Beiträge von Joergschne

    Hier ist schon mal eine grobe Skizze.


    Anhand von Bildern im Internet konnte ich inzwischen 95% der Schaltung rekonstruieren. Der ROM-Decoder (74LS00 und 74LS08) ist noch eine kleine Tüftelei und bisher unvollständig dargestellt. Das ROM ist zweigeteilt und wird über A10 mit einem DIP-Schalter zwischen den beiden Versionen umgeschaltet. Mode1: Apple ThunderClock und Mode2: TimeMaster Modus


    Lieber Hans,


    lass Dich von den Angaben im Schaltplan nicht verwirren. Es ist ein aktuelles GAL16V8 (z.B. ATMEL ATF16V8C) vorgesehen, wie man auf dem Bild auf der Homepage leider nur sehr schwer erkennen kann. Die JED-Datei im Repo wurde aktuell für ein GAL16V8 vorkompiliert. Die Gleichungen darin sind sehr einfach und können für fast alle handelsüblichen GAL's und PAL's mit dem kostenlosen WinCupl kompiliert werden. Da ist kein Hokuspokus drin:)


    Das sollte mit dem MiniPro funktionieren!


    Liebe Grüße

    Joerg


    Hallo zusammen,


    mir fehlt noch eine Clock-Card in meinem Setup und ich habe mich in die TIMEMASTER II H.O. von Applied Engineering verguckt. Diese möchte ich nun als "reloaded" originalgetreu nachbauen und alle Informationen dazu hier veröffentlichen. Ein kurzer Blick auf eine Originalplatine wäre für mich eine große Hilfe, da ich mir die Schaltung sonst aus Bildern und dem ROM-Code zusammenreimen muss. Gibt es jemanden in Berlin und Umgebung, der stolzer Besitzer dieser Karte ist und den ich auf ein Bier einladen kann? Ich müsste nur ein paar fehlende Informationen mit einem handelsüblichen Messgerät nachmessen und im Schaltplan ergänzen.



    Viele Grüße

    Joerg

    Fertig...fast!


    Hier nun wie versprochen der Schaltplan der originalen Apple PAL-Karte und die Platine als KiCad-Projekt. Im Gegensatz zum Original konnte ich beim 74LS74 die Eingänge /R und /S nicht einfach offen lassen und habe sie mit VCC verbunden, da es sonst spätestens bei der Verwendung neuerer und kompatibler 74XX... Chips zu Problemen kommt. Gleiches gilt für DSA (Pin1 beim 74LS164), der jetzt ebenfalls mit VCC verbunden ist. Die spezielle Signalbelegung für die PAL-Karte auf Slot7 habe ich mit TP1-5 besser zugänglich gemacht. Der Rest ist 1:1 identisch.


    Die Bestellung der drei Platinen ist raus und ich freue mich schon auf die baldige Lieferung und fröhliches Löten :)



    Schönes Wochenende!

    Hallo Harvey,


    die europäische Version des Apple //e hat laut diesem Forum bereits die PAL-Ausgabe eingebaut. Alles gut:)

    Anbei ein heute frisch „abgekupferter“ (böses aber sehr treffendes Wort) Schaltplan meiner originalen Apple PAL-Card - ohne Q7 und mit über 20 weiteren Veränderungen gegenüber Patricks Entwurf. Als Nächstes wird erneut geroutet!


    Alle Beschriftungen und Werte der Bauteile sind jetzt identisch!



    Viele Grüße und nochmals frohe Ostern!

    Joerg

    Back to the roots...


    Die mögliche Fehlschaltung des Transistors Q7 in Patricks Schaltplan scheint sich nicht klären zu lassen. Ich habe mich daher entschlossen, mich so weit wie es geht an dem Original von Apple zu orientieren und auf alle Optimierungen der späteren Nachbauten zu verzichten. Die originale PAL-Card muss mit einem kleinen Kabel über J14 Pin3 vom Mainboard aus mit dem Videosignal versorgt werden.



    Die üblichen PAL-Card Nachbauten aus späteren Jahren werden über Pin28 vom Slot7 mit dem Videosignal versorgt. Bei einem Apple ][ europlus Rev.7 kann ich das jedoch nicht bestätigen. Dort ist der Pin28 wie üblich ausschließlich mit Pin23 von Slot6 verbunden. Kein Videosignal!



    Ein Pixel-Perfect-Signal wird man mit einer Apple-PAL-Card sowieso nicht hinbekommen und ehrlich gesagt - wäre das auch langweilig und nicht zeitgemäß:)

    Die Bildqualität der Originalschaltung ist sehr gut, wie die Bilder an einem angeschlossenem Beamer bei Tageslicht zeigen. Das ist für mich nun die Referenzklasse, die ich mit meinem Nachbau erzielen möchte.



