt alle Sockel, wo die PROMs draufstecken in 32pin Ausführung bestückt sind.



    Laut der Info zum X-Board, können bei den eingesetzen ROMs, die anscheinend in eine Hand voll Gruppen zusammengefasst wurden, per Widerstandscodierung die Wahl getroffen werden, ob man 27C010 oder 27C1000 in den Sockeln verwenden möchte. Ist das nich genial 8-)


    Wenn ich mal etwas aus Deiner Liste hier zeigen darf:



    Rechts das PROM mit 28 Pins, eigentlich Pin-Kombatibel zum 27C1000, außer das Vcc auf pin 28 ist.

    Wenn ich mir aber das Board so anschaue, dann fällt auf, das auf der Unterseite bei den Pins der ROM Bausteine überall die Pin 30-31-32 miteinander verbunden sind.



    Man sieht deutlich das die 3 genannten Pins verbunden sind (grün)

    So sitzt auf der Oberseite das 831000 PROM (gelb)

    Wenn man nun ein 27C100 anstelle diesem einsetzen würde (rot)

    dann bekommt der 27C1000 auf den Pins 30-31-32 überall +5V



    Das sollte dem 27C1000 nichts ausmachen, denn Pin30 ist nicht belegt, Pin 31 ist für das Programmieren und mit dem +5V auf HIGH gelegt, also inaktiv, Pin 32 bekommt auch +5V und das wäre ja richtig. Pin OE soll wohl Output Enable sein da müsst ich noch schauen ob der irgendwo hinläuft und Vpp die Programmierspannung wird auch nicht benötigt, sollte so laufen mit eine 27C1000,oder ?


    Oder hab ich einen Denkfehler ?:/

    Eine technische Frage:


    kennt sich da jemand mit den Abblockkondensatoren auf dem Bild genauer aus ?

    Das ganze Board ist vollgesäht davon, alles die selben, ich glaub in der Form gibt´s die heutzutage gar nicht mehr, wie nannte man die damals ?




    Laut dem Farbcode rt/rt/or/ws sollten das 22nF sein, der 4. Ring für 10% und die rosa Grundfarbe für 35V, hoffe das stimmt so.

    Kann ich die alle gegen axiale Keramikkondensatoren ersetzen, wenn ja welches Modell wäre da am besten geeignet?

    Danke für eure Reaktionen und ein wenig Hoffnung auf Erfolg.

    Freut mich das du dich meldest Wolfgang, deine ehrliche Antwort weiß ich zu Schätzen, ich kenne Deine Reparaturberichte, lese die immer gerne.


    Bis jetz hab ich erst auf ein paar wenigen Arcade PCBs Fehler und Reparaturversuche gemacht, auf so ein "großes" Board hab ich mich noch nicht rangetraut, das ist auf jeden Fall Neuland für mich.

    Das mit den 68000er klingt nicht so ideal, wenn die wegen jeder Kleinigkeit stoppen, auch die Custom Chips könnten sich querstellen und den Spaß verderben, aber natürlich noch vieles andere auch...


    Ob die spezial Bauteile Schaden genommen haben oder nicht, ist in diesm Stadion schwierg zu bestimmen, dazu müsste ich das Bord aktivieren, was aber in diesen Zustand keinen Sinn hat.

    Die Sockel auf dem Board könnte ich alle ersetzen, alles gut reinigen, die R und C Bauteile ersetzen, einen Sack voll EPROMs brennen und dann einen ersten Versuch Starten...


    Es kann gut Möglich sein das dieses Board etwas zuviel Meeresluft geschnuppert hat, schließlich kommt es wirklich auch aus dem Süden Italiens ;)

    Auch wenn mir Wolfgang´s Erfahrung mit den SEGA Racern jetzt etwas den Wind aus den Segeln nimmt, ich werds trotzdem mal versuchen.

    Hallo zusammen,


    kurze Vorgeschichte:

    Wer früher den gierigen Schlund der Arcademaschinen seine letzten Kreuzer opferte, der weiß von was ich rede...

    - Einer nimmer heilenden Sucht zu diesen Dingern :mrgreen:

    Viele Automaten haben sich bis heute in meinem Gedächtnis eingebrannt. Damals waren das einfach noch wahnsinnig technische Fortschritte, die man als kleiner Junge bei den Kisten da Jahr für Jahr erleben durfte. Man war einfach Begeistert was da so alles möglich war...


