Beiträge von PAW

    Ich habe das jetzt auch nur gesagt, weil der Spannungswandler, trotz der abfallenden Spannung keine 150°C erreicht, wie du vermutet hast.

    Dazu wäre noch zu sagen, dass sich die 150°C auf die innere Temperatur des 7805 beziehen, nicht auf das Gehäuse oder den Kühlkörper. Diese kann man leider nicht messen. Ließe sich nur berechnen.


    Zitat

    7.3.3 Thermal Shutdown

    Each package type employs internal current limiting and thermal shutdown to provide safe operation area

    protection. If the junction temperature is allowed to rise to 150°C, the device will go into thermal shutdown.


    Da stellt sich auch noch die Frage, wie warm der 7805 selbst wird (am Gehäuse). Du hast ja nur auf den Kühlkörper gegriffen. Wäre theoretisch möglich, dass die komplette Wärme nicht bis zum Kühlkörper gelangt (z. B schlechter Wärmeübergang).




    Fazit: Ob es hier überhaupt ein Problem mit der Spannungversorgung für die ICs gibt ist völlig unklar.

    Nachdem an den anderen STABIs vernünftige Spannungen aufscheinen, gehe ich davon aus, dass die Spannung am VR3 nicht komplett falsch gemessen wird.




    Das sind zumindest konkrete Werte betreffend dem Absinken der Spannung. hatte bisher gedacht, dass es sich nur um wenige Sekunden handle.


    Frage inidraki : Hast Du die Spannungsmessung dauernd durchgeführt, oder hast Du das Meßgerät zwischendurch abgeschaltet. Könnte ja sein, da die Differenz nur ca. 1% pro Minute beträgt, dass das Meßgerät nicht richtig anzeigt.


    Jedenfalls könntest Du noch einen einfachen Test durchführen. Stelle einen Ventilator auf und blase damit auf die Kühlkörper. Beobachte die Spannung, ob sie gleich schnell absinkt, wie ohne Ventilator.


    Wie aber auch schon andere Kollegen urgiert haben, wäre eine Strommessung sehr wichtig! Du schreibst, dass Du ein Multimeter verwendest. Hat das tatsächlich keine Funktion zur Strommessung?



    Vielleicht ist nämlich nur die Zusammenstellung der verbauten ICs zufällig derart, dass Commodore Reste von Standard-TTL gerade billig bekommen hatte und die wie auf den Fotos zu sehen verbaut hat, statt der verbrauchstechnisch besseren, aber teureren LSTTL.

    Das kann durchaus sein!


    Und es gibt da noch einen Aspekt: wir fahren ja zur Zeit mit 230 Volt statt mit 220V. Dies hat den Effekt, dass am Eingang des 7805 eine etwas höher Spannung ansteht (Verhältnis ca. 230 zu 220). Das bedeutet aber, dass die Spannung die am 7805 abfällt (bei gleichem Strom) höher ist als vorher und dieser somit wärmer wird, auch wenn die gleichen Bauteile wie früher verwendet werden!




    Was mir noch aufgefallen ist, am Bild von zitruskeks (ich nehme an, es handelt sich um ein anderes Gerät).

    Es sieht so aus, als ob auch andere mit dem VR3 Probleme hatten. Der sieht auf dem Bild anders aus, als die drei anderen STABIs.




    Das ist ein sowjetisches K573RF2 UV-EPROM! Es ist 100% kompatibel zu 2716er UV-EPROM's.

    Für die EPROMS gilt das Gleiche wie für die 2114 RAMs, was die Access Time betrifft. Bei den EPROMS gibt es eben auch verschiedene Geschwindigkeiten, daher bin ich da etwas skeptisch, was die 100% betrifft.




    Grüße, PAW

    Das habe ich bereits auch in erwägung gezogen... einfach eine high-current-Variante zu verwenden (°- ° ) Doch eigentlich ist das blöd,
    weil der Computer ja normalerweise mit der standard 1,5A 7805 Variante einwandfrei funktionieren sollte. ich möchte ja gern das Problem beseitigen.

