Posts by NIXDAS

    Ich habe mich mit dem Thema vor geraumer Zeit beschäftigt,

    Ich habe in ein 8810-M45 Gehäuse ein Standard ATX-Netzteil und eine Teknor Viper Slot-CPU mit TI 80486SLC Prozessor eingebaut.

    Auf einem ausrangierten Rechner habe ich zwei Screenshots zu dem Thema entdeckt.

    Das ist vielleicht nicht die letzte Version der Schaltung, zeigt aber die Richtung.



    Wenn ich mich recht erinnere, haben zwei der Stecker die Standard AT-Belegung.

    Das müsste man anhand der bekannten Belegung des ISA-Slots ausmessen können.


    Das Netzteil der 8810/M45 liefert neben den Spannungen 5 Volt, +/- 12 Volt auch + 24 Volt und + 5 Volt Standby.


    + 24 Volt, + 5 Volt Standby und das Einschalt-Signal, ähnlich dem Einschalt-Signal der ATX-Netzteile,

    liegen wahrscheinlich auf dem dritten Stecker.


    Zur Inbetriebnahme reicht evtl. ein normales AT-Netzteil mit einem Einschalter auf der Rückseite neben den Lüfter.

    Das Einschalten über den Taster an der Frontseite funktioniert dann aber nicht.

    Ich lade hier mal ein Binary-Image des NC-TEX17A-APLDAP4 Bausteins hoch.


    Das Image sollte in ein 2532 oder 2532A EPROM gebrannt werden.

    Die EPROM-Sockel des DAP4 Controllers 1528-05 unterstützen nur das Pin-Out des 2532,

    wenn der Speicherbedarf 2 KByte überschreitet.


    Vielleicht möchte jemand den Baustein in seinem DAP4 testen und hier darüber berichten.

    Vor Weihnachten sind drei Texas Instruments 2532 EPROMs angekommen.


    Jetzt habe ich Zeit gefunden, eines der EPROMs zu programmieren und in meinem

    DAP4 mit Controller 1528-05 neben den Firmware EPROM einzusetzen.

    Mein DAP4 verhält sich mit dem eingesetzten EPROM jetzt auch so wie in dem YOUTUBE Video gezeigt.



    https://youtu.be/v-N3c8C2SsE?si=SEWxF1ij1L0-nDa9

    Es geht bei der Firmware-Erweiterung um Tests und um Parameter, die im CMOS-RAM

    des DAP4 gespeichert sind. Vielleicht hat Nixdorf die Speicher-Adressen und die Bits

    der CMOS-Parameter bei den verschiedenen DAP4-Versionen gleich belegt.

    Gibt es zu der Belegung der CMOS-Belegung evtl. ein Dokument?

    Bisher ist es mir allerdings nicht gelungen einen der Parameter zu verändern.


    Programmiert habe ich das TMS-2532 EPROM mit einem GALEP4 Programmer.

    Angeschlossen war er an einem Toshiba Satellite 4030 CDT mit Windows 98SE.


    Achtung, ein 2732 EPROM würde in dieser Umgebung nicht funktionieren.

    Ich lade hier mal ein Binary-Image des NC-TEX17A-APLDAP4 Bausteins hoch.


    Das Image sollte in ein 2532 oder 2532A EPROM gebrannt werden.

    Die EPROM-Sockel des DAP4 Controllers 1528-05 unterstützen nur das Pin-Out des 2532,

    wenn der Speicherbedarf 2 KByte überschreitet.


    Vielleicht möchte jemand den Baustein in seinem DAP4 testen und hier darüber berichten.

    Hallo Carsten,

    ich habe aus den beiden Dateien nc-tex17a-apldap4.bin.txt (2716-Mode) und nc-tex17a-apldap4-2532.bin.txt

    die Speicherbereiche 9000-97FF und 9800-9FFF heraus geholt, in HEX Dateien gewandelt und zusammen kopiert.


    Das Ergebnis habe ich disassembliert.


    Das gewonnene Assembler-File sieht erst einmal gut aus.