    Rennspiele haben es mir immer schon angetan und nach Pole Position, KonamiGT, Hang ON, Out Run, war eines der letzten Spiele das mich noch begeistern konnte das von SEGA entwickelte "Super Monaco GP" es gab das Teil nicht nur im normalen Upright Cabinet, nein auch als Cockpit Version und die war 1987 schon mächtig cool.

    Was ich erst jetzt nach etwas Recherche herausgefunden habe, es gab Das Cabinet auch als DELUXE Version.

    4 Kanal Sound mit Woofer, sich bewegendem Sitz und auch irgend einen Einfluss auf das Lenkrad. Die Steuerung war mit Magnetventilen pneumatisch umgesetzt worden und vorne im Gehäuse war ein Luftkompressor samt Lufttank verbaut. Das war damals einzigartig zu der Zeit...


    Bevor ich jetzt gabz abschweife,

    lange hab ich nach so einer Spieleplatine gesucht, denn die sind mitlerweile auch nicht mehr so einfach zu bekommen.

    Also kürzlich hab ich da bei einem Kauf zugeschlagen, mit dem Wissen das sie defekt sein soll.


    Mein Optimismus ist bei solchen Sachen immer groß, auch wenn ich mich da jetzt an etwas ranwage, wo der Ausgang nicht unbedingt mit Erfolg entgegen winkt.



    So sieht das Board aus, getrieben von zwei 68000er und einer Z80 für den Sound:




    Warum das Board beim Einschalten, anscheinend nur einen schwarzen Bildschirm ausgibt, lässt sich mit genauerem Blick darauf leider schon vermuten.

    Hab da wohl eine halbe Leiche gekauft =O, aber seht selbst..













    in einigen Bereich sieht die Platine noch recht gut aus, in einigen sieht man überall diese gelbgrüne Schicht an den Lötstellen und diese sind teils auch ganz matt und dunkel geworden.

    Gewisse Bereiche sind dann noch übler, Kondensatoren und Widerstände werd ich da wohl tauschen müssen.

    Bei den EPROMs und MaskROMs werde ich sicher alle Sockel abbauen müssen und hoffen das ich die Tausendfüßler ohne Beinbruch da rausbekomme.


    Ich glaube das sich schon mehrere von Euch damit befasst haben, ihre Schätze mit allen möglichen Mitteln wiederzubeleben.


    Wie sollte ich da eurer Meinung am besten vorgehen?

    Erstmal alles waschen, aber wie und mit welchen Mitteln?

    Dann die Bauteile die es am schlimmsten getroffen hat abbauen, ersetzen oder instandsetzen

    Die vielen Lötstellen, die unter der gelb/grünen Schicht leiden und all die verfärbten Anschlussbeinchen, was sollte man da machen damit das nicht schlimmer wird?

    DIe rostigen Anschlusspins, abschleifen oder mit einer Säure behandeln und nachher verzinnen?

    Wie ihr seht fehlt mir da noch ziemlich die Erfahrung, wie man sowas richtig Reinigt und dann auch so behandelt, das es nicht nach kurzer Zeit noch schlimmer korrodiert.


    Bevor ich da jetzt irgendwas komplett falsch angehe und noch mehr ruiniere,

    möchte ich mal ganz Höflich in die Runde fragen, ob Ihr mir Tipps und Ratschläge geben könntet, wie Ihr das so machen würdet.


    Mir liegt wirklich viel daran, diese PCB wieder zum laufen zu bringen.


    Gruß

    Martin

    hättest du da vielleicht auch Interesse dran?

    (oder jemand anderer, der hier mitliest?)

    sehr interessant diese Nachbau Regler.

    Die wären wirklich mal zu testen.

    Bin auf der Suche nach einer 1541 an der etwas mehr umgebaut werden darf, ansonsten lass ich die alten Schätzchen lieber original.

    Diesmal schauen wir uns die Versorgung der 1541 etwas genauer an.


    Teil 3 - Trafo Umbau (Was Gutes tun ?)


    Wir wissen inzwischen das Commodore bei der 1541 das komplette Netzteil ins innere vom Laufwerkgehäuse gepflanzt hat.

    Beim Kauf hat man also nicht das Problem ob auch wirklich das passende Netzteil mit dabei ist :)

    An der Rückseite befindet sich eine Kaltgerätebuchse wo man dann einfach ein passendes Netzkabel einsteckt, ab in die Steckdose und los geht´s.


