Beiträge von Joe_IBM

    Nur vermisse ich da die Erklärung, *warum* der Schmelzpunkt niedriger ist

    Das hat mit dem Kristallgitter zu tun. Bei reinem Material bildet sich ein regelmäßiges Gitter aus. Wenn jetzt Fremdatome dazu kommen, passt das Gitter nicht mehr. Um dennoch ein Gitter zu bilden. müssen die Atome langsamer (also kälter) werden.


    Gruß, Jochen

    Erster (Teil)-Erfolg mit einem 27C512+Adaptersockel statt PLA: ein C64 mit schwarzem Bild zeigt nun ein wirres Muster. Nun hat sich mein Diagnostic-Modul bewährt: Neben der PLA hat es auch den Kernel erwischt. 27C64 bzw. 27C128 habe ich noch, muss ich mal versuchen zu brennen und noch einen Adaptersockel bauen. Immerhin bin ich dadurch einen großen Schritt weiter, mit der defekten PLA gab es nämlich auch mit dem Diagnostic-Modul keine Anzeige. Übrigens: das Diagnostic-Modul erkennt die Eprom-PLA als "OK"...


    Gruß, Jochen

    Es steht ja dran: Technik fuer Kinder

    Aber erst ab 14 Jahren.


    Ein vorprogrammierter Mikrokontroller und ein wenig Hühnerfutter zum drumrum stecken? Klingt langweilig....

    Sehe ich nicht so. Es ist immerhin ein funktionsfähiges Breadboard dabei. Mit Material aus der Bastelkiste kann man das erweitern. Um bei Jugendlichen Interesse zu wecken gar nicht verkehrt. Spätestens wenn die Frage auftaucht, wie das denn funktioniert.

    Tip : nicht auspacken, 20 Jahre einlagern

    Das machst Du besser mit Lego!

    Hach, der betörende Geruch verbrannter Elektronik. ;)

    Ob da noch mehr kaputt gegangen ist, ist schwer zu sagen. Ersetzen und probieren...

    2 Watt für die großen Widerstände habe ich auch erkannt, 1/2 Watt ist auch schon viel. 1/10 oder 1/4 Watt sind üblich, wenn die Leistung keine Rolle spielt. 460 kOhm statt 470 kOhm - wundert mich, dass Du den gehabt hast. 470 kOhm sind viel häufiger.

    Viel Erfolg jedenfalls!


    Gruß, Jochen

    Das wollte ich zunächst auch machen - es hat mich nur die Neugier gepackt was an den Schaltern denn kaputt sei. Ich dachte eigentlich nicht, dass ich die zerstörungsfrei auf und wieder zu bekomme. Aber nachdem ich den Trick einmal raus hatte, war das einfacher als passenden Ersatz zu besorgen!

    In meinem letzten C64/Amiga-Konvolut waren auch ein paar Joysticks dabei, Bauart Competition Pro, allerdings ungewöhnliche Farbe: blau-grün mit silbernem Knüppel und Tasten. Einer schon ziemlich abgenutzt und mit Tesafilm umwickelt, der andere sah noch gut aus. Leider zeigten beide am Amiga 1200 keine Funktion außer Feuer, jegliche Steuerbewegung versagte. So machen die meisten Spiele keinen Spaß, also nehme ich mir erstmal den, der noch gut aussieht, schraube ihn auf und messe direkt an den Schaltern: kein Kontakt, egal ob gedrückt oder nicht. Und zwar für alle 4 Richtungen. Seltsamerweise nicht für Feuer (da sind die gleichen Microschalter verbaut). Na gut, bevor ich die Schalter wegwerfe, kann ich auch versuchen, sie zu öffnen. Nach einigen erfolglosen Versuchen spanne ich den hellen Teil in meine Schraubzwinge und benutze die Kontakte im roten Teil als Hebel. So lassen sich die Schalter ohne Zerstörung auseinander nehmen. Die Mechanik ist noch in Ordnung, aber kein Kontakt. Die Kontakte sehen nicht mehr schön aus, im Bild ist der linke schon etwas gereinigt, der rechte sieht so aus, wenn er aus dem Schalter kommt. Mit Glasfaserstift und Schleifaussatz auf einem Dremel säubere ich den Kontakt und setze ich wieder ein. 15 - 20 Ohm sind mir zuviel, mit dem Schraubenzieher biege ich den Kontakt minimal so, dass er etwas stärker auf den Kontakt drückt - ta da, 1,4 Ohm. Über die Krokokabel habe ich immer einen Widerstand von 1-1,2 Ohm, also sind 0,2 Ohm ein super Wert. Ein Probespiel bestätigt: Der Joystick ist wieder voll einsatzfähig.

