Beiträge von MJGraf

    Gerade mal gegoogelt. HI-TECH-C ist gar kein historischer Compiler, sondern was neueres? Das ist natürlich nur bedingt Retro, aber das kommt natürlich darauf an, was einem wichtig ist.

    Doch, eigentlich schon ‒ zumindest die Z80 / CP/M-Variante stammt aus den 80ern. Die letzte Version, die nativ unter CP/M lief, müsste die 3.09 von 1989 gewesen sein, die es inzwischen hier zum herunterladen gibt.


    Danach ist der Hersteller auf Cross-Compiler für Embedded-Systeme (Z80, 8051, PIC) umgeschwenkt, und HI-TECH C war lange Zeit einer der führenden Compiler für PIC Microcontroller, mindestens von meiner ersten Begegnung mit PICs in den späten 90ern bis so 2010. Allerdings war der Compiler recht teuer, und sie sind aus der 8-Bit-Embedded-Nische nie herausgekommen - zumal es für neuere Plattformen einschließlich AVR eigentlich immer ein kostenloses GCC-Derivat gab.


    Seit 2021 sitzt auf der ehemaligen Domain (https://www.htsoft.com) nur noch ein Domainverwerter mit Casino-Links.

    Meinst Du die hier? :)


    HP VECTRA VL5 5 DESKTOP TECHNICAL REFERENCE MANUAL
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    Der erste Pentium 166 kam im Januar 1996 auf den Markt, der erste Pentium MMX 166 (worauf der Sticker unten links hindeutet) im Januar 1997. Von daher

    würde mich eine spezielle DOS-Version sehr überraschen.

    Aber erbt es der Staat (Land oder Bund). Und der muss nicht mal die kompletten Schulden übernehmen. Bei Strom, Wasser und Telefon fallen doch Kosten an , d.h. es muss doch auffallen, dass da nichts mehr kommt.

    Das Land erbt erst, wenn abschließend ermittelt wurde, dass es keine Erben gibt. Das kann dauern. Bis dahin kann (muss aber nicht) ein Erbschaftspfleger bestellt werden. Der macht aber auch nur, was zur Sicherung des Erbes wirtschaftlich sinnvoll ist. Wenn der zu dem Schluss kommt, dass sich ‒ z.B. aufgrund der Bausubtanz ‒ der Erhalt des Hauses eh nicht lohnt, wird er es auch nicht aufräumen und reinigen lassen.


    Strom, Wasser und Telefon sind vermutlich abgestellt. Aber mehr als abstellen machen auch die Netzbetreiber nicht, wenn kein Geld mehr kommt.

    Spannend wäre ja noch die Geschichte dazu. Warum wird ein Haus Hals über Kopf verlassen?

    Typischerweise mit dem Rettungs- oder dem Leichenwagen. Wenn es dann keine Angehörigen gibt, die sich um das Haus kümmern können, und auch niemand finanzielle Ansprüche anmeldet, bleibt es halt so, wie es verlassen wurde.

    Code 1. Fibonacci Folge:

    : fib + dup dup . CR rot ;

    0 1 fib

    fib

    fib

    Das funktioniert so nicht. Du musst den Stack mit mindestens drei Elementen initialisieren, damit das rot etwas hat, womit es arbeiten kann, also z.B. 0 0 1 fib.

    Alternativ könnte man die Funktion in : fib dup rot + dup . CR ; umordnen, dann reicht eine Initialisierung mit zwei Elementen.


    Und für die Nicht-Arduino Fans, hier ein Portables Forth in Ansi-C:

    Und wer es einfach online ausführen möchte: https://tio.run/#forth-gforth

    Zitat von gilead

    forth ist eine Programmiersprache, die vor langer Zeit von einem Herrn Yoda bei Hewlett Packard erfunden wurde.

    Scherz beiseite, Forth-Erfinder Charles Moore ist schon eine interessante Gestalt...

    Nicht das ich wüsste... - darum hatte ich mir das Buch ja auch besorgt. Es sind ziemlich viele Seiten (mit mittelmäßiger Druckqualität) - vielleicht komme ich mal zum Einscannen...

    Ich muß mal nachsehen. Kann sein, daß ich das Buch als pdf habe.