    Dazu sollte man villeicht wissen das früher die Netzspannung etwas niedriger war als heute.

    In vielen Europäischen Ländern war zu dieser Zeit die Netzspannung 220V, eine Ausnahme war z.B UK, dort waren damals schon 240V Standart.

    Deshalb wurden Computer und Peripherie mit unterschiedlichen Aufklebern versehen, zu sehen an den Angaben 220V oder 240V.

    Um die ganze Sache bei der Produktion zu vereinfachen wurden für beide Varianten der selbe Transformator gebaut, allerdings hatte man zwei Anschlussvarianten vorgesehen um flexibel bei der Auslieferung zu sein. Dazu später mehr...


    Wir wollen uns die Sache mal genauer anschauen und dazu muss nochmal der Schraubendreher in die Hand genommen werden.

    Begonnen wird mit dem Öffnen des Gehäuses und abbauen beider Gehäuseschalen, so wie in Teil 1 beschrieben.


    :idea: Wiederum werd ich mich vor Beginn der Arbeiten kurz Erden


    Dann drehe ich diese 5 Schrauben heraus




    und dann noch seitlich diese 2 Schrauben



    Den 4poligen Stecker ganz rechts geht ganz einfach abzuziehen und dann lege ich die Platine zur Seite, an einem Sicheren Ort.

    Am Besten auf ein stück Papier, Karton oder Holz. Es sollte kein Kunststoff oder Lackbeschichtung sein, wir erinnern uns an statische Aufladungen...


    Also ehrlich, so ganz ohne Platine mit all den Chips und Bauteilen, sieht der Rest dann ziemlich mechanisch aus...


    ... ist er auch ;)




    Links das Laufwerk und rechts der Transformator, ich nenne ihn ab jetzt einfach Trafo und obwohl es ein elektrisches Bauteil ist, wird auch dieser als "Mechanischer Trafo" bezeichnet.


    Es sollte klar sein das spätestens jetzt kein Netzkabel mehr an der 1541 steckt und schon gar nicht auch noch in der Steckdose.


    Schauen wir uns also den Trafo mal etwas genauer an. Die primäre Seite, so bezeichnet man die Eingangsseite der Netzversorgung, samt Kaltgerätebuchse, Netzschalter, Sicherung und die hälfte vom Trafo.

    Das ist auch die "Heiße" Seite, ich hab sie mal rot eingezeichnet. In diesem Bereich ist im Betrieb überall Lebensgefährliche Netzspannung vorhanden.


    Also nicht einfach mal ranfassen, ähm sagte ich nicht Netzstecker ziehen ?

    Ok ich lass das jetzt... :mrgreen:




    Ich hab den Anschlüssen am Trafo einfach mal beliebig Nummern vergeben, so kann man das dann im Schaltbild besser verstehen.


    Die 2 schwarzen angelöteten Litzen an der primären Seite sind die Netzspannung und auf der sekundären Seite zweimal Kleinspannung jeweils zusammengehörig als orang und blau farbigem Paar herausgeführt. Die zwei sind dann für die 5V und 12V Versorgungsschiene der 1541 Elektronik zuständig.

    Aber Achtung, der Trafo funktioniert nur mit Wechselspannung, also hohe Wechselspannung rein und 2x niedrige Wechselspannung raus.

    Das muss dann noch alles Gleichgerichtet und Stabilisiert werden um das Board mit konstanter Gleichspannung zu versorgen. Die ganzen Bauteile die hierfür benötigt werden sind dann aber auf der Platine aufgebracht.


    Hab das ganze mal versucht für euch etwas zu skizzieren

    So sieht in etwa das Schaltbild zum obigen Foto vom Trafo aus




    Wenn wir das ganze nun mit Netzspannung "anno dazumal" versorgen, also mit 220V, dann erhalten wir folgende Spannungen auf der sekundären Seite:



    Ich hab ja vorhin von den Netzspannungen erzählt, zu Zeiten von unseren alten Gerätschaften und dazu gehört auch die 1541 war die Netzspannung eben 220V und Heute liefert die Steckdose, besser gesagt der Netzbetreiber 230V, jedoch seit 2009 sind die Toleranzen etwas ausgedehnt worden und so darf sich die Netzspannung im schlimmsten Falle von 207 Volt bis ganze 253 Volt bewegen.

    Das ist schon Enorm !