    Das ist schon klar, dass Du damit nicht das Grundproblem beseitigst, aber wenn es damit läuft, dann weißt Du, dass die Bauteile prinzipiell funktionieren. Zuviel Stromverbrauch kann ja verschiedene Ursachen haben. Es muss ja nicht genau ein Bauteil defekt sein, es könnten auch mehrere nur leicht defekt sein. Es könnten aber auch Leckströme auf der Platine zwischen den Leiterbahnen fließen, besonders wenn mal irgendeine Flüssigkeit ausgelaufen ist. Wurde die Platine eigentlich schon mal gereinigt. Es gibt da im Forum diverse Anleitungen dazu.


    Nachdem wir noch nicht wissen, wie hoch der Strom tatsächlich ist, läßt sich nur durch Probieren was rausfinden.


    PAW

    Die Eingangsspannung an allen 7805CV Spannungsreglern schwankt zwischen 9,75 V und 9,83V

    Laut Datenblatt für 7805 ist eine minimale Eingangsspannung von 7,5 Volt erforderlich. Allerdings gilt das nicht für den Mittelwert der Spannung sondern für den niedrigsten Wert. Normalerweise reicht die Spannung aber.


    Ich habe den 7805CV nun ein 3x mal gewechselt, ohne, dass es eine Veränderung brachte.

    Besser wäre es stattdessen einen 78S05 (oder was Gleichwertiges) hineinzusetzen! Der kann stat 1.5A dann 2A liefern.

    Wenn es so ist, wie ich vermute, dann braucht die Platine nur ein wenig mehr Strom als vorgesehen wäre (2 x 2114 sind ca, 150 - 200mA) und könnte dann laufen. Dies würde allerdings nicht den allgemeinen Fehler beheben, aber man könnte ausprobieren, ob der Rechner überhaupt läuft!



    Ich werde mir jetzt mal neue (NOS) 2114er bestellen von einer anderen Marke und schauen, wie sich das ganze dann verhält

    Bevor Du was bestellst, wäre es günstig Bilder von den derzeit verwendeten RAMs hier reinzustellen. Ein 2114 von einem Hersteller ist nicht unbedingt mit anderen kompatibel. Lediglich die Pinbelegung und die Versorgungsspannung sollte überall identisch sein. Es gibt aber gravierende Unterschiede bei der Zugriffszeit (access time) und der Stromaufnahme. Die Access-Time ist meist an einem Zusatz zum 2114 erkennbar, z.B. 2114-3. Was das bedeutet, ist im jeweiligen Datenblatt des Herstellers ersichtlich. Im allgemeinen sind höhere Nummern meist langsamer. Üblicherweise ist eine schneller Accesszeit besser als eine langsame! Da sollte zuerst geklärt werden, welche 2114er Du genau benötigst und dann kannst Du bestellen.



    Mein Oszilloskop ist ne ganze Ecke älter als mein PET 2001 ='D Das müsste ich auch erstmal wiederbeleben!

    Wäre vielleicht keine schlechte Idee!


    Falls du mit Strom den "Strom" (Ampere) meinst: kann ich nicht sagen, weil ich kein Amperemeter habe)

    Das sollte kein Problem sein! Spannungen kannst Du ja messen. Am Besten einen Widerstand mit 0,1 Ohm/0,5 Watt in die Leitung vom Gleichrichter zum 7805 reinlöten. An diesem kannst Du dann die Spannung ablesen und mal 10 nehmen. Dann hast Du die Ampere! Mißt Du dort eine Spannung von 0,15 Volt, dann bist Du am Limit von 1,5 Ampere.

    Solltest Du keinen 0,1 Ohm Widerstand haben, dann kannst Du auch einen anderen Wert nehmen. Maximal 1 Ohm, der sollte aber 5 Watt aushalten. Dadurch fällt aber die Eingangsspannung um bis zu 1,5 Volt ab, was zu neuen Problemen führen könnte. Deshalb besser einen kleineren Widerstand nehmen, aber nicht zu klein, sonst kannst Du keine Spannung mehr ablesen!


    Schönen Abend!


