Beiträge von frank128

    Hallo Peter, Danke für Deine ausführliche Antwort.

    Die genaue Analyse der Lemmings Kopierschutz-Routine war eigentlich nicht mein primärer Fokus - eher ein Abfallprodukt. Zumal ich den Kopierschutz mit einem Crack relativ einfach deaktiviert habe - aber das ist eine unsportliche Abkürzung gewesen. Ich hatte damals anfänglich gehofft, mit Kryoflux mal ganz real eine geschützte Floppy kopieren zu können, was zuvor schon mit kopiergeschützten Commodore Floppies gescheitert war (dafür hat dies im GCR Bereich mit ZoomFloppy und Nibtools gut funktioniert) . Die Supercard war auch eine Enttäuschung. Da mussten dann im Fall Lemmings schwerere Geschütze aufgefahren werden, und das "Option Board Deluxe" mit Transcopy sollte es bringen. Die Enttäuschung auf meiner Seite war groß, als auch dies fehlschlug. Ich wollte/will herausfinden, warum - daher war eine genauere Analyse der Kopierschutzabfrage notwendig. Das Gerücht mit der Kastration der eigenen Software durch Centralpoint ist mir bekannt.

    Ah mir fällt noch eine Alternative zu Software-Debugger ein. Es gab mal von der c't ein Projekt "Hardbreaker", siehe https://www.heise.de/ct/artikel/HardBreaker-283750.html . Das Prinzip ist, den NMI zu nutzen, und nicht INT 3 Breakpoints. Sollte eigentlich auch heutzutage noch nachbaubar zu sein, das ist eine ISA-Karte mit vielen 74er TTL-Chips...


    Nachdem ich mit dem mir vertrauten Turbo Debugger und Hardware Breakpoints (Feature 386/486 CPU) nicht weiter gekommen bin, habe ich das Programm in der DOSBox laufen lassen und mit dem DOSBox Debugger analysiert (damit die Abhängigkeit von INT 3 beseitigt). Der DOSBox Debugger hilft zwar, verschleierte BIOS calls zu identifizieren, hilft aber bei Disketten bezogenen Kopierschutzsystemen nicht, da Disketten im DOSBox Emulator nur im normalen IMG Format eingebunden werden können. Damit ist ein Vergleich - Programmausführung Original/Kopie nicht möglich. Der PCE (IBM PC 5150) Emulator hätte hier helfen können, habe ihn aber nicht fehlerfrei unter Linux zum Laufen bringen können. Und die PCE Version für Windows machte auch Zicken. PCE hat eine sehr genaue Emulation der Hardware, kann diverse Image-Formate mounten, hat dafür aber nicht so einen gute Debugger wie die DOSBox. Laut Gerücht soll man Lemmings mit einem Teledisk-Image (also weit unter Transcopy Niveau) unter PCE installieren können.

    Anyway - Das Thema Debuggen auf Originalhardware habe ich noch nicht aufgegeben. Aber der "Hardbreaker" ist für mich ein Overkill.

    Ich habe derzeit zwei Option Boards im Einsatz - ein "normales" und ein "Deluxe". Im Forum64 ist das Interesse an diesem Thema eher gering.

    https://www.forum64.de/index.php?thread/64180-copyiipc-option-board-kryoflux-weak-bit-protection/
    https://www.forum64.de/index.php?thread/103807-die-jagd-nach-den-weak-bits-welche-methoden-und-tools/


    Gibt es hier Leute, die sich mit dem Thema auskennen?

    Testcase ist bei mir die Erstellung einer Kopie der Original Floppy des Spiels "Lemmings" (PSYGNOSIS 1991)

    https://www.forum64.de/index.p…gleichbares-tool-gesucht/

    Diese 3,5" DD 720 KByte Floppy mit 80 Spuren kann mit Transcopy erst ab der Version 5.0 und dem Deluxe Option Board kopiert werden. Leider wird dabei der Kopierschutz nicht korrekt mitkopiert.

    Weil der LA1010 keinen internen Speicher hat habe ich ihn direkt an den Rechner angeschlossen, damit einen USB-Port für sich hat. Ein Grund war für mich, dass eine Software auch für Linux mitgeliefert wird, jetzt weiss ich, dass das eine Demoversion sein soll - die aber uneingeschränkt funktioniert? Muss aber mit sudo gestartet werden, sonst wird der Logic Analyzer nicht gefunden. Einen Patch für Sigrok habe ich auch schon gesehen.

    zum Thema sudo: installiere mal die Kingst udev rules - dann sollte es auch ohne sudo gehen

    wo gibt es den Patch für pulseview/ Sigrok ?

    frank128
    Ich hab bei alten PCs eigentlich kein Problem CF Karten an einem Adapter zu benutzen. Läuft einwandfrei auf meinem PCD-4T.
    Falls du die Caviar dann nicht mehr brauchst: Hab da so ne kleine Sammlung aus alten Caviar Platten und die würde natürlich dazupassen. Falls du also sie gegen etwas Kleingeld abgibst wäre das sehr nett!

    können wir machen, ich brauche nur die Versandkosten - aber erst einmal muss ich den Ersatz einsatzbereit haben.

    Habe schon mal probiert, den internen FDC meines PCD-3M via Jumper zu deaktivieren (SEK/PRI und DRVL/H nicht gejumpert), aber das wird wohl nicht vollständig funktionieren (habe derzeit keinen FDC auf ISA Karte zum testen). Es muss wohl hier eine Controller Karte mit eigenem Bios sein. Der PCD-3M onboard FDC WD37C65CJM kann laut Spec auch SD/FM - auch testfdc zeigt SD support mit "Passed" an, leider aber kein 128 byte sectors support, was bei 8" Disketten unschön ist.


    Daher wäre eine CompatiCard IV schön, aber leider seltener als z.B. ein "Option Board Deluxe" und dazu auch noch teuer.

    Bevor Du lange bastelst, bekommst Du auch um 5EUR ein 128MB DOM (Disk On Module) mit IDE-Anschluss. Habe mehrfach auch schon gesehen, dass so kleine DOMs bei Computertreffen verschenkt wurden. Vielleicht wäre dies eine alternative.

    Wo gibt es diese DOMs für unter 10 EUR?

    Ich will eine sehr laute Festplatte (Caviar 140 - WDAC140) in einem Siemens Nixdorf PCD-3M ersetzen. Was ich im Internet als Neuware gefunden habe ist ein DeLock 128MB IDE Flash Modul (40Pin/V) für knapp 50 EUR. Das ist ein heftiger Preis, wenn ich noch nicht einmal sicher sein kann, dass die Dinger ohne offizielle CHS Angabe auf dem PCD-3M BIOS zum laufen bekomme.