Beiträge von MJGraf

    Das mit den Taiwanern hätte ich so in die Abteilung "kleines Gadget" getan. Hielt ich nicht für total unmöglich. Also sowas wie ein Tamagotchie oder einen sprechende Puppe oder eines von diesen 1-Spiel Daddelcomputerchen-mit-LCD.

    Aber klar, kann man auch anders lesen.

    Selbst das Tamagotchi wurde - einschließlich aller Neuauflagen in den letzten 20 Jahren - "nur" knapp 100 Mio. mal gebaut. Ich glaube ihm sofort, dass er den 65816-Kern an jemanden in Taiwan lizenziert hat, vielleicht für etwas Tamagotchi-artiges, vielleicht als Basis für die NES-/SNES-Clones mit x-hundert eingebauten (und natürlich nicht lizensierten) Spielen, die man jahrelang direkt aus China kaufen konnte. Zehn Millionen würde ich sofort glauben, hundert zur Not auch. Was ich nicht glaube, ist die Milliarde.


    Und genauso werden auch die anderen Aussagen ihren wahren Kern haben. Wilson hat tatsächlich WDC besucht, im Jahr 1983 (vgl. S. 23 unten hier). Aber da hieß die Firma noch Acorn, nicht ARM, und sie war nicht da, um Mensch mit dem Design eines RISC-Prozessors zu beauftragen, sondern um sich den 65816 als Kandidaten für einen BBC-Nachfolger anzuschauen: "So we came away, well, fairly convinced that, although the 65SC816 was an advance on the 6502, it wasn't what we wanted. We also came away fairly

    convinced that if they could build a processor, then we sure as hell could."


    Ähnliches habe ich schon mehrfach v.a. bei alten Menschen beobachtet: Aus genügend Abstand wird die Vergangenheit zu einer schönen Geschichte umgesponnen, in der man ein klein wenig besser wegkommt, als man es in der Realität ist.

    Was genau meinst Du ? Daß er von Nintendo nichts bekommen hat ? Was ja tatsächlich eher unglaubhaft ist, aber vielleicht auch nicht unmöglich.

    Nintendo wird schon für den 65816-Kern bezahlt haben, da habe ich die wenigsten Zweifel. Ich meinte eher Aussagen wie:

    • "I licensed a company in Taiwan on my W65C816 design that has built probably about a billion game system chip over the years, many times what Apple and Atari combined ever sold. Those systems are still being sold to this day. I received royalties off every one sold."
    • "ARM engineers came to me in 1983 asking me to design their RISC processor. When I refused for the reason I already stated [a 32-bit processor requires orders of magnitude more engineers] they reached out to Apple and VLSI Technology to design their RISC processor know at the time as the Acorn RISC Machine (ARM)."
    • "Apple could still be selling interesting education computers and Atari could be selling interesting game systems to this day if they would have considered working with me."

    Alles Aussagen stammen aus diesem e-Mail-Interview. Den milliardenfach gebauten Chip müsste man doch kennen, die ARM-Geschichte erzählen z.B. Hermann Hauser und Sophie Wilson etwas anders, Apple geht es glaube ich auch ohne Mensch ganz gut, und Atari hat sich unter Tramiel ganz bewußt von Spielekonsolen verabschiedet.

    Ein Strand Tempus M24 Lichtstellpult. Dieser Typ von Steuerpult war mal in etlichen Theatern beheimatet und war dort das Arbeitstier. Ich habe dieses schöne Stück im Mikrocontroller Forum gefunden und gestern abholen können. Es soll einiges nicht funktionieren, das werde ich mir in Ruhe ansehen.

    Ach, du bist das :)


    Wie schon im anderen Forum angemerkt: Solltest Du des Monitors eines Tages überdrüssig werden, denk an mich ‒ hier steht ein Apple II Clone, der aktuell keinen artgerechten Monitor hat.

    Wenn dann HCT, HC hat CMOS Logigpegel.

