Beiträge von luckytom

    Fehler gefunden!
    Das 1. ROM (512 Byte) von der Keyboard-Platine gibt nur FF Werte aus.
    Ich habe mir von einem Kollegen einen EPROM-Brenner ausgeliehen (SA-20), mit dem man auch Dateien erstellen kann. Zu erkennen ist nun, dass die ersten 512 Byte alle FF Werte anzeigen. Somit haben sich meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt....

    https://www.youtube.com/watch?v=Fgx-omIgilU

    Da klickt übrigens noch jemand ziemlich ratlos auf der A5 herum.

    Dieses Video habe ich mir bestimmt schon viermal angeschaut, weil es einige Informationen bietet:
    1. Beim 1. Einschaltvorgang wurde die Testroutine nicht vollständig durchlaufen.
    2. Beim 2. Einschaltvorgang war die Testroutine erfolgreich und die Zeitverzögerung, bis alle Licher aktiv waren, stimmt soweit mit meiner Audit überein. Danach reagierte allerdings seine Audit überhaupt nicht mehr, im Gegensatz zu meiner. Das läßt mich hoffen, dass nicht unbedingt ein Softwareproblem vorliegen muss.

    Bitte mal die Ansteuerung des Kugelkopfs bei der A5 vergleichen, ich vermute die haben das so ähnlich gemacht, wie bei der elektromechanischen Lexikon 90, da werden wie ich oben schon ausgeführt habe, 3 Bit pro Bewegungsrichtung, also insgesamt 6 plus Shift, mechanisch über Hebel gesteuert, die ihren Drehpunkt ändern. Das schreit eigentlich nach einer Ansteuerung mit 7 Elektromagneten, ich vermute, dass Olivetti das auch bei der A5 so gemacht hat, nur mit beweglichem Druckkopf, das heißt, es müsste da 2 Steuerachsen über die komplette Breite des Druckers geben, die von diesen Hebeln angesteuert werden. Siehe hier , vielleicht hilfts beim Verständnis Mechanik der A5.

    So wie ich das leienhaft bei dieser Mechanik so überblicke, würde ich das so bestätigen. Es sind insgesamt 7 Hebelchen die alle Einfluss auf die Kopfbewegung ausüben. Es werden in der Tat damit zwei Steuerachsen über die ganze Breite des Druckers angesteuert. Phantastisch, wer sich sowas komplexes ausgedacht hat. Anbei ein Bild von den 12 Zugmagneten, die ja nicht nur die Kopfbewegung kodieren.

    Gestern habe ich den "Input-Port" (ca. 32 Bit-Status-Signale) auf der Keyboard-Platine ausfindig machen können. Dies ist deswegen so wichtig, weil es nur noch zwei Möglichkeiten nach meiner Ansicht geben kann, weshalb die Audit ein so ein fehlerhaftes Verhalten zeigt:

    1. Wie schon oben öfters erwähnt, besteht die Möglichkeit, dass die Software in einem der ROM's zerstört ist. Was dafür spricht: Das Verhalten ist fast immer gleich, aber eben nur "fast immer".

    oder

    2. Audit erhält nur fehlerhafte bzw. unvollständige Statusinformationen, was zu diesem merkwürdigen Verhalten führt. Was für diese Annahme spricht ist, dass in (zugegebenermaßen) seltenen Fällen auch ein abweichendes Verhalten festzustellen ist. Das kann bedeuten, dass ein für die I/O-Verarbeitung notwendiges Logic-IC "Probleme" hat. Aber eigentlich sollte sich dieses wiederum mit Kältespray so leicht "provozieren" lassen, dass sich Verhaltensänderungen unmittelbar nach der Behandlung zeigen sollte. Aber das ist eben nicht der Fall!

    Ich bin von dieser Störung inzwischen so "begeistert", weil ein solch schwer zu lokalisierender Fehler, bei recht einfach gestrickter elektronischer Hardware, doch recht selten vorkommt. ABER vielleicht "versteckt" sich auch nur ein genialer Schaltungstrick, den ich einfach nur noch nicht begriffen habe und die Schaltung ist doch nicht ganz so trivial? Ja auch das, sollte man zu diesem Zeitpunkt nicht ganz ausschließen ;)

    horniger
    Bist Du gestern mit Deiner Audit weitergekommen?