    Jetzt fängt das fine-tuning an.


    Zunächst muss ich die Tabellen und Datenbereiche heraus finden und mit den Informationen

    den Disassembler noch einmal drüber laufen lassen.


    Der Baustein ist auf jeden Fall 4Kx8 organisiert und hat vermutlich die Pin-Belegung eines 2532 EPROMs.

    anbei.


    Hallo Carsten,


    bei den als 2732 eingelesenen Daten ist sind die ersten 2K mit "FF" belegt.

    nc-tex17a-apldap4-2732B.bin.txt


    Die EPROM-Sockel meines 1528-05 Controllers sind so beschaltet, dass nur 2K-Bytes genutzt werden können,

    wenn EPROMs der 27xx Serie eingesetzt werden. Alle Pin 21 der EPROM Sockel sind fest mit 5 Volt verbunden.


    Allerdings wäre es möglich den vollen 4K-Byte Adressraum eines EPROM-Sockels auszunutzen,

    wenn ein 2532 EPROM eingesetzt würde.

    Ich hänge zwei Bilder zu der Beschaltung der EPROM-Sockel und zum Pinout der 2716, 2732, 2516 und 2532 EPROMs an.


    Würdest du den Baustein noch einmal als 2532 EPROM einlesen? Hersteller war z.B. Texas Instruments.



    Anbei.


    Ich habe den Inhalt des PROMS NC-TEX17A-APLDAP4 gerade disassembliert.

    Basis-Adresse des Maskenprogramierten PROMs auf dem Einbauplatz neben dem EPROM ist 9000H,

    genau wie bei meinem 1528-05 Controller.


    Ich finde Calls und Jumps, die über die 2K Grenze hinaus gehen, wie z.B. CALL M9D9E.

    Kannst du den Baustein noch einmal als 4K 2732 EPROM einlesen.

    Ich fürchte, wir haben bis jetzt nur die Hälfte des PROM-Inhalts.

    Weißt du noch mehr, warum der SAS-2 entwickelt wurde,

    (gibt es intern ein RAM)

    kann dieser intern 16bit verarbeiten


    Ich denke, dass der SAS-2 entwickelt wurde, um den Logikaufwand im Vergleich zum SAS1-IC zu reduzieren.

    Beim SAS2-IC ist neben dem I/O-Adressdekoder und den Leitungstreibern und Leitungsempfängern keine

    weitere Logik erforderlich.


    SAS1-IC und SAS2-IC besitzen ein unterschiedliches Pin-Out und funktionieren unterschiedlich.


    Der SAS1-IC hält den Prozessor durch die Aktivierung von BUSREQ# an, bis der SAS-Zyklus inklusive

    Antwort-Zyklus des SAS-Peripheriegerätes fertig ist.

    Wenn kein SAS-Gerät antwortet läuft nach ca. 10 Mikrosekunden ein Timeout ab.

    Während der Zeit kann der Prozessor nichts tun.


    Beim SAS-IC ist das anders. Der Prozessor startet einen Zyklus auf der SAS-Schnittstelle.

    Der Prozessor kann dann gleich etwas anderes tun.

    Nach einer gewissen Zeit kann der Prozessor dann den Status im SAS2-IC checken.

    Dadurch wird die Programmentwicklung flexibler.


    Es gibt keinen Speicher im SAS2-IC.

    Das SAS2-IC ist ein 8-Bit Chip.

    Gibt es Hinweise, über die Historie Entwicklungsschritte der Bausteine SAS1, SAS2 (wer hat dieses Protokoll der Übertragung, festgelegt designt....

    Ich denke, das Protokoll der SAS-Schnittstelle wurde von der Firma Nixdorf festgelegt.

    Das war aber vor meiner Zeit bei der Firma Nixdorf, so dass ich das nicht mit 100% Sicherheit sagen kann.


    Der Designer des SAS2-Cips ist mir persönlich bekannt.

    Von dieser Seite sind aber keine weiteren Informationen zu erwarten.

