Beiträge von tofro

    Ist zwar Z80 und nicht 8085, aber vielleicht möchtest du diesen Thread mal durchlesen: Da hat jemand dasselbe mit einem CMOS-Z80 gemacht.


    Bei dem steht allerdings im Datenblatt bei "Clock Pulse Width (max)" ganz banal "DC". Zilog hat auch immer das "fully static design" des Z80 hervorgehoben.


    In den Datenblättern der CMOS-Verisonen des 8085, die ich gefunden habe, steht an derselben Stelle dasselbe wie bei der NMOS-Ausführung, nämlich 1MHz (intern halbiert).


    Tobias

    Vielleicht meint tofro, dass die Emission zu schwach geworden ist, und deshalb Helligkeit und Kontrast mehr aufgedreht werden müssen als nötig, so dass der Bildhintergrund nicht mehr schwarz, sondern grau ist.


    Das kann man durch Überheizen oder Regenerieren der Bildröhre beseitigen.

    Das meint er. Die Röhren, die grade beim SX64 mal ein super-scharfes Bild fabriziert haben, werden durch Alterung zunehmend dunkler und die Helligkeit geht an den Anschlag.


    Eine Regeneration einer Bildröhre übersteigt meine Möglichkeiten (Ich laß' bei dem funkensprühenden Zeugs am liebsten die Finger ganz weg.)

    Ein SX64 ohne Röhre ist kein SX64.

    Ein SX64 mit kaputter Röhre ist auch kein richtiger SX64.

    Bei meinem fängt das Bild seit einigen Jahren auch an, langsam matschig zu werden - Was auf eine nachlassende Bildröhre hinweist. Wenn mich das mal genug stört, finde ich es legitim, ein TFT einzubauen - Noch ist es aber nicht so weit.


    Tobias

    Habt Ihr (Pläne für) LCD-Schirme im SX64 ? Das spart doch sicher auch gutes Gewicht....

    Hier gibt's passende TFTs und auch Links zu 3D-gedruckten Einbaurahmen und Hinweise zum Umbau.


    Allerdings kein Schnäppchen (vor allem zusammen mit dem teuren 3D-Druck von Shapeways) wie früher das TFT von Pollin.


    Tobias

    Ich rätsele immer noch, was mal aus meinem werden soll. Auf jeden Fall muss ich die kontaktunwillige Tastatur restaurieren.

    Ich habe lange gesucht, um einen zu finden, der nur die originalen Löcher im Gehäuse hat, die auch reingehören. SX 64 wurden gerne bebastelt und unbehandelte werden anscheinend heute mit Gold aufgewogen.


    Wg. Tastatur: Gummimatte seeeehr vorsichtig handhaben, keine Federchen verlieren, den Rest richtet Graphit 33 aus der Dose, mit einem Wattestäbchen aufgetupft. Meine Tastatur funktioniert wieder wie neu.

    Leider hat mein Vorbesitzer die Kontaktfederchen der Funktionstasten alle entfernt/verloren.


    Tobias

    Interessante Story.


    Ich bin jetzt kein Spion (wahrscheinlich falsche Talente), aber versteht jemand, warum die NSA so ein großes Brimborium um die Geheimhaltung und Verschleierung des Abtransports der 50+ Schreibmaschinen gemacht hat? Der NSA-Bericht macht ein riesiges Gewese drum:


    Zitat

    NSA

    management developed a plan to remove, replace, and examine telecommunications and information processing equipment at the U.S. embassy in Moscow. NSA was to handle all aspects of the plan on an absolutely need-to-know basis. NSA wanted to remove the equipment so that it could be examined in the U.S. to allow for a more thorough inspection than could be conducted on the embassy

    grounds. NSA also wanted to keep the Soviet Union from learning about the effort and interfering with U.S. objectives.

    Die Russen werden doch beim ersten Anfassen schon gemerkt haben, dass da nix mehr auf ihren Fernsehkanälen piept?

    Die Floppy F1 hängt direkt auf dem Systembus. Wenn da ein Defekt irgendeine Leitung dauerhaft blockt, geht natürlich der Rechner nicht mehr.


    Wenn ich dich richtig verstehe, geht es dir im Moment um den defekten PC8, der mit der Floppy kam und (mit oder ohne) Floppy nicht startet.


