Posts by stynx

    Nein, das meine ich nicht. Es gibt TFT's die beim C64 Input nicht auf 50hz schalten, sondern auf 56hz.

    Will heißen scroller ruckeln...habe etliche durchprobiert mit s-video nur der Samsung macht das, die

    anderen die ich habe ruckeln mit 56hz.

    Das müsste ich mal richtig testen. Zwar sah mir das nach 50hz aus aber sicher bin ich mir da nicht.

    Den Monitor habe ich wieder weg gepackt und bin gerade wieder an anderen Sachen zu Gange.

    Sobald ich Zeit habe, werde ich das mal testen. Hast du eine gute Möglichkeit das herauszufinden?


    -Jonas

    Der Siemens CMTC1515 ist nicht 15khz geeignet.

    Er besitzt zwar S-Video, CVBS, DVI und VGA aber kann erst ab 30khz VGA synchronisieren. Komischerweise gibt er keine 'out of range'-Meldung bei 15khz, dafür aber eine 'over range'-Meldung bei 27-29khz. Bei 15khz gibt es einen 'leeren' Bildschirm, der manchmal etwas 'unsauber' aussieht. Zudem ist der Monitor mir bei 15khz interlaced abgestürzt und hat nicht mehr auf eingaben reagiert.


    C64 PAL S-Video: Qualität gut, kaum wahrnehmbare vertikale Streifen.

    C64 PAL CVBS: Eher schlecht Farbseparation und Rauschen. Eventuell liegt es aber auch an dem Kabel.


    Das Gehäuse ist aus Alu-Druckguss und sehr massiv. Das TFT selbst ist durch eine Glasscheibe geschützt. Das Bild ist akzeptabel, benötigt jedoch ca. 60min um homogene Farben zu produzieren. Dies könnte daher kommen, das der Monitor kalt war und zudem sein mehr als 10 Jahren OVP unbenutzt in einem Lager stand.


    Fazit: Mit CVBS, S-Video, VGA und DVI ohne 15khz Funktionalität über VGA aber sehr guter Verarbeitung (Panzer-Qualität) insgesamt begrenzt nutzbar. Wegen des begrenzten Scan-Bereichs (>30khz) nicht für Amiga (auch nicht 'Productivity') geeignet.


    -Jonas

    Ich konnte übrigens Gprobe (Genesis TFT Controller Debug Software) in der Version 5.3.0.1 bei Planar herunter laden. Die Zip ist eigentlich für eine anderes Gerät gedacht aber die Software scheint universell einsetzbar zu sein. Man benötigt allerdings Zugriff auf den UART-Port des TFT (meist in 3.3V). Bei den meisten Genesis basierten TFT ist das UART interface allerdings nicht herausgeführt oder nicht bestückt. Die PDFs enthalten ein paar infos zum GM2121. Probe unterstützt aber wohl eine ganze Reihe von Genesis Chips.


    Eventuell lässt sich ja ein TFT ummodeln ;-)


    An einem NEC LCD52VM (GM2621-LF) konnte ich die UART-pins finden und erfolgreich Statusmeldungen der MCU mitlesen. Leider hat das Display keine Befehle angenommen. Möglicherweise muss man das TFT in einen Service-Modus schalten.


    -Jonas

    Ich habe endlich einen "passenden" Computertisch für die Macs gefunden :-) Es mussten aber noch ein paar weitere Schrauben (20) zur Stabilisierung verwendet werden. Zusätzlich habe ich auch noch eine Verstärkung aus Holz unter die Tischplatte geschraubt. da diese sich bei etwas mehr Gewicht durchgebogen hat. Die aktuell kaufbaren Computerrischen ist einfach nicht vorgesehen, dass man dort mehr als 15kg drauf stellt...

    Leader scheint das PCB, welches den XT Bus übertaktet gerade kaputt gegangen zu sein. Ich hatte den XT für ein paar Stunden ausgeschaltet stehen gelassen, nur dass sich jetzt mit dem übertaktungsPCB nichts mehr tut... komisch. Mal sehen, was da defekt ist.