    Ich habe dort schon einmal nachgefragt.


    Die Firma Ferranti war lange Zeit ein wichtiger Lieferant von Custom-Chips für die Firma Nixdorf.

    Meine Frage dazu: ( Franz) - Wie ist das bei Dir? Startet das Netzteil mit nicht angesteckter Tastatur? Was passiert mit den Zentralboard-LED beim Einschalten mit angesteckter Tastatur: Leuchtet grün direkt bevor am Schiebeschalter der Tastatur eingeschaltet wurde?

    Herzlichen Glückwunsch erst einmal zu den erzielten Fortschritten!


    Bei meinem DAP4 leuchtet die grüne LED erst, wenn ich den DAP4 über den Schiebeschalter eingeschaltet habe.

    Die grüne LED ist hardware-gesteuert. Sie leuchtet, sobald der RESET des Controllers inaktiv ist.

    Leuchtet die grüne LED, sind alle Spannungen des Netzteils OK und die Hardware-RESET-Zeit des Controllers ist abgelaufen.


    Die Funktion der anderen LEDS unterscheidet sich evtl. ein wenig bei deinem 1526-Controller und meinem 1528 Controller.

    Bei meinem 1528 Controller leuchtet die rote LED, sobald der Controller empfangsbereit ist.

    Das ist etwa 10 Sekunden, nachdem ich eingeschaltet habe der Fall.


    Einen 1526-Controller hätte ich auch gern. Der scheint einige Interessante Optionen zu bieten im Vergleich zu meinem 1528 Controller.

    Problem ist jetzt für mich, dass ich eine DAP4/BA11 Variante HDLC-ZE habe an die man anscheinend nicht ohne weiteres mit einem asynchronen Protokoll wie V.24 andocken kann.

    Das Bild deiner Controller-Platine zeigt unten rechts ein INHOUSE-Schnittstellen-Modul.

    Mit einem solchen Modul konnten die DAP4-Terminals über ein zweiadriges Telefonkabel mit der Zentraleinheit verbunden werden,

    was den Verkabelungsaufwand in vielen Fällen enorm verringerte, wenn bereits Telefonkabel im Gebäude verlegt waren.

    An dieser Stelle müsste ein V24-Modul eingesetzt werden.

    Das Bild eines solchen V24-Moduls habe ich weiter vorn in diesem Thread eingestellt.

    Um sicherzugehen: Du meinst den Chip bezeichnet mit NC-TEX17A-APLDAP4 ?


    Ja, ich meine den Chip mit der Bezeichnung NC-TEX17A-APLDAP4.

    Ich denke, es handelt sich um ein maskenprogrammiertes PROM, in dem der zweite Teil der Firmware gespeichert ist.

    Um sicherzugehen, dass es sich um ein PROM handelt, könntest du nachmessen, ob die Adress- und Datenleitungen

    Verbindung zu den gleichen Pins beim benachbarten EPROM haben.

    Die .bin der beiden EPROMS befinden sich im Anhang falls dort einmal jemand hineinschauen will.

    Der MINIMOD, den ich hochgeladen habe, passt nur für den Controller 1528 mit 8251 Serial Controller.

    Er wird bei deinem 1526-Board mit Z80-SIO als Serial Controller nicht funktionieren.

    Deshalb wäre es interessant, den Inhalt der beiden EPROMs/PROMs des 1526 Controllers neben dem Z80 SIO zu haben.

    Frage: Muss besagter Teststecker am DAP4 stecken, um das Gerät per Tastatur einschalten zu können? Ich habe das mit einer Break-Out Box gesteckt, aber möglicherweise muss ich nochmal einen "richtigen" Stecker löten...

    Ich habe den Teststecker bei meinem Gerät noch nicht ausprobiert.


    Ich habe die Firmware meines 1528-05 Board disassembliert. Die passt in ein einziges 2716 EPROM.

    In der Firmware habe ich nirgendwo eine Stelle gefunden, wo die Bildsynchron-Signale an das Netzteil mit der

    Bildschirm-Steuerung durchgeschaltet würden.