    Wenn ich dich auch richtig verstehe, hast du verifiziert, dass der Rechner an sich hochläuft, (und hupt) aber dann nicht startet. Dass der Rechner eine Floppy detektiert und von der booten will, obwohl keine da ist, ist einigermaßen unwahrscheinlich. Es gibt kein einzelnes Signal, an dem der PC eine Floppy erkennt - Da müsste schon ein Controller erkannt werden können.


    Ich würde mal nach dem SPORT-Register (das sind 8 Flip-Flops in 74LS175) schauen - das ist das Ding, an dem u.a. auch die Stellung der DIP-Schalter gespeichert sind. Das könnten die ICs 19, 20 10 und 11 sein - über die wird die ganze Systemkonfiguration gesteuert. Wenn eins davon kaputt ist, könnten solche Effekte auftreten.


    Tobias

    Nach der Essigbehandlung habe ich ganz gute Erfahrungen mit zwei Spülgängen in der Spülmaschine gemacht.


    Wenn man irgendwelche "offenen" Bauteile mit feinen Zwischenräumen (z.B. Schalter, Übertrager, Spulen) auf dem Board hat, die nicht angegriffen, aber extrem schwer wieder trockenzukriegen sind, macht es evtl. Sinn die runter- und nach der ganzen Plantscherei wieder draufzulöten.


    Tobias

    Bei der Lexikon werden die Kopfbewegungen zum Druckkopf nicht über Seilzüge übertragen, sondern der über einfache Wellen angetriebene Kugelkopf befindet sich in der Mitte der Maschine und der Wagen bewegt sich, die Schreibposition bleibt damit immer gleich. Dem Vernehmen nach war das Einstellen der Zugseilspannungen bei der Selectrix eine Wissenschaft für sich...

    Bei der IBM sind das auch keine Seilzüge. Sondern Stahlbänder. Die längen sich nicht, und Die Zugspannung einstellen geht ganz einfach: Spiralfeder bis zum Anschlag spannen, dann zwei Umdrehungen nachlassen. (Soll heissen, da ist nix einzustellen, das tut einfach). Da bist du wohl einer Legende aufgesessen. Insgesamt sind die Selectric-Maschinen die besten Schreibmaschinen, an die ich je meine Finger gelegt habe.


    Nur das Arbeiten im IBM-Service war ein bisschen ungewohnt: Während du im vorherigen Betrieb in Strassenkleidern zu den Kunden geschlappt bist, hat man bei IBM Hemd, Anzug und Krawatte erwartet (mit Krawattennadel, die war Vorschrift, damit man den Schlips nicht in die Maschine wickelt und sich erhängt ;) ) und das Erste, was man aus dem Werkzeugkoffer holte, war der weiße Kittel und die weißen Handschuhe.....

    Das sieht ein bisschen aus wie von IBM abgekupfert. Dort fallen die Fahnen in eine Kugelsperre (die hatten wir bei der Erika/Lettera schonmal), damit man schon eine Taste wieder drücken kann, während das letzte Zeichen noch gedruckt wird. Ist das fertig gedruckt, gibt die letzte Taste die Sperre wieder frei und die nächste kann vonalleine reinfallen. "one character type-ahead buffer"


    Von der Selectric abgeleitet war der Composer, der sogar Proportionalschrift konnte (Die Minischritte pro Buchstabe waren ähnlich über mechanische Fahnen codiert.) Ich habe irgendwo eine Anleitung, wie man damit Blocksatz schreiben sollte: Man schrieb eine Zeile ohne zu drucken (da gab's einen Schalter, der den Anschlag verhinderte), die Maschine hat dann angezeigt, wieviele Mikroschritte zum Erreichen des rechten Randes noch fehlten. Dann schrieb man die gleiche Zeile nochmal und die Maschine hat diese Mikroschritte automatisch über die Leerzeichen der Zeile gleichmäßig verteilt. Dazu musste man die Anzahl "Extra-" Mikroschritte an einem Rädchen beim Neuschreiben vorher einstellen.

    Der absolute mechanische Horror war da die Korrektureinrichtung: Die Maschinen merkten sich in einem mechanischen Ringspeicher die letzten, glaube ich, 16 getippten Buchstaben (bzw. deren Breite), und die Rück-/Korrekturtaste verwendete diese Zeichenbreiten, um das zu korrigierende Zeichen richtig treffen zu können.


    Der Composer war damals die einzige (und auch billigste, obwohl er keinesfalls preiswert war) Möglichkeit, anspruchsvolles Schriftgut ohne Bleisatz oder furchtbar teuren Lichtsatz zu erzeugen. Deswegen war er, obwohl unheimlich kompliziert zu bedienen, ein paar Jahre der absolute Renner.