    Ein anderer Forist hat sich per DM bei mir gemeldet und mir den Scan angeboten. Da er sich nicht öffentlich gemeldet hat, möchte ich ihn auch nicht öffentlich nennen, aber: Der Scan existiert, und ich stelle den Kontakt gerne her (oder gebe, seine Erlaubnis vorausgesetzt, den Scan weiter).

    Cobol (der Neuzeit) wird heute noch bei Versicherungen und Banken eingesetzt.

    Auch, aber auch z.B. in der Autoindustrie oder in der Verwaltung. Faustregel: Ein Großunternehmen (oder eine Behörde entsprechender Größe), das auch 1970 schon ein Großunternehmen (oder eine Behörde entsprechender Größe) war, hat auch heute noch irgendwo Cobol-Anwendungen am laufen. Das sind dann aber i.d.R. Mainframe-Anwendungen, zumal IBM es seinen Kunden leicht macht, bestehenden Code weiter laufen zu lassen.


    Die Frage warum Cobol 80 ergibt sich aus der Überlegung

    'Wie kann die Software für die Retro Computer gepflegt werden'.

    Was meinst Du mit pflegen? Bestehende Software weiterentwickeln? Dafür bräuchtest Du zumindest mal den Quelltext. Aber außerhalb des Mainframe- und eventuell des Business-orientierten Mini-Computer-Bereichs ist Cobol meiner Erfahrung nach da eher selten. An welche Rechner hattest Du gedacht?


    Da wird dir es nicht schwer fallen eine kleine Anwendung zu schreiben.

    Annuitätendarlehen zum Beispiel. Oder eine Adressverwaltung.

    Aber warum würde ich das wollen? Eigene Anwendungen schreibe ich auf der Plattform, auf der ich auch damit arbeiten möchte -- das wäre PC oder Web. Warum soll ich Adressen auf einer Maschine verwalten, auf der ich nicht auch bspw. meine Briefe schreibe.

    Habe zumindest mal angefangen zu zeichnen... der erste Schritt für ein Reverse Engineering (irgendwann):

    Ich steh gerade auf dem Schlauch: Du hattest Doch vor über einem Jahr schon eine Replika des Prototyps, und damit (vermutlich) auch die Schaltung des Prototyps. Warum reverse engineerst Du jetzt den Chip? Um Abweichungen zwischen IC und Prototyp zu finden?

    Das sieht aus wie der Mid-2007 Mac mini, den ich von 2007 bis 2012 als Alltagsrechner hatte. Natürlich hängt's immer vom CODEC und von der Auflösung ab, aber so "normales Film- und Fernsehmaterial" sollte der hinkriegen - oder hat er zumindest damals.

    Warum lernt man dann nicht einfach welche an? Im Vergleich zu heutiger Java- und C#-Programmierung ist die Komplexität dieser alten Sprachen überschaubar. Wir schmeißen hier auch Entwickler nach kurzer Anlernphase ins Projekt. Das geht nicht anders.

    Zum einen, weil gute ITler in DE sich heute sich tendenziell aussuchen können, was sie machen wollen, und gerade jüngere Kollegen tendieren zu den neuesten heißen Technologien (auch wenn die in 5 Jahren eventuell schon wieder zum alten Eisen gehören). Gerade heute wieder so eine Diskussion gehabt: Wir konzipieren ein System, das mindestens 20 Jahre laufen soll, und Kollegen ziehen ein supergeiles neues Framework aus dem Hut, von dem keiner eine Idee hat, wie lange es supported wird. Wenn Du denen mit Cobol kommst, sind die ganz schnell in einem anderen Projekt oder ganz weg.


    Zum anderen, weil zwar die Sprachen weniger komplex sind, die Systeme und die dahinterliegende Fachlichkeit aber nicht. Die Folge ist, dass die Komplexität "zwischen die Zeilen" des Systems gerät. Wer damit "aufgewachsen" ist, sich in Java Aufruf- und Klassenhierarchien auf Knopfdruck anzeigen zu lassen, und mit einem anderen Knopfdruck zu sehen, wer wann welche Zeile aus welchem Grund (oder zumindest: mit welchem Kommentar) geändert hat, tut sich mit einem alten Cobol-Monolithen, in denen oft hunderte Personenjahre Entwicklung stecken, und dem zugehörigen archaischen Werkzeug eher schwer.

    Der Retro-Chip-Tester testet Logikbausteine nur (a) langsam und (b) mit 5 Volt.