    Bei meinem 1528-05 Rechner werden die Bildschirm Synchron-Signale über Leitungstreiber zum Netzteil geführt.

    Nach einen Hardware RESET, nach dem Einschalten, sind die Treiber abgeschaltet.

    Sie können durch einen I/O-Befehl eingeschaltet werden. Allerdings kann ich in meiner Firmware keine Stelle finden, wo das passiert.

    Deshalb vermute ich, dass das Aufstecken des Teststeckers allein den Monitor nicht einschalten wird.


    Ich habe in den 80-er Jahren in der Fertigung von Nixdorf lange Reihen von fertig produzierten DAP4 Bildschirmen gesehen, die vor der

    Auslieferung über Nacht getestet wurden. Nun kann nicht hinter jedem Bildschirm auch ein Rechner gestanden haben,

    der diesen angesteuert hat. Es würde mich interessieren, wie der Test der Bildschirme vonstatten ging.

    ich habe heute die Ersatzteile erhalten und eingebaut. Nach erneuter Messung habe ich alle Spannungen bis auf die erwarteten -5V an Pin 2 des 26pol Pfostensteckers NT->Zentralboard.

    Ich denke, dass die -5 Volt nicht entscheidend für die Funktion deines 1526-Boards sind.

    Bei meinem 1528-Board sind die -5 Volt nirgendwo angeschlossen.

    Ich denke, die -5 Volt stehen in der Spec. des Netzteils, die notwendigen Bauteile wurden aber bei späteren Versionen

    des Netzteils nicht mehr bestückt, weil sie nicht mehr benötigt wurden.

    Die .bin der beiden EPROMS befinden sich im Anhang falls dort einmal jemand hineinschauen will.

    Kannst du zusätzlich den Baustein neben dem mit APLADZ bezeichneten EPROM einlesen und hier zur Verfügung stellen.

    Ich denke, es handelt sich um ein Masken-Programmiertes PROM.

    Du kannst es als 2716 einlesen.

    Ich denke, die DAP4 Firmware verteilt sich bei deinem DAP4 mit 1526-Rechner über EPROM und Masken-Programmiertes PROM.

    Aber: Nach ca. 10 sec. stoppte das Klicken: Ich hatte nun stabile 24V, 12V, -12V und 5V - allerdings keine Spannung auf dem -5V-Ausgang.

    Schön, dass es bei der Reparatur des Netzteils voran geht.

    Ich habe mein defektes Netzteil zunächst einmal zur Seite gelegt, weil ich noch ein funktionierendes habe.


    Stattdessen habe ich mich weiter der Frage gewidmet, ob man den DAP4 zu einem normalen Terminal umbauen kann.

    Ich habe das Z80 MINIMON Programm weiter auf den DAP4 angepasst, so dass es beim Start alle Speicher des DAP 4 testet.

    Die Ausgaben und Eingaben erfolgen über die serielle Schnittstelle des DAP zu einem Terminal-Emulationsprogramm

    auf einem PC. Um das Programm zum Laufen zu bringen sind keine Hardware-Änderungen notwendig.

    Es muss lediglich ein EPROM mit dem MINIMON in den EPROM-Sockel neben dem DAP4 Firmware EPROM eingesetzt werden.

    Weitere Informationen in den nächsten Zeilen, ausgeschnitten aus dem MINIMON Listing.


    Ich hänge eine ZIP Datei mit den Sourcen und dem Listing an.


    ;-----------------------------------------------------------------

    ;

    ; Der MINIMON-DAP4 V08 ermöglicht das Debuging der DAP4 Hardware über die serielle

    ; Schnittstelle des DAP 4.

    ; Getestet wurde das Programm auf einem DAP4 mit Controller-Board 1538/05.

    ;

    ; 1. RTS und CTS, Pin 4 und Pin 5, am DB-25 Stecker brücken.

    ; 2. Pin 2 und Pin 3 des DB25-Steckers über ein Null-MODEM-Kabel mit einem PC

    ; mit Terminal-Emulation wie z.B. TERATERM verbinden.

