Posts by jdreesen

    übrigens hab ich genau dieses Kenbak-exemplar mal in den Handen gehabt : 2003 wahrend einer Ost-kanada Rundreise ( PS das lohnt sich ! ) war ich im Museum, in Annapolis Royal, wo der freundliche Eigentumer ( Ex-DDR, nach der Wende gleich nach Ostkanada emigriert ) mein grosses Interesse sah, und deswegen das Ding fur mich mal aufgeschraubt hat.

    Nettes Kleines Museum, von der Grosse etwa ein besseres Wohnzimmer.


    35 K Dollar wert ? Nicht wirklich, der einzige Grund ist das man mal den Kenbak "Offiziell" zum ersten Homecomputer gekrönt hat. Auch ich glaube das Preise eher wieder fallen werden, wenn mal deutlich wird das "first homecomputer" doch ziemlich willkürlich ist...


    Und "selten" ist nicht unbedingt gleich teuer, habe mehrere ahnlich seltene Machinen stehen die trotzdem nicht viel Wert haben.


    Falls jemanden mal das PCB nachzeichnet : ich habe einen kleinen Vorrat der Schieberegister-bausteinen.


    Jos

    Das ist eigentlich kein gescheitertes System - nur eben eines, was ganz andere "Erfolge" hatte.

    Kommerziell ist die Lilith gescheitert. Was auch kein Wunder ist, denn was da tatsachlich realisert wurde sind interessante Prototypen, keinenfalls produktionsfertige Computersysteme. Das war jedoch am Anfang auch nicht die Absicht.

    In der Hardware gibt es zum Teil underdimensierten Supplyleitungen , viele Platinen waren nur doppelseitig, wo 4-lagig angebracht waren, es gibt offene TTL-eingänge, das HB120 10Mb wechselplatten Laufwerk war skuril und non-standard. Das OS kannte keine Unterverzeichnisse usw, das Ethernet war 3MB anstatt 10MB, der Address-bereich war zu klein usw. usw.
    Und dann kam noch dazu das Memory, CPU und Display asynchron arbeiteten, was die Entwicklung sicherlich nicht vereinfachte....

    Alles Kleinigkeiten, aber insgesamt dann doch zuviel.


    Es gab bemühungen die Lilith als Mikroprozessor zu realisieren, ist aber bei Prototypen geblieben.


    Die MC68K kam zur gleichen Zeit am Markt als die Lilith, spatestens dann machte die Eigenentwicklung von CPU's keinen Sinn mehr. Die Lilith-nachfolge "Ceres" war dann auch eine NS32K Konstruktion.


    Jos

    wow, wo hast Du denn bloß diese Maus her? Das dürfte so ziemlich die erste kommerzielle Computermaus überhaupt sein! beeindruckend.

    Telefunken verkaufte bereits 1968 Computermause, damals "Rollkugel" genannt...


    Die ETH Lilith hatte schon um 1979 eine Depraz P4 Maus, auch bekannt als "Swiss" mouse. Da draus ist Logitech enstanden.


    Siehe https://www.logitech.com/lang/…st_important_products.pdf


    Falls Du eine P4 haben mochtest :


    https://www.ebay.com/itm/RARE-…Swg3FUqrhL&frcectupt=true


    Aus irgend einen Grund verkauft sich das Ding nicht, er versucht es schon seit Jahren....

    Dazu muss man sagen, das der Tektronix ein 19 Zoll Vektor Bildschirm ist - und ein ganzer (Basic)Computer,

    Ein Tek4054... Wow...


    Ich habe für TEK4052 und TEK4054 ein Fieldservice-modul nachgebaut, womit man viele Aspekte des Digital-teils testen kann.

    Siehe Anhang. Hab noch etliche Platinen ubrig, ebenso Ersatzplatinen für den Digitalteil der TEKs. Lauft die Kiste ?


    Die Hardcopy-unit is für die Katz, das benötigte Spezialpapier gib es nicht mehr, etwaige Restmengen dürften seit 25 Jahr nur noch Sondermull sein...

    Gedruckt wird über einen Spezial-CRT, der genau eine einzige Zeile hat !



    Jos

    - dem armen Kerle hatte ich damals auch meine PDP 8/I angedreht aber dank dadurch die erste Lisa ergattert :sunny:

    Ne 8I waere mir auch eine Lisa wert ! Sogar meine Lisa, mit 270Mb Harddisk und alle 7 verfugbare OS's installiert.....

    Na ja, irgendwann.....