    Den Tesafilm-Joystick habe ich nicht repariert - sämtliche Befestigungen für die Schrauben sind ausgebrochen und das Gehäuse gerissen. Der ist nur noch was für's Ersatzteil-Lager...leider.

    Also was generiert diesen schubs?

    Die Spannung beim Einschalten. Messe mal die Hochlastwiderstände (die großen Grauen), die brennen gerne mal durch.

    Kannst Du die Frequenz messen, die an der Basis des Transistors anliegt (wenn die Lampe leuchtet)? Die 77 kHz sind ja nur so ein allgemeiner Wert, der bei diesem Netzteil abweichen kann.


    Gruß, Jochen

    Ich habe jetzt mal die Aufstellung gebastelt. Mit der LED und einem 75 Ohm Widerstand. Die LED leuchtet kontinuierlich durch.

    Lege mal den Widerstand zur Basis statt gegen Plus gegen Masse. Wenn die LED dann immer noch nicht ausgeht, ist der Transistor defekt. Was ich aber nach der Anzeige Deines China-Testers nicht glaube. Bei einem Kurzschluss kann er die angezeigten Werte gar nicht mehr ermitteln...

    Zu viel höher sollte man die Spannungsfestigkeit aber auch nicht wählen, sonst verliert der Kondensator irgendwann die Formierung wenn er nie voll geladen wird

    Was passiert da genau? Ich dachte immer, viel hilft viel (=hält lange)...

    Konverterbox gekauft, die alle möglichen Singale auf VGA konvertiert

    Mach Dir da mal keine zu große Hoffnung - ich habe verschiedene Konverter ausprobiert, die sind am Apple alle gescheitert - ebenfalls viele moderne Bildschirme. Ein Display macht besonders lustige Sachen: im Text-Mode einwandfrei, sobald Du auf HGR schaltest, schwarzes Bild. Blind auf TEXT zurückgeschaltet - alles wieder da. Das Apple-Videosignal ist schon ziemlich speziell...


    Gruß, Jochen

    ich wollte halt erst mal dafür sorgen das es sauberer Müll auf dem Bildschirm gibt

    Völlig zu recht. Nicht das die neuen RAMs kaputt gehen weil noch ein Fehler auf dem Board ist.


    Joe_IBM ich habe jetzt der Reihe nach alle ICs von meinem Europlus in das Clone Board gesteckt ohne Besserung...


    Hast du noch eine Idee?

    Eigentlich klar - wenn es nicht an den ICs liegt, schau Dir das Board genau an. Ich habe im Bereich der Video-Ausgabe ein paar Stellen gesehen, die mir nicht wirklich gefallen. Allerdings musste ich das Bild so stark vergrößern, dass ich das nicht mehr scharf bekommen habe. Siehe Bild mit den roten Kreisen.


    Gruß, Jochen

    Als Schnelltest kannst Du die Diodenstrecken messen: zwischen Basis (B) und Emitter (E) sowie zwischen B und Collector (C). Die dürfen nur in eine Richtung Durchgang haben, wie eine Diode. Kein Durchgang oder Durchgang in beide Richtungen heißt Transistor kaputt. Aufpassen das Du die richtigen Pins erwischst, Basis liegt laut Datenblatt links außen (glaube ich, schau noch mal nach). Zwischen C und E ist normalerweise kein Durchgang, das ist OK und soll/muss so sein.

    Es gehen auch 300 V in die Spule rein. Kommt aber nichts raus.

    Das heißt das der Zerhacker nicht schwingt - das kann der Zerhacker oder seine Ansteuerung sein. Der Zerhacker ist ein NPN Transistor, ich würde auf dem Steckboard eine kleine Testschaltung bauen. Der kann bis 900 V schalten, ich würde es mit einer Kleinspannung (12 V oder so) probieren.

    Wenn die Ansteuerung ist wirds schwierig...

