Posts by yalsi

    Dengue-Fieber, Ebola, und sicherlich einige mehr.


    Nachtrag:

    + Lassa-Virus

    + bisherige Berichte zeugen von teils erheblichen Einschränkungen "genesener" Patienten nach einer schweren Covid-19 Infektion

    Gegen Ebola gibt es mittlerweile einen zugelassenen Impfstoff und mehrere Kandidaten: https://de.wikipedia.org/wiki/Ebola-Impfstoff


    Bei Lassa und Dengue fehlt leider der Impfstoff und in Anbetracht des Verbreitungsgebiets des Lassa-Virus beschleicht mich auch das Gefühl, dass einigen die Menschen dort weniger wichtig erscheinen. ;(

    Offiziell bestätigt Infizierte. Da kann man nicht oft genug drauf hinweisen. Wieviele tatsächlich infiziert sind, weiß kein Mensch

    Naja, eine Rückrechnung ausgehend von 3% Sterblichkeit und einer Zeitspanne von 14 Tagen von Infektion bis Tod finde ich einen ganz "interessanten" Ansatz. Für Deutschland bleibt da eine Dunkelziffer von etwa 50%. Genau werden wir das aber erst sehen, wenn es eine Studie der Antikörper für repräsentative Stichprobe aus der Bevölkerung gibt.


    Eine hohe Dunkelziffer wäre ja gut (sofern da keiner "heimlich" stirbt)- das hieße ja geringere Sterblichkeit und höhere Immunisierung.


    Wie dem auch sei- wir können eben nur abwarten. Wenn um Ostern herum ein deutlicher Knick in den Todeszahlen zu sehen ist, hat der Shutdown gewirkt und wir können um MItte Mai herum wieder mit einer beginnenden Normalisierung rechnen. Großveranstaltungen in 2020 können wir aber wohl vergessen.

    Interessant ist die Frage, wie zuverlässig die Zahl der Infizierten eigentlich ist. Hier wird gezeigt, dass eine Rückrechnung der Anzahl der Verstorbenen bei Annahme einer bestimmten Sterblichkeit eine Aussage erleichtert:


    https://www.spiegel.de/wissens…6c-44ac-806f-530a10916121


    Bei einer Sterblichkeit von 3% und heute ca. 1000 Toten waren vor 10 Tagen etwa 30.000 Menschen infiziert. In der Statistik stehen aber nur 20.000 für den 20.03.2020. Dann hätten wir etwa 50% mehr Infizierte als in der Statistik enthalten sind. Da wäre eine weniger dramatische Dunkelziffer, als manche erwarten.


    Trotzdem- es bleibt Kaffeesatzleserei... .

    Entsetzt ja, aber nicht überrascht.


    Notfallvorsorge wird anscheinend auch hier so gehandhabt, wie ich das aus der IT kenne. Nicht solide analysieren, keine Szenarien zuende denken, keine Handlungsanweisungen asuformieren, die Zuständigkeiten nicht klarstellen und insgesamt hoffen, das auch in der Zukunft nix passiert, weil ja bisher auch nichts passiert ist. Außerdem ist das Tagesgeschäft ja wichtiger und Geld ist auch keines für die Planung da. :fp:

    Ja, ich hab' oben eigentlich neben Viren auch Plasmide und Transposons nennen wollen und auch natürliche genetische Transformation. Dort zeigt sich der Egoismus der Gene ja gut- wobei mir der Begriff einfach zu sehr nach Absicht und Bewusstsein klingt. So ist es ja nicht und Dawkins sieht das ja auch nocht so.

    Schon klar- das wusste Darwin ja aber damals noch nicht. Der Mechanismus greift bei Viren ebenso wie bei wirklich lebenden Organismen.


    Verbreitung von Schadsoftware läuft auch nach diesem Mechanismus ab.

    Evolution ist das Zusammenspiel von Mutation und Selektion, besser: Selektionsdruck. Bringt ein Virus seinen Wirt früh um, verringert sich die Wahrscheinlichkeit der Weiterverbreitung durch Ansteckung anderer Wirte. Bleibt der Wirt lange am Leben und am besten noch weitgehend symptomfrei, ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher. Ein frühes Sterben der Wirte ist ein Selektionsdruck. Diejenigen Viren, die den Wirt länger leben lassen, vermindern den Selektionsdruck und setzen sich in der Population durch.


