Beiträge von as58

    Den Thread 4 Diskettenlaufwerke am PC/AT habe ich mehrfach rauf und runter gelesen, weil darin der AHA-1542B FDC mehrfach angesprochen wird. Mein Frage dreht sich nicht um die Nutzung von vier Diskettenlaufwerken, sondern darum den FDC des AHA-1542B überhaupt in einem ASUS P3B-F Board zum Laufen zu bekommen. Ich habe ein P3B-F Rev 1.04 mit einem und ein P3B-F 1.03 mit zwei ISA Steckplätzen. Mit beiden habe ich dasselbe Problem.


    Das BIOS der Boards hat keine explizite Option, um den onboard FDC abzuschalten. Es macht das offenbar implizit wenn man in den BIOS Settings keine Laufwerke einträgt. In dem Fall zeigt HWINFO für IRQ 6 und DMA 2 an, dass sie FREE sind. Diese IRQ und DMA Kanäle sind in the PCI / ISA PnP Zuweisungen in den BIOS Einstellungen aber NICHT zugänglich.


    Trägt man im BIOS Laufwerke ein, schließt aber am onboard Stecker keine an, bootet das Board nicht. Also erster Versuch zwei Laufwerke onboard angeschlossen und AHA-1542B auf "secondary floppy port 370h" eingestellt und dort ebenfalls Laufwerke angeschlossen. Die über das BIOS verwalteten Laufwerke am onboard Anschluss funktionieren wie gewünscht, die am AHA-1542B sind nicht zugänglich. SDRIVE.SYS mit Switch /S für den zweiten FDC lädt nicht mit der Meldung, es sei kein funktionaler FDC vorhanden.


    Zweiter Versuch ohne Laufwerk Eintrag im BIOS und damit onboard FDC abgeschaltet. IRQ und DMA FREE. AHA-1542B probiert als primary und secondary, immer mit IRQ 6 und DMA 2, da die für Floppy in jedem Fall Pflicht sind. Damit konnte ich SDRIVE laden, aber die Laufwerke bleiben unzugänglich. Kein RESTORE oder SEEK, keine Reaktion auf DOS Kommandos und ImageDisk - IMD - läuft zwar los im Lesemodus, muss aber manuell abgebrochen werden.


    Meine Vermutung ist deshalb, dass die Interrupts und evtl. auch DMA vom ISA Bus nicht durchkommen. Am Chipsatz Intel 440BX kann es nicht liegen, denn ältere Boards mit demselben Chipsatz wie z.B. das ASUS P2B-F arbeiten mit dem Adaptec.


    Ähnlich erfolglos bin ich mit dem Gigabyte GA-6VTXE mit VIA ApolloPro133T Chipsatz und ebenfalls einem ISA Steckplatz. Bei dem kann man zwar explizit den onboard FDC abschalten, aber der Rest verhält sich genauso. HWINFO zeigt dann IRQ 6 und DMA 2 als FREE an, aber Laufwerke am AHA-1542B reagieren nicht.


    Verwendet jemand die Kombination ASUS / Adaptec erfolgreich? Kann ich irgendwie prüfen, ob meine IRQ / DMA Vermutung zutrifft? Kann man das Problem irgendwie lösen und die ISA Ressourcen wirksam machen? Den 1542-B FDC auf die alternativen IRQ 10 und DMA 3 zu setzen nütze mir nichts, weil ich keinen DOS Treiber kenne, den man für alternative IRQ oder DMA Kanäle konfigurieren kann.

    Mal ein gaaanz anderes Thema. Wie zieht ihr denn zerstörungsfrei PLCC Chips? Gibt es dafür anständiges Werkzeug, das zuverlässiger Zerstörung vermeidet als diese popoeligen Billigstzangen? Die verdrehen und verziehen sich regelmäßig. Damit habe ich schon mehr als ein IC ruiniert. Kann natürlich auch an mir liegen :rolleyes:



    Ich hänge hier noch ein Dokument an, das eine sehr gute Zusammenfassung aller möglichen Aspekte der Floppy Technologie enthält. Es finden sich Testergebnisse diverser FDCs sowie Tabellen all der FM und MFM Formate und Sektorgrößen, die bei den diversen Laufwerksgrößen zur Anwendung kamen. Ich habe das Dokument gerade erst in meinem Archiv wiedergefunden. Es bestätigt u.a. die Aussage, dass MFM mit 128 Byte Sektorlänge niemals vorkamen.

