Beiträge von Schroettel

    Die Problem das der Rechner sich nicht einschalten ließ konnte ich durch probieren noch eingrenzen. Das Phänomen trat nur auf wenn irgend eine Karte in irgend einem Slot steckte. Daraus schloss ich, daß die Stromversorgung zusammenbricht, sobald ein zusätzlicher Verbraucher vorhanden ist.

    Also einfach alle Elkos im Netzteil erneuert und siehe da der Rechner startet auch wieder mit Zusatzkarten.

    Ich habe dann mal einen alten Kondesator mit einem Multimeter getestet. Anstatt der angegebenen 220 mF hat der nur noch 8 mF.

    Sollte das jetzt der letzte Fehler gewesen sein? Man kann gespannt sein.

    Gestern funktionierte der Apple mit der anderen Disk Card ein paar Stunden ohne Probleme. Dann ging ein Entstörkondensator im Netzteil hoch. Bum, zisch und Rauch :wand: . Den habe ich schon ausgelötet, es ist der übliche 100nF.

    Kann man eigentlich das Netzteil ohne den Kondensator weiter betreiben bis ein neuer geliefert ist?


    #Tony: Danke für das Disk-Image, werde ich probieren sobald der Rechner wieder läuft.

    Ich habe zwar eine Beschreibung für die 16K Karte, ein Schaltbild ist aber nicht dabei. Bei Bedarf kann ich die Beschreibung einscannen und hier einstellen. Seltsamer Weise steht auch nirgends der Hersteller .

    Den Netzschalter hatte ich am Anfang auch unter Verdacht. Aber dann dürfte ja gar keine Spannung anliegen.

    Gerade habe ich aber festgestellt, daß der Fehler nur bei gestecktem Disk Controller auftritt. Ich tippe mal auf einen Kurzschluß/Kriechstrom, vielleicht sogar in einem der beiden Laufwerke. Ich habe mal einen anderen Controller eingebaut und werde das weiter beobachten.

    Eigentlich wollte ich mich erst wieder im Herbst um den Apple kümmern, aber wettermäßig ist ja schon Herbst und deshalb hier mal ein kleines Update.

    Folgende Fehler habe ich gefunden:


    Auf der Disc-Card war ein Beinchen von einem Transistor abgebrochen. Den habe ich durch ein Äquivalent erneuert und dann ließ sich das ROM wieder disassemblieren. Der Rechner bootete aber immer noch nicht von der Disk.


    Dann habe ich die oberen 16k RAM entfernt. Und siehe da, der Rechner bootet von der Disk.

    Zur Gegenkontrolle habe ich dann die entfernten RAMs in die 2. BANK eingebaut. Jetzt war wieder kein booten möglich.

    Also mußte der Fehler an einem der entfernten RAMs liegen. Durch einzelnes Tauschen der RAMs habe ich den Übeltäter dann gefunden.

    Da ich keinen neuen RAM aus der selben Modellreihe gefunden habe, habe ich alle 8 RAMs erneuert. Jetzt bootet der Rechner auch mit 48K.


    Auf der 16K Karte war ein Chip verdreht eingesteckt und deswegen wahrscheinlich auch zerstört. Wer das wohl war?:tüdeldü:


    Mit ADTPro habe ich mir ein paar Testprogramme über das Kasetteninterface heruntergeladen. Funktionierte erstaunlich gut. Alle anschließend durchgeführten Tests waren positiv.


    Nach einigen Tagen Rumspielerei trat aber aber ein neuer Fehler auf. Erst selten, dann immer öfter läßt sich der Rechner nicht einschalten.

    Nach Betätigen des Netzschalter bleibt der Rechner vollkommen tot. Wenn ich dann den Netzschalter wieder ausschalte blitzt kurz die Betriebsleuchte auf, als ob sich ein Kondensator entladen würde. Nach einigen ein/aus ist der Rechner bisher immer wieder hochgefahren. Die Spannung im Fehlerfall beträgt am Stromversorgungsstecker nur noch ca. 2V.


    Kann sich daraus vielleicht jemand einen Reim machen?

    Ja genau, so muß das aussehen. Anhand der Inhalte der Bytes an Adresse $CX01, $CX03, $CX05, $CX07 erkennt das Autostart Programm ob eine Disk Interface Card im entsprechendem Slot steckt. Die Inhalte müssen $20, $00, $03 und $3C sein. Dann wird auf die Adresse $CX00 gesprungen und das Programm auf P5 ausgeführt. Dieses beginnt dann mit dem Laden vom DOS.