    ; Leitungsparameter: 9600,8,N,1

    ; 3. EPROM 2716 mit dem MINIMON in den EPROM-Sockel direkt neben dem Firmware-EPROM

    ; des DAP4 einsetzen. Dieses EPROM belegt die Adressen 9000-97FF.

    ; Weitere Hardware-Änderungen sind nicht notwendig.

    ; 4. Den DAP4 über die Tastatur einschalten.

    ; 5. Die DAP4 Firmware überprüft während der Initialisierungsphase,

    ; ob in dem neu eingesetzten EPROM ein Programm gespeichert ist.

    ; Das geschieht, indem die Firmware überprüft, ob in dem neu eingesetzten EPROM

    ; auf Adresse 900B der Opcode eines JUMP-Befehls (C3) abgespeichert ist.

    ; Ist das der Fall ruft die DAP4 Firmware die Routine auf Adresse 900B per CALL auf.

    ; Der Minimon-DAP4 disabled den Interupt des Z80, verzweigt zum MINIMON und kehrt

    ; nie wieder zur aufrufenden DAP4-Firmware zurück.

    ; 6. Der MINIMON-DAP4 initialisiert zunächst den Controller 8251A für die serielle Schnittstelle.

    ; Nach der Initialisierung gibt der MINIMON-DAP4 ein Zeichen, ein HASH, "#"

    ; auf die serielle Schnittstelle aus.

    ; Erscheint das "#", ist zumindest die Ausgabe über die serielle Schnittstelle funktionsfähig.

    ; 7. Anschliessend beginnt der MINIMON-DAP4 damit, den Speicher des DAP4 zu testen.

    ; Zunächst wird der Speicherbereich von 8000 - 87FF getestet, in den der MIMON

    ; anschliessend geladen werden soll. Als erstes werden zwei Speicherzellen getestet

    ; indem sie abwechselnd mit 55 und AA beschrieben und gelesen werden.

    ; Ist der Test erfolgreich, wird das Zeichen ">" an die serielle Schnittstelle ausgegeben.

    ; Ist der Test nicht erfolgreich, wird das Zeichen "<" ausgegeben.

    ; Dann wird der Speicherbereich von 8000H - 87FFH mit den Testpattern 55H beschrieben.

    ; Nach 256 geschriebenen Bytes wird ein Punkt an die serielle Schnittstelle ausgegeben.

    ; Danach wird der Speicherbereich von 8000H - 87FFH gelesen und überprüft.

    ; Nach 256 gelesenen Bytes wird ein PLUS-Zeichen an die serielle Schnittstelle ausgegeben.

    ; Als nächstes wird der DRAM-Speicher von Adresse 1000H - 7FFFH getestet indem der

    ; Testpattern 55H geschrieben wird und gleich wieder gelesen wird. Nach 256 getesteten

    ; Bytes wird ein PLUS-Zeichen an die serielle Schnittstelle ausgegeben.

    ; Alle Tests und Ausgaben funktionieren bis zu diesem Zeitpunkt ohne Stackpointer.

    ; Die Routinen funktionieren also auch, wenn der Speicher defekt ist.

    ; Wenn die Tests bis zu diesem Zeitpunkt fehlerfrei sind, wird der MIMON-DAP4

    ; (ohne die Testroutinen) in das DRAM ab Adresse 8000H kopiert und dort gestartet.

    ; Ab diesem Zeitpunkt funktionieren die Routinen mit Stackpointer.

    ; Der MIMON-DAP4 testet das Video-SRAM im Adressbereich von E000H - E7FFH und verwendet

    ; zu dem Zweck einen ADRESS-Test.

    ; Das CMOS-RAM im Adressbereich von FF00H -FFFFH wird zerstörungsfrei getestet.

    ; Jeweils ein Byte wird gelesen. Das Complement wird auf die gleiche Adresse geschrieben

    ; und zurück gelesen. Dann wird der Original-Wert wieder zurück geschrieben.