    Das aktuelle Corona-Virus hat mehr Erfolg bei der Weiterverbreitung als SARS, weil es sich schon in den oberen Atemwegen repliziert und aus den Zellen kommt, bevor schwere Symptome beim Wirt auftreten (siehe oben), Dieser Mechanismus ist nicht zielgerichtet entstanden- das Virus hat nicht "entschieden", so zu handeln. Vielmehr ist es ein ungerichteter Mechanismus, der als Ergebnis die bessere Verbreitung hat.


    Daher mag ich den Begriff der Anpassung nicht, weil der etwas aktives suggeriert. Schon bei Darwin hieß das "Survival of the fittest", also "Überleben der am besten passenden". Die Übersetzung "der am besten angepassten" klingt auf Deutsch schöner, verzerrt aber die Aussage.

    Endlich schreibt's mal einer- es hat schon Gründe, wieso in Asien die Fallzahlen und die "Flankensteilheit" bei der Verbreitung anders aussehen als bei uns:


    Strategien gegen das Corona-Virus


    Auch wenn ein einfacher Mundschutz das Risiko des Einatmens von virusbelasteten Tröpfchen nur vielleicht um 25% senkt, sind das eben 25% weniger. Gleiches gilt für das Ausatmen von Viren. Symptome zeigen sich im Mittel etwa 5-6 Tage nach Infektion, Viren können aber schon nach 4 Tagen ausgeschüttet werden- also geht man u.U. 1-2 Tage als Virenschleuder durch die Gegend, ohne es zu wissen:sense:.


    RKI Steckbrief Corona Virus


    Ich gehe auch nur noch mit selbstgebastelten Schutz raus- ungewohnt, aber es werden immer mehr Leute, die das gleiche tun.

    Also es gibt da schon allerlei Ansätze - nicht nur den geposteten Google KI Ansatz. Woanders wird mit der Abwärme das Nachbargebäude beheizt (Garching, DD)

    Kleine Anekdote am Rande: In einem Rechenzentrum in Hannover hatte man in den 70er/80er Jahren auch die Abwärme der Klimaanlage zur Heizung des Gebäudes eingeplant. Im RZ standen damals noch Siemens BS2000 Maschinen in herkömmlicher Technik mit ordentlicher Stromaufnahme und Abwärme. Dann kam der Schwenk auf die CMOS Technik und die ersten UNIX Maschinen sickerten ein, Auf einmal war die Klimaanlage auch in der kleinsten Stufe zu üppig für das RZ. Die Lösung: Das RZ wurde beheizt, weil ein Tausch der Klimaanlage zu teuer gewesen wäre. Und im Winter hatten die Büros 14-15°C, es wurden Heizlüfter angeschafft.

    Sorry, das glaube ich nicht. Das wäre betriebswirtschaftlicher Wahnsinn.

    Ja, genau das ist es!


    Wir haben seit Jahren die Diskussion hinsichtlich "grüner" Rechenzentren, nur tut sich da extrem wenig. Stromspartechniken wie z.B. in Notebooks findest Du immer noch kaum in Servern für RZs. In den Rechenzentren, die ich so sehe, sind gefühlt auch die Hälfte der Systeme älter als 3 Jahre und werden auch gern mal über den "end-of-support" Punkt betrieben.


    Und wie 1ST1 schon sagte: Ein Teil der Leistungsaufnahme geht dafür drauf, die Abwärme des anderen Teils zu entsorgen. Das IST Wahnsinn! Es gibt vereinzelte Ansätze z.B. in Californien, das RZ tagsüber mit Solarstrom an das untere Minimum der Betriebstemperatur herunterzukühlen, um es dann nachts bei reduzierter Klimatisierung sich bis zum oberen Ende aufheizen zu lassen. Ist auch nicht unproblematisch, weil das Ausdehnen und Zusammenziehen der Materialien auch mal für Ausfälle sorgt.

    Also dafür braucht ich keinen Beweis, weil das für einfach logisch ist.

    Ach, das wäre schön, wenn das so wäre. Das hieße ja, die Systeme im Rechenzentrum würden vom Stromverbrauch deutlich heruntergehen, wenn sie nichts zu tun haben. Das hätten wir gern- meist ist das leider nicht so.


    Server laufen 24x7 und verbrauchen nur ein paar Prozent mehr Strom, wenn die CPU Kerne unter Last sind. Im Normalfall ist der Prozessor unterbeschäftigt, während der Rest des Boards und der Platten/SSDs munter Strom frisst. Das ist ja gerade der Grund (oder zumindest einer), weshalb Virtualisierung so der Hit ist. Da laste ich die Hardware eher aus und habe mehr Leistung je KWh.


