Posts by mikemcbike

    Es gibt aus der Zeit beide Varianten, die man auch in diversen Ebay-Auktionen als Foto sehen kann. Der Rahmen nennt sich wohl Mach-Pak Carrier.


    In den alten Datenbüchern steht der Hinweis, dass sich aus den Carriern bis zu 0,3" lange Anschlüsse "fertigen" lassen.


    Es gibt aber auch Plastik-Carrier für Flat-Packs, in die die Beinchen nur eingelegt werden. Ein Versand dieser Bauteile ohne stabilen Carrier macht keinen Sinn, die Teile sind extrem klein, deutlich kleiner als heute gängige SO-Gehäuse - wenn man die Beinchen nur ansieht, dann sind die schon krumm.


    Da das Ganze ja aus den Militäranforderungen entstanden zu sein scheint, war vielleicht das hier gezeigte Exemplar praktisch, um vor dem Verlöten noch getestet zu werden. Einen Einbau mit Plastikrahmen halte ich für sinnlos, da wäre ja der Bauraumvorteil völlig dahin.

    Diese Gehäusebauform heißt "flatpack", daher auch das "F" im Nachnamen...

    Die Teile sind kleiner als die heute gängigen SO-SMD-Gehäuse und vermutlich daher mit umgecrimpten Beinchen im Plastikrahmen geliefert worden.

    Ich vermute, dass sie vor dem Einlöten ausgestanzt wurden.


    Diese Bauform wurde vor DIL entwickelt und im militärischen Bereich noch lange Jahre nach der Einführung von DIL weiter verwendet. Flatpack-ICs gibt es bis in die 80er.


    Siehe: https://en.wikipedia.org/wiki/Flatpack_(electronics)

    Abgebrochene Reste mit ganz wenig Sekundenkleber (Cyanacrylat) sauber zusammenkleben, aushärten lassen.


    Der Sekundenkleber hält nicht auf Dauer - das muss nur fixiert sein.


    Man nehme eine Filzstifthülse mit geringfügig größerem Durchmesser als das zu klebende Teil. Diese wird passend abgelängt und über den Knebelhals geschoben.


    Mit einem Holzstäbchen wird nun 2-Komponentenepoxykleber (Uhu-Plus oder so) in den Spalt geträufelt - das Zeug zieht sich ganz langsam in jede Ritze rein, nur Geduld!


    Diese Lösung hält bombenfest.


    Hab ich so bei einem zerstörten Vectrex-Gehäuse gemacht:



    Und noch ein paar Infos: Im Anhang einmal ein Bild von einem reinen Kugelkopfdrucker (anscheinend hat IBM nicht nur das Chassis verkauft, sondern komplette Drucker) und eine Darstellung der Mechanik für das Kippen des Kopfes.


    Man erkennt zwei Zugstangen, die so miteinander und mit dem Seilzug für die Kopfneigung verbunden sind, dass sie einen mechanischen 2-Bit-Digital-Analogumsetzer bilden. Je nachdem, welche Kombination der Stangen gezogen werden, ist einer von vier Ausschlägen möglich.
    Beim Drehen ist es ähnlich, aber mit einer entsprechend komplexeren Mechanik, um auf über 20 verschiedene Drehpositionen zu kommen.
    Rein rechnerisch brauchen wir also nur 2 Magnete fürs Kippen und 5 fürs Drehen. Plus ein paar für den Anschlag, den Wagentransport, den Rollentransport etc ...


    Damit wird die externe Ansteuerung überschaubar ;)
    Interessanter ist die Frage, wie die das geschafft haben, dass eine Taste genau an den passenden Hebel zieht. Aber so eine mechanische Kodierung war mir ja auch schon bei der erwähnten Logos 58 aufgefallen.

    Genau diesen Kugelkopfdrucker von IBM hatte die AUDI in den 80ern rausgeschmissen. Ich staubte einen ab und es gelang mir mit einem Freund, das Teil an einen Elektor Junior Computer zu adaptieren. Die Schnittstelle war recht einfach, ein paar Relais ansteuern, ein paar Rückmeldekontakte... Details weiss ich aber nicht mehr.

    Uns gelang es sogar, einige Zeilen Text zu drucken. Das teil war höllenschwer, irre laut und die Mechanik war so unglaublich kompliziert, dass wir keine Chance hatten, einen Defekt zu reparieren. Auf Achsen aufgewickelte Federn als Rutschkupplungen etc... die Hölle.

    Kennt noch jemand genauere Daten zu dem Teil?

    Einfach zu beantworten anhand der Datecodes auf den Transistoren: mein erster Facit mit DTL-Logik ist von 1970/71, der Nachfolger mit TTL ist von 1978.

    Hab auch Elektroschrott bekommen...


    Ein 1702 EPROM von AMD - kein 1702A übrigens, daher etwas Besonderes...


    Und ein FD1771 Floppy Disc Controller in seltenem Gehäuse:


    Den FD1771 hätte ich noch im Plastikgehäuse, falls mal jemand welche braucht...

    Elkos können relativ kurz eine Verpolung ab, werden dann aber durch Elektrolyse schnell heiß und platzen. Ich würde sie so einbauen, wie sie vorher waren und nach dem Einschalten die am Elko anliegende Spannung messen. Da sollte die Polarität dann stimmen. Ich tippe auch auf negative Spannungsversorgung, da ist Masse das positivere Potential.

    Danke, gerne! Wenn jemand etwas braucht... hab hier aus dem Forum auch schon von einem freundlichen Foristi Lochstreifen zugeschickt bekommen!

    Einfach per PN melden.

    Nach korrekter Jumperung der Schnittstellenkarte auf 8-Bit ("1" heißt in diesem Fall keine Jumper - muss man erst mal drauf kommen...), Umlöten der Pins 2 und 3 am seriellen Stecker (ich habe kein gekreuztes Kabel...) und mühsamer Installation des Uralt-Treibers für den USB-Seriell-Konverter aus China (mit dem neuen Treiber geht es unter W7 nicht...), ist es mir gelungen, den Facit 4070 unter Windows 7 in Betrieb zu nehmen. Klingt wie ein Maschinengewehr und funktioniert nach 40 Jahren wie am ersten Tag. Faszinierend!

    Die Geschichte geht weiter. Hab noch einen Facit 4070 in der Bucht geschossen - mit defektem Stanzwerk (eine Nadel hat geklemmt, mehrere Nadeln fehlten...). Aber der 4070 ist sowas von Teilekompatibel: Stanzwerk getauscht - geht!


    Jetzt muss ich nur noch die serielle Schnittstelle adaptieren, hab bisher leider noch keine Dokumentation zu der Variante gefunden...