Posts by 1ST1

    Danke, es geschehen noch Zeichen und Wunder! Habe seinerzeit bei Triumph Adler nachgefragt, die hatten aber keine Unterlagen mehr.


    Übrigens, was mir noch einfällt, mein Interface habe ich damals leicht modifiziert, ich habe nämlich rausbekommen, dass es im Inneren einen Jumoer gibt, mit dem man die Geräteadrese zwischen 4 und 5 umschalten kann, was recht praktisch ist, wenn man an dem C64 auch einen Nadeldrucker dran hat. Das heitß, ein Kippschalter.

    Das ist eine Triumph Adler Gabriele 9009. DIe habe ich auch, mit dem selben Interface. Kannst du mir bitte die komplette Bedienungsanleitung einscannen, für beide Geräte, Schreibmaschine und Druckerinterface. Ich habe das DIng schon ca. 10 Jahre und habe keine Ahnung, wie man die Schreibmaschine am C64 "online" bringt.

    Im letzten Beitrag von 2016 in diesem Thread erwähne ich die ET-2000 Serie. Im Nachbarthread Olivetti ETV ist schon eine Schreibmaschine aus dieser Serie zu sehen, die ET 2200 an meiner ETV 2900 ("MS-DOS-iMac"). Heute gab es einen Neuzugang aus der ET 2000 Serie, das war die letzte Baureihe elektronischer Schreibmaschinen von Olivetti, vorgestellt 1989, 9 Modelle (2100, 2200, 2300, 2400, 2500, 2250, 2250MD, 2450, 2450MD) bis etwa 1992 produziert, dann Schluss. Ich habe zwar schon seit Jahren eine ET 2500 im Bestand, aber bei dem aktuellen Angebot konnte ich nicht nein sagen. Die 2500, die ich schon länger habe, ist ein Modell mit Luxemburg/Schweizer "Nationalität", das heißt, Firmware Deutsch/Französisch umschaltbar und ein Tastaturlayout, was dem Deutschen ähnlich ist, aber neben den deutschen Umlauten auch ein einfaches Schreiben der französischen Accents zulässt, das heißt es gibt direkt Tasten, die á, ô è per Doppeltbelegung schreiben können, ohne dass man erst die Accent-Taste und dann die Buchstabentaste drücken muss.


    Heute Abend habe ich mir nun das zweite Topmodell der ET 2000 Serie zugelegt, sprich noch eine ET 2500. Diese hier hat es aber "in sich", und "an sich". Das "an" war das, was mich bei der Maschine angefixt hat - deswegen musste ich die haben. Denn sie hat ein externes 3,5 Zoll 720 kB Diskettenlaufwerk! Diese "Diskstation 2000" ist sozusagen die italienische Version der Commodore 1581. Ein Laufwerk mit eigenem Prozessor, die Kommunikation zwischen Schreibmaschine und Laufwerk läuft über eine serielle Verbindung (auch die Stromversorgung erfolgt über dieses Kabel, das nur 6 Kontakte hat. Das Laufwerk ist in der Lage, selbst Disketten zu formatieren, was für ein Schreibmaschinen-Diskettenlaufwerk nicht selbtsverständlich ist, die Vorgängermodelle DU-100, DU-116 und DU-250 (diese intelligenten 5,25-Zoll-Laufwerke für die ET 225/115/116 und ETV 250 suche ich auch noch) für die ältere Schreibmaschinen-Generationen von Olivetti konnten das nicht, da musste man bei Olivetti teure vorformatierte Disketten kaufen. Die "Diskstation 2000" kann Disketten im eigenen "ET-Format" und im "ETV-Format" formatieren, lesen und schreiben. Das ET-Format muss ich untersuchen, das kenne ich nicht. Aber ETV-Format ist nichts anderes als FAT 16, und "ETV" weist darauf hin, dass damit Disketten der ETV 260, 2700 und 2900 gelesen werden können. Und das habe ich gleich ausprobiert, eine Textdiskette der ETV 2900 eingesteckt, und einen Text, der mit der 2900 Bildschirmschreibmaschine ("MS-DOS-iMac") erstellt wurde, konnte in die Schreibmaschine importiert werden. Was ich vorher nicht wusste, und erst bei der Abholung der Schreibmaschine mit Freude entdeckte, ist dass diese ET 2500 neben der Schnittstelle für die Floppy auch ein Centronics-Interface eingebaut hat. Saucool! Die hat es nicht nur an sich, sondern auch in sich, was ein Glücksgriff! Gleich mal ein Parallelkabel rausgekramt und sie an den noch aufgebauten Olivetti M200 PC angeschlossen, die Schreibmaschine per Tastendruck empfangsbereit geschaltet und auf der DOSe c;>\dir c; > lpt1: eingegeben und schwuppdiewuppkadoffelsupp wurde das Inhaltsverzeichnis von der ET 2500 auf Papier gehämmert, sogar mit richtigen Umlauten.