    Unser Laufwerk benötigt immer die selben 5V und 12V Gleichspannung, Der Trafo kann nur in seinem Verhältnis, so wie die Spulen gewickelt sind die Spannung runter transformieren. Wird die Eingangsspannung erhöht, so erhöht sich im Verhältniss dazu auch die Ausgangsspannung und die muss dann wieder auf die genannte Versorgung runterstabilisiert werden. Das geht natürlich in Wärme über und umsomehr Überschuss anSpannung umsomehr Wärme in unserem Floppyhaus...


    Ich habe an mehreren Steckdosen in verschiedenen Haushalten so um die 240V gemessen,

    deshalb hier der Vergleich wenn wir nun primär mit 240V einspeisen.




    Die Spannung steigt sekundär zwar etwas an, aber diese Differenz muss eben irgendwo getilgt werden und das geschieht dann eben in Wärme.



    Ich schätze mal das einigen von euch an der primärseite der dritte Anschluss aufgefallen ist. Ja genau der mit der Nummer 3 !

    Hab mal die Wicklungen vom Trafo rausgemessen


    Die Werte kann man auch gut gebrauchen, sollte man mal den Verdacht haben, das eine Wicklung verbrannt sein könnte.

    Wird zwar kaum vorkommen, aber man weiß ja nie, da könnt ihr diese dann in etwa vergleichen.

    Das Multimeter sollte da schon einen 0-Abgleich haben, sollte das euer Multimeter nicht haben dann haltet die Messpitzen vor der Messung zusammen, notiert euch den Wert und diesen zieht ihr dann vom Messwert an den Wicklungen wieder ab.



    Wenn ich nun dem Trafo die Netzspannung anstelle von Anschluss 1 und 2, an die Anschlüsse 1 und 3 verbinde.

    Dann würde ich die Primärwicklung mit einem Höheren Widerstand haben und somit das Trafoverhältniss ändern können.

    Genau dafür wurde wie Anfangs schon angedeutet dieser Anschluss vorgesehen, für die Länder mit 240V Netzspannung, so wie sie damals in UK war und heute in den meisten Europäischen Ländern zu finden ist.


    Also hab ich die schwarze Litze von Anschluss 2 auf Anschluss 3 umgelötet. Wenn Ihr das nachmen wollt, bitte sicherheitshalber auch nachmessen.


    Und siehe da, jetzt liegt mit 240V Versorgung wieder die selbe Spannung am Ausgang an wie vor 30 Jahren noch mit 220V versorgt.


    Mit diesem Umbau wird auf jeden Fall die Netzteilelektronik weniger gestresst und man hofft dadurch etwas Wärme im Gehäuse einzusparen

    und der Elektronik etwas Gutes zu tun.



    Ich wünsch Euch viel Erfolg

    und Spaß beim Umbau !


    Gruß

    Martin

    Dann werd ich mal euren Rat umsetzen und alle tauschen, klingt sinnvoll und vorher soll mir das der Besitzer lieber gutheißen.

    Ich weiß man sollte die Federkontaktsockel verwenden, hatte leider gerade keine zur Hand, werd da gleich welche nachbestellen.

    Danke für die Tipps :thumbup:

    War wohl etwas zu Blauäugig mit der Meinung das jetzt alles an dem 64er passen würde.

    Wollte Gestern den Inhalt der beiliegenden Disketten etwas durchforschen und irgendwie ging da plötzlich einiges nicht mehr so richtig.




    Wer findet den Fehler ?

    ...na Super, nicht schon wieder, diesmal sind es noch 489 Bytes Free.

    Entweder sterben die DRAMs so langsam dahin, oder es gibt hier ein anderes Problem.


    Diesmal hilft mir die Methode mit den Sonderzeichen wohl nicht weiter, so ein CHECK Tester für den C64 wäre jetzt sehr Hilfreich,

    aber es gibt noch Alternativen um ein möglich defektes DRAM aufzuspüren.


    Beim Start des Rechners wird auch der noch freie Speicher geprüft und das passiert ab Register 2049

    Also in meinem Fall wären das 2049 + 489 der noch freien Bytes, ergibt 2538 und dort scheint es ein Problem zu geben.

    Jetzt kann man die einzelnen Bits von diesem Byte testen, Wert reinschreiben und auslesen

    Das geht mit einer einfachen Zeile in Basic, einfach folgendes eingeben:


    POKE 2538,dec : PRINT PEEK (2538)


    Für "dec" einfach den Bytewert in Decimal eingeben, z.B. 0,255,1,2,4,8,16,32,64,128, usw.

    einfach mal jedes Bit einzeln setzen oder keines, oder alle 8 oder invertiert...