    ;

    ; Die Kommandos und deren Parameter, die der MIMIMON-DAP4 ausführen kann, sind weiter

    ; unten im Text beschrieben.

    ;

    ;-----------------------------------------------------------------

    Der für den DAP4 angepasste MINiMON spricht jetzt über die SAS-Schnittstelle mit der SAS-Tastatur

    des DAP4 und schickt die ausgelesenen Tastencodes als HEX-Wert an einen über die serielle Schnittstelle

    angeschlossenen PC mit TERATERM.


    Ich hänge hier mal die Tastencodes für eine SAS-Tastatur an.


    Die Tastencodes im linken Tastenfeld liegen zwischen 00 und 3F.

    Sie werden ergänzt durch die Status-Bits SHIFT und CNTRL.

    Das Status-Bit "SHIFT" kann in der SAS-Eingabe-Zeile EGS2 zusammen mit dem Tastencode (6Bit) eingelesen werden.

    Das Status-Bit "CNTRL/EBT5" kann in der SAS-Eingabezeile EGS1 eingelesen werden, zusammen mit den

    Status-Meldungen "EBT(4:0)", der Status-Meldung "Fehler" (FE) und der Status-Meldung "Fertig-Meldung" (FM).

    Die Status-Meldung FE fasst die Fehlermeldungen "SAS-Parity-Fehler" (MPF) und "Merker Netzausfall" (MNE) zusammen.

    Die Status-Meldung "Fertig-Meldung" (FM) zeigt an, dass ein neuer Tastencode bereit zum Abholen ist.

    Die Status--Meldungen EBT(4:0) zeigen den Zustand der optionalen Schlüsselschalter rechts neben dem Tastenfeld an.


    Das rechte Tastaturfeld wird als numerische Tastatur bezeichnet.

    Wenn eine dieser Tasten betätigt wird, so wird dieses durch das Status-Bit "NUMERISCHE TASTATUR" (NT) angezeigt.

    Das Status-Bit "NUMERISCHE TASTATUR" (NT) kann zusammen mit dem Tastencode über die SAS-Eingabezeile EGS2

    eingelesen werden. Es ist das höchstwertigste Bit der 8-Bit Eingabezeile EGS2.

    Die Taste "0" im rechten Tastaturfeld liefert z.B. den Tastencode B0, Bit 7 gesetzt, Status-Bit NT gesetzt.

    Die Taste "0" im linken Tastaturfeld liefert den Tastencode 30, Bit 7 nicht gesetzt, Status-Bit NT nicht gesetzt

    Vielleicht kann man die DAP4 Firmware durch selbst gebastelte Terminal-Firmware erweitern.

    4 EPROM Steckplätze sind noch frei und die DAP4 Firmware prüft, ob in zweien der vier EPROMs

    Code gespeichert ist, indem sie prüft, ob an einer bestimmten Stelle der OPCODE eines Z80-JUMP-Befehls gespeichert ist.

    Wenn das der Fall ist verzweigt die FW durch einen CALL dort hin. Ganz zu Anfang in der DAP4 Firmware wird z.B. geprüft,

    ob auf der Adresse 9008 der OPCODE eines Z80 JUMP-Befehls (C3) steht.

    An dieser Stelle kann man die DAP4 Firmware kapern und erweitern.

    Ich habe mir das zunutze gemacht und in den zweiten Sockel mit der Basis-Adresse 9000H ein Monitor-Programm gesteckt.

    Weitere Änderungen sind nicht erforderlich.


    Ich habe den MINIMON von Andreas Burgwitz, den ich für ein anderes Projekt wiederbelebt und erweitert hatte,

    auf den DAP4 mit den 8251 Serial Controller angepasst.

    Nach einigen Versuchen läuft er schon mal. Ich muss aber noch ein paar Macken ausbessern.


    Mit dem MINIMON Monitor-Programm kann ich nun die DAP4-Firmware und -Hardware weiter erforschen.


    In meinem Fundus habe ich ein SEEQ DQ-2816A - 2 K-EEPROM gefunden.