    Theoretisch ja, praktisch verwendet man lieber F, wenn im Originaldesign F vorgesehen ist.

    TTL lässt sich nicht immer mit CMOS ersetzen...


    Unter 5 Stück 5 Euro finde ich die aktuell nichteinmal in China... Und da bekommt man sowieso umgelabelte HCT, wovon die Hälfte kaputt sind...

    Der 74ACT139 im DIP-Gehäuse wird aber heute noch hergestellt (von TI), den kannst Du also ganz regulär und ohne Fälschungsrisiko beim Distributor kaufen - ich hatte oben noch den Mouser-Link ergänzt. Die Klein(st)mengen lassen die sich natürlich ordentlich bezahlen:


    Sammelbestellungen...
    Mit so was bin ich schon deftig auf die Sch... gefallen, ich hab bestellt und bin dann auf einigem sitzen geblieben.
    Deshalb hab ich eher ein gestörtes Verhältnis zu Sammelbestellungen.

    Ich meinte ja auch nicht, dass Du eine organisieren sollst. Aber wenn es nicht eilig ist, kannst Du die nächste abwarten, und kommst für wenig Porto auch an Kleinstmengen.

    Ich habe versucht, möglichst dicht am Original zu bleiben. Lediglich in zwei Punkten bin ich von der Vorlage abgewichen: den auch in Basic schon uneleganten Sprung aus der Schleife habe ich durch break und das innerLoopCompleted-Flag ersetzt, und die ein-Zeichen-Prints durch den Zusammenbau des line-Strings.

    "Pythonesquer" hätte man die Iteration selbst und das Mapping der Anzahl der Iterationen auf das auszugebende Zeichen jeweils in eine Funktion kapseln können, und vielleicht auch noch die Koordinatentransformation etwas flexibler gestalten.


    Die Typumwandlungen sind eigentlich komplett überflüssig: Da x und y (Integer) mit Float-Konstanten multipliziert werden, sind ca und cb automatisch Floats, damit auch a, b und t.

    Ich würde es so machen:

    Achso. ESD ist nur Einbildung. Vermutlich so'n esotherischer Kram. :D


    Aber es war vermutlich tatsächlich kein Problem, weil die Qualität keine Rolle spielte.

    Eher: ESD führte bei Commodores 8-Bit-Rechnern weder zu signifikanten Ausfällen in der Produktion noch zu signifikanten Gewährleistungs- und Kulanzkosten, denn sonst hätte man etwas daran geändert. Dazu war Commodore zu scharf auf jedes bißchen Marge.


    Und wenn ich mir anschaue, wie einige der Commodore-Rechner aussahen, als ich sie in die Finger bekam, und wie sie verschickt wurde (ungeschützt in sich schön aufladenden Plastikbeuteln z.B.), dann scheinen mir die MOS-Chips schon deutlich robuster als spätere Generationen mit deutlich kleineren Strukturen.

    Aber in der Fertigung mit dem Baumwollpullover an offenen Platinen. Überhaupt kein ESD-Schutz. Das ist unfassbar. :fp:

    Ich vermute, dass das in der Praxis kein Problem war -- sonst hätte Commodore schon aus finanziellen Gründen etwas daran geändert.

    dass man u.a. defekte RAM-Bausteine daran erkennt, dass sie heiß werden.

    Das ist ja auch fast richtig: Wenn Du in einem Gerät mehrere RAM-Bausteine hast, sollten die sich im Normalfall ziemlich gleichmäßig erwärmen. Macht das Gerät Probleme, und ist einer der RAM-Bausteine deutlich wärmer oder kälter als die anderen, ist das ein Hinweis darauf, dass er defekt ist.


    Für ungleichmäßige Erwärmung kann es natürlich auch noch andere Gründe geben, etwa, wenn kompatible RAM-Chips verschiedener Hersteller gemischt werden, oder wenn die RAM-Chips verschiedene Speicherbereiche abdecken, die von der Software stark unterschiedlich genutzt werden.