    PAW


    Ergänzung: Habe gerade gesehen, dass der PIO #2 6520 auch am VR3 hängt. Das wäre vielleicht noch eine Gelegenheit den Strom zu Testzwecken etwas zu reduzieren. Wäre interessant, ob dann auch die Spannung abfällt, wenn die PIA #2 entfernt wurde. Ich weiß aber nicht genau wieviel Strom die PIA aufnimmt, sollte ca. 40 - 100mA sein.

    Nachtrag zu:

    Gibt es noch weitere 2114 vom RAM-Bereich, die am gleichen 7805 hängen und die man testweise rausnehmen kann und dafür die beiden vom Videobereich (auf 0800) wieder einsetzt.

    Hallo inidraki


    Ziel dieses Tests wäre festzustellen, ob die Entfernung eniger 2114 reichen, um eine stabile Spannung zu bekommen, und zwar egal welche Chips (müssen aber am selben 7805 hängen). Wenn das so ist, dann ist die Stromaufnahme nur minimal überhöht, aber kein Kurzschluss. Wenn man die richtigen 2114 entfernt, sollte der Rechner eigentlich laufen, wenn auch mit weniger RAM, außer es wären noch andere Fehler vorhanden.


    Es wäre auch sinnvoll, die Stromaufnahme beim betreffenden 7805 zu messen und zwar ohne die zwei 2114, also wenn volle Spannung vorhanden. Andererseits auch wenn alle Bauteile bestückt sind. Sollte ja Anfangs auch vollen Strom bringen und danach absacken, wenn zu warm wird. Dazu den 7805 auf einen externen Kühlkörper moniteren und mit Kabel verbinden, wobei man dort auch ein Amperemeter anschließen kann. Achtung! Das Amperemeter in die Plus-Zuleitung zum Stabi hängen, also zwischen Gleichrichter und Stabi.


    Wenn der Strom also nur minimal zu hoch ist, könnte man zu einem weiteren Test einen etwas stärkeren STABI (5V / 2A) einbauen: z.B.: 78S05 https://www.henri.de/bauelemen…nnungsregler-positiv.html


    Sollte das damit laufen, dann versuchen rauszufinden, woher die erhöhte Stromaufnahme kommt.


    Grüße, PAW

    Wenn beide RAM-CHIPS drin ist = Spannung fällt ganz langsam ab.
    Wenn nur der Linke drin ist = Spannung fällt ganz langsam ab.
    Wenn nur der Rechte drin ist = Spannung fällt ganz langsam ab.
    Wenn keine VIDEO-RAM Chips eingesteckt sind = Spannung bleibt stabil bei 4,94V

    Sieht für mich nach Überlastung des 7805 aus. Er hat ja auch einen thermischen Schutz (neben der Strombegrenzung) und fährt bei Überlastung runter.


    Gibt es noch weitere 2114 vom RAM-Bereich, die am gleichen 7805 hängen und die man testweise rausnehmen kann und dafür die beiden vom Videobereich (auf 0800) wieder einsetzt.


    Wenn es an der gesamten Stromaufnahme für den 7805 liegt, dann sollte es egal sein, welche der RAMs entfernt wurden und er sollte stabil bleiben.


    Leider ist für mich aus dem Schaltplan nicht ersichtlich, welche RAMs an welchem Stabi hängen.


    Wenn meine Hypothese stimmt, ist nämlich der (Beinahe-)Kurzschluss in den 2114 drin.

    Das geht in die Richtung, aber dann müsste in jedem der beiden RAMs ein (Beinahe-)Kurzschluss sein. Außerdem wurden die beiden 2114, wenn ich mich richtig erinnere, bereits mit anderen aus dem RAM-Bereich getauscht.


    Schönen Abend und Gutes Gelingen!


    PAW

    Merkwürdig ist auch: Wenn ich die beiden 2114er VIDEO-RAM Chips ebenfalls entferne, dann bleibt die Spannung bei 4,94V stabil und verändert sich nicht.
    Allerdings sieht das Schachbrettmuster, welches dann auf dem Bildschirm erscheint, nicht 100%tig so aus, wie es eigentlich aussehen muss.
    jede 2. Zeile ist ungleichmässig (°- ° ) Es ist kein perfektes Muster.