    Er hat bereits bestätigt, dass Olivetti MK6048 und Mostek MK5065 der gleiche Chip sind.

    Er wohnt in Dallas und hat in Austin noch Unterlagen vom MK5065 und GEMS-8 von damals gelagert.

    In den nächsten Monaten plant eine Fahrt dorthin.

    Und er möchte die Unterlagen allen zugänglich machen!

    Das wird ja immer besser! Vielen Dank Gerd5, für die Kontaktaufnahme! Wenn das alles klappt, dann bin ich nicht mal abgeneigt winzige Testroutinen für die Audit zu "programmieren", wie z.B. ein blinkendes Kontroll-Lämpchen. Für komplexere Aktionen, wäre viel mehr Wissen von den Ansteuerroutinen in den org. ROM's notwendig. Unten die Pinbelegung eines der verwendeten ROM's. Sorry für die schlechte Qualität, aber man kann erahnen, dass diese recht ungewöhnlich ist.

    Krass, bist Du sicher, dass Du das RAM board so einfach ersetzen kannst??

    Ja, weil sich die Audit genau so verhält wie vorher. Die Beschaltung auf dem RAM-Board hat ja unter anderem nur deswegen so viele zusätzliche Logic-IC's, weil die (alten) RAM-Chips getrennte Ein-/Ausgänge haben die für den bidirektionalen Datenbus zusammengelegt werden müssen. Einzig das Write-Signal mußte mit einem bestimmten Taktsignal kombiniert werden (was mich selbst überrascht hat), weshalb ich zusätzlich zum 6116 RAM noch ein NAND-IC verbaut habe.

    was hast Du denn für ein RAM board drin?

    Mit welchen ICs?

    Es dürfte die baugleiche RAM-Platine mit identischen RAM-IC's sein, nur daß eben 8 RAM IC's weniger verbaut sind. Ich hab jetzt doch mal ein Bild von der Karte angehängt, obwohl ich sie optisch so übel zugerichtet habe, daß ich das Bild eigentlich gar nicht veröffentlichen wollte.

    Oder ich scanne die für die Nachwelt ein.

    Das ist natürlich noch besser :)

    Das ist ja super, daß es tatsächlich noch jemanden gibt, der "Material" für die Audit besitzt! Die Doku könnte ich mir dann von horniger ausleihen und kopieren ;)


    olivetti
    Deine Website kannte ich leider noch nicht. Darf ich fragen, ob Du die Kartenlesegeräte der "Bürocomputer" (Programma 101 bzw. 102) restaurieren konntest? Ich selbst hatte mal eine Programma 602 und bei dieser haben sich alle Gummirollen "verflüssigt". Das gleiche Problem hat jetzt die Audit 5, wobei nur eine Gummirolle ersetzt werden muß. Das würde ich zumindest mal versuchen, wenn die Kiste wieder läuft.

    Habe zwei Bilder angehängt. Das eine von meinem EPROM-Brenner der noch viel mehr kann, aber leider kein modernes Interface hat, um daran einen Computer anschließen zu können. Aber dafür kann man unter anderem die Daten auf Kassette archivieren :)

    Die abgebildete Platine ist die für den Magnetkartenleser, unterhalb der Tastatur auf der rechten Seite.


    Ich habe heute nochmal viele Signale überprüft und einen offenen Eingang auf der RAM-Karte gefunden auf High gelegt. Das war jedoch nicht der Fehler! Also, ich komme einfach nicht mehr weiter, weshalb ich eine Bitte an Dich horniger hätte:

    Es könnte nämlich auch sein, dass der Defekt dennoch an der fehlerhaften Software liegt. Somit kann ich nicht ausschließen, dass die EPROM's dann auch mit der fehlerhaften Software gebrannt wurden. Desweiteren würde es mir die Fehlersuche erheblich erleichtern, wenn ich baugleiche Platinen in das System einsetzen könnte. Deshalb meine Frage: Könntest Du mir vielleicht alle 6 Platinen zur Überprüfung einmal zusenden? Dann kann man mit Sicherheit sagen, dass die Software in Ordnung ist und ich würde auch Deine Ext-ROM-Platine mit den 3 ROM's gleich mit kopieren. Eproms brauchst Du mir nicht mitzuschicken, die 4 Stück würde ich Dir dann so mit Deinen Platinen wieder zurückschicken. Ich hoffe meine Bitte war jetzt nicht zu unverschämt.