    ET 2500, Diskstation 2000, M200, USB-zu-Centromics-Adapter, mal sehen ob sie auch aus Win 10 was sinnvolles druckt...


    Diskstation 2000, die italienische Interpretation der Commdore 1581... MFDU=Micro Floppy Disc Unit


    Auch ein flacher Rücken kann entzücken, wenn da ein Parallelport und eine Schnittstelle für das Diskettenlaufwerk dran ist.


    Die ET 2500 hat 64 kB RAM, akkugepuffert, um mehrere Texte intern zu speichern, sie hat Formularprogramm, kann Adressen in Serienbriefe montieren und lauter solche Späße. Das Display zeigt 40 Zeichen an, und den Status der Maschine, also in welchem Modus sie sich gerade befindet (einfache Schreibmaschine die alles gleich druckt was man tippt oder diverse Speichermodis, Absatzformate wie Zentriert, Blocksatz, 1-2-3 Spalten Text, Zeichenbreite/Proportionalschrift, Schriftattribute normal unterstrichen fettgedruckt und invers, Komminikation, Laufwerk und einiges mehr. So eine Schreibmaschine bis zum letzten auszureizen ist schon eine Wissenschaft für sich, die kann so einiges...


    Inhalt der Festplatte der M200...


    ... über LPT1: ausgedruckt!


    Inhaltsverzeichnis einer ETV 2900 Textdiskette auf der ET 2500 abgerufen: Textnummer, Dateiname (ohne OTX Dateiendung), Kommentar, genau wie man es auch auf der ETV 2600 und 2900 angezeigt bekäme.



    Achso, ja, um auf den ursprünglichen Titel dieses Threads einzugehen, die ET 2500 kann bidirektional drucken, vorwärts und rückwärt, aber der geschriebene Text ist immer "vorwärts", also von links nach rechts, wie es in unserem Kulturkreis üblich ist, kein "Farsi" (persisch) wie die eingangs gezeigte ET 121.

    Dass der PC in Deutschland hergestellt wurde, hat ja robur schon am Anfang geschrieben. Das Gehäuse ist von 1988 und dürfte dem originalen IBM AT Gehäuse sehr ähnlich sein, das Mainboard darin ist aber etwa von 1992, mit dem Prozessor der damaligen Einstiegsklasse (ein bischen besser als ein 386-40). Aber weiter werden wir da wirklich nicht kommen.

    Gut, das VLB-Board mit dem Cyrix-Prozessor passt nicht zum Gehäuse, das von 1988 stammt. Ich denke, dann wird es sehr schwierig, das zu erraten. Das kann damit dann eher jede x-beliebige PC-Desktopkiste verschiedenster Hersteller sein. Auch in Deutschland wurde viel Taiwan-Zeugs zusammengeschraubt.

    Das Blisterverpackungsding mit den Schrauben und dem Aufkleber, der über die Montage von Laufwerken mit Einbauschienen informiert, zeigt, dass das irgendein prominentes nicht allzu altertümliches PC-AT-Gehäuse ist, bei dem sich jemand was gedacht hat. Ein Desktop-Gehäuse auf jeden Fall, sonst wären die Laufwerke um 90° verdreht, ganz links angeschnitten, da könnte allerdings noch ein senkrecht stehendes Floppylaufwerk sein. Das 40-polige Kabel sagt aber "IDE-Platte". Der "Übergangsprozessor", der VLB-Slot und auch die sonstige Machart des Gehäuses zeigt, dass der PC in der frühen ersten Hälfte der 1990er hergestellt wurde.