    Das Ziel dieses Projekts ist es, möglichst alle OS der letzten 30 Jahre booten zu können und möglichst viele Formate lesen zu können. Je nach Bedarf kann ich dann einfach die CF-Karte mit dem entsprechenden OS laden.

    Habe ich auch schon probiert, aber da stößt man an Grenzen wenn Windows gemeint ist. Ganz alte Windows Versionen kommen nicht mit neuer Hardware zurecht und umgekehrt. Ich denke, dass man dafür mehr als eine Hardware Plattform braucht.

    dass ab Win2k der Diskettentreiber nicht mehr mit DD-Laufwerken klarkommt:

    Habe mal fix ein echtes 360K Drive - Panasonic JU-455-7 - anstelle des 3.5" Laufwerks an meinen o.g. Rechner geklemmt. Geht unter DOS, geht nicht unter Win XP, auch nicht im CMD Prompt. Allerdings liest das 5.25" HD Laufwerk die 360K DD Diskette auch unter Win XP ohne Probleme.

    Gelingt der Zugriff im CMD Prompt?


    Sind es 1.2 MB HD Laufwerke, die auch so im BIOS angemeldet sind und mit HD Diskette befüllt sind?


    Das ist ein Schuss ins Blaue. Ich weiß nicht, ob Win XP 32 Bit noch mit anderen 5.25" Laufwerken umgehen kann. Jedenfalls habe ich einen PC mit Win XP, der mit einem 1.2MB 5.25" und 1.44 MB 3.5" LW umgehen kann, egal welches davon A: oder B: ist. Dass es an der CPU liegt, kann ich mir nicht vorstellen, allerdings habe ich einen Pentium III-S in dem PC.

    einen PC zu basteln der möglichst viel alte Formate lesen kann

    Dafür ist Win XP vermutlich nicht die optimale Plattform.

    5.25" HD Laufwerke sind ja wenn sie mit HD Disketten betrieben werden sehr nahe Verwandte der 8" Laufwerke. Beide laufen mit 360 U/min und gleicher Datenrate. Insofern macht es einigermaßen Sinn, diese auch genauso betrieben zu können. Dazu gehört dann auch single-density mit 128 Byte Sektoren für das in der CP/M Welt verbreitete IBM 3740 Format. Auch beim IBM System 34 Format ist Track 0 mit 128 Byte single-density formatiert.


    Beim 3.5" Laufwerk und nicht-HD 5.25" Laufwerken gibt es das Szenario nicht, da die mit 300 U/min und halber Datenrate laufen.


    Ein 8" Laufwerk muss auf jeden Fall 128 Byte single-density können. Wenn das nicht geht, liegt es am verwendeten Controller.


    Dass von den Specs her identische 3.5" Laufwerke sich in den schreibbaren Formaten unterscheiden, klingt merkwürdig. In der ImageDisk Doku steht, dass man bei Problemen die Drehzahl eines Laufwerks etwas runtersetzen könne, damit mehr Zeit für das Schreiben einer Spur bleibt. Könnte das Problem aus der Ecke stammen, dass der Controller die Spur also überschreibt bevor er alles untergebracht hat?

    Gute Erfahrungen habe ich mit Zahnarzt Instrumenten gemacht. Die sind solide aus Edelstahl gefertigt und die Auswahl an beliebig geformten Hebeln, Nadeln, Spateln lässt kaum Wünsche offen. Das taugt für alle möglichen feinmechanischen Arbeiten.

    Wo die Sache unklar ist, ist beim Schreiben von single-density Tracks (FM) und Sektoren mit 128 Byte.

    Hab gerade nur einen Acer M5105 basierten Controller zur Hand. Der macht das.


    IMD formatiert auf einem 3.5" TEAC 1.44 MB Drive "CP/M single-density", aber doppelseitig. Das 3.5" Drive läuft mit 300U/min, deshalb die 250K oben links in der Ecke.



    Hier dasselbe mit einem 5.25" TEAC 1.2MB HD Drive. Das dreht mit 360U/min, deshalb die 300K oben links.