    Wahrscheinlich liegt tatsächlich der Fehler an meiner Karte, mit dem entsprechenden Wissen und der richtigen Ausrüstung kann man das auch messtechnisch heraus bekommen. Die Handwerkerlösung wäre meine Karte in einem funktionierendem Apple auszuprobieren.

    Mein Disk Interface ist von Apple.


    Das ROM kann ich leider nicht auslesen. Ich mach das mit dem Monitorbefehl CX00L, damit kann man das ROM in Slot X auslesen und in ein Assemblerprogrammlisting umwandeln, das meine ich mit disassemblern. Wenn die Karte in Slot 6 steckt wäre das der Befehl C600L. Bei meiner Karte kommt da im Moment nur Müll raus, d.h. auf das ROM kann nicht zugegriffen werden oder es ist defekt.

    Hier noch die Bestelldaten des Steckers:


    MOLEX 39281063




    Molex Stiftleiste - Mini-Fit Jr - 2x3-polig - Stecker




    1




    0,43 €


    (0,36 € netto)




    MOLEX 39012060




    Molex Crimpgehäuse - Mini-Fit Jr - 2x3-polig - Buchse




    1




    0,21 €


    (0,18 € netto)





    MOLEX 39000039




    Molex Crimpkontakt - Mini-Fit Jr - Buchse




    10




    1,00 €


    (0,80 € netto)




    In der Zwischenzeit habe ich den Stromversorgungsstecker der Hauptplatine erneuert. Dazu habe ich nicht das Originalteil verwendet weil es in Europa scheinbar nicht zu bekommen ist und mir der Import aus Übersee viel zu teuer war. Beiden den Amis (Digikey) sollte ich 35 $ zuzügl. Zoll dafür bezahlen.

    Stattdessen habe ich einen Ersatz bei Reichelt gefunden. Lötstecker für die Platine und Crimpbuchse für das Kabel. Die Lötbeinchen muss man etwas biegen (das Rastermaß ist 5,0x4,6mm statt original 4,6x4,6mm) und man muss natürlich die richtige Crimpzange haben. Das gilt aber auch für die originale Crimpbuchse.


    Beim messen der Versorgungsspannung am Netzteilstecker habe ich folgende Spannungen ermittelt. (jeweils gegen Masse an Pin 1 oder 2)


    Pin 3 : +5,12V

    Pin 4: +12,18V

    Pin 5: -10,77V

    Pin 6: -4,54V


    Sind die Abweichungen an Pin 5 und 6 vielleicht zu groß?



    Das eigentliche Problem konnte ich mit dem Tausch des Steckers aber nicht beheben. Das Laufwerk sagt immer noch kein Ton und das ROM Programm auf der Interfacekarte lässt sich auch nicht disassemblieren. Das disassemblieren des ROM Programms einer Druckerkarte funktioniert aber weiterhin. Auch das erneute Reinigen aller IC Anschlüsse auf dem Interface brachte nichts. Einmal hatte ich Zugriff auf das ROM des Interface, als ich dann den Rechner ausgeschaltet habe um das Laufwerk anzuschließen war nach erneutem Anschalten das Interface wieder tot. Ich gehe deshalb davon aus, das das Interface eine Macke hat. Mir fehlt aber die Möglichkeit das zu verifizieren. Mal sehen ob ich irgendwo eine andere Interfacekarte herbekomme oder sich jemand findet der meine Karte in seinem Rechner testet.

    Genau, das sind in einer Zeile eingegebene Monitorkommandos.

    C050 Grafikmodus ein

    C053 gemischte Anzeige Text/Grafik

    C054 1. Grafikkarte anzeigen

    C057 hohe Auflösung

    265:FF Speicherstelle $0265 = 255 ($FF)

    266<265 .BFFEM Speicherstelle $0266 bis $BFFE mit dem Inhalt von $0265 füllen ($FF)

    266<265.BFFEV Speicherstelle $0266 bis $BFFE mit Speicherstelle $0265 vergleichen, falls ungleich Adresse ausgeben

    Dann das gleich mit Vergleichswert $00

    34:14 wiederhole die Eingabezeile ab Position $14 (21)

    Die N zwischen den Zuweisungsbefehlen ist nur als Befehlsegrenzung wichtig und ohne Bedeutung für den RAM Test.

