Tandon TM-100-2A Kurzschluss!

  • Hallo Leute! :)
    Ich habe beim Aufräumen ein altes Tandon 5.25 Zoll Floppylaufwerk aus einem IBM XT wiederentdeckt :thumbsup:
    Leider viel mir beim Anschluss an den Strom auf, das dass Laufwerk wohl irgendwo einen Kurzschluss hat, denn das Netzteil summt nach dem Einschalten nur und hört beim Abschalten mit einem hochfrequenten Fiepen auf X( :(
    Also ist klar, dass es sich nur um einen Kurzen handeln kann.
    Aber wo soll ich als erstes suchen? Ich bin in den Dingen ein technisches Embryo, zwar besitze ich ein Voltmeter und einen Lötkolben, aber alleine verstehe ich da nur Bahnhof :(
    Hat jemand eine Idee, wo ich mit der Suche beginnen sollte?
    Gruß
    Klaus

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Auf der Platine des Tandon-Laufwerk gibt's einige Tantal-Elkos. Die verursachen schon mal sowas.
    Zu erkennen sind die am tropfenförmigen Gehäuse.
    Bei denen würde ich die Suche beginnen.


    Edit: Bitte auf die Polung achten. Ein verpolter Tantal-Elko geht für gewöhnlich bei angelegter Spannung in Flammen auf und brennt dabei gerne mal ein fieses Loch in die Platine.

  • Ok, vielen Dank!
    Ja, da sind wahrlich viele Tantal Elkos. 8|
    Ich beginne wohl am ehesten mit den Elkos am Netzeingang.
    Auf was muss ich das Voltmeter stellen? Bzw wie muss ich an den Elkos messen? (wie gesagt, absoluter Laie, bisher nur am Röhrenradio gemessen und gelötet.)

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Zieh mal alle Steckverbinder hinten von der oberen Platine ab und probiers noch mal.
    Wenn dann das Netzteil nicht abschaltet liegt der Fehler schon mal nicht dort :)
    Ich tippe mal schwer auf nen durchgeschossenen Tantal-Elko.


    Miss mal mit nen Multimeter den Widerstand am Stromanschluss des Laufwerks zwischen Masse und 12V und zwischen Masse und 5V.


    Benutzt du ein altes Ur-PC- oder XT-Netzteil?
    Falls ja, nimm mal ein modernes. Nicht dass du am Ende bei den Experimenten noch ein seltenes Netzteil killst...


    Du kannst theoretisch den Fehler auch mit der explosiven Methode suchen: Möglichst starkes modernes ATX-Netzteil anschließen und damit den defekten Tantal sprengen.
    Am besten Schutzbrille tragen. Danach gut lüften ;)

  • Hallo kpanic!
    Ich hatte bis grade eben ein AT Netzteil genutzt, keines aus dem PC oder XT :D
    Aber!!... Das scheint sich grade verabschiedet zu haben, sodass ich vielleicht wirklich zu der gewaltsamen Methode neige :D
    Da merke ich grade, das mir langsam die Test- AT- Netzteile ausgehen, mist... :|

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Hallo! :)
    Teilerfolg! :D Habe heute mal die brachiale Methode ausgetestet und siehe da, ein Elko flog und auch eine Leiterbahn wurde wie blank geätzt :roll:
    Der XT startet somit mit dem Laufwerk, es kann auch angesprochen werden (Die Lampe leuchtet), aber von der Mechanik her tut sich einfach nichts :rotwerd: Ist dies nun ein neues Problem oder hat es was mit dem Tantalelko zutun?
    Werde gleich mal ein Bild der Stelle einstellen, es ist ein blauer Tantalelko hinter der Leiterbahn "R61"
    Was nun?
    Klaus

  • Also der C36 (der bei dir jetzt fehlt) ist bei mir ein 16V 4,7uF und hängt zwischen Masse und +12V.


    Bau die Platine mal aus und schau dir die Unterseite an, eventuell hat's da jetzt die Leiterbahn gekostet.
    Kannst mal die Lötstellen des Tantal zu Masse und 12V des Stromsteckers messen.

  • Hallo kpanic! :)
    Also die Unterseite sieht für mich vollkommen in Ordnung aus, aber vielleicht leitet die Bahn auf der Oberseite nicht mehr? Da sieht man ja jetzt das reine Kupfer, vielleicht ist die Verbindung in der Mitte gekappt?
    Wenn ja, wie flicke ich das bzw. was mache ich? Und hat der Elko an sich etwas mit der Mechanik zutun? Nein, oder? :|
    Klaus
    (Bilder: Ober und Unterseite)

  • So, habe mit dem Phasenprüfer mal schnell die Kontakte des Elkos auf der Platine geprüft, die 12 V liegen scheinbar an! :) :(
    Andersherum liegt ebenfalls Masse auf der leicht ledierten Leiterbahn!