    Huh, was ist den hier los ? Kann Beni's original message zwar nicht mehr lesen, aber ja, bei mir stehen 3 Diablo Laufwerken. Alle in den letzten paar Jahren erstanden, ohne Mondpreise bezahlt zu haben. Einfach Augen offen halten.

    Diablo 30/40 waren in den fruhen 70'ern das standard Cartridge Laufwerk, und wurden von sehr viele Herstellern verwendet, nicht nur Xerox.


    Beni hat halt eine uberdurchschnittliches Interesse an der Alto, was ja vollig OK ist. Kleine Stichelei : die ETH Lilith, die europaische Antwort auf dem Alto , kannte er (und viele Andere) nicht .....


    Langzeitplan bei mir ist mal ne Alto nachzubauen, alle Infos / Software sind vorhanden, die Diablo hab ich ja , grosstes Problem ist einen Monitor zu finden der die niedrigen Abtastraten der Alto abkann. Der mechanische Aufbau wird auch kaum 100% gleich bleiben.



    Jos

    PDP8 vorstellen ? Das ist der erste massentauchlicher Minicomputer überhaupt....

    12 bit breit, max 32K Speicher.


    Siehe https://en.wikipedia.org/wiki/PDP-8


    Also mein Exemplar ist ein PDP8/E, 16K Halbleiterspeicher ( von anno Dazumals ), 16K Core memory, TU56 Dectape drive und 5Mb Wechsel-Festplatte ( ca. 50 Kg nur fur das Diskdrive), wurde 1970 gebaut, und an der ETH Zurich als Physik-experiment Kontroller benutzt. Hat deswegen auch analog I/O, was ja recht selten ist für die PDP8.


    Google nach PiDP8 falls du mal PDP8 schnuppern möchtest, ohne gleich ganz hardcore 250Kg ins haus zu schleppen, wie ich gestren gemacht habe...



    Jos

    Also, da sind einmal die CPU-Karte :


    ..memory...


    ...Floppy Kontroller...



    ... und Video/keyboard Karte :



    und wenn wir schon dabei sind :

    Keybord controller Version 2.0

    NANO_V2.BIN.txt


    Charactergenerator ROM


    D160-1.BIN.txt


    und das Boot Eprom


    BOOT23.BIN.txt


    Dank fur deine Bilder. Falls dein Keyboard noch offen ist : ich erkenne 74ls14, 74ls393, 74ls151, 74ls156 (oder doch 166?) .

    Das letzte IC lässt sich leider nicht identifizieren wegen des Blitzes ; vielleicht auch ein 74ls156 ?


    Währe zusammen ein 16x8 Matrix, macht durchhaus sinn..


    Jos

    sks nano ohne Keyboard

    Prima das ein "sks nano" noch wieder im Fundus gelandet ist. Leider ohne Tastatur. Und schon komme ich gleich auf den Punkt. Um evtl. eine Ersatz - Tastatur an die nano in Gang zu bringen, ist aber etwas einiges an Mitarbeit ( jdreesen ) erforderlich.

    Na ja, etwas rausgefunden hab ich schon was : von den 14 pins im DIN-stecker sind 12 belegt. Davon 3 GND, einmal +5V, 2 TTL Ausgange, 3 TTL Eingange, einmal direkter Anschluss auf den 8741 Keyboard Kontroller, 2 x Leerpin.

    Parallel ASCII scheidet so auf jeden Fall aus, was ja eigentlch auch aus der Doku hervorgeht.

    Falls ein Foto der Tastaturelektronik existiert währe mir sehr geholfen. Disassembly vom 8741 Inhalt währe zwar auch ein Weg, aber doch sehr umständlich.


    Ansonsten : es ist ein einfacher Nano, mit 64K RAM Karte, keine extension Cards.


    Jos

    ...und jetzt is auch mir eine SKS Nano zugelaufen....

    Leider ohne Tastatur. Hat noch jemand eine ...?


    Und weil dieser Aufruf ziemlich sicher ohne Erfolg bleibt : was für ne Tastatur ist das ?

    aus den 14-poligen DIN Stecker heraus wurd ich meinen 8 bit ASCII parallel , aber das Handbuch ist da andere Meinung.

    Kennt jemand die tätsachlich Belegung / Funktionalität ?


    Jos

    Den alten Thread mal wieder ausgraben, denn es gibt neues : habe grade die +/- 80 Floppies von meinem ACI-90 Pascal Microengine geimaged, deshalb :


    Disks of general interest can be downloaded on ftp://ftp.dreesen.ch/WD9000/MicroEngine.zip

    These are mostly variants of the OS and a set of system selftests.