    So dachte ich mir das. Der Fernschreiber kann's ja auch.


    Allerdings ist schon ein feiner Unterschied zwischen


    Zitat

    die genossen haben eine rakete gestartet?

    und

    Zitat

    die genossen haben eine rakete gestartet!

    Technisch (also: örtlich) ist die Mimik für die Umschalttaste allerdings auch ganz woanders angesiedelt als die Zeichenkodierung. Da hätte man eine extra-Elektronik bauen müssen, um da hinzukommen.

    Das Kodieren und Dekodieren ist bei einer Selectric an sich nicht das Problem - sie verwendet sowieso schon sozusagen einen "mechanischen Binärcode" (2 Bits für die Kipp-, 4 für die Drehbewegung und 1 für die Shiftttaste), um das gedruckte Zeichen aufs Papier zu kriegen. Die Kunst ist eher, die Mimik zum Aufnehmen und Übertragen der Tastendrücke so gut zu verstecken, dass sie keiner auf den ersten Blick sieht. (Und laut Artikel auch auf den zweiten, dritten und folgenden nicht...)


    Der Artikel ist (für ein IEEE-Journal) aber ein bißchen oberflächlich: Ein IBM-Kugelkopf hat 88 oder - wahrscheinlicher - sogar 96 Zeichen: Die lassen sich jetzt irgendwie schwer mit "a circuit board and six magnetometers" (also 6 Bits) ausdrücken. (Oder die Russen hätten noch einen Geniestreich gemacht, der die Binärarithmetik besiegt...). (Möglicherweise hat man ja auf die Übertragung des Umschaltsignals verzichtet?)

    Ich halte das für unwahrscheinlch, dass das Ding irgendwas mit Brother zu tun hat. Die waren eigentlich nie bekannt dafür, was mit "klassischen" CPUs zu bauen, sondern hatten wohl eine Kooperation mit Sharp und deren "komischen" MCUs.


    Tobias

    "Smith Korona"?

    Hab' ich auch erst gedacht - aber Korona schreibt sich anscheinend schon immer (TM) "Corona". Siehe den Bilderpost von gestern abend - da sind am Ende 3 klassische Corona's von vor 1920.


    In der Anleitung steht zur Technik leider gar nichts. Nur von den Screenshots her sieht es aus, als würde da Z80 oder eben 6502 vollauf reichen.

    Die Firma heisst tatsächlich "Smith Corona" (auch heute noch). "Corona" war eine Marke der von den Brüdern Smith 1906 zugekauften Rose (später Standard) Typewriter Company - nämlich deren erste erfolgreiche Schreibmaschine. Den Name haben die mal so, mal so, durch die Geschichte immer weiterverwendet. 1926 führten sie ihre eigene und die Standard Typewriter zu "Smith Corona" zusammen. Seither heisst die Firma eigentlich so.

    Du kennst dich ja richtig aus! :thumbup:An die 84 kann ich mich garnicht mehr erinnern.


    Die Lettera 36 hat mich nie richtig interessiert, genauso wenig wie die Lexikon 84, wenn da mal welche im Reparatureingang standen, hab ich möglichst einen Bogen drum gemacht und mir lieber noch eine ET vorgenommen. ::heilig::

    Ich habe vor ungefähr 250 Jahren noch richtig eine Lehre als Büromaschinenmechaniker gemacht und ein paar Jahre viel mit TA, Olympia und Olivetti (später dann nur noch IBM) gearbeitet, bis ich für mich festgestellt habe, dass das wohl nicht gut ausgehen wird und dann vernünftigerweise(?) Informatik studiert. Deswegen sind alte mechanische Maschinen immer noch so eine Art Steckenpferd von mir, auch wenn ich keine tatsächlichen Maschinen besitze - Man kann ja nicht jeden Mist sammeln ;)


    Was in einer alten Walther oder IBM Selectric drin ist, ist manchmal schon ein Geniestreich an Mechanik. Olivetti habe ich immer für ihr tolles Design bewundert (sonst fand ich da nicht so viel Bewundernswertes dran, waren halt Schreibmaschinen)


    Tobias

    Ok, da hab ich mich von den gefundenen Bildern täuschen lassen. Aber die Erika hat links und rechts der Leertaste irgendwelche Zusatztasten, die hat die Lettera nicht. Aber schon die Lettera 36 hatte die pfiffige Doppelanschlagsperre mit den Kugeln, die Robotron da für sich proklamiert hat. Das einzige pfiffige Detail an der Lettera 36. Ansonsten schlimmes Gerät, so leicht gebaut, dass sich die Mechanik im normalen Betrieb regelmäßig verbiegt, und wenn man das versuchte zu richten, brachen die Hebel wenn man etwas zu feste hinsah... *grauslich* Die Lettera 36 hat übrigens noch eine Kugelkopfschwester, die Lexikon 82, auch beim Service an der musste man starke Nerven haben...