    Hast Du Tipps, wie man an die mechanik am besten dran kommt?

    Umdrehen und vom Boden abschrauben?

    Der einfachste Weg ist die vordere Verkleidung (die über der Tastatur) abzunehmen. Dazu gibt es 4 "Verriegelungslaschen" 2 oben und 2 unten , die man mit einem spitzen Werkzeug wegziehen kann. So kommt man etwas besser an die Mechanik drann, aber auch von der Unterseite sind einige Stellen offen zugänglich. Wie gesagt, ich würde mit einem Pinsel zunächst großzügig Alkohol verwenden, denn das löst sehr schnell die verharzten Bereiche.

    ich denke mal, dass die bei mir für das Cassetten Laufwerk gebraucht wird.


    Weißt Du, an welcher Karte der Magnetkartenleser angeschlossen ist?

    In Deiner Maschine ist doch kein Kartenleser eingebaut? Also ist doch bei Dir diese Erweiterungsplatine notwendig zum Anschluß eines Kassettenlaufwerkes?
    Der Magnetkartenleser hat eine extra Platine unterhalb der Tastatur.

    Könntest Du mir bitte Deine PROM Image files zukommen lassen, besonders die von der Ext-ROM-Platine?

    Leider ist das nicht möglich, weil ich nur ein 30 Jahre altes "Standallone"-Modell besitze, ohne Schnittstelle zum Anschluß eines Computers. Ich kann Dir aber anbieten alle 3 EPROM's zu brennen.

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die A5 auch in einem Programmiermodus gestartet / geschaltet werden konnte, in swm man Makor-Assembler commands eingeben konnte. Es spricht ja durchaus was dafür (Programmier-Referenz, Möglichkeit Programme abzuspeichern...)

    Und wenn ja wie?

    Erst mal muß die Kiste laufen, dann mache ich mir Gedanken darüber. So wie es aussieht, gibt es noch nicht einmal eine Italienische Bedienungsanleitung!

    Das sind schonmal gute Zeichen, es tut sich was, das Prozessorsystem läuft. Wahrscheinlich wird es so sein, dass die Software nach dem Einschalten erstmal Autodiagnose macht. So ist es bei den späterren Schreibmaschinen auch, erstmal wird die Elektronik geprüft, also CPU, ROM (Checksummen), RAM, Sensoren usw., das scheint erfolgreich durchgelaufen sein. Und dann beginnt der Test der Mechanik. Die Schreibmaschinen haben dazu diverse Sensoren, wie z.B. einen Schalter oder eine Lichtschranke am linken Rand. Genauso könnte es an der Mechanik zum Bewegen des Kugelkopfes Sensorern geben, um die "Grundstellung" zu finden. Bei den Typenradschreibmaschinen mit Stepmotor gibt es an der Drehachse des Typenrads eine entsprechende Lichtschranke, z.B. bei der TES 401 ist das so, bei den späteren Step-Motor-Maschinen ET 109,110,111,115, ETV 240,250 wird vom Farbbandmotor einfach ein Hebel in Bewegung gesetzt, der mit einer Nase an der Grundstellung in den Aufnahmeteller Typenrads einrasten soll, dann wird der Motor um 360 Grad gredreht und irgendwo da hakt die Nase hoffentlich ein und die Grundstellung ist gefunden. Bei den Schreibmaschinen mit DC-Motor und Encoder (Strobescheibe mit Lichtschranken) braucht man das nicht, der linke Rand ist erreicht, wenn der Motor zwar drehen sollte, der Encoder aber keine Bewegung mehr zurückliefert, weil der Druckkopf gegen einen Gummipuffer gestoßen ist. Dann wird aber noch mal eine Bewegung nach rechts und wieder zurück gemacht, um zu sehen ob der Drukkopf wirklich frei ist. Im Encoder für den Typenradmotor ist eine zusätzliche Lichtschranke drin, mit der das Grundstellungsloch gesucht wird. Auch die Zeilenschaltung könnte dazu Sensoren haben, bei denen jeder Zeilenvorschub mitgezählt werden kann. Auch der Farbbandtransport könnte einen Sensor haben. Das heißt, erstmal diese Sensoren suchen und durchmessen, ob sie noch funktionieren. Und diese Funktionen werden dann in der Autodiagnose nacheinander durchgeprüft, in dem z.B. der Druckkopf zum linken Rand fährt, bis der Sensor anspricht. Wenn das nicht in einer gewissen Zeit passiert, kommt es quasi zu einem Timeout, sprich Fehler.