    Toshi, Du braucht vermutlich dieses da draus : SYSTEM/OS_F0_SingleDensity.IMD


    Dies images ist single-density und sollte auch fur die erste Varianten de Microengine geeignet sein.


    YMMV of course....

    Das ist ein digital-kassettenrekorder von Philips.

    Nein das ist ein Triumph Adler Cassetten Laufwerk - z.B. für TA 20 - vielleicht ist das Laufwerk drinen von Philips...

    Das Laufwerk drinnen is definitiv Philips, hier gibt es ein exploded view ( Seite 14 ) dieses Laufwerks :


    https://www.vaxbarn.com/p800/p…1_30621_feb82_ch15_20.pdf

    Im Dokument sieht man auch wie diese Laufwerke in 3-er Satze beim P856/7 benutzt wurden.

    Das Gerat braucht Digitalkassetten, nicht die genau gleich grosse Audiocassetten.


    Aber interessant, wusste nicht dass das Ding auch ausserhalb Philips benutzt wurde.


    Jos

    Sieht so gar nicht nach das System von roody aus.... Nur die Tastatur ist identisch.

    Aber ja, ist ebenfalls ein 8080 / 64K ram System


    Die angekündigte Eprom-dumps verzögeren sich bis ich 1702 Eproms auslesen kann. So alt is das design.....


    Platinen-bilder gibt's auf ftp://ftp.dreesen.ch/Datic


    Jos

    jdreesen UIII, der PDC Clipper sieht geil aus - den magst nicht zuuufällig gegen was tauschen?

    Stimmt, so im weinroten Leder Attache-case. Und Printer, 3Zoll Laufwerk, Platz fur Akustik-koppler und und...

    Und ähnlich Selten wie ein C65...Deshalb nicht Tauschbar.

    Lauft übrigens noch nicht, werd aber sicherlich noch. Es sei den das EL ist hinüber....


    Werde die Reparatur ordentlich dokumentieren. Hat noch wer ein paar 3 " Disketten übrig ( nicht 3.5" !) ?

    Ist ein ziemliches Gebastel im inneren, mehr Prototyp als Produktionsfertige Hardware-


    Auch find ich die Datenträger zum Stinger interessant - für meine Datenträgersammlung ;)

    Ich hab raue Mengen davon, da ist sicherlich was machbar.

    Auch bei mir hat es in letzer Zeit Museumszuwachs gegeben : aus Schweden sind mehrere Singer 1501 gekommen. Personal Computer aus dem Jahr 1971 ! ( Mit CPU auf TTL basis (74181) und am anfang 1Kbit Dynamische Rams ) Passt gut zu meiner Datapoint 2200, gleichen Zeitraum, auch TTL CPU mit 74181



    Als Massenspeicher sind 2 Tapedrives vorhanden, mit ulkigen selbst-einfädelenden Spülchen. Davon hat es auch reichlich :


    Die Machine war damals durchaus verbreitet, heute kennt sie niemand mehr.


    Aus Holland sind Messsysteme auf Philips P854-CPU basis dazu gekommen. Der P854 is ein Philips Computer aus der P800-reihe, grob vergleichbar mit PDP11. Die CPU is mit AMD2901 aufgebaut. Mit einige Hollandische Sammlerkollegen versuchen wir darauf die normale Philips-OS zum laufen zu bringen.


    Auch aus Holland : ein Trivector Triton 19 zoll EInschub mit Platz fur 3 Z80 auf dem Mainboard. 2 sind bestückt, einer davon hat ganse 0 Byte RAM....Wird wohl nicht komplett sein. Aber die Kist hat ein Diablo-40 Laufwerk, was das ganse wiederum hochinteressant macht.



    Last but not least : aus Belgien ein PDC Clipper, ein C64 Laptop im vornehmen Kostum. Normalerweise nicht mein Ding, aber so etwas spezielles lässt man sich nicht entgehen. Schon gar nicht wenn mann damals , wie ich, bei Siemens wo die Dinger zusammengestellt wurden, ein Schnupperlehre im Zimmer nebenan gemacht hat. Das EL-display hat mich damals umgehauen.


    Ich war auf Durchreise in der Gegend unf habe mich kurz mit roony getroffen um das DATIC mal genau anzusehen.

    Also grundsatzlich ist es ein sehr frühes 8080 CP/M System.

    Hardware Doku ist leider nicht dabei.


    Orignal CP/M Doku von Digital Research ist vorhanden.

    Bin mir aber nicht sicher ob CP/M als eigentliches Betriebsystem genutzt wird oder nur als Zwischenlayer.