    Die Tasten links und rechts der Leertaste sind "Korrektur" (Rückschritt und Korrekturbandvorbereitung) und "Halbschritt".

    Ich glaube, es gab auch Olivetti Lettera-36-Versionen, die die hatten. In der italienischen Wikipedia ist zumindestens eine Lettera 36 abgebildet, die eine Korrekturtaste hat.


    Die Doppelanschlagsperre war eher für "Amateur-Tipper" und nix für Frauen, die "richtig" schnell schreiben konnten - Die haben sich die oft stilllegen lassen, weil die Maschine sie dadurch gebremst hat. Ich glaube, es gab mal eine Untersuchung von Olympia (glaubich), die herausgefunden hatten, dass extrem schnelle Schreiberinnen bis zu 4 Typenhebel gleichzeitig "in der Luft" hatten - Das hat so eine Mimik natürlich verhindert.


    Ausserdem war das auch nichts wirklich neues - Praktisch jede elektromechanische Rechenmaschine hatte "schon immer" so eine Kugelsperre drin (weil die sich selbst zerstört, wenn man mehr als eine Taste gleichzeitig drückt).


    Was das murxige Blech angeht: Die Maschine sollte immerhin eine elektrische Reiseschreibmaschine sein. Dadurch musste eben alles ein bißchen dünner werden. Trotzdem sind 7-8kg durchaus ein Wort, wenn man sie durch die Gegend schleppen musste ;)


    Übrigens kam die Grundkonstruktion der Maschine von Italien in die DDR und nicht andersrum. Robotron hatte da die Tradition einer Zusammenarbeit und damals schon mehrere Olivetti-Maschinen in Lizenz gebaut (z.B. war die erste "Optima Electric" wahrscheinlich eine Olivetti 84 im sozialistischen Kleidchen).


    Ein "schöneres Kleidchen" hatte aber die Olivetti, zumindestens als sie noch runde Tasten hatte.


    Tobias

    Das was Du da gebaut hast, ist genau das was ich eigentlich realisieren will. Mir fehlt aber mindestens das nötige Hochfrequenz Know How.

    Deswegen habe ich mit einem 74hc4420 angefangen, um zu sehen, wie weit runter ich komme mit der Frequenz. Für mein Projekt sollte der Prozessor, Speicher und die direkt angebundenen IO-Chips möglichst bis zum Stillstand runtergeregelt werden können.
    Beim Systemstart, Terminalbetrieb und beim Floppyzugriff darf es gern der Standardtakt von 3 Mhz sein.

    Das wird mit einem 8085 nicht gehen - Das ist ein NMOS-Prozessor und der fängt ab einer gewissen minimalen Frequenz einfach an, Dinge zu vergessen und zu "spinnen". Laut Datenblatt soll er mit mindestens 1 MHz versorgt werden und läuft dann mit halbem Quarztakt - also 500kHz.

    Was du stattdessen machen kannst, um die CPU noch langsamer laufen zu lassen, ist den Prozessor mithilfe des HOLD-Signals zwischen Befehlen anzuhalten und entsprechend "die Handbremse anzuziehen" - Die Bussignale zwischen den HOLD-Zyklen sind dann allerdings genauso schnell wie ohne Handbremse.

    Bei weissem Bild muss nicht unbedingt die Grafikkarte kaputt sein (die der Mini in dem Sinn eh' nicht hat). Möglicherweise findet der Mac nur nix, was er booten könnte.


    Kommt der "Boot Chime" (Einschalt-Sound) noch?

    Kannst du noch in den Safe Mode booten? (Einschalten mit gedrückter "Option"-Taste)


    Wenn der Boot Chime noch kommt, kannst du mal ein PRAM-Reset versuchen. In dem Moment, wo die "Hupe" kommt, <Cmd>+<Option>+"P" gleichzeitig drücken. Danach sollte ein zweiter Chime kommen und das PRAM ist gelöscht. Vielleicht bootet der Mac dann wieder.