    EDIT: Ich habe den Fehler gefunden: Eine Leitung unter einem 74LS10 IC war wegkorrodiert/gebrannt. Der 74LS10 war auch defekt. Sockel eingelötet und einen 74ALS10 als Ersatz eingebaut... Ebenso habe ich den 74LS74 gesockelt und durch einen 74AS74 ersetzt.


    Jetzt läuft wieder alles :-)

    Ich habe die letzten Tage (Wochen) Prozessoren getestet... :-)


    Für den AMD 5x86 musste ich zwei Pins zusammen löten (B11 mit B13 -> WB/WT auf 5V) um Write-Back Cache zu aktivieren.

    Beim Cyrix 5x86 habe ich branch prediction, fast FP und Write-Back Cache eingeschaltet.


    Die CPU-Leistung liegt bei den AMD/Cyrix 5x86 im XT ungefähr auf 486DX-50 Nivea. Der 8bit ISA-Bus mit nur 7,2MHz begrenzt alle Grafikanwendungen sehr. Bei Doom wäre wohl mehr drin, wenn der Bus etwas schneller wäre.


    Die AMD5x86 CPU ist sehr stabil und kommt auch noch mit dem 24MHz Inboard-Takt klar, bei dem die anderen CPUs nicht mehr funktionierten.


    -Jonas

    Ich hatte meine Daten ja einem anderen Entwickler zukommen lassen, der dann auch einen Prototyp für die 2Mb Erweiterung gelayoutet hat. Diese Version konnte ich dann erfolgreich auf 4Mb tweaken. Harrison Frasier wird dann (hoffentlich) in absehbarer Zeit eine 4Mb Karte anbieten. Das Layout wird sich sicherlich noch massiv verändern, da Simm-Module ja mittlerweile auch nicht mehr ganz leicht zu besorgen sind :-)


    -Jonas

    Ich habe gerade nochmal herumgesucht, wie oft man den AM27C400 löschen kann. Leider gibt es da wohl keine Angaben ausser 'several thousand times'. Laut verschiedenen Publikationen ist die Anzahl der möglichen Löschvorgänge abhängig von der einstrahlten Energie auf die Isolationsschicht des Chips. Das bedeutet: je öfter oder stärker das UV-Licht, desto kürzer die Lebenszeit der Chip. Das wusste ich bis jetzt noch nicht. Mein EPROM-Löscher kann den 27C400 in 30-40 Sekunden löschen (laut Datenblatt sollten es >20 min sein). Eventuell frittiere ich mir hier also die Chips... kein Wunder, dass ich so viel Ausschuss habe :fp:


    -Jonas

    Daher nimmt man ja auch solche 'Erfahrungswerte', da man sonst zu viel rechnen muss.

    Ist denn der "Erfahrungswert" für alle Amiga gleich? Du erwähntest den Jumper beim A4000. Der scheint ja auch max. 120ns zu brauchen.

    Der 4000 hat eben einen Jumper um auch 160ns ROMs verwenden zu können (eventuell sogar langsamer). Wie das bei den anderen Amigas genau aussieht kann ich im Detail nicht sagen. 150ns sind soweit ich weiss überall verwendbar. Mit dem Jumper auf 120ns im A4000 ist der Romzugriff natürlich schneller.


    -Jonas

    Danke Jonas!


    Braucht man nicht beim 1200er dann doppelt so schnelle ROMS wie beim A500, weil er mit 14Mhz läuft?

    Ich glaube Turbokarten beeinflußt das nicht, weil das "ich lese aus dem ROM" immer mit 7 oder 14 Mhz läuft?

    Das hängt von der 'glue' ab. Das ROM ist ja nicht direkt an die CPU drangeflanscht. Wenn dort ein delay eingebaut ist, dann ist das beliebig. Der 1200 und 4000 haben sehr stark optimierte ASCIs für Ram/Rom-Zugriff. Es kommt also immer auch darauf an, was zwischen CPU und RAM/ROM ist. Der Teufel steckt da im Detail. Daher nimmt man ja auch solche 'Erfahrungswerte', da man sonst zu viel rechnen muss.