    Als Ergebnis sollte der Eingegebene Wert nach dem Komma auch wieder Ausgegeben werden.



    Bei meinem Patient wird von einer 2 eine 0 ausgespuckt, die restlichen 7 Bits ergaben aber richtige Ergebnisse.

    Eine 2 in Dezimal sind Binär 00000010, also das Bit 1 macht Probleme (wenn man von 0 bis 7 zählt).


    Anhand von den neu gewonnenen Erkenntnissen kann man jetzt aus folgender Liste das defekte DRAM genauer unter die Lupe nehmen


    Bit 0 - U21

    Bit 1 - U9

    Bit 2 - U22

    Bit 3 - U10

    Bit 4 - U23

    Bit 5 - U11

    Bit 6 - U24

    Bit 7 - U12


    Im dem vor mir liegenden Problemfall, scheint nun der Fehler mit Bit 1 dem U9 zuzuordnen zu sein.


    Es könnte aber auch ein Problem mit den 2 Multiplexern U25/U13 sein:

    Für Bit 0-3 ist U25 zuständig

    und

    für Bit 4-7 ist U13 zuständig


    Da aber erst kürzlich U10 seinen Dienst verweigerte, will ich mal bei den RAM Bausteinen bleiben.


    Also raus damit und Sockel samt Ersatz rein...


    Bin gespannt, nach dem Einschalten sieht es schon wieder ganz gut aus und jetzt noch der Test mit der 2



    Diesmal passt das Ergebniss, auch die 38911 Basic Bytes Free sind wieder zu haben :)


    Werde den Brotkasten wohl noch etwas behalten und testen, hab da so ein Gefühl als ob das noch nicht die letzte Fehlersuche war...


    Fazit:

    Es geht möglicherweise auch ohne im Besitz von speziellen Messgeräten zu sein, so ein Problem in den Griff zu kriegen.


    Gruß

    Martin

    Für den heutigen Bericht hab ich mir extra eine Wärmebildkamera ausgeliehen.


    Teil 2 - Eine andere Sichtweise (es wird etwas Heiß)


    Manch einer wundert sich wie warm doch die 1541 im Betrieb werden kann.

    Ein guter Grund dafür ist natürlich das Commodore das Netzteil gleich mit ins Gehäuse vom Laufwerk gepackt hat.

    Nicht nur die Spannungsregelung auch ICs und Widerstände geben Wärme ab, dies alles gepaart in einem geschlossenen Gehäuse und bei warmen Sommertemperaturen, ergibt dann schon beachtliche Temperaturen im Gehäuseinneren.




    Heute aber, schauen wir uns das mal am offenen Herzen an. Die verwendete Kamera schießt Bilder in einer Auflösung von 384x288 pixel




    Der Blick durch die Kamera lässt das aktive Board in einem ganz anderen Licht erscheinen...




    Der normale Blick aufs Board




    die Kamera sieht das etwas anders... Deutlich zu sehen, wer hier für die Erwärmung so alles zuständig ist.




    Eine Wichtige Info:

    Die 1541 hab ich vor 30 Minuten eingeschaltet und abgewartet, damit sich die Temperaturen stabilisieren.

    Das Laufwerk lag dabei die ganze Zeit offen (ohne Gehäuseschalen) auf dem Werktisch und der Laufwerksmotor hat sich in dieser Zeit nicht bewegt.

    Es ist sozusagen eine Messung im Standbybetrieb, bei Zimmertemperatur von ca. 19°C.



    Die zwei Spannungsregler die für komplette Versorgung von 5V "VR2" (links) und 12V "VR1" (rechts) zuständig sind.




    Bei den MOS Bausteinen gehts da schon etwas heißer zu ;)




    Deutlich zu erkennen, wo sich die Wärmequelle im Chipgehäuse befindet und wie sich die Wärme über das ganze Gehäuse verteilt und ableitet




    Die höchste Temperatur im Standby gibt der Gleichrichter CR1 ganz außen im Eck ab, er ist für die 12V Gleichrichtung zuständig.

    Im Vergleich der CR3 für die 5V gleich rechts daneben, lässt sich davon nicht groß beeindrucken.




    Aber auch ein paar von den Widerständen im oberen linken Bereich, heizen ordentlich mit ein.



