Beiträge von feltel

    Ich habe das Netzteil jetzt entfernt bekommen und gleich den ganzen Rechner zerlegt. Der war eh total mit Staub zugesetzt. Jetzt wirds tatsächlich spannend den Fehler im Netzteil zu finden. Ich hatte ja die Hoffnung irgend eine Komponente zu sehen, die hochgegangen ist. Dem ist scheinbar nicht so. Mal schauen....


    Das Bit, was man für die Schrauben braucht ist übrigens 5,5mm Innensechskant. Just for the record.

    Diese Bolzen scheinen original zu sein. Das Mainboard ist auch ringsum damit festgeschraubt. Ich glaube ich muss mir morgen mal das Ifixit-Kit von Arbeit mitnehmen. Da sind glaube ich auch Zwischenmaße enthalten. Ich würde ja vermuten, das ein DDR-Produkt metrische Schrauben benutzt. *g*

    Ich habe zum Ende meiner Schulzeit einen KC87 aus meiner Schule vor dem Verschrotten gerettet. Das ist jetzt auch schon ein paar viele Jahre her, jetzt will ich das gute Stück aber mal angehen. Natürlich läuft er nicht. Der gute frisst Sicherungen. Mit dem Einschalten ist die Sicherung durch. Ich habe ihn jetzt soweit demontiert das ich das Motherboard vom Netzteil getrennt habe. Auch damit kommt sich Sicherung; somit muss der Fehler im Netzteil liegen.



    Ich habe mich bei der Demontage an https://www.sax.de/~zander/z9001/rt.html#7 orientiert, aber ich bekomme die Karte die vor dem Netzteil liegt nicht raus. Dahinter sind zwei Schrauben, wo ich zumindest an die obere nur ran komme, wenn die Karte davor weg ist. Wenn ich richtig liege ist das die "Farbkarte", die hier blockiert. Wie bekomme ich die raus? Die Karte ist mit zwei Sechskant an einem Träger geschraubt, aber kein übliches Maß passt.

    Ich habe jetzt mal todesmutig statt des Tantals einen normalen 4,7uf Elko eingelötet. Tada, we have a picture. 😁



    Das Bild ist zwar unter aller Kanone für Composite, aber nuja.

    Sodele, Radtour an den See für heute ist erledigt. Tut echt gut dieser Tage. Jetzt aber wieder zu dem Board. Das hier ist es:



    Ich hatte, da ich nur nicht lesbare Schematics gefunden habe, auf gut Glück die Stromversorgung "abwärts" untersucht, und bin ja offenbar mit C11 schnell fündig geworden. Jetzt ist die Frage, mit was ich das ersetze. Aktuell da hätte ich einen Tantal mit 10uf, 35V. Inwieweit wäre das jetzt "tragisch", wenn der Kondensator die doppelte Kapazität hat? Er braucht dann sicher ggf. doppelt so lange um aufzuladen. D.h. der RAM, der dahinter liegt bekommt um den Bruchteil der Zeit später dann die 12V. Das könnte dann natürlich kritisch werden, weil doch diese "3-Spannungs"-Chips ziemlich empfindlich sind. Hoffentlich haben die das überhaupt überlebt. Wäre ja schade, die gestapelten "Goldcaps" auszulöten. Die Frage wäre dann überhaupt, womit ersetzen. Drauf sind 16 Siemens HYB4232. Die Platine war wahrscheinlich mal für 16KB RAM ausgelegt und angedacht.

    Ich glaube ich habe eine Spur. C11, ein 4,7uF 16V Tantal, sitzt als zweiter Kondensator direkt hinter dem 12V-Pin des Netzteilanschluss. Bei dem messe ich einen Widerstand im ausgelöteten Zustand von unter 10 Ohm. Laut Chinatester hat er 28pF, also weitab der Spezifikation. Wenn dann 12V drüber laufen, dann könnte ich mir schon vorstellen, das er einen kurzen macht und 12V direkt auf Ground gibt.


    Bin jetzt bloß mal kurz die Abendsonne genießen, dann mache ich mal ein Foto vom Board.

    Kessler hat mir heute die Ersatz-Sicherungen geliefert. Leider kommt sofort wieder die 12V-Sicherung. Das wird also ein Reparaturthread. Muss mir erstmal die Schematics für den Dragon organisieren, und dann mal schauen, was so alles auf der 12V-Schiene hängt. *grmpf*

    Ah danke, den Link hatte ich tatsächlich nicht gefunden. Ich hab mir mal einen Adapter DIN auf Chinch zusammengelötet und den Dragon getestet. Da kam dann gleich mal die Sicherung für den 12V-Kreislauf. :fp: Wäre ja auch zu einfach gewesen, wenn alles so out-of-the-Box klappt. Das Netzteil hatte ich ohne Mainboard mal am Strom und da kamen alle benötigten Spannungen sauber und fehlerfrei an. Jetzt brauch ich erstmal ne 5*20mm 500mA-Sicherung. Oder besser gleich zwei drei Stück.....