    Pack ich die beiden Chips wieder rein, geht das Theather wieder von vorne los.

    Hallo inidraki


    hast Du auch versucht was passiert, wenn Du nur einen der beiden 2114 wieder reinsteckst? Ist da auch der Spannungsabfall? Und auch mal nur den anderen versuchen.


    Vielleicht läßt sich der Fehler damit eingrenzen.


    Grüße, PAW


    P.S. kenne mich mit Commodore nicht aus, sondern nur mit Z80 Rechnern.

    Dort würde ich ein kleines Test-Programm für das EPROM schreiben das verschiedene Komponenten anspricht und sehen was passiert.

    Dachte ich zunächt der MiSTer wär ehilfreich muss ich nun feststellen, dass ich nichts vom System nach draussen bekomme.

    Ich würde aber den PC/XT vorziehen.

    Warum verwendest Du nicht einen CP/M-Emulator für DOS. Dort kannst Du am PC mit CP/M80 arbeiten und kannst auch ganz einfach auf die Dateien zugreifen. Gibt welche im Netz. Suche z.B. "z80-emulator unter dos" oder "z80-emulator 22nice". Unter Windows kannst Du ja einfach ein Fenster für DOS-Programme öffnen und ausführen.


    Im CP/M kannst Du dann mit M80-Assembler und L80-Linker Programme erstellen. Mit AfD (Advanced Full Screen Debugger) lassen sich die Programme Schritt für Schritt ausführen.


    Es gibt natürlich auch neuere Alternativen dazu (habe ich aber bisher nicht verwendet).


    Grüße, PAW

    Korrekt - Ich habe GND-Vcc gemessen. Da lagen ca 10.5V an. Passt auch ungefähr mit dem 22KΩ Widerstand der vorgeschaltet ist.


    Nur der Vollständigkeit halber:


    Das Schaltbild mit dem 22KOhm Widerstand kann auch nicht ganz stimmen. RE: Scheider D486 - Netzteil Reparatur


    In der Schaltung hängt der Widerstand auf einer Seite an Vcc, was ja OK ist. Aber auf der anderen Seite hängt er vor dem Gleichrichter an 240V AC. Sollte vermutlich am 220µF Kondensator hängen?

    Hört sich hier nach 5.25" Laufwerken an, wo es auch Sinn macht.


    Bei 3.5" Laufwerken war ich immer der Meinung, dass die Köpfe erst angepresst werden, nach dem die Diskette eingelegt wurde. Somit sollten diese nicht zusammenschlagen können, da sie ja einen größeren Abstand voneinander haben (habe aber jetzt nicht im Laufwerk nachgesehen.)

    Ich meine der uC765 ist der Standard-Floppycontroller im PC. Such dir doch eine ISA-Floppykarte mit uC765 und verbinde die ISA-Karte mit dem Floppy-Controller auf dem Floppy-Drive.

    Das wäre meine Überlegung. Und über eine kurze Strecke kann das funktionieren.

    Wenn ich das richtig verstehe schlägst Du vor, quasi die beiden 765er-Sockel 1:1 miteinander zu verbinden. Das ginge auch nicht, da etliche Signale zusammenstoßen. Die müssten aufgetrennt werden. Außerdem bin ich nicht sicher, ob die Länge des Kabels nicht Probleme bereitet.


    Ich werde diese Angelegenheit nicht weiter verfolgen.

    frank128

    Das wäre schade, nachden du schon so viel Aufwand investiert hast. Wie ich das sehe, sollte es nicht mehr allzuviel Mühe kosten, die diversen Leitungen zu finden.


    Die folgenden Leitungen sollten praktisch 1:1 am 765er anliegen:


    Ready

    Write Enable

    Index

    Head Load

    Side Select



    Die anderen liegen nicht direkt an, aber man hat einen Anhaltspunkt, wo zu suchen ist.