    Ich weiß nicht, was die A5 für Motoren hat, Stepmotoren oder DC-Motoren mit Encoder, falls letzteres, dann brauchen die Encoder einen "Abgleich", der Bauteiletoleranzen der Lichtschranken und der Eingangselektronik auf der Hauptplatine ausgleichen soll. Dieser Abgleich war bei den ganz alten ET Schreibmaschinen noch notwendig (ET 121, 201, 221, 225, 231, 351), bei späteren Modellen hat man das geschickter gemacht. Der Abgleich erfolgte, in dem bei diesen Schreibmaschinen ein Jumper / Steckbrücke auf bestimmte Testkontakte am Platinenrand gesteckt wurden, dann sprang beim Einschalten die Schreibmaschine in ein Testprogramm für den jeweiligen Motor, für den man die Steckbrücke gesetzt hat, und bewegte diesen Motor in einem bestimmten Muster. Wenn dieses Bewegungsmuster nicht da war, dann gab es einen Poti zum drehen, solange bis das Bewegungsmuster da war, z.B. 2 Umdrehungen drehen, dann Stopp, und wieder 2 Umdrehungen, oder Druckkopf bewegt sich gleichmäßig nach rechts und links ohne irgendwo dagegen zu knallen. Dieser Abgleich kann sich über die Jahre auch verstellen, und wenn es nur die Korrosion am Abgleichpotentiometer ist, die über die Jahre dessen Widerstandswert verändert hat. Bei meiner einen ET 225 war das so, zum Glück habe ich das Servicemanual und wusste so, welche Steckbrücke für welchen der beiden Motoren das Testprogramm startet, und welcher der beiden Spindelpotis dazu gehört, das war dann eine Sache von Kontaktspray und ein paar Sekunden Rumgeschraube, bis es wieder stimmte. Wenn der Abgleich der DC-Motoren nicht korrekt ist, läuft die Autodiagnose nicht erfolgreich durch, weil die Software die Motoren nicht bei ihrer Bewegung beobachten kann.

    Viele Sensoren gibt es da meiner Ansicht nach nicht. Zwei Schalter habe ich bisher gefunden.
    Die Funktion die, die Maschine ausführen soll wird über Elektromagnete codiert, ähnlich wie bei einer Teletype ASR 33.

    Teletype ASR33


    Im Prinzip läuft das so ab:
    Die aktivierten Elektromagnete "bestimmen", ob z.B. ein Zeilenvorschub, oder der Schlitten um eine Spalte weiter bewegt werden soll. So gibt es auch eine Codierung für den Rücklauf und für die Bewegung des Druckkopfes. Der ständig eingeschaltete Synchronmotor (es gibt nur diesen einen Motor), der ständig die aktivierten Elektromagnete "abtastet" und dann die Aktion auslöst.

    Nachtrag:

    Wie verhält sich denn Deine Maschine nach dem Einschalten?

    Meistens gibt es ein lautes Rattern von ca. einer halben Sekunde und danach leuchten alle Lämpchen. Sobald ich irgendeine Taste betätige, verlöschen alle Lampen, bis auf zwei Kontrolllampen: Magnetkartenleser und Fehlerlampe, die rote gleich links daneben. Manchmal rattert sie beim Einschalten etwas kürzer (ist dann auch nicht ganz so laut) und es brennen gar keine Lampen. Ich vermute der korrekte und ein erfolgreicher Testablauf ist erreicht, wenn alle Lampen nach dem Start leuchten. Das kurze Rattern und wenn dann keine Lampe brennt, bringt mich zu der Vermutung, dass der Testdurchlauf vorzeitig abgebrochen wurde.