    Ich tippe mal auf den Vobis Colani PC in der Desktop-Variante.


    Falls ich richtig liege, habe ich heute Abend ein Bildchen für euch zu erraten...

    Stimmt, besonders toll ist die M200 nicht, aber ich musste sie einfach haben... Und irgend eine sinnvolle Software werde ich schon finden, die ich darauf nutzen kann. Schade, dass ich kein 5,25 Zoll Floppy anschließen kann...

    Beim Preis hast du den Olivetti-Zuschlag vergessen (von irgendwas musste ja der Carlo de Benedetti leben...), es war schon immer etwas teurer, italienische Maßanzüge zu tragen...


    Die ETV 2900 gab es auch mit nur einem Diskettenlaufwerk, übel...

    Festplatte im dem Schacht des B: Laufwerks geht eigentlich nicht, denn auf dem Mainboard (hinter den Floppylaufwerken) befindet sich kein Festplattenanschluss (das wäre cool, dann könnte ich meine ETV 2900 entsprechend aufrüsten!). Auf der Riserkarte mit den 2 ISA-Slots findet sich ein 40-Pin-Stecker, der nicht bestückt ist. Mangels Doku kann ich aber nicht sagen, für was der gut ist, vielleicht XT-Bus, vielleicht aber auch nicht. Meine RLL-Platte ist auch eine Filecard, die hat aber einen Aufkleber, der darauf hindeutet, dass der Rechner so von Olivetti ausgeliefert wurde.

    Weißt du noch, wann genau das war, und wieviel die M200 gekostet hat? Das würde ich mit auf das Datenblatt notieren.


    Vergessen: Da auch der Olivetti Prodest PC-1 den selben Prozessor/Chipsatz hat, müsste auch der OGC können. Noch ein Kandiat zum Spielen...

    Endlich finde ich mal Ruhe, um mein neuestes Gerät mal auszuprobieren... (Steht schon eine Woche noch verpackt rum, keine Zeit gehabt...)



    Olivetti M200 - ein recht moderner XT, von etwa 1989. Nec V40 8 Mhz, 768 kB RAM, 30 MB RLL Platte, CGA-Monochrom-Monitor. Laut dem beiliegenden Datenblatt beherrscht die M200 den 640x400 Modus der M24 OGC Grafikkarte. Das heißt, und da greife ich ein wenig vorweg, auch die ETV 2700 und die ETV 2900 beherrschen den OGC-Modus auch - da hab ich demnächst ein bischen was zum Rumspielen...


    Der Vorbesitzer hat die M200 gründlich geplättet, ich musste die Platte lowlevel formatieren um sie partitionieren zu können. Lange her, dass ich das mal von grundauf wieder gemacht habe, auf den beiliegenden Disketten war kein Setup dabei, alles zu Fuß... Jetzt bootet er von Platte und hat ca. 30 MB frei. Mal sehen, was da lustiges drauf kommt...


    Und wer meinen Gerätepark kennt, sagt vielleicht, moment, das kenn ich doch irgendwie... Ja richtig, da oben auf dem Kasten sitzt quasi der "MS-DOS-iMac" Olivetti ETV 2900. Das Oberteil ist identisch. Der ETV 2900 fehlt der Kasten darunter, mit dem Netzteil und der Backplane mit 2 ISA-Slots, und die Schnittstellenplatine mit 1x COM 1x LPT, die man im M200 findet. Die Hauptplatine des PCs befindet sich wie bei der ETV 2900 hinter den Floppylaufwerken und ist relativ klein.


    Hier nochmal zum Vergleich die ETV 2900 mit der ET 2100 Typenradschreibmaschine. Wenn ich wollte, könnte ich die ET 2100 als Tastatur und Drucker an die M200 anschließen...


    Und noch ein schönes Spielzeug...

    Ja schick, was hast du für ein OS drauf? Von Olivetti gabs mal die M700 mit Alpha-Prozessor, die wurde standardmäßig mit Windows NT 4.0 ausgeliefert. Da gabs im Prinzip keine Software dafür.

    Ein X60, ich fasse es nicht, und dann auch in so einem tollen Zustand! Gratuliere! Bei uns liegen so Schätze nicht rum, und wehe man holt nur ne Schraube aus dem Container!