    Was ist der Zerhacker? Und wen etwas am Sekundärkreis ankommt muss der Fehler zwingend also dort liegen? Oder kann es sein, dass schon zu wenig oder der falsche Strom dort ankommt?

    Von der Gleichspannung an dem dicken Kondensator (um die 400 V) wird ein Stromkreis gespeist, der periodisch an- und ausgeschaltet wird. Da die gesamte Leistung da durch geht, ist das meistens was Dickes auf Kühlblech. Das ist der Zerhacker.

    Wenn etwas am Sekundärkreis ankommt, musst Du nach Gegebenheit einschätzen, ob das reicht. Sagen wir, da kommen 8 Volt an. Falls das Netzteil nur 5 Volt liefert, reicht das. Falls es 12 Volt liefert, reicht das nicht.

    Als Last nehme ich gerne Glühlampen aus dem KfZ- (12 V) und Motorradbereich (6 V). Das hat den Vorteil, dass man kurze Aussetzer oder pulsieren direkt sieht.


    Gruß, Jochen

    Macht es Sinn alle auszutauschen auch wenn die werte in Ordnung sind?

    Bis auf wenige Ausnahmen, wo bekanntermaßen schlechte Kondensatoren verbaut wurden (A600, A1200 z, B. ) macht es keinen Sinn, gute Teile gegen neue zu tauschen.

    Auch die großen 400V?

    Bei denen hatte ich noch nie einen Defekt. Aber meine Erfahrung ist sicher nicht repräsentativ...


    Und prophylaktisch die X2?

    Die schon. Allerdings erst, wenn das Netzteil wieder läuft - für die Funktion sind die meistens nicht erforderlich.


    Ich gehe meistens folgendermaßen vor: 400 V am Kondensator messen (die liegen meistens an, wenn nicht, ist es einfach). Dann messen, ob der Zerhacker schwingt (da muss dann was um die 77 kHz anliegen). Dann messen, ob am Sekundärkreis des Trafos was ankommt. Damit hast Du einen Hinweis, ob der Fehler auf der Hoch- oder Niederspannungsseite ist.


    Und ja, ein gesunder Respekt vor hohen Spannungen gehört immer dazu. Wenn ich befürchte, mit den Messspitzen einen Kurzschluss zu verursachen oder abzurutschen, habe ich auch schon einen kurzen Draht da angelötet, wo ich messen will. Schaltbare Steckdosenleiste ist da auch sehr hilfreich, aber aufpassen, dass sie 2-polig trennt!


    Gruß, Jochen

    Bei dem Fehlerbild oben würde ich auf kaputte oder schlecht kontaktierte RAMs tippen.

    Bei anderen Rechnern schon. Nicht beim Apple II+, da der keinen frei definierbaren Zeichensatz hat. Solange das Char-ROM intakt ist, sollte der Apple II bei Speicherfehler irgendwelche Zeichen anzeigen, die aber vollständig. Etwa so wie auf dem Bild (ist zwar kein Apple, hat aber auch einen fest definierten Zeichensatz). Wenn Du einen "Bastelapple" hast, klemm' doch mal die -5 Volt ab. Dann hast Du einen Apple mit massiven RAM-Problemen...

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    Hallo René,


    danke für die Tipps. Geplant ist, Freitag abend aufzubauen, statt Infozettel dachte ich an Aufsteller wie bei der CC, Spiele sind fest eingeplant, für Spiele zu zweit muss ich mal schauen, was ich hab. Zu eng sollte es nicht werden, wenn ich pro Tisch 1 Gerät vorsehe, auch wenn ich dann einen Teil weglassen muss.

    Ort habe ich nicht wirklich freie Wahl, da muss ich abwarten was mir angeboten wird. Bei einer Schule muss der Hausmeister mitspielen (zum Aufschließen), Betreuung mache ich selbst. Außer Schule fällt mir spontan kein Ort ein, wo genug Tische und Stühle vorhanden sind und der am Wochenende leer steht. Museum war noch eine Idee, vermutlich muss ich aber dann mit Vorlaufzeiten wie Cartouce rechnen.


    Gruß, Jochen

    Strom ?

    Zumindest die Anzahl der Steckdosen reicht nicht. Aber da bin ich gut aufgestellt.

    Mitstreiter sind da schon eher Mangelware. Aber vielleicht hilft der Hausmeister der Schule und/oder ein Gemeindearbeiter mit.