    Wichtig ist ein Leerzeichen am Schluss. Nach dem CR läuft der Test endlos ab und kann nur mit Reset beendet werden.

    Super Projekt mit deiner ROM-Karte. Wenn man das weiter spinnt könnte man sich vorstellen, eine umfassende Diagnosekarte zu entwerfen mit der man alle Komponenten des Rechners testen kann ohne ein funktionierendes Diskettenlaufwerk.


    Das RAM Testprogramm ist ein kleines Assemblerprogramm das man im Monitor eingibt und startet. Du findest es auf Seite 10-8 in dem Buch.


    Vielleicht bin ich bei meinem Problem ein Stück weiter gekommen. Ich wollte die Spannungen am Netzteilstecker prüfen. Der Stecker saß unglaublich fest und ging nur mit sanfter Gewalt ab. Ein GND Pin ist großenteils weggeschmolzen. Eine instabile Stromversorgung kann sicherlich zu den merkwürdigsten Fehlern führen. Kann man diesen Stecker noch irgendwo her bekommen?


    Hier ein kleiner Zwischenbericht:
    Ich habe versucht durch Studium des "Understanding the Apple II" Buches etwas von der Technik des Rechners zu verstehen.

    Das ist aber eine ziemlich hohe Hürde für einen Nichtelektroniker mit mäßigen Englischkenntnissen und ist mir nur ansatzweise gelungen. Der in dem Buch abgedruckte RAM Test lief zumindest schon mal ohne Fehler durch. Auch eine Beitrag hier im Forum hat mich dann dazu erwogen vier 74LS138 zu bestellen. ´


    In der Zwischenzeit habe den Rechner komplett zerlegt und die Hauptplatine gereinigt sowie alle IC´s gezogen und die Anschlüsse mit Isopropanol gereinigt. Beim anschließenden Test sagte das Laufwerk jetzt gar keinen Mucks mehr und auch das ROM Programm auf der Interfacekarte ließ sich nicht mehr disassemblieren. Ein Versuch das ROM Programm von einer Druckerkarte zu disassemblieren war auch erfolglos. Also typischer Fall von kaputtrepariert. :wand:


    Heute sind dann die 74LS138 gekommen. Sofort habe ich nacheinander die Chips in der Rheinfolge H2, H12, F13, F12 getauscht. Nach jedem Tausch habe ich erfolglos versucht vom Laufwerk zu booten und das ROM Programm auf der DISK II Interface Card zu lesen. Aus lauter Verzweiflung habe ich dann zum Schluss die Printer Card eingesteckt und siehe da, das ROM Programm ließ sich auslesen. Für mich weist das jetzt auf einen Defekt auf der Disk Card hin, obwohl seit dem Test als das Laufwerk zumindest anlief und sich das ROM Programm auslesen lies habe ich nichts an der Karte gemacht.

    Vielleicht kann hier jemand aus dem Forum meine DISK II Interface Card testen, wenn ich sie zu ihm schicke. Oder hat jemand noch eine bessere Idee?

    Ich glaube ich wollte meine eigenen Programme unterbrechen, weil ich die anderen beiden Möglichkeiten ausschließen kann.

    Danke für die Info. Weißt du vielleicht auch noch was genau das für eine Karte ist?

    Ich habe in der Zwischenzeit eine neue Bootdisk bekommen und leider lag es nicht an meinen alten Disketten.


    ER BOOTET IMMER NOCH NICHT :wand: .


    Jetzt werden ich weiter die IC´s und den Lesekopf reinigen. Ich hatte auch schon das Rom auf dem Diskcontroller in Slot 6 in Verdacht, aber wenn ich ab Adresse C600 disassembliere kommt tatsächlich ein Maschinenprogramm zutage, so das ich davon ausgehe, das das Rom in Ordnung ist.

    An der Elektronik selbst werde ich aber nicht selber weiter rumfummeln, da meine Elektronikkenntnisse knapp hinter dem Ohmschen Gesetz und vor den Kirchhoffschen Regeln enden.