    Ich habe für meinen Dragon 32 einen Netzteil-Nachbau (https://www.dragonplus-electro…ard-kit-version-jan-2022/) zusammengebaut und würde ihn jetzt nach fast einem Jahr mal in Betrieb nehmen können. Ich habe jetzt schon gesucht, aber ich finde das Pinout der Videobuchse nicht. Sie sollte auch Composite ausgeben, die Frage ist nur das Pinout. Die originale Buchse war eine Fünfpolige, die neue ist achtpolig, behält wohl aber das alte Pinout bei. Ein Commodore/Atari-Videokabel wird wohl vom Pinout nicht passen, oder?

    Ich hänge mich mal hier in den Thread. Ich habe mir -unwissend von diesem Thread hier- ein paar Platinen nach https://github.com/UpLateGeek/Let-s-Make-Some-Memories anfertigen lassen. Woher holt ihr euch eigentlich die PS/2-Module zum ausschlachten? Der Markt für FPM-Module scheint relativ leer gefegt zu sein, wenn man nicht gerade unpassend hohe Preise zahlen will. EDO-RAM soll mit Modifikationen auch gehen, aber das wäre für mich Plan B. In meinem ganzen Stapel RAM-Module habe ich über die Jahre irgendwie nur EDOs angesammelt. Ein einziges 16 MB Modul in FPM und mit SOJ-Chips habe ich gefunden. :-O

    In jedem Fall den Siff schon einmal entfernen, entweder durch gründliches Spülen oder Platinenreiniger, damit der keine Schäden anrichtet.

    Jupp, bin/war schon fleißig dabei. Ich scheue mich ein wenig, das Ding komplett in Spüli-Wasser o.ä. zu tauchen. Zumal das Board einen "Factory-Bodge" hat, den ich sicherheitshalber wohl noch mit einem Klecks Heißkleber fixieren sollte.

    Anbei mal meine Capliste, alles bei Mouser bestellt. Digitalboard, Analogboard, Sony PSU.

    Ah danke. Das Board ist ja einfach, alle 47uf bis auf einen. Die Typen vom Netzteil und Analogboard hätte ich mir raussuchen müssen, aber so ist das natürlich top. Bin am hin- und herüberlegen, ob ich Polymer-Tönnchen wähle oder aber Tantals. Wobei ich bei letzteren Bauchschmerzen habe, nachdem ich einen entsprechenden Thread auf 68kMLA von JDW las. Die Tantals sind wohl nicht so "Dauerspannungsfest", wenn ich das richtig verstanden habe. Man müsste also mindestens die doppelte Spannungsfestigkeit wählen, um sicher zu gehen. Weil durch einige Caps 12V läuft müssten das dann wohl mindestens 25V sein. Du hast das in Deiner Liste ja schon berücksichtigt.

    Mein Einstieg in die klassische Apple-Welt war etwas holprig. Nach einem SE, der einen üben Batterieschaden hatte, habe ich das Glück nochmal versucht und bei einem SE/30 zugeschlagen. Dessen Batterie ist zum Glück noch in einem Stück und nicht ausgelaufen. Ich möchte den Rechner jetzt Zukunftsfest machen und hier und da ein wenig aufrüsten.



    Das Board schaut okay aus, aber die Caps sind schon am siffen, so wie es erwartbar war. Das Board startet und bootet (ohne angeschlossene Datenträger; Platte ist wahrscheinlich fritte und Floppy ist voll mit Staubflusen) bis zum Floppy-Fragezeichen-Icon.


    SMD-löten ist (noch) nicht meins, daher werde ich hier im Marktplatz wohl nach eine Spezialisten suchen.


    Sollte ich in Sachen Zukunftssicherheit auch gleich das Netzteil (ein Sony) und/oder das Analogboard recappen? Das kann ich ja selbst erledigen. Am Analogboard muss schon mal jemand was gemacht haben, da der C15-Kondensator ein axialer ist, dessen eines Beinchen umgebogen wurde, also quasi zu einem radialen. Ich kenne eher den umgekehrten Weg und das kam sicher nicht so aus dem Apple-Werk.