Atari 1040 STF mit CosmosEx, Sinclair QL und Commodore Amiga A500

Atari STFM

Der 1040 STFM ist im wesentlichen identisch mit dem ersten Atari 520ST, allerdings ist das Gerät auf 1 MB Arbeitsspeicher erweitert, verfügt mit dem Shifter (später Blitter) über eine Grafikbeschleunigung und eine eingebaute Floppy (daher „F“). Das Modell STFM besitzt zusätzlich einen TV-Modulator zum direkten Anschluss an einen Fernseher (Composite-Eingang).


Die am ACSI Port angeschlossene CosmosEx Erweiterung ermöglicht die Nutzung von SD Karten und USB Sticks als Floppy- und Festplattenersatz. Mehr noch: Über die Ethernet-Schnittstelle kann auch ein NFS- oder SMB Share von einem Server als Festplatte für den Atari dienen.

Sinclair QL

Der Sinclair QL ist das bisher älteste Stück meiner Sammlung, mal abgesehen vom TI-58 Taschenrechner. Der QL erschien 1984 auf dem Markt und wurde nur kurze Zeit produziert; mit der Übernahme von Sinclair durch Armstrad ist die Produktion 1986 eingestellt worden. Der Sinclair QL ist historisch interessant, denn er war der erste 32 Bit Computer für den breiten Markt und der erste mit einem multitaskingfähigen Betriebssystem.


Als Massenspeicher verwendet der QL keine Disketten, sondern kleine Bandkassetten mit einem 110 KB fassenden Endlosband, die sog. Microdrives. Da die Microdrives nicht für andere Rechnerarchitekturen hergestellt wurden, ist darüber kein Datenaustausch per Wechseldatenträger möglich. Es existieren jedoch Floppy Interfaces und sogar ein IDE Interface für Festplatten und CDROM Drives. Mein QL hat ein Floppy Interface und eine passende 3,5" Floppy.


Der Sinclair QL besitzt von Haus aus keine grafische Oberfläche. Clive Sinclair konnte sich damals nicht mit Digital Research über eine GEM Version für den QL einigen. Ein GUI lässt sich aber durch Drittanbieter-Software nachrüsten, z.B. mit ICE (ICE steht für „icon controlled environment“). (M)ICE ist eine ROM Port Cartridge mit einer angeschlossenen 3-Tasten Maus. Dadurch erhält der QL eine einfache GUI, die kaum Platz im RAM benötigt. Der Zugriff auf Microdrives oder andere Massenspeicher ist deutlich einfacher.

Commodore Amiga 500

Der AMIGA 500 wurde 1987 zusammen mit dem Desktop-Modell Amiga 2000 vorgestellt und bietet in etwas die gleiche Leistung bei eingeschränkter Erweiterbarkeit. Design und Auslegung hat Commodore als Antwort auf die Konsolen-Computer des Konkurrenten Atari (Atari-ST Reihe) entworfen. Der vom Amiga 1000 bekannte Erweiterungsport ist an die linke Geräteseite gewandert. So lassen sich Hardwareerweiterungen anstecken und sogar kaskadieren, wenn die jeweilige Erweiterung den Anschluss durchschleift (Bus-System). Ein ähnlicher Aufbau ist beim Sinclair QL zu finden. Es gibt Festplatten, CDROMs und andere Erweiterungen, Neuentwicklungen von Individual Computers (ACA500) ermöglichen die Nutzung von SD-Karten als Festplattenersatz.


Der Amiga 500 ist der am meisten verkaufte Amiga-Computer, was er neben seinem günstigen Preis vor allem dem Umfeld zum Zeitpunkt des Erscheinens zu verdanken hatte. IBM PCs und kompatible, aber auch die Konkurrenz von Atari oder Apple hatten 1987 keine vergleichbaren Sound- und Grafikqualitäten.