    Die Menge wird wohl noch etwas schrumpfen - es muss alles übersichtlich in ein Klassenzimmer passen. Ich denke, ich stelle die Tische an die Wände, dann die Geräte drauf. Dann habe ich pro Wand ca. 7 Tische. Pro Tisch 1 Gerät, evtl. mit Peripherie, macht ca. 20 Rechner an den Wänden und vorne neben dem Lehrerpult nochmal 3-4 Tische, da könnte man den Plotter hinstellen und die Sicherung von Disketten anbieten. Ein paar Accesoires wie passende Computerhefte, Bücher und Disketten runden das Ganze ab.


    Gruß, Jochen

    sollte ich es doch lieber ohne Heissluftpistole beherrschen

    Wie kpanic schon sagt - nicht übertreiben. Gerade an dem Schrottboard kannst Du ja (vorsichtig) üben. Natürlich bringt es wenig, wenn Du mit 600 Grad einfach drauf hälst, aber wenn Du es schrittweise probierst, lernst Du, ab welcher Temperatur und Zeit die Platine Dir das übel nimmt.

    Bitte alle Karten raus und nur mal das Motherboard prüfen! Erst wenn das ordentlich läuft, sollte man Karten reinstecken. Klar kann das auch an der Karte liegen, aber das ist ja schnell geprüft! Meine Hinweise gelten für ein nacktes Board. In der Zwischenzeit habe ich mir die Fotos näher angesehen, Dein Board ist ziemlich nah am Original, somit gelten die "Positionsangaben" !

    Vermutlich ist die Leitung Deines Lötkolbens zu gering, d.h. die Temperatur fällt wegen der großen Masse zu schnell ab. An einem Schrottboard kannst Du es mit der Heißluftpistole versuchen...


    Gruß, Jochen

    Hallo,


    vor ein paar Tagen hatte ich die Gelegenheit, mit der Leiterin des Kulturamtes der Stadt Wittlich zu sprechen (ich wohne da in der Nähe). Ich habe ihr erzählt, dass ich alte Rechner sammle und gerne mal der Öffentlichkeit präsentieren würde, erstmal für ein Wochenende. Ein wichtiger Punkt war die Betreuung, wenn ich die alleine mache, kann ich ein Wochenende opfern, aber z. B. nicht eine ganze Woche Urlaub nehmen, die mir dann beim Jahresurlaub mit der Familie fehlt. Sie hielt das für eine sehr schöne Idee. Als Örtlichkeit hatte die gute Frau ein paar Ideen, ich meinerseits habe eine Schule vorgeschlagen - Tische, Stühle und Licht sind vorhanden, Rest würde ich mitbringen. Steckerleisten und Verlängerungskabel habe ich genug, einen Klassenraum könnte ich füllen. Als Exponate schweben mir die "gängigen" Systeme vor, CBM4032-VC20-C64-C128-C16-plus/4-Amiga 500-Amiga 600- Amiga 1200 (im Commodore Bereich), Apple II, IIc, IIe, Apple II Klon, Basis 108, 2 x Macintosh, PowerBook, G3, G4, G5 (Apple Bereich) und TI-99 4A, CPC 464, Atari ST, Sharp MZ-700, MSX und alphaTronic in den gemischten Bereich. Limitierender Faktor werden die Bildschirme sein - ich habe etwa 10 plus die eingebauten (CBM4032, Mac, CPC 464 und den SM124 für den Atari). VGA-Monitore hätte ich mehr, aber die kann ich nur an die MACs anschließen. Als Peripherie ein oder zwei Nadeldrucker und natürlich mein Plotter. Als kleines Extra dachte ich an meinem Laptop mit angeschlossener 1571 und das Angebot, mitgebrachte Disketten auf einen USB Stick zu sichern. Apple Disketten kann ich mit der CFFA sichern.

    Ich habe noch keine Rückmeldung, aber die Reaktion war so positiv, dass ich nicht denke, dass da nichts mehr kommt. Kosten sollten keine entstehen - die Räumlichkeit wird gestellt, und den Aufbau mache ich selbst. Werbung - da kenn ich eine Redaktuerin und die Leiterin des Kulturamtes kennt sich da bestens aus, macht sie für andere Veranstaltungen ja auch. Habt ihr noch Tipps, was man machen/zeigen könnte, worauf ich achten soll usw.?


    Gruß, Jochen