    Lastprobleme bei Netzkomponenten und Firewalls / VPN Gateways rühren dann auch meist von RAM Speichermangel her, weil State Tables usw. irgendwann voll sind. Und von der schlechten I/O Performance der verwendeten Standard-Prozessoren, weshalb bei vielen Herstellern da auch ASICs oder FPGAs im Einsatz sind. Manchmal ist das auch ein kaufmännisches Problem, weil Lizenzen die Anzahl konkurrierender User limitieren. Selten liegt das an einem Prozessor, der die Last nicht mehr wuppt und das Maximum an Strom verbraucht.


    Auf eine richtige Statistik der erhöhten Leistungsaufnahme während des Shutdowns bin ich aber gespannt.


    Gruß- Georg B.

    Wieso? Italien kann man doch einfach wegdiskutieren: https://www.wodarg.com/


    Das ist ausdrücklich NICHT meine Meinung. Ich poste den Link zur Abschreckung!

    Das Schlimme an solchen Leuten ist, dass sie ja durchaus auch richtige Fakten liefern, aber falsche Interpretationen. Nur mal ein paar Beispiele, die mit bei oberflächlicher Betrachtung ins Auge gefallen sind:


    Das Diagramm zum Verlauf der "normalen" Atemswegserkrankungen zeigt z.B., wie stark die aufgrund der Corona Pandemie getroffenen Maßnahmen die Infektionszahlen dort senken. Das ist ein sehr positiver Nebeneffekt. Nur erlaubt das ja keine Aussage über die Gefährlichkeit des aktuellen Coronastamms.


    Wenn ich in seinen Folien sehe, dass 2017 über 13.000 Menschen in Italien an der saisonalen Grippe gestorben sind und 2018/19 in Deutschland 25.000 Menschen, ist das eher ein Argument für bessere Schutzmaßnahmen auch ohne Corona in jedem Jahr. Also auch keine Aussage zu Corona.


    Er sieht außerdem überhaupt nicht, dass die Fallzahlen und Todeszahlen durch Corona relativ gering sind, weil so viele Maßnahmen getroffen wurden. Seine Argumentation steht darum Kopf, weil er den Verlauf von schwach bis überhaupt nicht verhinderten Epidemien (saisonale Grippe) mit dem stark abgeschwächten Coronaverlauf vergleicht.


    Dass Corona-Viren nicht neu sind, ist auch nicht neu ( https://de.wikipedia.org/wiki/Coronaviridae )- nur hat das keine Aussage. Bei einer so variablen Familie mögen die bisher bekannten Coronaviren harmlos(er) sein, das sagt nichts über den aktuellen Stamm aus. Genauso könnte ich sagen, dass Revolverungefährlich sind, weil ich bisher immer nur Platzpatronen in der Kammer hatte. Die erste scharfe Munition lässt micht dann blöd aussehen oder tot oder beides.


    Schade- ich hätte mich über eine fundierte Gegenposition gefreut, sozusagen als Rütteltest für die aktuelle Daten- und Maßnahmenlage. Aber das war wohl nix.


    Mich überzeugt von dem Kram also überhaupt nicht.

    Tja, darauf hoffen wir mal.


    Aber wie hieß das früher bei uns immer so schön: "Die meiste Zeit des Lebens wartet der brave Forscher vergebens". Aber vielleicht hat mal wieder einer eine geniale Erleuchtung... .

    Tja, genau kann das keiner sagen und ich glaube, so meint detlef das auch nicht. wir werden wohl bei dieser Welle mit Monaten rechnen müssen und in den nächsten Jahren immer wieder neue Wellen bekommen, bis wir die magische Grenze von 70% Immunisierung erreicht haben, bei der keine Epidemien mehr Fuß fassen.


    Wage Aussagen sind hier: https://www.quarks.de/gesellsc…in-wenigen-wochen-vorbei/


    Genaues kann derzeit wohl keiner sagen- also: Allein oder und in der Familie bleiben, am Rechner zuhause arbeiten und vom Bringedienst leben- wie man es von einem Computerfreak sowieso erwartet.

    ... fast reines IPA reicht ... ca. 90 % ... oder halt eine ordentlich starke UV-Lampe ... könnte man die Lungen der schwer erkrankten Menschen nicht einfach tief mit UV-Lampen bestrahlen ... nur mal so als Idee? :nixwiss: ... bin kein UV-Experte ...

