Beiträge von hubersn

    Bisher kann ich noch keine Erfolgsmeldung bezüglich des Risc PC bieten. Ich habe das Board in einem bekannt funktionierenden RPC getestet - Netzteil, RAM, VRAM, CPU, am Ende noch das RO4.02 durch ein RO3.70 ersetzt, wenig Reaktion.


    Ab und zu beim Reset gibt es mal den "purple screen", ansonsten ist das Teil tot. Da muss ich mal ein paar Experten konsultieren - die Platine sieht nicht ganz so sauber aus wie auf de ersten Blick, ein paar Schäden von der Batterie hat es schon davon getragen, aber das sieht eigentlich nicht unreparierbar aus.


    Nächster Schritt ist vermutlich, den CMOS-Uhrenchip zu tauschen. Wenn der nicht funktioniert, bleibt der Rechner oft "wie tot" bzw. während des Selbsttests am Anfang stecken. Dauert aber noch ein bisserl.

    Mir scheint, da habe ich mir was eingebrockt...


    Der A310 schwächelt gerade, vermutlich ist der CMOS-RAM-Uhren-Chip hinüber. Dazu kommen unerklärliche Instabilitäten, vielleicht ist das Netzteil langsam am Ende. Und ich habe nur einen einzigen Monitor, der anständig mit dem A310 zusammen funktionieren mag (der kann ohne Gelöte nur CSync) - und das ist dummerweise ein Röhrenmonitor, den ich nicht unbedingt transportieren will.


    Der A3000 läuft, ist aber ein sehr fragmentarischer Haufen. Seit das Original-Netzteil in Rauch aufgegangen ist, betreibe ich ihn mit einem Not-Steckernetzteil und Freiflugverdrahtung. Dazu das Massenspeicher-Problem - SCSI, als Festplatte verwende ich ein SCSI2SD, aber aus einem unerfindlichen Grund ist das plötzlich superlangsam, so etwa Floppy-Geschwindigkeit. Und ein extra Netzteil braucht dieses Konstrukt auch noch, dazu die nackte Platine stilecht vom Flachbandkabel umwickelt...nicht gut.


    Immerhin ist der A5000 soweit einsatzbereit, nur der CMOS-Stützakku musste getauscht werden. Aber der ist nur sehr sparsam mit Software bestückt. Also dachte ich: nehm' ich einen Raspberry Pi her und missbrauche ihn als Fileserver über Acorn Access (ein super-simples peer-to-peer-Netzwerk, das vom Betriebssystem selbst schon unterstützt wird). Stellt sich raus: der 10bT-Port der Ethernet-Karte will nicht, sie schaltet immer automatisch auf 10b2. Ewig im Hardware-Bestand nach meinem einzigen 10bT-Hub mit 10b2-Anschluss gesucht. Ebenso lange nach einem BNC-Kabel und passenden T-Stücken und Terminatoren. Immerhin kopiert er jetzt mal Teile meines Classic-Archimedes-Software-Bestands übers Netzwerk - langsam, aber zuverlässig.


    Ich packe das Zeugs am Samstag ins Auto, und wenn noch ein halber Tisch für mich übrig ist, kann ich das Ergebnis meiner Mühen dem vermutlich einzig Interessierten würdig präsentieren ;)


    Gruß

    hubersn

    Potenziell lauffähig hätte ich einen Original-Archimedes (A310), einen Spar-Archimedes (A3000, das ist der im Amiga 500-ähnlichen Tastaturgehäuse) und das spätere Topmodell - das offiziell nicht mehr Archimedes genannt wurde, aber im Kern immer noch einer war - namens A5000. Müsste ich im Detail aber noch testen, die Netzteile sind beispielsweise eher unzuverlässig, und die Kompatibilität mit funktionierenden Monitoren eher wechselhaft.


    Softwaretechnisch sollte man sich grafikmäßig nicht zuviel versprechen, die Demo-Szene war klein und es gab da wenig sehenswertes. Auch bei den Spielen ist jenseits von Zarch nicht besonders viel Innovatives dabei, viele Amiga/ST-Portierungen. Anwendungssoftware wie DTP oder Zeichenprogramme, da gäbe es schon eher was. Sehenswert hingegen ist weiterhin das gesamte Bedienkonzept der grafischen Oberfläche.