    Dieses DATIC ist ein Einzelplatzrechner, nicht terminal basiert. Es ist kein RS232 vorhanden.


    Kein S100 Bus, sondern ein straight through Backplane mit 2 x DIN41617 Stecker pro Platine ( 62 pins total )

    Platinen im System :

    - Videokarte ( TTL basiert, mit 320bit Schieberegister als zentrales Element)

    - Tastaturinterface ( TTL)

    - DMA-kontroller

    - CPU Karte (8080)

    - 4 x 16Kbyte SRAM Karte ( mit 2114 1Kx4 SRAM bestückt, eine bekannte Fehlerquelle )

    - Printerinterface

    - Cartridge drive Kontroller ( 2 Platinen, reines TTL-Grab )

    - Floppy kontroller ( 2 Platinen, auch reines TTL-Grab )


    Das einzige LSI Chip im gesamten System is der 8080.

    Weitere Komponenten :

    Ampex DM448 Laufwerk 1 x Fix, 1 x removable 14" cartridge (Vermutlich Diablo 40 equivalent)

    2x Shugart SA801 ( Hardsectored ) 8 Zoll floppies

    Typenraddrucker



    Reserveplatinen sind reichlich vorhanden, mindestens 2 komplatte Sätze fur dieses System, und mindestens ein Satz fur ein späteres System.

    Die CPU karte fur das spätere System besitzt 4 UARTs, durfte also eher die DATIC 8000 sein.

    Damit währe das System von roody also kein DATIC 8000, sondern ein anderes DATIC.


    Wir haben versucht das System hochzufahren ( Powersupply ist nachgemessen, ist in Ordnung ) : ist leider nicht gelungen.

    Nachher wurden CPU Karte ersetzt, und die 4 SRAM Karten durch eine 64 Kbyte DRAM Karte des spateren System ausgetauscht.

    2 Tantalelko's wurden abgefackelt...


    Mit de neuen Setup gabs es wenigstens Suchaktionen des Floppylaufwerk, aber booten tut die Maschine immer noch nicht.


    In 2 Wochen folgen Bilder der Platinen und Dumps der mittlerweile abgedeckten Eproms.


    Jos

    4116 und equivalenten sind immer noch gut zu kriegen, dass ist kein Problem.

    Das Problem ist dass diese RAMS sehr oft gelötet sind, und deshalb schwierig zu testen ist.

    Deshalb hätte ich gern ein in-circuit testet.


    Meine Lilith zb gibt mir nicht mal die Moglichkeit ein assemblerprogram zwecks Ramtest zu starten, da alles in Modula-2 geschrieben ist.

    Um die 128 4116 auszulöten fehlt mir den Mut, und schaden an der Platine sind vorprogrammiert

    Nicht schlecht, ist aber kein in-circuit tester : wenn ich an die 400-500 eingelötete 4116 chips denke, die da in meine Sammlung sind......


    Mir schwebt ein Gerät vor das RAS/CAS/ADR usw entgegen nimmt und daten vergleicht..

    Dieser Tester wird auf ein 4116 draufgesetzt, der klassischen Komputer wirdt in betrieb genommen-


    Beim DRAM-schreiben wird der Bitwert in ein modernes SRAM kopiert, und ein Flag gesetzt ,beim DRAM lesen eines vorher beschriebens Bit werden die Bits verglichen.


    Jos

    Generelle Fehlerquellen :

    - alte DIP-switches geben öfters Kontaktprobleme.

    - 4116 DRAM gehen gerne mal kaputt. Die -5V sollte vor den anderen Betriebsspannnungen anliegen.

    Nicht alle Designer haben das damals begriffen...


    Ein in-circuit 4116 Tester wäre ein lohnendes Projekt, und zwar nich nur wegen der MicroEngine.


    Jos

    Der extra 8255 durft kaum Schaden verursacht haben, soweit der 8255 selber OK war.


    Wie gesagt : Schaltbilder gibt es auf bitsavers. Der clock is 4-fasig und ziemlich heikel. Konnte man mal checken.


    Die MicroEngines kommen in verschiedene, unter einander nicht kompatible, Versionen.

    Welche Microms hast Du ? ( das sind die CP2171-xx Bausteine. )

    Da bei dir ( wie bei mir ) der interrupt controller ( 20 poliges IC neben den 8255) fehlt gehe ich davon aus das es sich um ein fruhes System handelt. Das OS dazu hat polling benutzt, die spätere Varianten Interrupts.


    Die Bitsaver images sind, glaub ich, für das spatere OS und laufen somit nicht mit dieses System.


    Jos