    Bauteile die ständig Hitze ausgesetzt sind, sollten bei einer Fehlersuche generell mit eingebunden werden. Eine Kontrollmessung wääre sicher nicht falsch.

    Auch angrenzende Bauteile die von der Hitze die volle Dröhnung abbekommen könnten betroffen sein, das sind dann unter anderem nicht ungerne Kondensatoren die darunter leiden...



    So das wars fürs Erste mit Teil 2

    Selber wünsche ich mir als Abschluss noch eine Messung während längerem Laufwerksbetrieb (beim Laden) und eine Messung der Geäuse-Innentemperatur.

    Das würde den Einblick in die Temperaturwelt der 1541 noch etwas abrunden.


    Vielleicht kann ich das ja bei Gelegenheit mal nachholen...

    Danke euch für all die netten Kommentare :):thumbup:



    Toast_r

    Ich weiß welche Folie Du meinst, glaub das irgendwo noch ein Rest rumlungern müsste. Werd das mal probieren, Danke !


    hardwaredoc

    hab Da so einen einen Bohrständer von Wabeco mit einem einfachen Kreuztisch mit Handkurbel und einer Normalen Bohrmaschine mit einem kleinen Fräser. Nicht ganz optimal, leider hat die Bohrspindel schon etwas Spiel, so das es den Fräser immer leicht verzieht, da muß man bei so feinen Angelegenheiten einfach mit dem guten alten Augenmaß etwas gegensteuern, kann aber auch in die Hose gehen ;)

    Die Ecken und Kanten hab ich dann auch nur mit der Feile bearbeitet...


    Hier ein Foto von der Fräserei


    EIn ordentliches Gehäuse für den wertvollen Chiptester lag mir schon lange am Herzen.

    Ich gebs ja zu, hab immer noch keinen 3D Drucker, bin da ein wenig Oldschool unterwegs ...


    Nun hab ich endlich ein Gehäuse gefunden worin ich der nackten Platine ein neues Zuhause geben wollte.

    Die letzten Wochen hab ich dann gemessen und gebastelt, ständig musste improvisiert werden, also zum nachbauen nicht gerade empfehlenswert.

    War eine Mordsarbeit bis da alles verschraubt und angepasst war, aber seht selbst.









    Mit der selbstklebenden Folie für Laserdrucker hab ich voll ins Klo gegriffen.

    Leider platzt die Farbe ab und hält keinem Kratzen stand.

    Würde gerne so eine selbstklebende bedruckte PVC Folie machen lassen, hat da jemand einen Tipp für mich wo man sowas machen lassen könnte ?


    Gruß

    Martin

    Bei diesem Thema soll es Rund um das 5 1/4 Zoll Diskettenlaufwerk von Commodore gehen, dem VC1541 aus dem Baujahr 1982.

    Viele von uns hatten oder haben so eines, mittlerweile feiert es schon seine 40 Jahre und da muss man es der Hardware verzeihen wenn sie villeicht nicht mehr so richtigmitspielen will.

    Je nach Lagerung und EInsatz hat die Floppy schon so einiges mitmachen müssen.

    Ein nicht zu unterschäzender Einfluss auf die Lebensdauer der Elektronik, hat immer noch die Temperatur und die ist bei eingebatuen Netzteilen immer so ein Knackpunkt.


    Im Gehäuse unserer 1541 findet sich nicht nur das Laufwerk das mit der Zeit verschmutzen und den Zugriff auf die Diskette verhindern kann, auch die ganze Elektronik um das Laufwerk zu steuern und das Versorgungs-Netzteil sind mit verbaut.

    Das hat zwar den Vorteil alles schön aufgeräumt mit wenig Kabelsalat am Tisch stehen zu haben, aber die Wärmeabgabe vom internen Netzteil lässt die Bauteile im Inneren schon ins schwitzen kommen und kann mit Schuld am Bauteile Tod sein.


    Natürlich wirft man so ein Gerät nicht gleich auf den Müll, nur weil es nicht mehr funktioniert !


    Das man das Laufwerk nicht mehr an Commodore schicken kann, ist klar, es gibt aber immer noch die Möglichkeit jemanden zu finden der sich mit Elektronik aus dieser Zeit auskennt und Helfen kann.

    Was aber wenn man so jemanden nicht kennt und man nicht gerade 2 linke Hände sein Eigen nennt, vielleicht sogar selber gerne bastelt und schon Erfahrung mit einem Multimeter, Lötkolben und Elektronik hat.