    Read Data

    Write Data

    Write Protect

    Track 0

    Step

    Step Direction

    Low Current

    Unit Select


    Bei Read Data und Write Data würde ich mir typische Schaltungen von 8" Laufwerken auf diversen Plänen ansehen (Data Recovery und Pre-Comp). Dort sollte man sehen, welche Bauteile üblicherweise verbaut sind und kann dann die Gruppe überspringen. Die anderen Signale sollten relativ leicht zu finden sein, wie Track0 (sollte vom Sensor aus verfolgbar sein), ebenso Write Protect.


    Dann hättest Du eine universelle Shugart Schnittstelle!


    Grüße, PAW

    Welche hast Du da konkret im Auge?

    Hallo Frank!


    Ich sehe hast Du die Problematik erkannt. Das Vorhaben ist also nicht einfach durch Ersetzen des µPD765 zu Realisieren, da an dem Sockel nicht alle Signale, die Du für die Shugart-Schnittstelle brauchst, vorhanden sind. Grundsätzlich solltest Du die Signale ganz rechts am Schaltplan abgreifen (Read Data, Write Data, Write Protect, etc.). Da dürften sie am ehesten mit dem Shugartbus übereinstimmen, abgesehen vom Signalpegel.


    Es gilt also herauszufinden, wo Du auf der Platine diese Signale bekommst und mit dem geringsten Aufwand an eine kleine Subplatine weitergibst. Auf der Subplatine sind dann ein paar Open-Kollektor-Treiber und Receiver (je nach Signal Input oder Output). Irgendwo wirst Du dann die Leitungen auf der Hauptplatine kappen müssen, da ja nicht alles direkt beim µPD765 landet. Die Subplatine liefert dann den Shugartbus.


    PAW

    Mein Ziel ist es, das MKM 0144B wie ein normales 8" FDD über einen Adapter an einen Dos PC anzuschliessen. Oder gegebenenfalls an FluxTeen/KryoFlux.

    Dann wäre meine Empfehlung ja genau das Richtige:

    Meine Empfehlung wäre es, ...

    Daher reichen nicht die Leitungen die am Sockel vom µPD765 zur Verfügung stehen, sondern es müssen noch ein paar weiter in Richtung Laufwerk abgegriffen werden.


    Gruß, PAW

    Hallo frank128


    habe mir gerade die Problematik etwas angesehen.

    Dabei sehe ich folgende Probleme bzw. Lösungen:


    Wenn ich richtig verstanden habe, möchtest Du die Floppy via Falchkabel steuern, wo bei der µPD765 am entfernten Ende des Flachkabels sitzt.


    Dabei sehe ich folgende Probleme: das Flachkabel ist üblicherweise nicht für so hohe Transferraten (ohne spezielle Treiber) ausgelegt. Das wäre dann im Prinzip der Shugart-Bus mit Pull-Up's etc. Außerdem bräuchtest Du dann noch die DMA-Logik, tec. um den µPD765 computerseitig anzusteuern.


    Auf dem folgenden Bild wäre quasi ein Cut unmittelbar rechts neben dem µPD765 durchgeführt.



    Ganz rechts auf dem Bild wäre die Shugart-Schnittstelle, wobei hier die Treiber nicht eingezeichnet sind.


    Meine Empfehlung wäre es, statt des µPD765 einen kompletten Floppy Controller (z.B. vom PC) zu verwenden und via Shugart-Schnittstelle zu arbeiten. Das erspart das ganze Prozedere mit dem µPD765, DMA, sowie Data Recovery, PreComp, etc. Die Leitungen ganz rechts am Bild sollten auf dem Laufwerk zu finden sein und über Treiber ans Flachkabel geliefert werden können. (Eventuell Leitungen zum 765er-Sockel teilweise auftrennen und ein kleines Subplatinchen mit den Treiberchips und dem Flachkabel draufsetzen.) Dann hätte man eine vollwertige Shugart Schnittstelle.


    Ich wünsche noch viel Erfolg!


    Grüße, PAW

    Test mit 4 Festplatten ergab allerdings keine Änderung. Sicherheitshalber noch eine fünfte Platte versucht mit dem gleichen Ergebnis.

