Posts by Roland_t29

    Thema verfehlt weil nicht BASIC, aber:

    Du könntest ja mal CHEKMO auf der PDP8 besiegen.....? Fernschach?

    (Oder selber im simh Simulator?)

    ... oder bei uns im technikum29 auf einer PDP 8I. Wer will kann hier auch einen Fidelity Chess Challenger 1 oder einen 3er von 1977 (mit 8080 CPU) gegen CHEKMO spielen lassen. Man muss aber Geduld mitbringen :D


    Roland

    Hallo,


    ich wärme den Thread mal wieder auf. Mittlerweile erreiche ich diese sehr gute Qualität beim Abfotografieren eines Microfiche:



    Aufgenommen mit einer Leica M240, montiert auf einem Olympus Balgen mit Diakopiervorsatz. Als Objektiv habe ich ein Olympus Macro 50 mm 3.5 bei Blende 8 verwendet (auf unendlich gestellt, nicht in Retroposition). Beleuchtung diffuses Tageslicht durch Mattscheibe. Keine weitere Nachbearbeitung außer Bildzuschnitt.


    Gruß

    Roland

    um wirklich gut zu entmagnetisieren braucht man ein magnetisches Wechselfeld. Damit fährt man zyklisch die Hysteresekurve im Objekt durch. Man entfernt die Spule langsam vom Objekt, damit verkleinert sich die Hysteresekurve und fällt bei 0,0 zusammen. Dann ist die Magnetisierung wirklich 0.


    Mit Permanentmagneten zerstört man zwar die Flußwechsel im Medium, es bleibt aber immer eine Magnetisierung zurück


    Gruß

    Roland

    zum Abschluß der geglückten Reparatur möchte ich noch einige Angaben zu dem MultiTel von mir korrigieren/ergänzen, um Verwirrung zu vermeiden:


    Das Gerät ist ein Multitel 2 von 1987 (Angaben aus der Bedienungsanleitung). Der Monitor basiert auf einem Loewe-Chassis 90 C 85. Auf der Basis wurden diverse Fernsehgeräte mit 10" - 27" Farbbildröhre hergestellt. Das Multitel 2 hat eine 10" Farbbildröhre.

    Der Steckplatz für einen TV-Empfänger ist beim MultiTel 2 leer, dafür ist ein BTX-Decoder von Loewe verbaut (CPU P80A51). Für das Chassis gibt es Serviceunterlagen, die mir Casandro dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat. Sie stimmen zu 98% mit meinem Gerät überein, umfassen aber nur das Chassis, nicht den BTX-Decoder. Auf einem Blatt zur Installation ist auch von einem MultiTel 20 die Rede, das wohl i.W. baugleich war. MultiTel 22 ist ein Tippfehler von mir - sorry.


    Die zugehörige Tastatur mit der unabhängig vom Monitor funktionierenden Telefoneinheit heisst FeAp 90-2.2. Hier werkelt ein MC146805E2P als CPU.


    Hier sieht man das MultTtel 2 (rechts) neben dem BiTel T 3210 von Siemens (1985, links):



    Gruß

    Roland

    kurzes Update:


    Dank des Schaltplans konnte der Fehler gefunden und behoben werden: auf der 8V-Leitung war im Netzteil eine Drossel durchgebrannt. Sie hatte sich "geopfert", weil in der Tastatur ein Elko Kurzschluss hatte (dort werden aus den 8V die 5V für die Logik erzeugt). Die Elkes sahen unverdächtig aus, aber beim Einschalten sprang der Übeltäter aus seinem Töpfchen. Ich habe sicherheitshalber gleich seine Brüder und Schwestern mit gewechselt: jetzt läuft das Terminal wieder :applaus:



    Die Interessierten werden es schon gemerkt haben: bei dem MultiTel sind *zwei* 3V Li Stützbatterien verbaut: eine steckt im Tastaturteil, die andere im BTX-Decoder. Letzterer ist leider sehr solide mit Schirmblechen zugepflastert, da muß man recht grobmechanisch ran, um das Teil zu öffnen. Meine Li-Batterie ist von 1989 gewesen und hatte noch die volle Nennspannung, sie wird natürlich trotzdem gewechselt, so schnell bau ich den Decoder nicht mehr auseinander.


    Roland

    MultiTel 20 und MultiTel 22 sind recht ähnlich. Ich habe mittlerweile von Casandro den Schaltplan des Loewe Fernsehgerätes bekommen, dessen Chassis für die BTX-Terminals verwendet wurde. Das sieht sehr passend aus, damit komme ich weiter ! Vielen Dank an alle für ihre Tipps und besonders an Casandro für den Plan !!