    Also sind es bei Dir insgesamt drei große und zwei kleine Paltinen?

    CPU, Tastatur, Drucker, RAM , ROM?

    Ganz genau.

    Oder hast Du über der CPU auch noch die PIPSA Platine?

    Leider nicht.

    Btw - hast Du eigentlich ne braune oder weiße A5?

    Braun.


    Darf ich Dich noch damit nerven, wie Du die PROMs ausgelesen hast?

    Na klar!


    Ich weiß, dass ein paar ROM/PROMs per EPROMMER auszulesen sind, aber was stellst Du da als Type ein?

    Das ist in der Tat recht interessant :)
    1. Der Prozessor (zumindest der Vorgänger MK5065) kann maximal 32KB adressieren und das in 4KB Blöcken. Aus diesem Grund befindet sich auf der CPU-Platine ein Adressdecoder mit 8 Enable-Ausgängen, dessen 3 Adressierungsleitungen mit den Adressen A12, A13, A14 von der CPU beschaltet ist. Somit selektiert jeder Enable-Ausgang (E1,E2,..,E8) einen Adressbereich von 4KB.
    Das ist deswegen interessant, weil die Enable-Signale wie nachfolgend zugeordnet wurden:

    E1 -> selektiert die alle ROM's der Keyboard-ROM-Platine. Also alle ROM's darauf sind DIREKT mit dieser Signalleitung verbunden.
    E2 -> Drucker-ROM-Platine, Rest wie bei E1 schon beschrieben.
    E3 -> Ext-ROM-Platine
    E4 -> (noch) unbekannt
    E5 -> (noch) unbekannt
    E6 -> 4 ROM's auf der Ext-ROM-Platine (leere Fassung)
    E7 -> 4 ROM's auf der Ext-ROM-Platine (leere Fassung)
    E8 -> RAM-Platine

    Zum Auslesen einer ROM-Bank von 4KB wähle ich irgendein EPROM mit 4KB Speicherkapazität aus, also z.B. ein 2732 von Intel.
    Ich verbinde die 12 Adressleitungen (A0-A11) und 8 Datenleitungen (D0-D7) und eines der 8 Enable-Leitungen mit meinem Adapter und mit einer 24-poligen IC-Fassung. Das eine Ende des Adapters stecke ich in die CPU-Board-Kontakte (rechte Seite) und die 24-polige Fassung in mein Programmiergerät. Die restlichen 4 Boards bleiben im System. Nicht vergessen, die restlichen 7 Enable-Leitungen auf High legen. Danach Audit einschalten und Auslesevorgang starten. Die im Programmer gespeicheten Daten dann auf ein EPROM brennen, wobei jetzt natürlich der korrekte EPROM-Typ eingestellt werden muß.

    aber was war denn auf diesen PROMs drauf?

    Oder waren das wirklich nur irgendwelchen Decoder und Steuercodes drauf?

    Ich kann nur vermuten, dass sich darin nur die grundsätzliche Betriebssoftware befindet. Vielleicht auch ein rudimentäres Anwenderprogramm? Das gilt es noch herauszufinden.

    Das hier angehängte Manual dürfte vermutlich die Steuercodes der B.A.L.-"Programmiersprache" beinhalten.

    Danke für die Korrektur und vor allem für das Datenbuch! Habe mich schon gefragt, welche Funktion das FF in meinem verfolgten Signalverlauf hat. Jetzt ist alles klar :)

    Jetzt dürfte ich fast alles an Datenblätter besitzen, um die Audit-Hardware komplett zu analysieren, wenn die Zeit mir dies gestattet. Ich finde die Audit 5 vorallem aus zwei Gründen so sehr interessant:

    1. Es ist eine recht überschaubare Hardware, dessen Funktion sich relativ leicht nachverfolgen läßt, wenn die Zeit eine untergeordnete Rolle spielt.
    2. Die computergestützte Ansteuerung der Druckermechanik ist faszinierend, dabei darf/sollte sie auch schön laut dahin "rattern" und ist damit nicht so "langweilig" wie reine Bildschirmsysteme.