    Jetzt sind erst einmal 7 Tage Urlaub mit der Familie angesagt und dann geht es weiter. Ich freue mich schon sehr auf die Fertigstellung!



    Frohe Ostern

    Joerg



    Quizfrage:

    Was stand dort ursprünglich geschrieben und wurde bei allen originalen Apple-PAL-Karten in den 80er Jahren übermalt? Ich habe bald eine PAL-Card übrig :)

    Hallo,


    das Timing der CPU ist in diesem Anwendungsfall sehr wichtig. Ohne ein RTOS Kernel https://docs.espressif.com/pro…ence/system/freertos.html wird die Umsetzung mit dem ESP vermutlich sehr schwierig. Das Geheimnis dazu steckt im Maschinencode in der Datei sub.s, die sich im Laufe der Jahre nur geringfügig verändert hat. Es geht dabei um jede ms. Dem STM32 würde ich das zutrauen, da dieser sich nicht zusätzlich um den WiFi-Stack kümmern muss.


    Viele Grüße

    Joerg

    So weit, so gut!


    Das Routing der Leiterplatte ist abgeschlossen. Das KiCad-Projekt liegt bei. Ich habe noch vorsichtshalber den Schaltplan im Internet von Patrick http://john.ccac.rwth-aachen.d…/patrick/data/PALcard.pdf mit meiner originalen Apple PAL-Card aus dem Jahr 1980 verglichen. Die Schaltung und die Parameter der Komponenten sind weitgehend identisch, mit einer gravierenden Ausnahme in der Schaltung des Oszillators. Bei der originalen Apple-PAL-Card wird das Signal /Text (Pin23 des Slot7) direkt zum 74LS175 auf Pin1 (/CLR) geführt und blockiert im Text-Mode das Schieberegister. Der PAL-Oszillator läuft weiter und die Textausgabe sieht dadurch leider sehr bescheiden aus. Bei meinem Nachbau habe ich mich an den Schaltplan von Patrick gehalten und dort gibt es einen siebten Transistor, der zusätzlich den PAL-Oszillator stoppen kann. Ich dachte, das sei eine gute Idee, aber bei genauerem Hinsehen invertiert der Transistor das /Text-Signal und verhindert wahrscheinlich für immer die PAL-Ausgabe. Kann das sein? Ein Foto von der Rückseite einer ähnlichen PAL-Karte wie diese weiter unten mit sieben Transistoren würde darüber Aufschluss geben. Kann mir da jemand helfen?



    Viele Grüße

    Joerg


    PS:

    Die Materialkosten für den Nachbau der PAL-Karte liegen bei ca. 35,-€ /Stück
    Eine teilweise großzügig aufgerundete Merkliste für die benötigten Bauteile (für drei Stück) liegt unter: https://www.segor.de/shop?M=M&Q=apple_pal_card_3

    Die Leiterplatten kosten bei https://aisler.net ca. 50,-€ für drei Stück (Mindestbestellmenge!)

    Der benötigte PAL-Demodulator Chip TCA650 wird günstig bei ebay mit guter Verfügbarkeit gehandelt.

    ...nicht schon wieder ein Beitrag über SDISK2 - doch:)


    Über den Floppy-Emulator SDISK2 wurde in diesem Forum schon berichtet, aber ich habe noch ein paar wichtige Informationen für den Nachbau dazu.


    Der Japaner Koichi Nishida hatte 2010 mit dem SDISK2 eine geniale Erfindung als Open Source veröffentlicht, die in den letzten Jahren in verschiedenen Varianten ständig weiterentwickelt wurde. Im Gegensatz zu den mittlerweile üblichen OLED-Displays habe ich mich beim Nachbau für ein klassisches Nokia-Display entschieden. Die blaue Hintergrundbeleuchtung des Displays habe ich durch eine warmweiße ersetzt, da die blaue LED Anfang der 80er Jahre noch Zauberei war und außerdem meiner Meinung nach die Lesbarkeit des Displays beeinträchtigt. Damit passt das Display auch besser zur Powerlampe des Apple ][ europlus:) Die Basis ist das Repository https://github.com/suaide/SDisk2 auf GitHub. Dieses wurde zuletzt vor drei Jahren aktualisiert und scheint derzeit das Aktuellste zu sein.


    Koichi musste für die einwandfreie Funktion das Herzstück des SDISK2 - einen Atmel ATMEGA-328P Mikrochip (bekannt vom Arduino UNO) mit 27MHz wegen des geforderten Timings erheblich übertakten und aus Kompatibilitätsgründen zur SD-Karte mit nur 3,3 Volt betreiben. Laut dem Datenblatt des Herstellers werden mindestens 4,5 Volt für maximal 16MHz benötigt. Ich entschied mich daher entgegen den Angaben im Schaltplan, die Versorgungsspannung des Chips auf mindestens 5 Volt anzuheben und stattdessen einen handelsüblichen Pegelwandler von 5 auf 3,3 Volt für die Kommunikation mit der SD-Karte zu verwenden. Die 27MHz Taktfrequenz sind trotzdem reine Glückssache und nicht jeder Chip funktioniert damit. Die Erfolgsquote liegt bei ca. 80%.