    Roland

    Hallo,

    unser Museums-Multitel22 (FeAp 90.2.2) streikt: nach dem Einschalten zeigt er flimmernde sw/ws Streifen ohne Sync und ohne Bildinhalte. Helligkeit und Kontrast sind veränderbar, Bild ist hell. Ton rauscht. Betriebsanzeige leuchtet nicht, an der Tastatur leuchtet auch keine der LED. Intern am TDA 3303 liegen statt 12 V nur 11.6V an. Alle Sicherungen auf der Platine sind OK.

    Ich vermute, eine der anderen Betriebsspannungen ist ausgefallen - ohne Schaltplan möchte ich ungern weiter Fehler suchen. Hat den jemand oder weiß jemand, wo man ihn finden kann ? Ich finde im Web nur Bedienungsanleitungen und Installationsanleitungen, aber keine Schaltpläne.

    Gruß
    Roland

    Das Rechenwerk ist unser Hobbyraum. Wenn wir Außenstehende da rein lassen, tun wir das aus Gefälligkeit.

    Dass Du Deinen eigenen Terminvorschlag storniert hast, lag an Dir und nicht an uns.

    Übrigens schriebst Du, dass Du dort gerade in der Gegend seist und nichts von "lange Anreise".

    Alles kein Problem, nur: ich hatte am 18.7. einen Alternativtermin per Mail vorgeschlagen und dann nichts mehr gehört.


    Gruß

    Roland

    ich klinke mich mal in den thread ein, weil ich unsere Ausstellungs-P101 leider reparieren muss: das Netzteil macht Probleme, die 300 mA-Sicherung löst aus. Ich habe mir im Web schon die Finger wund gesucht, es muss ein "Olivetti Programma P101 technical manual" geben, leider ist nirgends ein Scan zu finden. Hat jemand die Unterlagen ?


    Zum Netzteil habe ich nur eine Zeichnung gefunden:


    OlivettiProgramma101_Schaltplan_Netzteil_P101.pdf


    die hilft mir aber nicht weiter, weil die dort gezeigte Sicherung m.E. viel größer als 300 mA sein muss (es gibt in der P101 drei Feinsicherungen: 300 mA, 500 mA und 6A, im Plan ist wohl die Umgebung der 6A-Sicherung gezeichnet)


    Gruß

    Roland

    die Rechner sind ja aus dem technikum29 und waren teilweise in muffiger Umgebung gelagert. Wir hatten so einen weissen "Schimmel" auf manchen Kabelbäumen, aber wie detlef auch schon schrieb, sehr selektiv nur auf bestimmten Kabeln. Lies sich mit Wasser und Spülmittel sehr leicht reinigen, der Kunststoff darunter war wie neu. Wer weiss, was da in unseren Depots so "lebt".


    Roland

    Ihr solltet das ganz schnell überlegen, da das Teil "verschenkt" wird.

    Ich werde mich da zurück halten müssen, ich habe einfach zu viele Baustellen.

    wir halten uns zurück: in die Ausstellung passt sie nicht mehr rein, unsere NCR446 ist in top Zustand und komplett, wir haben genug Ersatzteile und sie war bis 2018 in Betrieb. Da besteht kein Bedarf nach einem Backup, zumal wir keinen adäquaten Lagerraum haben.


    Roland

    mein neues Etwas vom Wochenende: ein Tektronix Oszi Typ 453. An sich nicht sooo besonders, Baujahr Mitte/Ende 60er Jahre, volltransistorisiert (SerienNr > 20.000), 50 MHz, 2 Kanal, 2. Zeitbasis. Wurde von Tektronix speziell für IBM entwickelt. Das Teil ist "rock-solid", wie der Angelsachse sagt, es erfüllt Militärspecs, hält extreme Temperaturen und Feuchte aus und widersteht Stößen bis 30 G. Es war für den Außendienst konzipiert, wo es rauh zugeht. Zusatzbedingung: es mußte als Handgepäck im Flugzeug durchgehen und unter den Sitz passen.



    Mein Gerät ist ein Mod 210H: es trägt auf der Frontseite mittig oben den Aufdruck "Property of IBM". Wenn man solche Geräte im Internet findet, wurde das oft weggekratzt. Zusätzlich wurde es per Schablone auf der Oberseite herrlich grell mit "IBM" markiert.


    Mein Gerät ist von einem IBM-Außendienstmann und war bis 1982 im aktiven Außendiensteinsatz. Viele Beulen und Kratzer zeugen von "intensivem" Gebrauch. Ordentliche Verschrottungserklärung liegt vor :-). Der Mann liebte auch das Risiko: auf der Rückseite ist ein Schalter angebracht, mit dem man den Schutzleiter von der Gehäusemasse trennen konnte.


    Außer der Beseitigung des Drecks von Jahrzehnten war nichts zu tun, das Teil läuft anstandslos und musste noch nicht mal nachjustiert/-kalibriert werden.


