Das ist an sich relativ einfach und war, als es die Maschinen noch in Massen gab, durchaus verbreitet. Gab's von IBM selber als 2741 und massenhaft von größeren und kleineren Umbauern - IBM hat die Mechanik der Maschine auch als Grundlage für ein Druckwerk weiterverkauft.
Man braucht 8 oder 9 Elektromagnete (6 für die Zeichenauswahl, 1 für die Umschaltfunktion gross/klein und je 1 für Wagenrücklauf und Leertaste, dazu noch einen, um den Schreibzyklus auszulösen, und einen Sensor, der feststellen kann, ob die Maschine grade schreibt oder in Grundstellung ist (auf den kann man u.U. verzichten, wenn man die Zeiten misst). Und natürlich eine CPU, die alles steuert und eine Schnittstelle nach außen zur Verfügung stellt. Das waren oft 8080 oder 8051-Derivate mit Rs232-Schnittstelle.
Die CPU empfängt ein Zeichen, kodiert es um (bestimmt, welche Magnete zu ziehen sind), betätigt, falls benötigt, eine Schlingfederkupplung für die Umschaltung, betätigt die Latches für die Dreh- und Kippbewegung und startet dann den Schreibzyklus über die Betätigung der Hauptkupplung. Dann wartet sie, bis der Schreibzyklus beendet ist und macht das nächste Zeichen. Wagenrücklauf und Leertaste werden bei Bedarf über separate Magneten betätigt und die CPU wartet (vor allem beim Rücklauf) einfach eine gewisse Zeit bis sie das nächste Zeichen annimmt. Die Kräfte, die man dafür jeweils aufbringen muss, sind überschaubar. Trotzdem haben die Maschinen, die ich gesehen habe, typischerweise 24V-Elektromagnete benutzt.
Am größten an solchen Maschinen war eigentlich immer das Netzteil
- und der Kabelwust zu den Magneten - der war einem immer im Weg,
Ich habe nie eine Maschine gesehen, die den geschriebenen Buchstaben zurück an einen Computer geschickt hätte. Diese Umbauten soll es zwar gegeben haben (sieht man ja auch an dem NSA-Bericht...), aber die waren sicher ein bißchen komplizierter. Die Tastatur bekommt man allerdings rein mechanisch nicht zum Funktionieren, ohne dass auch ein Zeichen auf dem Papier landet - man hat dann immer ein lokales Echo auf dem Papier.
Siehe dazu auch z.B. da - Ein Arduino kann das auch.... - Allerdings arbeiteten die Originale wesentlich schneller.
Die "Bastelanleitungen" gab's auch in "historisch" - hier eine von 1982.
Tobias