    Im SDISK2 Sourcecode in der Datei sub.S fand ich folgenden Hinweis, den ich vorsichtshalber befolgte:

    /*

    if the crystal on your SDISK II is 25 MHz,

    I recommend you to replace it with 27 MHz,

    or ask Nishida Radio.


    Oje, ein Bug:

    In Zeile 130 wird die Variable protect mit dem Wert 0 über den gesamten PORT-C ausgegeben und verhindert somit die Anzeige des aktuellen Tracks auf dem Nokia-Display während des Betriebs. Dies kann durch eine kleine Ergänzung in der Datei main.c korrigiert werden:

    #ifdef _LCD_NOKIA_

    protect = 0b00100000; /* PC5=1 - LCD disable */

    #else

    protect = 0;

    #endif


    Ein kleines Highlight: Das parallel angeschlossene Apple-Laufwerk.

    Ein Relais, das mit dem Kontakt des SD-Karten-Slots verbunden ist, unterbricht bei eingesteckter SD-Karte die Leitungen W_PROT und RD_DATA zum parallel angeschlossenen Apple-Laufwerk, das dann die üblichen Geräusche beim Lesen und Schreiben auf der SD-Karte erzeugt. Wird die SD-Karte entfernt, wird das SDISK passiv und das Apple-Laufwerk arbeitet wieder normal weiter.


    Das Ergebnis habe ich in einigen Fotos und einem kurzen Film dokumentiert. Sollte dieser Nachbau auf ein größeres Interesse stoßen, müsste unbedingt über eine entsprechende Platine nachgedacht werden.


    Viele Grüße

    Joerg


    ...ja, klasse! Das habe ich gestern mit meiner Tochter und meinem Sohn über einen Beamer im Wohnzimmer gemacht und dabei die Geschichte dazu erklärt. Wir hatten sehr viel Spaß dabei und die Kinder haben dabei auf Anhieb gegen mich gewonnen!


    VG

    Hallo zusammen,


    mein erster Beitrag - in diesem Forum.


    Ein Apple ][ Computer scheint mehr als nur eine vorübergehende Leidenschaft zu sein! Mit 12 Jahren kaufte ich mir einen Apple-Bausatz für 999,- Mark und opferte dafür mein Sparbuch. Ein Jahr später fand ich in meiner Familie einen Sponsor für ein TEAC Diskettenlaufwerk mit Shugart-Bus-Controller, für mich ein wahnsinniger Fortschritt. 1985, im Alter von 16 Jahren, baute ich mir ein Apple ][ Smart-Home, indem ich bei einer Renovierung hunderte Meter Steuerkabel verlegte und hinter jedem Lichtschalter und fast jeder Steckdose Relais einbaute, die von einem Apple ][ im Keller aus und über ein schnurloses DTMF-Telefon ferngesteuert wurden. Siehe Auszug aus einer Präsentation mit Fotos. Heute habe ich wieder ein Classic-Home mit handelsüblichen Lichtschaltern in jedem Zimmer und bin auch sehr froh darüber:) Im Januar fand ich dann plötzlich ein unschlagbares Angebot bei ebay - einen Apple europlus rev.7 mit viel Zubehör für 150,-€ - und konnte nicht widerstehen. Seitdem arbeite ich mich in meiner Freizeit durch die letzten 40 Jahre Geschichte und bin wieder verliebt. Das gehört wohl zu einer Midlife-Crisis, ist aber sehr angenehm zu ertragen. Zu meiner Ernüchterung fand ich am Slot7 einen Aufkleber, der für eine fehlende PAL-Karte warb. Die NTSC-Farbe war zwischenzeitlich dem Apple geklaut worden! Das konnte ich so nicht stehen lassen und machte mich mithilfe von Fotos und Schaltplänen aus dem Internet an einen Nachbau. Ein Rückbau des Mainboards mit NTSC-Quarz und "Jumpern" der Lötbrücken kommt für mich nicht infrage. Letzten Sonntag konnte ich ein Original ersteigern, um die noch fehlenden Informationen zu ergänzen und einen Vergleich zu haben. Ich möchte davon drei Exemplare bauen und eines dem Verein zur weiteren Verwendung spenden und alle Informationen dazu hier veröffentlichen. Bitte noch etwas Geduld bis zur Fertigstellung. Schön, dass es Euch und diese Anlaufstelle gibt.


    Liebe Grüße

    Joerg