    Laut meinem Stand soll das Laufwerk bei Drive Seek erkennen, ob 40 oder 80 Spuren, weißt du wodurch, wie, oder müssen wir hardware nah doch noch differenzieren

    Das ist wohl die richtige Frage. Das BIOS fährt die Drives dafür "weit genug" nach innen und schaut dann, ob nach 40 Steps nach außen bereits track zero anliegt. Ist das der Fall, handelt es sich um ein 40 Spur Laufwerk, sonst eben 80. Man hört das ja immer beim initialen Seek, dass das Drive einmal hin und her sägt. Man hört auch unterschiedliche "Sägetöne" infolge unterschiedlicher step rate abhängig davon, ob man im BIOS ein 40 oder 80 Spur Laufwerk angemeldet hat. Ein 8-Zöller mit physikalisch 77 Spuren dürfte dann innen rappeln, falls das BIOS zu weit nach innen stept. Wieviel "weit genug" ist, weiß ich nicht.


    Wenn ich mal ganz viel Zeit habe, könnte ich step und direction mit dem Logic Analyzer aufzeichnen ;)


    Alternativ kann man mit einem FDADAP - http://www.dbit.com/fdadap.html - die aktuelle Spur auch ablesen. Kamera drauf und Zeitlupe.

    Du kannst ja auch die Mechanik von einem Disk II Laufwerk nicht z.B. mit einem Shugart SA800 vergleichen.

    Nein, natürlich nicht, habe ich aber auch nicht getan. Meine "Entwarnung" bezog sich ausdrücklich auf das Mitsubishi M2896-63-02M, das eine deutlich modernere Konstruktion hat die Shugart 800er und auch nicht mit der beim PC verwendeten step rate überfordert ist. Die ist ja beim SA800 ebenfalls deutlich niedriger spezifiziert.


    Mitsubishi M2896-63-02M bei jedem Reboot zu beschädigen

    Hast Du das denn überhaupt mal probiert? Das Mitsubishi hat ja einen track zero Sensor. Rappelt da überhaupt irgendwas?


    Ich kenne Rappeln eher vom inneren Ende der Diskette, wenn du weiter als Track 76 nach innen steppen willst. Das passiert wenn du ein 8" Laufwerk einfach als 5.25" 1.2MB HD Laufwerk im BIOS anmeldest und dann eine Diskette mit 80 Spuren formatierst ;)



    Sony MPF920-L 3,5" (720 KB FDD)

    Bist Du da sicher, dass das kein übliches 1.44 MB Drive ist? Alle mir bekannten SONY Modelle aus der MPF920 Reihe sind das jedenfalls. Allerdings habe ich kein -L.


    Irgendwas muss da bei deinem Setup oberfaul sein. Die für den AHA-1542B veröffentlichten Ergebnisse sind m.E. zuverlässig. Ich habe damit schon MS-DOS vom 8" Doppel-LW gebootet und mit IMD 8" Disketten Images von Disketten aus meiner Apple II Welt geimaged, die sogar gemischte Formatierung haben, die CP/M üblichen 128 Byte Sektoren in single-density in der ersten Spur und der Rest genauso in SS oder DS, oder auch 256 Byte Sektoren DD in SS und DS.


    Versuch doch mal einen IDE / Floppy Controller mit Acer M5105 Chip zu bekommen. Der kann alles. Schau mal unten auf der Seite https://retrocmp.de/ctrl/testfdc/testfdc.htm

    ich nun mein Mitsubishi M2896-63-02M bei jedem Reboot zu beschädigen.

    Dein Drive hat doch 3ms Spurwechselzeit und ist damit genauso flott wie die 5.25" HD Drives, die im PC verwendet wurden. Ich denke nicht, dass da etwas kaputt geht, auch nicht, dass da wegen irgendwelcher dynamischer Effekte ein Kopf temporär neben der Spur hängt.


    Mir ist abgesehen von den alten Shugart SA800 / 801 noch keine halbwegs gängiges 8" Drive mit mehr als 3ms track to track untergekommen.


    Andere Hersteller gehen da viel rigoroser vor. Die guten alten Apple Disk II Drives haben gar keinen track zero Sensor. Da wird einfach stur gegen den Anschlag gefahren, dass es nur so rappelt. Das halten meine Drives heute genauso wie vor 40 Jahren aus.