    Ich würde sagen - Trau Dich ran, mit Respekt und Vorsicht ! - Man kann an den Geräten aus dieser Zeit noch gut sehr viel reparieren und die Chancen stehen gut das Nachher mehr funktioniert als vorher ;)


    Bevor es losgeht, möchte ich noch vor der lebensgefährlichen Netzspannung Warnen !

    Bitte immer den Netzstecker ziehen, bevor ein Gehäuse geöffnet wird. Das Gerät nicht in Betrieb nehemen wenn die Teile offen vor einem liegen.

    Nur darin Ausgebildete Personen die den Umgang mit aktiver Netzspannung bei der Reparatur an offenen Geräten beherrschen, dürfen dies auch tun !

    Auch für eventuelle Schäden bin ich nicht verantwortlich, möchte hier nurmeine Infos die mir bekannt sind berichten.


    Teil 1 - Öffnen und Zerlegen (zum Reinigen oder Reparieren)


    Na dann fang ich mal an, so sieht das Teil von vorme aus:




    Nachdem ich alle Kabel am Gerät abgezogen habe, leg ich es auf den Rücken um an die 4 Gehäuseschrauben mit ranzukommen.



    Nachdem die Schrauben entfernt wurden, drehe ich das ganze Gerät wieder um und stelle es normal auf die Arbeitsplatte.

    Bevor ich nun die obere Gehäuseschale abnehme, entlade ich mich noch kurz an einem metallischen Gegenstand, der gut geerdet ist.

    Ich hab da früher auch nicht recht drüber nachgedacht, aber es sind schon viele elektronische Geräte an elektrostatischer Entladung gestorben und eine gut gemeinte Reparatur wir dann zum Rätselraten.

    Das hängt stark von der Kleidung dem Schuhwerk und dem Bodenbela ab, ob man sich da selber statisch auflädt.

    Ich fass da meistens kurz an den Schutzleiterkontakt an die Steckdose und wenn es dann einen kleinen Funken gibt, war das die Bestätigung.


    Wenn jemand öfter an empfindlichen Bauteilen ranlangt, weil er gerne repariert und restauriert, dann wäre so ein antistatisches Armband mit eventuellem Erdungsanschlusset zu empfehlen.


    Ich hab mir vor einiger Zeit so ein ESD Set zugelegt, bekommt man mittlerweile halbwegs günstig:




    Ein Armband, das wird an dem gelben Stecker angeschlossen, dort gibt es auch noch die Möglichkeit eine ESD Matte anzuschliesen



    Der Stecker kommt in die Steckdose, die natürlich einen Erde Anschluss aufweisen muss und keine Angst, die Stifte am Stecker für Phase und Neutralleiter sind nur aus Kunststoff, es geht hier nur um den Abgriff ans Erdpotential.




    Weiter gehts, ich bin also nun entladen oder geerdet und hebe vorsichtig den Deckel ab und lege ihn zur Seite.

    Zum Vorschein kommt der offene Patient:



    Ich brauche keine Angst zu haben irgendwo eine Gewischt zu bekommen, sofern alle Kabel abgesteckt sind, aber das habe ich ja schon vor dem Öfnnen gemacht.


    Bevor ich nun die untere Gehäuseschale abnehme, müssen einige Stecker abgezogen werden und da rate ich lieber die Stecker mit einem Stift so zu markieren, das man nachher nicht unabsichtlich was verkehrt rum oder falsch einsteckt.

    Einfach eine Linie vom Sockel über den Stecker Zeichnen, oder man macht scharfe Bilder wo man genau erkennen kann welcher Stecker wo und wie vorher aufgesteckt war...



    Also alle 5 Stecker abziehen und dann kann es weitergehen, 6 Kreuzschrauben halten das Laufwerk in der unteren Gehäuseschale:




    Jetzt nehme ich das Laufwerk vorsichtig aus dem Gehäuse heraus und lege die untere Schale beiseite.


    von oben:


    und von unten:


    In der Zwischenzeit können beide Gehäuseschalen von Schmutz befreit werden und eventuell mit Spülmittel und Wasser gereinigt werden.

    Vorher aber noch bitte die LED samt Anschlusskabel aus der unteren Gehäuseschale entfernen.


    Hiermit ist Teil 1 beendet, Fortsetzung folgt...