    Wird dann wohl nicht daran liegen. Wollte nur verhindern, dass Du eventuell einen Fehler suchst, der gar nicht existiert.


    Bei meinen Tests habe ich statt Festplatten einfach 12Volt Halogenlampen (vom Auto) an die 5 Volt angeschlossen. (Auf ein Teller gelegt, damit nichts zu heiss werden kann.)


    Ich wünsche noch gutes Gelingen bei der Fehlersuche!


    Grüße, PAW

    Bevor ich den allerdings ausprobieren kann, müsste erst einmal das Netzteil funktionieren. Ich hab das sicherheitshalber mit zwei alten Festplatten getestet und es schaltet nicht ein bzw. auf den Stromschienen kommt keine Spannung an.

    Hallo Chip-Monk


    bist du sicher, dass die Festplatten mehr als 2A auf der 5 Volt Schiene ziehen?

    Das ist laut Deinen Bildern der minimale Laod für das Netzteil.


    Grüße, PAW

    First a HUGE thanks for your work, it seems really nice. I saw the "Smaky 6 MFM" in the fluxdump screenshot, is it working ? That is exactly what I am looking for !

    Hallo schlika


    at the SMAKY 6 MFM I have worked together with fishermansfriendtoo two years ago. Reading and dumping should work well. On writing back, there were sometimes troubles when read again with FLUXCOPY. May be that the write precompensation is not optimized. (Has to be set by command line parameters.) Because I have no SMAKY, so I couldn't make further tests. May be that fishermansfriendtoo can tell us a little bit more.


    PAW

    Schade.

    Hallo Enrico


    falls alle Stricke reissen, hast Du immer noch die Möglichkeit die Adressen der Ports selber rauszufinden.


    Die Portadresse der seriellen Schnittstelle ist ja bekannt (hex50). Üblicherweise wurden oft Demultiplexer wie 74'138 eingesetzt, um die Adressen zu dekodieren. Dabei hängen die höchsten Adressleitungen am Eingang des Demux. Die 8 Ausgänge gehen dann zu den diversen I/O-Ports. (Es gab natürlich auch noch andere Möglichkeiten Adressen zu dekodieren.) Du könntest nun die Selectleitung von dem seriellen Baustein (vermutlich SIO oder ähnlich) zurück zum Demux verfolgen. Von dort aus kannst du die Ausgänge des Demux zu den anderen I/O-Ports verfolgen.


    Damit der Aufwand gering bleibt, hat man früher oft nur die oberen Adressen ausgewertet (zumindest was den Demux betrifft). Somit könnte es sein, dass Du nur die Adressen hex 00, 10, 20, ... F0 testen musst und dann sehen wohin das Signal führt.


    Schönen Tag


    PAW

    Nur beim neueren DOS80 sind es 512 Bytes/Sektor. Das ältere DOS21 benutzt 488 Bytes/Sektor! Und zwar physisch auf der Diskette.

    Hallo lgp30


    hättest Du bitte von den beiden DOS' jeweils ein Flux-Image zum ansehen, z.B. Greaseweazle .scp oder Kryoflux .raw (raw-Einzeldateien)?


    Würde ich gerne mal ansehen.


    Besten Dank!


    PAW

    Wäre es möglich eine wahlweise Dauerschleife für OUT oder IN zu machen, den Port über die serielle anzugeben?

    Hallo Enrico,


    habe leider keine Zeit für die Programmierung, habe Dir aber ein kurzes Gerüst für ein Testprogramm zusammengestellt.

    Dieses musst Du nur leicht modifizieren und mit den gewünschten Tests erweitern. Da ja das RAM funktioniert, kann man es ganz normal (unter Verwendung des Stacks) programmieren.


    M80 (Assembler) und L80 (Linker) sind im Netz zu finden.


    TESTBOSS - unvollständiges Muster für ein Testprogramm.zip


    Schönen Tag!