    Das lässt sich sehr gut als Ersatz für ein 2716 EPROM verwenden.

    Der TL866 Programmer kann es als ATMEL 2816 programmieren.

    Damit erspare ich mir das ständige Löschen von EPROMs mit einem UV-Löschgerät.




    Das Verfahren zur Eingabe der Baudrate ist hier in einem Video dokumentiert:

    Entering DAP4 keyboard parameters – 8870Adventures


    Ich habe verschiedene Dokumente durchstöbert und inzwischen die entsprechende Routine

    in der DAP4 Firmware für den Controller 1528 gefunden.


    Man hat nach dem Einschalten ca. 5 Sekunden Zeit, die Baudrate einzustellen.

    Die Firmware akzeptiert einige Tasten im rechten Eingabefeld.

    Die Tasten im linken Eingabefeld werden nicht akzeptiert.

    Die Firmware benutzt nicht den ASCII-Code, der Tasten, sondern den Code, welche die Tastatur liefert:

    80 = Taste oberhalb des Einschalters

    9E = CR

    B0 - B9 für die Ziffern 0 - 9


    Die Eingabe generiert einen HEX-Code, der im CMOS-RAM abgespeichert wird.

    Die ersten 4-Bit des Codes muss ich noch entschlüsseln.

    Die niederwertigsten 4 Bits sind der Teilerfaktor mit welchem der Baudrate-Generator programmiert wird.


    Die Alpha-Tasten der Tastatur werden nicht benutzt. Das rechte Tastenfeld besitzt nur Dezimaltasten.

    Der der Hex-Wert des BD-Generator-Teilerfaktors wird deshalb als Dezimalzahl eingegeben,

    z.B. 09 = 09, 10 = 0A, 11= 0B, 12 = 0C, 13 = 0D, 14 = 0E und 15 = 0F.

    Es müssen immer vier Tasten eingegeben werden.


    Für 9600 Baud:

    1. 80 - Taste oberhalb des Einschalters -> Die gelbe Lampe geht aus, der aktuelle Teilerfaktor wird

    als Binärwert auf R4 - R1 angezeigt

    2: 9E - CR -> L4 und die gelbe Lampe gehen zusätzlich an.

    3: B0 - 0

    4: B8 - 8

    5: B1 - 1

    6: B5 - 5

    4: 9E - CR -> Der neue Teilerfaktor wird auf R4 - R1 angezeigt.

    5: 80 - Taste oberhalb des Einschalters -> R4 - R1 gehen aus.


    Nach Eingabe des zweiten CR-Zeichens wird der eingegebene 4-Bit Code auf den RAST-Tasten R4 - R1 ausgegeben.


    0815:

    08 dezimal = 08 hexadezimal. Die Bedeutung dieses Wertes muss ich noch entschlüsseln.

    15 dezimal = 0F hexadezimal. Das ist der Teilerfaktor, mit welchem der Baudrate Generator programmiert wird.


    Eine Tabelle mit den verschiedenen Teilerfaktoren, und der resultierenden Baudrate stelle ich nachfolgend als Screenshot ein.


    Der SAS1-IC befindet sich auf zweien meiner DAP4-Controller,

    einem 1528 mit Z80 Prozessor und einen unintelligenten 2482, auf dem ich keinen Prozessor finden kann.

    Der SAS-1 C ist bei beiden Controllern unterschiedlich beschaltet.


    Beim 1528 ist Pin 14 offen und immer high.

    Beim 2482 ist Pin 14 hart mit GND verbunden.

    Daraus leite ich ab, dass Pin 14 ein Konfigurations-Input ist.


    Beim 1528 sind Pins 9,10,11,13 offen und immer high.

    Beim 2482 sind die Pins mit einem DIP-Schalter verbunden.

    Pin 9 -> DIP-Switch4

    Pin 10 -> DIP-Switch3

    Pin 11 -> DIP-Switch2

    Pin 13 -> DIP-Switch1

    Ich vermute, dass beim 2482 Controller die SAS-Adresse über Pins 9,10,11,13 eingestellt wird.