    Ich habe da nachgebessert: Wenn der Loop-Modus auf einen höheren Wert gestellt wird, wird mit der maximal möglichen Geschwindigkeit getestet (ca. 200.000 Tests/Sekunde). Mehr bekomme ich aus 16 MHz nicht raus. Dafür wird auf Wunsch endlos - bis auf Abbruch - getestet..

    Ich bin immer wieder beeindruckt, was Du mit dem RCT geschaffen hast, und was Du aus der Hardware herausholst. Aber für das, was der OP hier wollte ‒ nämlich herausfinden, ob wirklich 74LVC geliefert wurden und nicht Chips einer anderen Logikfamilie umgelabelt ‒ ist er schlichtweg das falsche Werkzeug. Man könnte höchstens versuchen, mit einem Oszi Stromaufnahme (über einen Shunt) und Propagation Delay zu messen.

    Der Retro-Chip-Tester testet Logikbausteine nur (a) langsam und (b) mit 5 Volt. Da könnte jemand einen LS oder HC oder was-auch-immer nehmen und als LVC labeln, der RCT würde es nicht erkennen, und den Chip OK melden. Umgekehrt liegt die maximale Versorgungsspannung für LVC bei 3.6V, so dass LVCs im RCT eigentlich außerhalb der Spec betrieben werden (auch wenn sie meist funktionieren).


    Ich würde die ICs einfach bei Mouser kaufen und mich freuen, garantiert echte Chips von TI zu bekommen. Mit beiden Projekten (RBGtoHDMI und Apple2-IO-RPi) sollte ja genug für versandkostenfreie Bestellung zusammenkommen.

    Und warum sind die Transputer dann ausgestorben?

    Primär sehe ich zwei Gründe:

    • "Verteilt rechnen" hat immer einen Overhead gegenüber "linear rechnen" ‒ die Arbeit muss verteilt, Zwischenergebnisse ausgetauscht, das Ergebnis am Ende zusammengeführt werden. Wie groß dieser Overhead ist, hängt von der Aufgabe ab, aber er ist immer da; gleichzeitig erhöht es die Programmkomplexität. Die Annahme hinter den Transputern (und anderen massivparallelen Systemen Ende der 80er / Anfang der 90er) war, dass man bei konventionellen Prozessoren bald an die Grenzen der Physik stoßen würde, was Takt und Strukturgrößen angeht, so dass für die Zukunft nur massivparallelen Systeme übrig bleiben würden -- Transputer wären super dafür gewesen. Tatsächlich passierte das beim Takt erst Mitte der 2000er und bei den Strukturgrößen bisher gar nicht -- was uns Systeme mit einer i.d.R. kleinen Zahl von Cores pro Chip beschert, mit relativ geringer Parallelität in den Anwendungen.
    • Die Marktdominanz der Intel-Systeme führte zu F&E-Budgets, mit denen Intel (und in Intels Gefolge einige wenige Mitbewerber, z.B. AMD und Apple/IBM/Motorola) in den 90ern große Fortschritte in der Prozessortechnik machen konnte. Das hat auch Prozessorarchitekturen vom Markt gefegt die deutlich verbreiteter waren als die Transputer und auch von vielen als "schöner" empfunden wurden als x86: u.a. Alpha, MIPS, SPARC, später auch PowerPC (wobei die POWER-Prozessoren in IBM Mainframes überlebt haben). Inmos hatte nach den initialen Prozessoren sehr wenig Geld, und ST nach dem kommerziellen Misserfolg wenig Interesse, sodass die Transputer schnell überholt wurden. Ich erinnere mich an ein Informatik-Skript aus den Mitt-90ern, dass parallele Algorithmen auf Transputern demonstrierte, um dann in der Fussnote zu erklären, dass die Sun-Workstation, die als Host dient, die gleichen Probleme nicht-parallel um ein vielfaches schneller lösen konnte als die Transputer parallel.

    Was ich in diesem Zusammenhang noch nicht verstehe - wie werden diese Daten (von Ebay, Amazon, Marktplatz ...) auf den zugehörigen Menschen gruppiert/ zusammengefasst und dann gemeldet?

    Das werden die Finanzämter schon selber machen müssen - vermutlich über Name, Anschrift, Bank- und Kreditkartendaten. Zur Erinnerung: Die Meldung dient ja nur als Anhaltspunkt für eine mögliche Prüfung: am Ende sitzt da immer noch ein Mensch.