    PAW

    Wir haben vorhin versucht ein paar Disks mit Antikythera 's Kryoflux zu imagen. Bei den OS-9 Disks haben wir allerdings folgendes Problem: auf der ersten Seite scheint der erste Track im FM Format mit 256 Bytes pro Sektor gespeichert zu sein, während alle anderen Tracks in MFM mit 256 Bytes pro Sektor gespeichert sind.

    Hallo Llama


    wo siehst Du hier Probleme? Dem Kryoflux ist es egal, ob Du FM oder MFM Tracks einliest. Es wird dann auch genauso wieder rausgeschrieben. Es passiert alles auf Fluxebene. Du brauchst nur je Track und Seite einen RAW-File ausgeben (nicht den Draft Modus verwenden, wo nur eine RAW ausgegeben wird.)


    Die RAW Files kannst Du dann z.B. mit HxC ansehen und weiterverarbeiten.


    Grüße, PAW

    Im Moment kann ich mich jedenfalls nicht erinnern, Philips-Disketten gekauft zu haben. Ich meine mich zu erinnern, dass ich hardsektorierte Leerdisketten (10 oder 16S) mitbringen musste; wie ich die initialisiert und die Sachen darauf kopiert habe, fällt mir gerade im Detail auch nicht ein. Es gab jedenfalls irgendwas zum Initialisieren/Kopieren in dem System. Das ganze ist um 40 Jahre her, man möge bitte meine Erinnerungsschwächen verzeihen.

    6502

    Vermutlich trügen Dich Deine Erinnerungen. Ich habe ein paar Jahre in den 80ern bei Philips gearbeitet und mich mit P2000T, P2000M und P2500B (P2500) intensiv beschäftigt. P2000C kam erst später raus. Kenne ich daher nur ungefähr.


    Alle Modelle mit Disketten waren jedenfalls mit einem µPD765 Diskettencontroller ausgerüstet, was grundsätzlich die Verwendung von hardsektorierten Disketten ausschließt. (Würden nicht darauf laufen. µPD765 braucht genau einen Indexpuls pro Umdrehung!)


    Hier noch ein Auszug aus dem P2000C Referenzmanual:


    Daraus kannst Du entnehmen, dass nur ein Indexloch vorhanden ist (Number of index).


    Schönen Abend!


    PAW

    Ansonsten erinnere ich mich auch an die "tragbaren" Philips CP/M-Rechner, fr"uhe 80er, "ahnlich wie der IBM Convertible. Die haben auch hardsektorierte Disketten gebraucht, kamen nicht klar mit anderen.

    Kan ich nicht bestätigen.

    Ich kenne nur die Philips P2000 Serie. Diese verwendete nur Softsektor-Disketten!


    Tragbar war dabei eigentlich nur die P2000C.


    Das für die P2000 Systeme eigene Disketten benötigt wurden, lag an der Verkaufsstrategie von Philips. Man lieferte keine Softare zum Formatieren mit den Systemen aus. Daher musste der Kunde vorformatierte Disketten kaufen. Außerdem war die Formatierung etwas speziell, da sich die logische von der physischen Tracknummer unterschied, was vielen Programmen am PC Schwierigkeiten bereitete.

    Natürlich erzeugt das das Laufwerk. Es ist ein intelligentes externes Laufwerk mit integriertem Controller.

    Das hängt eben davon ab, was man als Laufwerk betrachtet. Für mich ist ein Laufwerk üblicherweise ohne Controller. Natürlich gibt es auch welche, die gemeinsam mit einem Controller in einem Gehäuse stecken, was hier offenbar der Fall ist.


    Bzgl. des 17. Sektors: kannst du mal den Sektorheader posten, inkl. Adressmarke und CRC-Bytes? Du hast nur den Datenblock gepostet.

    === Track: 0 Side(1/2): 1 Sector: 17/17 SecLeng: 128 CRC-OK


    Die 17 ist die Sektor-ID, sonst würde hier was anderes stehen!


    Der letzte Sektor ist ein Konstrukt, den das Laufwerk irgendwie erzeugt. Benötigt wird er aber nicht. Er hat auch eine ganz andere Sektor-ID, ich glaube 128.