    Coole Idee- dann sterben die Leute nicht am Virus, sondern verzögert am Lungenkrebs, den die UV Strahlung induziert hat.

    1-2 Tage in der Woche mache ich sowieso Homeoffice. Mo. und Fr. auf die A2 zu fahren, ist ziemlich sinnlos, da werden aus 20 min. gern mal 2h. Jetzt bin ich eben 4 Tage die Woche zuhause. Das Büro besetzen wir umschichtig jeweils mit 1 Mitarbeiter für die Warenannahme. Workshops finden als Web Session oder Videokonferenzen statt oder sind verschoben.


    Insgesamt nervt das weniger als der Wegfall der privaten Unternehmungen, da läuft mittlerweile kaum noch was.


    Aber da müssen wir eben durch, noch wachsen die Fallzahlen in 9 Tagen um eine Zehnerpotenz, das wäre komplette Durchseuchung um Ostern herum.

    die NotfallVO in BaWü ist bis 15.6. In Kraft =O

    Wo steht das? Hast du einen Link dazu?

    Lies' beide Absätze: Bis 15.06, wenn das Sozialministerium nichts anderes sagt. Die können nach vorne oder hinten verschieben. Ohne eine Grenze wäre das kaum durchgekommen. Trotzdem- ein wenig wundert micht das schon und bekümmert micht auch. Muss ich jetzt mit 3 Monaten Notstand rechnen? Solange reichen meine Biervorräte nicht!

    Ja, und Bakterien züchtet man auf Agar-Platten - das sind die Glasnudeln in der China-Suppe. Iss das bloß nicht!

    Hast du auch eine gesicherte Antwort zum Thema "Haustiere & Corona-Virus"? Ich denke mal nicht ...

    Nur die generelle Aussage, dass Viren ein breites Wirtsspektrum haben und ein Überspringen zwischen Säugetieren nichts wäre, was den Biologen wundert. Ob das bei Corona tatsächlich passiert, wird die Forschung zeigen.


    Zum Thema Viruskultivierung in Hühnereiern macht Dich der Artikel hier schlauer: http://www.virology.ws/2009/12…nza-virus-growth-in-eggs/


    Ich hab' in der Virologie nie ein Praktikum gemacht, das kenne ich also nicht aus eigener Erfahrung. Nährmedien mit Agar hingegen hab' ich *zig Tausende gegossen.

    Wichtig ist einfach, die Kausalitäten richtig einzuordnen.


    Wir haben im letzten Winter 25.000 Tote durch die saisonale Grippe zu beklagen gehabt, obwohl ziemlich jeder Deutsche schon mal eine Grippe überstanden hat und zumindest gegen frühere Stämme eine Grundimmunität haben sollte.


    Wir haben bisher nur 8 Tote durch Covid-19, weil frühzeitig umfangreiche Maßnahmen ergriffen wurden, um Ansteckungen zu verhindern.


    Weiter oben hatte einer das Beispiel Taiwan zitiert- das zeigt IMHO sehr gut, wieviel eine möglichst frühe, konsequente Reaktion bringen kann.


    Die augenblickliche Hysterie ist eine ganz andere Sache! Ehrlich gesagt ärgere ich mich gerade, dass ich kein Toilettenpapier bevorratet habe. Es gibt keines mehr in drei Läden in meinem Wohnort und bald bräuchte ich wieder welches... . Und meine Tageszeitung lese ich ja nur Online mit dem Pad.

    Nur sind Verkehrsunfälle nicht ansteckend und haben kein expontielles Wachstum.


    Noch ist die Anzahl kritischer Fälle bei Corona sehr klein. Noch sind im gleichen Zeitraum mehr Menschen im Verkehr gestorben oder haben sich totgesoffen oder totgeraucht als bei Corona. Wenn das in drei Wochen auch noch so ist, können wir von Glück reden.

    Klar ist das blöd.


    Aber verfolge mal ein paar Tage die Fallentwicklung in Deutschland unter World O'Meter ... derzeit siehst Du eine Steigerung um eine Zehnerpotenz in 7-8 Tagen. Wenn das so weiterginge, hätten wir in der 1. Aprilwoche 3 Mio. Fällle mit 15.000 kritischen Patienten. Da wollen wir nicht hinkommen!

    Naja, und Statistik taugt nicht zur Herleitung von Kausalitäten, das lernt der Biologe im ersten Semester. Der Rückgang der Storchpopulation in Skandinavien in der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts und der gleichzeitige Geburtenrückgang hat auch nicht bewiesen, dass Störche die Babys bringen :ue18: