Hallo,
So, fröhliches Löten, Feilen und was auch immer...
na, da bin ich ja genau an den richtigen Bastler geraten
Ich denke, dass ich alles korrekt verstanden habe; ich habe die von Dir beschriebenen Lötstifte zwar auch noch nicht gesehen, habe aber eine Vorstellung, wie die aussehen können: Etwa wie ein einzelnes Bein einer Präzisions-IC-Fassung (mit gedrehten Kontakten), aber statt rundem Fuß einem flachen.
Der Ansatz ist im Grunde so, wie ich mir das auch vorgestellt habe. Allerdings muss das Ganze noch besser stabilisiert werden; selbst die beschriebenen Stiftleisten halten die Belastung nicht aus; die Kunststoffkörper haben ja zwischen den einzelnen Pins eine Sollbruchstelle zum Trennen der Reihen, und da brechen die schon durch, wenn man sie in die Buchse reinstecken will. Deshalb hatte ich die Stiftleisten dann erstmal an einen Rest einer Platine mit Streifenraster gelötet; damit war die Stabilität dann halbwegs gegeben.
Das größere Problem aber ist die seitliche Führung; Beim Original wird das Folienkabel rechts und links in der Buchse gehalten und geführt; die Stiftleisten dagegen können seitlich verrutschen. Und da die Originalkontakte der Kabel flach sind, sind die entsprechenden Kontaktfedern in den Buchen etwas konvex geformt - damit findet ein runder oder quadratischer Stift einfach keinen Halt.
Mein erster Ansatz war, rechts und links je einen Stift mehr zu verwenden, aber das war dann gerade ein paar Zehntel zu breit für die Buchsen
Evtl. könnte da aber etwas Arbeit mit der Schlüsselfeile helfen.
Den Knick im Kabel hast Du richtig bemerkt, aber erstens sind die Kabel deutlich robuster als die gängigen Folien, zweitens würde ich das bei einem Neubau eh durch ein Flachbandkabel ersetzen, das mit solchen Knickradien wesentlich weniger Probleme hat, und drittens ergibt sich hier so gut wie nie eine Bewegung (anders als z.B. bei den Tastaturfolien, wo jedes Öffnen des Gehäuses zu einer Belastung führt, stehen die beiden verbundenen Platinen immer fix zu einander; die einzige Bewegung ergibt sich beim Abziehen des Kabels).
Ein anderes Problem ergibt sich durch die Geometrie der Anschlüsse auf dem Controller; direkt neben der Folienkabelbuchse soll der Platinenstecker zu den Floppylaufwerken eingesteckt werden, so dass außer einem dünnen Folienkabel kaum was andere hinpasst. Auf dem letzten Bild in meinem Originalpost kann man das erkennen; der Platinenanschluss schaut dort hinter dem Folienkabel raus. Das könnte noch wirkich problematisch werden; kann sein, dass ich bestenfalls eine gewinkelte Stiftleiste direkt dort reinbekomme. Mein Aufbau mit (geraden) Stiftleisten an der Platine hat jedenfalls schon nicht mehr gepasst; selbst der Kunststoffkörper der Stiftleiste war schon zu dick.
Danke übrigens für die Links zu den FFC-Kabeln (auch Dir, Jasper); hilfreich zu wissen, wie man sowas nennt. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die modernen Typen - naja, eben modern sind. Rastermaß 2,54mm scheint schon exotisch groß zu sein. Aber ich werde trotzdem mal suchen ...
Und die Beschreibung Deines Keller kommt mir ziemlich bekannt vor. Ich hoffe nicht, dass wir denselben Keller betreiben 
Schöne Grüße
Georg