    Hinsichtlich 150ns Roms die nicht funktionieren:

    EPROMs haben nur eine begrenzte Lebensdauer was das Überschreiben angeht (manchmal sogar nur um 100 mal). Da kann es mit dem Alter und wiederholtem Überschreiben auch zu seltsamen Effekten kommen. Ich habe aus einer Ebay-Auktion ca. 50% der 120ns AM27C400 wegschmeißen können, nachdem die den Stresstest im programmer nicht überlebt haben.


    Mein Tip: Die EPROMs nach dem Löschen in einem Backofen bei ca. 120°C zwei Stunden lang backen. Danach langsam im Backofen abkühlen lassen. Manchmal hilft das.


    -Jonas

    Da ein 68000er 4 Zyklen für einen Ram-zugriff (lesen oder schreiben) benötigt, ist die effektive Taktrate für den Ramzugriff ca. 1,8 MHz. Die würde theoretisch eine minimale Zugriffszeit von ca 550ns erfordern. Die Dauer der CS und R/W Signale ist aber viel kürzer als 550ns. Für CS ist das ca. 140ns bei 7,2MHz. Um die genauen Grenzwerte für das Timing zu errechnen muss man nun aber zum Einen das Timing der Roms und zum Anderen das Timing der CPU inklusive Verzögerungen durch die dazwischen liegende Logik berechnen. Das ist leider alles andere als einfach.... beim Amiga sind für gewöhnlich 120ns-160ns ausreichend. (der 4000 hat sogar einen Jumper um zwischen 120ns und 160ns zu wählen).


    Timings für AM27c400



    -Jonas

    Sorry Jonas, aber was Du da beschreibst ist total unrealistisch. Alleine die Anzahl der erforderlichen Gewerke ist ja schon fast höher, als bei Dir die Anzahl der Handwerker, ganz abgesehen von den erforderlichen Trocknungszeiten, bevor weitergrarbeitet werden kann.

    Ich will jetzt eigentlich nicht noch mehr vom Thema ablenken, als ich das schon gemacht habe.


    Zu Corona und Belastungen von Alleinerziehenden bzw. Familien mit schwachen Einkommen:

    Ich finde es auch ein wenig grenzwertig, wie mit einigen Menschen verfahren wird. Ich befinde mich in einer sehr komfortablen finanziellen Lage und habe daher keinerlei Probleme mit der Kontaktsperre. Andere habe da größere Probleme und gerade hier sollten die Hilfspakete ja Möglichkeiten schaffen. Leider kann man sich mit Geld ja keine Zeit kaufen und bestimmte Familien können sich einfach nicht rund um die Uhr um den Nachwuchs kümmern. Irgendwie ist das ja auch die Schuld der Gesellschaft, die von den Menschen Erfolg im Beruf verlangt und gleichzeitig sollen sie das Familienleben meistern. Wenn dann Schule, Kita und Kindergarten wegfallen ist das eventuell nicht mehr vereinbar. Für mich ist das eine schwer lösbare Frage.


    -Jonas

    Nebenan haben 2 Bauarbeiter vor 10 Jahren ein Mehrfamilienhaus in 2 Wochen im Rohbau hochgezogen. Die hatten einen Kran mit Fernbedienung und es wurden sehr große Steine (eher Module) per LKW geliefert. Selbst die Bodenplatten haben die zu zweit gesetzt. Dann haben 4 Leute in etwas mehr als einer Woche den Innenausbau mit Verkabelung, Fenstern und Türen gemacht. Abschließend kamen 2 Leute, die haben mit einem Kranwagen die Wände verputzt, was zwei Tage gedauert hat. Und parallel habe 2 Leute das Dach gedeckt. Noch in der 4. Woche ab Baubeginn konnten die ersten Käufer die Wohnungen besichtigen. Das hatte mich damals echt schockiert wie schnell das ging.


    Wie oft muss renoviert werden? Alle 15 Jahre? Wieviele Handwerker braucht man dafür? Am Ende ist es eine Nische, die nur eine sehr begrenzte Zahl an Leuten ernähren kann. Häuser werden bald als Fertigmodule oder sogar aus dem 3D Drucker geliefert. Da braucht man eventuell nur noch einen Handwerker vor Ort.


    Ich meine ja auch nicht, dass es bald keine Handwerker mehr gibt. Nur wird es schwieriger welche zu finden und man hat lange Wartelisten. Es ist halt eine Nische und kein Massenmarkt. Eventuell ist es irgendwann billiger das Haus abzureißen und ein Neues bauen zu lassen? Es würde in jedem Fall die Wirtschaft ankurbeln ;-) ... Unser 12qm Badezimmer hat 16.000€ gekostet (ohne Waschbecken und Schränke) und ist nicht einmal luxuriös. Früher haben wir so etwas selbst gemacht (Altbau zum Teil 400 Jahre alt). Trotzdem hatten wir etwa 6 Monate Wartezeit bis die angefangen haben und am Ende kamen dann nur 4 Leute (5 mit Azubi), die nacheinander gearbeitet haben.


    Naja, wie dem auch sein. Aktuell gibt es jedenfalls noch den Bedarf an Handwerkern und Individualleistungen. Auch wenn man die derzeit wohl nicht in Anspruch nehmen kann.


    -Jonas

    da stellt sich halt die Frage, wie der Briefträger, der Müllwerker und der VW-Lenkrad-Anschrauber von zu Hause aus arbeiten sollen - Da kann die Bandbreite ihrer Interneverbindung noch so hoch sein, da paßt einfach kein Auto und auch keine volle Mülltonne durch :)


    Und wenn wirklich 42% der arbeitenden Bevölkerung in der Lage sein sollten, ihre Tätigkeit von zuhause aus auszuüben, dann armes Deutschland: Wer produziert eigentlich noch was außer Schreibkram?

    Die Aussage dort war dass 42% hauptsächlich von Zuhause aus arbeiten können wobei aber nicht erklärt wird, was das dort genau bedeutet. Bei uns bedeutet hauptsächlich von Zuhause, dass 4 von 5 Tagen ohne Einschränkungen von Zuhause aus gearbeitet werden kann. Der Anteil der Arbeitsplätze, die auch "mobil" genutzt werden können ist wohl wesentlich größer. Wobei "mobiles Arbeiten" ≠ Homeoffice ≠ Telearbeit ... Wo die Unterschiede liegen weiss ich aber nicht.


    Ich denke, dass Computerarbeit mittlerweile mehr als 60% der Arbeit in Deutschland ausmacht. Diese Arbeit kann man auch von Zuhause aus tätigen. Es handelt sich bei der Machbarkeit somit um ein technisches und organisatorisches Problem. Mir würde es ja reichen, wenn nur noch 50% der Autos auf der Autobahn wären (ich halte das derzeit für durchaus machbar).


    Die Produktion ist doch mittlerweile fast durchgehend Automatisiert und massiv optimiert. Warum muss der Maschinist denn vor Ort sein, wenn er die Ventile usw. eh per Computer steuert? Vor 30 Jahren bei Schering (Chemiewerk) wurde bereits fast alles von der Zentrale aus gesteuert. Anlieferung war per Tanklaster und wurde über pumpen dorthin gebracht wo es benötigt wurde. Das eine oder andere nicht automatisierte Ventil, welches von Hand geöffnet/geschlossen werden musste wurde von Azubis bzw. "den Neuen" betreut (die hatten immer ein Funkgerät zur Zentrale dabei). Autonome Transportwagen und Steuerungen sind ja nicht neu. Auch in einem Stahlwerk wirst du heutzutage keine 1000 Mitarbeiter mehr für die Schmelze benötigen. Mit VR könntest du den Azubis den altgedienten Mitarbeiter virtuell bei Seite stellen und auf einem Werksgelände herumrennen lassen, wenn das Firmenpolitik ist. Für Notfälle reicht doch eine Minimalbesetzung. Das würde ja auch Personenschäden vermeiden, wenn ein Werk mal doch hochgeht.


    Übrigens:

    Stahlwerk Thüringen hat 2011 mit 687 Mitarbeitern 476 Millionen Euro Umsatz gemacht... das sind fast 700 Tausend Euro Umsatz pro Mitarbeiter. So etwas schafft man nicht, wenn da noch manuell mit Hammer und Amboss hantiert wird. Du kannst bei solchen Betrieben zudem davon ausgehen, dass mindestens 30% der Mitarbeiter mit Verwaltung, Marketing und Verkauf beschäftigt sind. Ich habe nach genauen Zahlen gesucht aber nichts gefunden.


    Ein selbständiger Schmied ist da gesamtwirtschaftlich leider unwesentlich. Wenn ein Handwerksbetrieb 700.000€ Umsatz pro Jahr pro Person macht, dann ist der schon verdammt gut.


    Hinsichtlich Mülltonne, Lenkrad:

    Bei uns im Ort fahren die Müllwagen halbautomatisch. Es ist nur ein 'Müllmann' im Führerhaus und fährt die Mülltonnen an. Der Wagen erkennt den Standort der Mülltonne und greift sie vollautomatisch. Der muss nicht einmal mehr aussteigen. Wenn die Müllautos dann in Zukunft noch selbst fahren, braucht man auch keine Müllmänner mehr. Und wenn wir alle Zuhause arbeiten, dann braucht man auch keine Lenkräder für Autos mehr, weil wir keine Autos mehr fahren :-P


    Mal im Ernst:

    Klar kann man nicht alles beliebig automatisieren oder per Computer lösen. Dort wo es möglich ist, sollte man aber über die Vorteile der Heimarbeit nachdenken.


    In den 60ern war es ja noch durchaus üblich, dass ein Scherenschleifer oder Messergriff Hersteller von Zuhause auf Akkord gearbeitet hat. Mit der Automatisierung sind diese Kleinhandwerke weggefallen. Das Gleiche wird in den wenigen derzeit noch verschonten Bereichen auch passieren. Der Anteil der Kopfarbeit hat seit der Industrialisierung und vor allem seit den 80ern immer weiter zugenommen. Warum sollte sich dieser Trend nun ändern? Der klassische Handwerker wird über kurz oder lang wohl nur noch eine Nische besetzen können.


    -Jonas

    Ich glaube auch nicht an 55% ...


    Kenne genügend die zu hause arbeiten könnten aber nicht dürfen ... (und zu hause die Bedingungen dafür miess sind ...)

    Ich hatte die Zahl auf einer Nachrichtenseite gelesen, die ich jetzt aber nicht wiederfinde (trotz intensivem Suchen).


    Zu den Bedingungen:"90 Prozent der Haushalte haben inzwischen Anschlüsse mit 50 Megabit pro Sekunde"


    Zahlen zum Homeoffice vom 15.3 habe ich hier gefunden. Danach sind aktuell 42% der arbeitenden Bevölkerung in der Lage ist fast alle Tätigkeiten von zu Hause aus zu erledigen.


    2016 haben 19% aller Mitarbeiter mobil über das Internet gearbeitet (teilweise bis hauptsächlich). In der gleichen Studie wird ein Anteil von 55% für Computerarbeit an der Gesamtwirtschaft 2015 angegeben. (In Dänemark lag 2015 der Anteil der Computerarbeit bei über 80%)


    Bereits 2018 haben 57% der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern Homeoffice oder mobiles Arbeiten angeboten. Dabei unterschied sich aber die Methodik massiv, so dass von diesen 57% nur 22% der Mitarbeiter ganze Tage oder durchgehend von zu Hause aus arbeiten konnten. => 12,5% aller Mitarbeiter von Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern haben also bereits 2018 ganze Tage oder komplett von zu Hause aus gearbeitet.


    Dann hier zur 'Digitalwirtschaft': von allen IT-nahen Unternehmen sind 89% in der Lage Homeoffice anzubieten und von den Mitarbeitern dieser Unternehmen können 86% Homeoffice machen. Das wären somit 76% aller Mitarbeiter von IT-nahen Unternehmen. Wieviele davon jetzt tatsächlich Homeoffice machen steht dort leider auch wieder nicht.


    [EDIT: Die Zahlen unterscheiden sich wohl von Statistik zu Statistik massiv. Demnach haben 2018 48% der Beschäftigten am Computer gearbeitet und 35% aller Beschäftigten konnten zudem mobil Arbeiten.

    2011 arbeiteten 61% mit dem Computer?]


    Auch scheint es eine Unterscheidung zwischen Homeoffice und mobilem Arbeiten zu geben. Das macht die Suche nicht einfacher.


    Aus meinem Umfeld arbeiten derzeit alle meine Bekannten (die nicht im ÖD sind) von zu Hause aus. Bei einigen mir bekannten Firmen ist aktuell nur ein ITler in der Firma um bei Problemen mit der Technik schnell reagieren zu können.


    Laut einer Erhebung arbeiten in den USA angeblich fast 77% der Beschäftigten aktuell von zu Hause. Dann sind es bei einer anderen Webseite plötzlich nur 34% und wieder eine andere Erhebung spricht von mehr als 5 Millionen Arbeitnehmern. Wie verlässlich diese Informationen sind ist bei dieser Divergenz sehr fraglich.


    Ich gehe davon aus, dass wir erst in ein paar Monaten verlässliche Statistiken zu diesen Themen haben werden. Die 55% kann man daher vorerst ignorieren.

    Bezüglich Online Schule und Home-office


    Interessant finde ich es in jedem Fall, dass wieder einmal Microsoft als alternativlos in der Bildung und Verwaltung gesehen wird. Irgendwie hat sich dieser Konzern aus Redmond extrem stark in unseren Behörden eingenistet. Das geht mir ehrlich gesagt gehörig gegen den Strich.


    Zeitgleich muss man aber auch akzeptieren, dass Microsoft ein sehr ausgearbeitetes Ökosystem für die Teamarbeit anbietet. Dieses ist in seiner Funktionalität wohl nicht 'über Nacht' zu reproduzieren. In Zeiten der Pandemie kann ich also eine entsprechende 'Kurzschlusshandlung' der Behörden akzeptieren, auch wenn ich sie nicht gut finde.


    Skype ist jedoch ein rotes Tuch für mich und sollte weder in der Firma noch in einer Behörde oder Bildungsanstalt eingesetzt werden. (meine Meinung)


    Unabhängig von persönlichen Vorlieben oder Abneigungen finde ich es erstaunlich, wie flexibel plötzlich Arbeitgeber sein können. Jahrelang wird immer verhindert, dass Heimarbeit möglich wird um plötzlich keine Bedenken mehr zu haben und sogar die immer verneinten Vorteile hervorzuheben. Wenn man aktuellen Zahlen glauben kann, dann sind 55% aller Arbeitnehmer in Deutschland derzeit erfolgreich im Home-Office. Dies bedeutet, dass ein noch größerer Anteil theoretisch dazu in der Lage wäre von zu Hause zu Arbeiten. Ich finde dieses Potential enorm und bestätigt mich in meiner Meinung, dass man einen Großteil der Autos von der Straße bekommen kann, wenn man Homeoffice staatlich vorschreiben würde, wenn es möglich ist. Damit lassen sich bestimmt auch leicht die Klimaziele erreichen, wenn man nur will. Zudem würden Bürogebäude in der Innenstadt nun für Wohnungen frei werden und die Mietpreistreiberei hätte damit wohl auch ein Ende. Ich könnte mein Auto verschrotten lassen und für die 1-2 mal wenn ich irgendwo hin muss den Zug nehmen.In unserer Familie könnten wir dann mitt einem Auto für Notfälle auskommen (statt aktuell 4!). Auch hätten viele Arbeitnehmer plötzlich 1-2 Stunden mehr Freizeit statt auf der Autobahn im Stau zu stehen.


    Man stelle sich mal vor: In 10 Jahren sind alle Autobahnen massiv ausgebaut, Elektroautos sind effektiv konkurrenzfähig zum Benziner/Diesel (1000 km Reichweite) und die Brücken sind alle saniert und auf 4 Spuren erweitert .... aber keiner fährt mehr mit dem Auto zur Arbeit :-P Ich spekuliere ja schon seit 2010, dass wenn das E-Auto für mich in Frage kommen würde, dann brauche ich es nicht mehr ;-)


    Auch hoffe ich, dass die Erkenntnisse, die aktuell in Bezug auf Heimarbeit und e-learning gesammelt werden auch noch nach der Pandemie eine Rolle spielen. E-learning war übrigens zu meiner Studienzeit (2005) DAS große Thema ;-)


    Nichts wäre dümmer als zur alten (gewohnten) Normalität zurück zu kehren!


    <meine 2¢ zu dem Thema>


    -Jonas