Bis zu einem gewissen Mass ist die DGUV-Prüfung hauptsächlich eine Pfründe für die Firmen, die sie machen - Die stellen irgendeinen Dödel ein (oder lassen den Lehrling sich damit selbst finanzieren), dessen Grips grade so reicht, um mit drei Schalterstellungen das Gerät zu prüfen und und einen Bäpper draufzukleben, und kassieren 30€ pro geprüftem Gerät.
Sinnvoll ist sie natürlich trotzdem, wenn man annimmt, dass elektrische Geräte von absoluten Laien betrieben werden und man die Vorgeschichte nicht kennt. Da kann man schonmal lebensgefährliche Zustände erkennen.
Auf der anderen Seite sind die Messgeräte natürlich ziemlich teuer für den Hausgebrauch (wo bei dir der obige Absatz hoffentlich nicht zutrifft). Das einzige, was du mit einem Multimeter nicht hinkriegst, ist die hohe Prüfspannung für den Isolationswiderstand. Wenn du ein bisschen nachdenkst, wie der Isolationswiderstand bei einem einstmals "ordentlichen" Gerät runtergehen kann, dann ist das in erster Linie Dreck (Staub) und eventuell hineingeratene Flüssigkeiten - Die kann man aber beheben, wenn man das Gerät kennt, sauber hält (auch innen) und eben keinen Kaffee reinschüttet.
Den Schutzleiterwiderstand kann man mit einem Multimeter messen, und die Anschlüsse des Schutzleiters ordentlich pflegen (sauberhalten und nachziehen). Ein bisschen was anderes sind motorisch angetriebene Geräte mit umfangreichen Wicklungen, deren Isolations-Zustand man nicht einfach visuell prüfen kann - Da finde ich so ein Messgerät eher angebracht. Bei dem, was wir so machen (alte Computer), ist das eher eine unnötige Ausgabe.