    Das Gerät passt zeitlich super zu unserer IBM1130:



    Gruß

    Roland

    ..., als Massenspeicher gibt es Magnetkarten und soweit ich weiß, man kann das auch im Internet nachschlagen, ist ein Drahtschleifenspeicher als RAM integriert.

    Hallo 1ST1: Details zur P101 gibt es auf unserer Webseite . Das RAM ist ein magnetorestriktiver Laufzeitspeicher, das ROM ist ein Fädelspeicher. Viel Spass mit den Geräten und Dank für deinen Besuch heute !!


    Gruß

    Roland

    Mein "neues Etwas", das ich hier vorstellen möchte, ist die Mercedes Addelektra SR22 von ca 1938:



    Die Maschine ist ein sog. Buchungsautomat, wenn man so will eine elektro-mechanische Tabellenkalkulation, der Vor-Vorläufer von ECXEL.


    Die SR22 ist zunächst mal eine elektrische Schreibmaschine mit extra breitem Wagen (60 cm, reicht für A2 quer !). Hierzu dient der obere Teil der Tastatur (Buchstaben und Zahlen)


    Zum Rechnen in Tabellen hängt man sogenannte Senkrechtzählwerke an beliebigen Positionen ein:



    Diese Zählwerke addieren oder subtrahieren Zahleneingaben, die mit der unteren Tastatur getätigt werden, aber nur, wenn an der jew. Spaltenposition auch ein Zählwerk eingehängt wurde. Zum Ansteuern der richtigen Spalte gibt es einen Dezimaltabulator.


    Außerdem werden die Zahleneingaben in sog. Querzählwerken (bei uns wahlweise zwei, das sind die Zählwerke etwas unterhalb rechts, Bild 1) pro Zeile aufsummiert (oder subtrahiert, ist einstellbar). Ist das Zeilenende erreicht, schreibt man die abgelesene Quersumme in die Tabelle. Dabei zählt das Quersummenzählwerk runter, bei korrekter Eingabe der abgelesenen Quersumme erreicht das Querzählwerk "0" und druckt zur Bestätigung einen "*" aus. Wenn man sich vertippt, blockiert die Maschine, bis man korrigiert hat. Danach gibt es einen Wagenrücklauf und die nächste Zeile beginnt mit gelöschtem Querzählwerk(en).


    Unsere Addelektra war ziemlich verharzt und der Wagen war verklemmt, die Tastatur blockiert. Erstmal war Reinigung der Zählwerke und der Mechanik in Petroleum und dann Ölen angesagt. Der Motor wurde ausgebaut und geprüft (Lager, Stomaufnahme, Isolation), alles im grünen Bereich. Der Wagen wurde gelöst und die Mechanik auf Leichtängigkeit geprüft. Jetzt lief erstmal die Schreibmaschine wieder.


    Leider gibt es keine Anleitung und kein Wartungsmanual, auch im Web nix. Ich musste mir mit der Anleitung einer späteren Maschine behelfen, um das Prinzip zu verstehen. Zum Glück ist die Maschine in mehreren Patenten exakt beschrieben. Dadurch habe ich ca 40 Zeichnungen von der Art



    mit der ich die Funktion des Rechenwerkes rekonstruieren konnte. Ein paar "Verklemmungen" wurden beseitigt, dann lief die Maschine soweit, dass in Längszählwerken addiert und subtrahiert werden kann. Die Querzählwerke "spinnen" noch, irgend etwas übersehe ich da noch, es scheint sich eine Art Sperre nicht richtig zu lösen.


    Die Addelektra kann im technikum29 besichtigt werden


    Roland

    Hatte eben ein nettes Telefonat mit dem seinerzeitigen Entwickler der Platine der Firma EPIS ! Die hatten den Umbau des hp46 zusammen mit der Firma Mettler Präzisionswaagen um 1975/76 gestartet. Ziel war, in der Qualitätssicherung BCD-Daten von den Mettler-Waagen auszulesen und die Statistik (Mittelwert, Standardabweichung) im hp46 zu bilden. Die Stückzahlen des Umbaus lagen wohl so im Hunderter-Stück Bereich.


    Der Herr war sehr erfreut zu hören, dass ein Exemplar seiner Entwicklung "überlebt" hat. Er wusste noch viele Details, wie sie sich mit der Platine in die Tastaturmatrix des hp46 eingeklinkt haben etc. Leider sind alle Schaltungsunterlagen mittlerweile entsorgt worden, so dass eine Wiederinbetriebnahme des Rechners mit Platine so ohne weiteres nicht mehr möglich ist.


    Roland

    Zwischenstand: der Kontakt mit epis GmbH ist hergestellt, die Platine ist von denen, sie suchen jetzt in ihrem Archiv nach Unterlagen. Sehr freundlicher Service !


    Roland