    Guten Morgen
    fanhistorie , ich habe inzwischen die beiden ROM-Boards mit EPROM-Fassungen versehen (siehe obigen Beitrag) und die org. ROM's deaktiviert. Ich möchte jetzt selbst ein (sehr kurzes) Programm schreiben, um die Stabilität des CPU-Boards und dessen Steuersignale mit dem Oszi genauer überprüfen zu können, wie z.B. das automatische Hochzählen des Adressregisters. Dazu sind lediglich NOP-Befehle notwendig, die bei einigen Prozessoren durch das Byte 00h repräsentiert werden. Vielleicht hast Du eine generelle Befehlsliste für den MK5065 oder in der Architektur ähnlich aufgebaute Prozessoren? Trotz ausgiebiger Suche im Web, find ich wieder nichts.

    Die Mechanik sollte man tatsächlich ölen, damit alles wieder einigermaßen leichtgängig läuft. Ich löse erst alles was sich festgesetzt hat mit Ispopropylalkohol auf und danach wird geölt.
    Ich kann den Schlitten auch nicht mit der Hand verschieben. Habe heute mal paar Fotos gemacht und die wichtigsten Kontakte wie Adressbus, Datenbus und Enable-Signale beschriftet.

    Ich bezeichne die 3 ROM-Platinen wie folgt:
    1. Die schmale ROM-Platine im untersten Einschub: Ext-ROM (Es macht bei mir keinen Unterschieb ob sie gesteckt ist oder nicht, ist vermutlich eine Zusatzsoftware. Es sind übrigens nur 7 ROM's fest installiert und nicht 8 ROM's)

    2. Die ROM-Platine darüber, an der neben der Druckersteuerung auch die Tastatur angeschlossen wird: Keyboard-ROM


    3. Die 3. ROM-Platine, an der nur ein Schnittstellenkabel für den Druckersteuerung angeschlossen wird: Drucker-ROM

    Ich habe 2 gebrannte EPROM's für Drucker- und Keyboard-Platine eingesetzt und die PROM's auf der Platine deaktiviert, aber die Audit verhält sich genauso wie zuvor. Zumindest hat das Kopieren funktioniert, denn ohne diese EPROMS geht gar nichts.

    Jetzt bin ich erstmal ratlos... An den RAM's kann/sollte es auch nicht liegen, denn ich habe dessen Positionen (es sind 8 Stück, gesockelt) mehrfach getauscht und das Verhalten ist nahezu gleich. Fehlt auch nur ein RAM-Chip, dann zeigt die Audit überhaupt keine Reaktion.


    Ich habe leider keine Schaltpläne.

    horniger
    Ich habe schon Deinen Thread mit großem Interesse gelesen!

    Gerne mache ich Aufnahmen von allen Boards. Die Audit 5 ist für mich eigentlich nur wegen der möglichen Programmierbarkeit interessant. Das untere linke ROM-Board ist mit insgesamt 8 PROM's bestückt, was insgesamt 4KB ergibt. Alle 8 Sockel sind unbestückt.

    Ich habe heute versucht alle PROM's auf den 3 Platinen auszulesen und somit drei 4K EPROM's (27C32) gebrannt. Nach dem Tausch (die auf den Boards werden lediglich deselektiert) werde ich sehen, ob sich eine Veränderung am Verhalten der Audit zeigt.

    Wie reagiert denn Deine Datev Version nach dem Einschaltvorgang?

    Super, vielen Dank! Ich habe heute die Pinbelegung verglichen und diese stimmt mit den mir bekannten Signalen (Adress-/Datenbus, Write, Reset, Takt und aller Spannungsanschlüsse) überein. Es gibt einzig einen zusätzlichen Anschluß (Pin-Nr. 26) der beim 5065 als NC deklariert ist. Dennoch hat mir die fast identische Belegung sehr weitergeholfen.

    Ich habe heute nochmal ausgiebig die Signalpegel untersucht und vom Pegelverhalten keine Unstimmigkeiten feststellen können. Da die Audit nach einem Reset gelegentlich unterschiedliches und zudem noch merkwürdiges Verhalten zeigt, gehe ich nun von einer Störung beim Auslesen der in den Proms gespeicherten Informationen aus.


    Meine weitere Vorgehensweise:
    Zunächst werde ich die Signalpegel aller Adressleitungen und Enable-Signalen an allen Proms überprüfen.
    Wenn das nicht hilft, werde ich die gespeicherten Daten in den Proms mehrfach auslesen und immer wieder vergleichen. Ich hoffe so Unstimmigkeiten feststellen zu können.

    Mostek Calculator Integrated Circuits

    http://www.datamath.org/Mostek_IC.htm


    Ein paar Informationen zu Mostek CPUs, insbesondere der Hinweis, dass Mostek MK6xxx Chips Custom-Produkte sind

    Das bestätigt, dass dieser Prozessor wohl ziemlich speziell ist. Ist nicht so tragisch, wenn ich da nicht weiterkomme. Ich will ja die Audit nicht in Maschinensprache programmieren. Intessant ist lediglich, wie der Prozessor extern beschaltet werden muß und dazu wäre halt die Anschlußbelegung wichtig.

    Wichtig für mich wäre die genaue Anschlußbelegung und die wird höchstwahrscheinlich nicht mit dem Vorgängertyp identisch sein, auch wenn evtl. die meisten Befehle identisch sein sollten.

    So habe ich lediglich durch Messungen am Oszi herausgefunden:

    1. 16 Bit Adressbus, wobei die unteren 8 Adressbits sich mit dem 8 Bit Datenbus teilen (Multiplexing).
    2. Es werden 2 phasenverschobene Taktsignale benötigt.
    3. Es werden 3 Spannungen benötigt: +5V,-5V,-12V

    Guten Abend,


    anbei nur als Ergänzung erwetiere Infos, Wahrheitstabelle der einzelnen Bausteine

    und Applications Data... vom dez 1964,

    Besten Dank!


    Das CPU-Board dürfte soweit funktionieren.

    Genial! Was ist da überhaupt für eine CPU drauf? 8080?

    Leider nur ein recht unbekannter Prozessor MK6048 der in Zusammenarbeit mit Olivetti und MOSTEK entwickelt wurde. Auch für dieses Teil finde ich (wie soll es auch anderst sein) keine Dokumentation ;)
    Aber zumindest funktioniert er und einen Ersatz habe ich auch noch auf Lager.

    Nachtrag:
    Wie bereits erwähnt lassen sich bis auf das Kartenlesegerät-Kontroll-Lämpchen die restlichen Lämpchen mit der CLEAR Taste zurücksetzen, weitere Reaktionen konnte ich jedoch nicht produzieren, egal was ich danach antippe. Bisher gehe ich davon aus, dass sich die Audit (hoffentlich) nur im Kartenleser-Modus befindet und darauf wartet eine Magnetkarte einlesen zu können. Es erübrigt sich fast zu erwähnen, dass der Leser natürlich nicht funktioniert, weil sich die Antriebsrolle inzwischen "verflüssigt" hat. Das zu restaurieren ist ziemlich aufwändig und werde dies auch nur angehen, wenn der Rechner sonst soweit funktionieren würde.

    2: das sollte ein Fairchild Diode Transistor microLogic 936 sein: 6-fach Inverter

    Fairchild DTuL 1966.pdf.pdf


    Die Pinbelegung ist wie beim 7406. Bzgl. Kompatibilität zwischen der Fairchild DTuL- und der TTL-Familie kenne ich mich nicht so aus.

    Ich danke Dir sehr für Deine Recherche! Heute sind die beiden 74LS195 Schieberegister angekommen. Das CPU-Board dürfte soweit funktionieren. Es regt sich zumindest was. Nach dem Einschaltvorgang wird der Schlitten des Druckkopfes auf Ausgangsposition zurückgefahren und ein witeres (geräuschvolles) kurzes "Resetmanöver" durchgeführt. Danach leuchten alle Lampen. Wenn ich dann die CLEAR Taste drücke bleibt nur noch die Kontroll-Lampe für den Kartenleser an + Fehlermeldungslampe. Das ist übrigens auch der Zustand, wie ich das Teil vor 5 Jahren bekommen habe. Im Laufe der Zeit hat dann noch das besagte Schieberegister seine "Kooperation" eingestellt.