Atari Milan, Apple Macintosh Quadra 700, Noname-PC und SGI Iris Indigo

Milan

Im Jahr 1997 stellte die Milan Computer Vertriebs GmbH aus Kiel auf der Atari-Messe den ersten, nicht von Atari entwickelten Rechner mit dem Betriebssystem TOS vor.

Das vorgestellte Modell MILAN 040, das ab 1998 am Markt verfügbar war, ist mit einem Motorola 68040 Prozessor ausgestattet. Der Hersteller lieferte später auch einen 68060 Aufrüstsatz, der anstelle des originalen Prozessors auf den CPU Sockel gesteckt werden konnte. Das Mainboard besitzt den PC-üblichen AT-Formfaktor. Es besitzt drei ISA-Steckplätze, vier PCI-Steckplätze, vier Bänke für EDO-RAM, zwei IDE-Schnittstellen, eine Floppy-Schnittstelle, einen Anschluss für eine PS/2 Maus, Tastaturanschluss, eine parallele Schnittstelle und zwei serielle Schnittstellen. Damit waren Peripherie und Gehäuse nutzbar, die eigentlich für den PC-Markt entwickelt wurden- ein bis heute grosser Vorteil bei der Beschaffung von Komponenten. Zur Grafikausgabe dienen herkömmliche PCI Grafikkarten wie die ATI S3 Trio 64, wodurch ein normaler VGA Monitor nutzbar ist. Auch PC-übliche Netzwerkkarten und Soundkarten sind einsetzbar. Hier entscheiden die verfügbaren Treiber über die Verwendbarkeit: Netzwerkkarten mit Realtek RTL 8139 Chipsatz und Soundblaster 16 Karten sind nutzbar. Mein Milan läuft mit MiNT als Betriebssystem und besitzt ein Iomega ZIP-Laufwerk am IDE Port.

Apple Macintosh Quadra 700

Der Quadra 700 hat als erster Apple Macintosh den Motorola 68040- Prozessor als CPU verbaut. Ausserdem hat Apple bei diesem Modell erstmalig eine Ethernet-Schnittstelle on board vorgesehen. Diese wird als 15-poliger Apple AUI (AAUI) Anschluss herausgeführt. Dieser besitzt kleinere Kontaktfelder als der reguläre AUI Anschluss. Apple lieferte dafür sowohl BNC (Coax, Cheapernet) als auch Twisted Pair Transceiver, die mit einem relativ langen Stichkabel anzuschliessen waren. Dadurch benötigt der Quadra bei der Aufstellung weniger Platz nach hinten. Mein Quadra läuft mit dem Apple UNIX Derivat A/UX.

Sillicon Graphics Iris Indigo

Die Indigo ist eine Workstation für die Erstellung von Bewegtbildern mit dreidimensionalen Effekten. Sie wurde 1991 als IRIS Indigo von Silicon Graphics, Inc. (SGI) auf den Markt gebracht. Die Indigo

war ein Pionier im Bereich der 3D-Grafik, da es damit erstmals möglich wurde, Animationseffekte mit der für Kinofilme nötigen Auflösung außerhalb von Großrechnern zu erzeugen. Viele bekannte Filme wie Jurassic Park wurden auf der Maschine gerendert. Weitere Komponenten lassen sich in die Workstation einbauen und werden mittels des GIO32-Bus angebunden. Die Grafikleistung zieht die Workstation aus ihrem hardwarebeschleunigten Grafikchip. Diesen Grafikchip gibt es als 2D (zweidimensionaler) Framebuffer oder als 3D-Version. Sowohl die Hauptplatine als auch das Grafikboard lässt sich ohne das Lösen von Schrauben ein- und ausbauen.Oben auf der Maschine steht ein SCSI CDROM Laufwerk.