    Das Laufwerk erzeugt überhaupt nichts von alleine. Die Sektoren kommen vom Controller und dieser wird üblicherweise von der CPU gesteuert.


    Die Sektor-ID ist 17. Der Inhalt dürfte bei jeder Spur gleich sein. Habe aber nur ein paar Stichproben gemacht und sieht so aus:


    Code
    === Track: 0  Side(1/2): 1  Sector: 17/17  SecLeng: 128   CRC-OK
    
    E7 08 D4 00 5B 15 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF    |....[...........|
    00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF    |................|
    00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF    |................|
    00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF    |................|
    00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF    |................|
    00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF    |................|
    00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF    |................|
    00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF 00 FF    |................|


    Was jedoch bemerkenswert ist, ist die Reihenfolge der Sektoren. Diese wechselt mit jedem Track und wiederholt sich erst wieder nach 8 Spuren. Ausgenommen ist nur der Sektor 17, der immer am Ende einer Spur steht. Muss ein nettes Formatierungsprogramm sein. Beim Lesen sorgt ja dann der Controller dafür, dass die Sektoren in der richtigen Reihenfolge eingelesen werden. Die Programme brauchen also nur mehr die Daten 1:1 einlesen.


    SAMdisk scan SamImage.dsk zeigt folgendes:



    Man benutzt auch seit vielen vielen Jahren nicht mehr TeleDisk, sondern stattdessen ImageDisk. Ist allerdings auch ein DOS-Tool. Ich habe meine selbstgestrickte Linux-Version auf unserem FTP-Server unter /utils, Name imd bzw imd.c.

    Das sind übrigens ganz normale Disketten, die jeder PC-Controller lesen und schreiben kann. Es gab auch mal einen DOS-Treiber für Standard-PCs, um HP150-Disketten zu lesen/schreiben.

    Das wird auch nichts nützen, wenn der Controller keine 128 Byte MFM-Sektoren schreiben kann. SAMdisk ist ohnehin eine recht gute Software, die sehr viel mit dem PC-Controller machen kann. Hier ist sie aber machtlos, wenn die Hardware nicht will!


    Schönen Tag!


    PAW

    Nö, ich probiere das morgen mal aus.


    Habe gerade mit FLUXCOPY probiert. Das Image von der Kopie lässt sich genauso gut dumpen, wie das Original Image.


    Ein Versuch mittels SAMdisk und einer DSK-Datei schlug bei mir fehl, da mein Diskettencontroller keine 128 Byte MFM-Sektoren schreiben kann. Das könnte auch der Grund dafür sein, dass Teledisk, ImageDisk, etc. bei Dir nicht funktioniert haben. Vielleicht ist Dein Controller am PC auch nicht dafür geeignet. (Können nur bestimmte Typen.)


    Für Kryoflux und FLUXCOPY ist das aber kein Problem, da diese nicht mit einem PC-Controller schreiben.


    Schönen Abend!


    PAW

    trazom


    Danke!


    Bin schon dabei in die erste Disk hineinzuschauen. Sieht eigentlich ganz gut aus. Hat nur eine seltsame Geometrie.

    Jeweils 16 MFM-Sektoren mit 256 Bytes und der letzte (Sektor 17) mit nur 128 Bytes. Das sollte aber bei Kryoflux eigentlich nicht stören (kann ich aber nicht genau sagen, da ich nur über FLUXCOPY verfüge).


    Die Rückseite ist tatsächlich leer und braucht in Zukunft nicht übertragen zu werden.

    Der letzte Track dürfte Nr. 69 sein. Danach sind auch keine Daten mehr zu lesen.


    Sieht man auch in HxC:



    Ob das Image schreibbar ist, muss ich erst noch mit FLUXCOPY ausprobieren und auch die Daten etwas näher ansehen. Das dauert aber etwas länger.


    Hast Du schon versucht eine andere Diskette mit diesem Image via Kryoflux zu beschreiben und am Zielsystem auszuprobieren? Sollte eigentlich funktionieren.


    Sobald ich mehr Infos habe, melde ich mich wieder.


    Grüße, PAW