    Wenn ich noch einen lauffähigen SCSI-CD-Brenner finde, könnte ich ein paar CDs brennen, das fällt heutzutage ja auch schon unter "klassisch" ;)


    Aber ist denn noch Platz und besteht Interesse? Dann würde ich was vorbereiten.


    Gruß

    hubersn

    Ich hätte vor allem Interesse an dem "HowTo" wie man einen Acorn richtig aufsetzt.

    Das System ist so viel anders, als alles was ich bisher gesehen habe.

    Ich tue mich da etwas schwer...

    Seit sehr langer Zeit schon schreibe ich an einer Seite für meinen RISC OS-Blog, der als "Neueinsteiger-HowTo" dienen soll, aber bisher nur eine ziemlich wilde Sammlung zusammenhangsloser Infos ist...aber vielleicht besser als nix, und vermutlich eine der besten Quellen auf deutsch, schlicht weil es fast keine anderen gibt :)


    http://riscosblog.huber-net.de…sc-os-fuer-neueinsteiger/


    Wenn man was nicht versteht, weil ich die Grunddinge nicht oder schlecht erklärt habe, bitte melden.


    Das Thema "aufsetzen" habe ich noch nicht mal richtig gestreift, zumindest was die Software-Seite angeht. Zur Hardware-Seite gibt es ein paar Infos, aber auch eher unstrukturiert. Der Versuch, drei Plattformen auf einmal einzubinden (echte Hardware, FPGA-Systeme und Emulatoren), vereinfacht die Sache für den geneigten Leser nicht.


    Gruß

    hubersn

    Durch merkwürdige Suchbegriffe bin ich auf diese ältere Diskussion gestoßen und wollte etwas die Verwirrung aufklären...besser spät als nie :)


    8bit im SCSI-Sinne ist "Ur-SCSI", später "Narrow SCSI" genannt. 8 bits gehen übers typischerweise 50pol. (Flachband-)kabel. "Wide SCSI" überträgt 16bits gleichzeitig über ein typischerweise 68pol. Kabel.


    8bit im Sinne von Acorn RISC OS-Erweiterungskarten ist "Mini-Podule", also die "kleinen" Erweiterungskarten für interne Montage in A3000, A3010, A3020 und A4000. Im Gegensatz zu "Podule" (16bit) für die externe Montage am A3000 bzw. der internen Montage in A3xx, A4xx, A540/R2xx, A7000, Risc PC und ggf. IYONIX pc. Spezialfall Risc PC: die untersten zwei Podule-Steckplätze sind DEBI-fähig, sprich 32bittig und DMA-fähig.


    Als Mini-Podules gab es diverse SCSI-Podules, ich habe eines von HCCS, gängig waren auch Lingenuity, Castle, Vertical Twist und Cumana. Von HCCS gab es zusätzlich "Micro-Podules" - man konnte auf ein "Mini-Podule" drei "Micro-Podules" draufsetzen.


    Die Auswahl bei Podules war SCSI-technisch deutlich größer. Oak, Acorn, Cumana, Power-tec, MCS/Ace, Castle, Eesox, Vertical Twist, Lingenuity, HCCS, Morley.


    Es gab meines Wissens keine Wide-SCSI-Podules. Die vorgenannten Castle, Eesox, Cumana, Power-tec und MCS/Ace waren alle "klassisch SCSI", also 8bit Narrow-SCSI. Ich glaube der Power-tec war in seiner letzten Ausbaustufe zudem der einzige, der Ultra-SCSI-fähig war (sowohl Software als auch Hardware), was aber nix gebracht hat, weil man die höhere Datenrate eh nicht über den Podule-Bus gebracht hat.


    16/32bittig waren diese Erweiterungskarten nur bezüglich der Podule-Seite der Dinge, nicht bezüglich der SCSI-Seite der Dinge.


    SCSI-seitig ist eh alles abwärtskompatibel, auch Wide-SCSI-Geräte müssen am Narrow-SCSI problemlos funktionieren, korrekten Adapter vorausgesetzt. Mir ist zudem kein CD-Laufwerk bekannt, das Wide-SCSI gewesen wäre, da gab es nur Festplatten.


    Gruß

    hubersn