    Ich hab mal einige Schachteln 8" und 5.25" formatiert, die überwiegend NOS und eingeschweißt waren. Nach meiner Erfahrung sind Fuji und Maxell am zuverlässigsten. Maxell sind in beiden Größen top, Fuji habe ich keine 8", aber 5.25" sind prima. BASF ist gesundes Mittelmaß. Verbatim ist Schrott, Kodak - die wohl auch von Verbatim stammten - lieferten 100% Ausschuss bei 20 Schachteln.


    ist der Rechner in der Tastatur, oder in dem Desktopgehäuse

    Der komplette Rechner steckt im Tastaturgehäuse. In der Blechkiste sind ein oder zwei Floppy-LW eingebaut sowie das Netzteil. Beides wird über fest an der Blechbox befestigte Flachbandkabel und Kabel mit Hohlstecker verbunden. Die 3.5" Floppys waren beim Master Compact ein Novum. Die BBC Micros und der Master wurden üblicherweise noch mit 5.25" betrieben.


    Technisch sind Acorn BBC Master Compact und dieses Olivetti Exemplar m.W. identisch. Olivetti hatte sich ja mal bei Acorn eingekauft. Außer der schicken Farbgebung unterscheidet sich die Olivetti Version durch die Beschriftungen "Stampante" und "Disco".

    Einfach entsprechend dem im Gerätemanager zugewiesenen Namen auswählen.

    Habe ich es richtig verstanden, dass man in der Galep Software statt "00000378" einfach "LPT3" eintragen kann? Das habe ich tatsächlich nicht probiert.


    Analog zum dem hier http://www.conitec.net/english/info/ParallelPort_Find.html kann man ja auch heute noch Ressourcen im Device Manager nachschauen. Für meine Karte standen dort mehrere Bereiche von I/O Adressen, alle in der Art 000BF08-.. oder so. Ich habe das inzwischen wieder rückgebaut und kann nicht mehr nachschauen. Jedenfalls habe ich die jeweils erste Adresse aller Bereich ohne Erfolg durchprobiert.


    Nimm mal ein Windows in der 32-bit Version, die 64er haben mit nicht signierten Treibern mehr Probleme.

    Den Verdacht hatte ich ja auch, dass der Fehler beim Zugriff auf den GLPNTDRV.SYS an der Bittigkeit liegt. Aber Toast_r schreibt ja explizit, dass es bei ihm auch mit 64 Bit Windows geht. Ich habe eigentlich auch nur einen Rechner am Start, der für diese Experimente infrage kommt und wenn ich dem mal eben ein anderes Windows verpassen, stehe ich wieder am Anfang und werde genervt mit Lizenz Aktivierungen.

    Damit war dann der bei Conitec bereitliegende "glpntdrv" ohne große Überredungskünste zur Mitarbeit bereit.

    Tja, ich kriege es nicht hin, habs versucht auf einem Rechner mit der 64 Bit Version von Windows 10. Zwei PCI Karten habe ich versucht. Eine mit ITE IT8875F Chip wird vom Rechner gar nicht gefunden, die ist möglicherweise defekt. Jedenfalls konnte ich dafür keinen Treiber installieren.


    Die zweite Karte mit Oxford Semiconductor OXmPCI952 Chip wurde gefunden und mit dem Treiber als LPT3 eingebunden. In der Galep Software kann man aber m.E. nur die legacy LPT Adressen eingeben, und das klappt nicht, weil die Karte ganz andere I/O Adressen im Gerätemanager in den Ressourcen angibt. Galep meldet, dass es nicht auf den GLPNTDRV.SYS zugreifen kann, den ich im WoW64 Directory gefunden hab. Any idea?

    Ob das nun zu einem älteren Apple II mit verblichener Farbe immer noch passt ?

    Die alten Apple II Gehäuse ändern mMn ihre Farbe nicht. Sie vergilben auch nicht wie die späteren Apple IIe und andere Kisten. Man kann das ja leicht prüfen durch Vergleich der Farbe innen und außen. Die sind auch nach 40 Jahren für mein Auge identisch. Ich habe sicherlich ein knappes Dutzend Apple II / II Plus / II Europlus. Die zeigen alle dieselbe Farbe.

    Umrechnungstools

    Tja, habe ich nie nach gesucht. Suchen ist ja auch nicht mal die halbe Miete, finden ist Trumpf ;)


    Mein EIZO dürfte Farben einigermaßen korrekt wiedergeben. Ich kann es nochmal bei Tageslicht versuchen, jetzt bei weißem Licht sieht ein an den Bildschirm gehaltener Apple II Deckel deutlich dunkler und gelbstichiger aus als RAL 1013. Auf der Seite sind auch ganz anderer HEX und RGB Werte angegeben: https://www.ralfarbpalette.de/ral-classic/ral-1013-perlweiss


    Any idea?