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Miss mal zwischen +12V und dem schwarzen Kabel von Stecker 12 den Widerstand. Da müsste Durchgang sein.
    Das Kabel führt zum Kopf-Schrittmotor.

  • Vielen Dank, das werde ich gleich mal messen! :)
    Habe grade gesehen, dass sich der Schreib/Lesekopf sehr wohl vollkommen ordnungsgemäß bewegt, nur der Motor, der die Diskette drehen muss, läuft nicht :( :(

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Ahaaaaa!
    Dann probier mal folgendes:
    Zieh Stecker 13 ab und steck ihn vorsichtig so drauf, dass das einzelne Kabel keine Verbindung hat:


    Wenn die Servoplatine hinten in Ordnung ist, sollte der Spindelmotor dann dauerlaufen.


    EDIT:
    Falls der Motor dann _nicht_ läuft, miss mal an den beiden anderen Pins, da sollten 12V anliegen. Plus außen.

  • Hat leider nichts gebracht :-(
    Der Motor läuft auch so überhaupt nicht :-(
    Edit: Ok, ich schaue mal.

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • So, alles O.K, aber der 2. Pin von vorne (wo die "3" der "13" steht) bekommt gar keinen Saft, ist das normal?

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Das ist der Massepin ;)
    Miss wirklich mal die Spannung zwischen den beiden vorderen Pins
    Also auf meinem letzten Foto zwischen den beiden linken.
    Wenn der Massepin nämlich keine Masse führt, könnte das das Problem sein.

  • Nochmal zum Verständnis: Welcher der drei ist jetzt der Massepin? Der ganz rechte deines Bildes vom Betrachter aus gesehen?

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Und welche soll ich jetzt wie messen? Tut mir Leid für die wahrscheinlich dämlichen Fragen :-(

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  • Also auf meinem letzten Foto zwischen den beiden linken.


    Multimeter auf (20) Volt DC, rote Strippe an den Pin ganz links, schwarze Strippe an den Pin direkt rechts daneben ;)

    P.S.
    Gar nicht mal so leicht, mit einer Hand beide Messstrippen zu halten ohne nen Kurzen zu produzieren und dabei mit dem Handy n Foto zu machen ;)

  • Hallo kpanic! ^^
    Habe das Laufwerk irgendwie in all dem Stress völlig vergessen, geht die Tage auf jeden Fall weiter!
    Gruß
    Klaus

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Hey kpanic und alle anderen! ^^
    Ich habe mich heute mal wieder mit dem Tandon beschäftigt und wollte so messen, wie du in deinem letzten Post beschrieben hast. Wenn ich dies jedoch tue, funkt es kurz an einem der Pins und der Rechner geht aus :(
    Mache ich etwas falsch?
    Danke!
    Klaus :anbet:

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Hups, war mein Fehler! :D :|
    Er zeigt 12,71V DC an!
    Zuviel?
    Vielen Dank! ^^
    Klaus

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Hat keiner einen Rat? :( Ich denke, ich habe richtig gemessen, so wie auf kpanics Bild und mir werden über 12,70V DC angezeigt, ich denke das ist zu viel. Der Motor läuft nicht an, der Rest funktioniert tadellos

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Also das mit den 12,7V geht denke ich noch in Ordnung. Hängt auch vom Netzteil ab, wieviel das liefert. Und die günstigeren Multimeter haben auch ne ziemliche Messtoleranz.
    Also wenn 12V anliegen, und der Motor nicht läuft obwohl du den Steuerpin (den rechten) nicht anklemmst, dürfte wohl entweder die Servoplatine hinten am Laufwerk oder der Motor hinüber sein. Lässt sich der Motor denn von Hand durchdrehen? Nicht dass schlicht und ergreifend der Motor festgefressen ist :)

  • Hm, Ok, dann werde ich mal versuchen, ihn per Hand durchzudrehen!
    Nur... wie mache ich das? Bzw. wo? (Doofheitsmodus Aktiv :wacko: )
    Gruß
    Klaus ^^

    Der IBM Sammler, der ganz vernarrt in seine "Schätzchen" ist! :-)

  • Hm, Ok, dann werde ich mal versuchen, ihn per Hand durchzudrehen!
    Nur... wie mache ich das? Bzw. wo? (Doofheitsmodus Aktiv :wacko: )
    Gruß
    Klaus ^^


    Hier sind ein paar links zum durchlesen.


    http://www.minuszerodegrees.ne…ndon_tm100-2_problems.htm
    http://www.classic-computers.o…alignment-tandon-m100.htm



    Ich habe mich auf der hardcopy künstlerisch betätig.


    1 ist die Riemenscheibe des Motors
    2 ist die angetriebene Riemenscheibe der Floppy


    Wenn der Riemen abgenommen ist und ohne eingelegter Floppy muß sich 1 und 2 leicht drehen lassen. Mit Riemen ist das etwas schwerer.