    In meinem DAP4 dient ein 24-poliger SAS1-IC, der von der Firma Ferranti für Nixdorf hergestellt wurde,

    zum Anschluss der Tastatur und weiterer Peripherie wie z.B. Drucker.


    Über den Nachfolger, den SAS2-IC habe ich im Forum bereits einige Informationen bereit gestellt.

    Über den SAS-1 IC-besitze ich leider keine Informationen.

    Bei dem SAS-2 IC wird ein Zyklus auf der 1-Draht SAS-Schnittstelle ausgelöst, indem ein Kommandowort an den IC ausgegeben wird.

    Wird ein weiteres Kommando an den SAS-2 IC abgegeben , bevor der SAS-Zyklus beendet ist, wird er Prozessor durch den

    WAIT_N-Ausgang des SAS-2 IC so lange im WAIT gehalten, bis der Zyklus auf der SAS-Schnittstelle beendet ist.


    Bei SAS-1-IC läuft das anders. Der Prozessor wird durch BUSRQ_N für eine definierte Zeit angehalten, die immer ausreicht, um einen

    Zyklus auf der SAS-Schnittstelle zu beenden.

    Wenn bei einem Adress-Zyklus z.B. das adressierte SAS-Gerät antwortet, gibt der Controller einen LOW-Impuls an PIN3 ab.

    Der Wartezustand durch BUSREQ_N wird dann sofort beendet.

    Wenn das adressierte Gerät nicht antwortet, dauert der Wait-Zustand durch BUSRQ_N länger.

    Der Status, den die DAP4 Firmware anschliessend liest, ist unterschiedlich bei SAS-Zyklen, bei denen das adressierte Gerät antwortet

    und bei Zyklen, auf die das adressierte SAS-Gerät nicht antwortet.

    Bei meinem DAP4 benutzt der SAS-1-Controller die Write-Adressen 03 und 02 und die Read-Adresse 02.

    Weiterhin wird ein Status-Bit auf der Read-Adresse 01 abgefragt. Ich denke, das ist das Zeitfehler-Bit.

    Die SAS-Zyklen sind mit Parity abgesichert. Ich habe bei dem SAS-1-IC bisher nicht herausgefunden,

    wie der Parity-Status nach einem Zyklus überprüft wird.


    Ich habe die Pin-Belegung des SAS-1-IC bei meinem 1528 Controller-Board ausgeklingelt.

    Bei einigen Pins habe ich keine Verbindungen gefunden und kann deshalb nicht einmal über die Verwendung spekulieren.

    Bei anderen Pins kann ich die Funktion aus der Verdrahtung auf dem DAP4 Controller Board ableiten.


    Die DAP4 Firmware adressiert die Tastatur laufend und wechselt dabei zwischen den SAS-Adressen 10H und 20H.

    Meine Tastatur meldet sich auf die Adresse 10H


    Ich möchte gern wissen, wozu die Pins 5, 9,190, 11,12,13,14 dienen.

    Ich würde gern wissen, wie das mit der Parity-Überprüfung beim SAS-1-IC funktioniert.


    Jede Art von Informationen ist willkommen.


    Ich hänge hier eine Pinbelegung des SAS-1-IC an, soweit ich die ausklingeln konnte.


    Ich hänge auch einige Screenshots vom Logikstate-Analyzer an, auf welchem man das Signal auf dem SAS-Draht

    und den Signalverlauf an einigen Pins des SAS-1-ICs sehen kann.

    IOWs auf Adresse 03 mit DB(7:0) = 10H starten einen Adress-Zyklus zur Tastatur und werden beantwortet.

    IOWs auf Adresse 03 mit DB(7:0) = 20H starten einen Adress-Zyklus zur Tastatur, werden aber von meiner Tastatur nicht beantwortet.


    Ein adressiertes SAS-Gerät sollte auf einem Adress-Zyklus mit der Adresse antworten, mit der es adressiert wurde.