    In Slot 0 steckt die im Bild gezeigte Karte. Es handelt sich wohl um eine 16K Speicherkarte. Allerding wundert mich, das sie nicht noch, wie die Language card, per Kabel mit einem Ram Stecksockel auf der Hauptplatine verbunden ist. Vor 40 Jahren habe ich , wie auf dem Bild ersichtlich, zwei Kabel an diese Karte gelötet um diese per Drucktaster kurz schließen zu können. Wenn ich die Taste drücke lande ich im Monitor mit einem Break. Weiß jemand vielleicht warum ich das gemacht habe ? :/

    Ich hatte ja auch schon einen Teilerfolg bei der Erstellung einer Bootdisk. Der Ladevorgang bricht aber immer an der selben Stelle ab. Ich tippe auf einen Controller oder Laufwerkfehler. Ein netter User hier im Forum lässt mir eine DOS 3.3 Diskette zukommen. Damit kann ich dann schon mal einen Diskettenfehler ausschließen. Meine nächste Maßnahme ist dann die Reinigung aller IC's und des Laufwerks.

    Wenn das alles nichts bringt würde ich gerne nochmal um Rat fragen bzw. das sich vielleicht ein Experte persönlich den Rechner ansieht.

    Ich habe noch ein bisschen mit dem Apple Disk Server rumgespielt. Durch variieren der Lautstärke läuft das Laden reproduzierbar bis 1:06 Min. und bricht dann mit der Meldung "ERROR" ab. Der Rechner befindet sich dann im Monitor (* Prompt), mit Reset kommt man zurück in Basic. Ein erneutes LOAD bringt dann sofort ERROR sobald das Diskfile gestartet wird. Nur nach Aus-/Einschalten kann das Laden erneut gestartet werden.

    Ist der Patient noch zu retten? :sense:

    Das RAM Testprogramm läuft fehlerfrei durch. Ich habe trotzdem alle RAM IC aus- und eingebaut und die Kontakte gereinigt. Hat alles nichts gebracht, der Ladevorgang vom Apple II Disk Server bricht immer noch mit einem Prüfsummenfehler ab.

    Keine Ahnung was man jetzt noch machen kann.

    Ich habe mal versucht vom Apple II disk server DOS 3.3 herunter zu laden und auf eine leere Disk zu schreiben. Das Laden beginnt auch, bricht dann aber nach 20 Sek. mit einem Prüfsummenfehler ab. Deutet das vielleicht auf einen Ramfehler hin?

    Ich habe nochmal ein bisschen rumprobiert. Das kleine DOS Programm macht was es soll. Die Slots und die Kontaktleisten der Karten habe ich alle gereinigt. Dann habe ich versucht mit meinem 2. Laufwerk zu booten, ohne Erfolg. Gelegentlich bekomme ich eine "out of memory" Meldung nach einem PR#6 Befehl.

    Eine nachweislich intakte Bootdisk wäre sehr hilfreich. Damit könnte man den Fehler besser eingrenzen.

    Hallo,


    erstmal danke für die schnellen Antworten.

    Wenn ich mit eingelegter DOS Diskette den Rechner anschalte oder die Resettaste drücke beginnt die LED am Laufwerk zu leuchten und man hört wie die Diskette dreht und sich der Kopf bewegt. Nach kurzer Zeit ist aber Ruhe, die LED bleibt aber an und der Rechner hängt sich auf. Mit der Resettaste kann ich den Vorgang erneut starten.

    Bei Pascal hört man deutlich das er lädt, der Schirm wird kurz mit @ gefüllt, das Laufwerk dreht weiter und der Rechner hängt sich auf.

    Hallo,


    ich bin neu hier und und brauche direkt Hilfe.


    Vor über 40 Jahren habe ich mir als junger Student einen Apple II Europlus teils erarbeitet und teils bei meinen Eltern erbettelt. Beim Aufräumen des Dachbodens bin ich über die Kiste mit dem Urzeitcomputer gestoßen und auf die komische Idee gekommen ihn wieder zum Laufen zu bringen. Zumal ich damals damit unter anderem Fischertechnikmodelle gesteuert habe und die Fischertechnik auch noch Kistenweise vorhanden ist.


    Der Betrieb ohne DOS 3.3 funktioniert so weit ich das bis jetzt beurteilen kann, nur will das Maschinchen nicht das DOS 3.3 booten.

    Auch Apple Pascal läßt sich nicht booten.


    Ich vermute das die 5 1/4 Zoll Disketten nicht mehr in Ordnung sind. Kann man das irgendwie testen oder gibt es irgendwo die Möglichkeit frische Kopien der Disketten zu bekommen?


    Viele Grüße

    Claus