Commodore N60 Navigator Akkuschaden

  • Hallo!


    Habe mir meinen ersten Commodore Taschenrechner gegönnt. Leider einer mit Akku und pech gehabt..... die Bilder sprechen für sich.
    Essigbad hat er schon hinter sich, leider tut er keinen Mucks.
    Was meint ihr? Alles ablöten, nach toten Tracks suchen und ggf wieder flicken und dann wieder zusammenlöten und das beste hoffen?


    Gruß
    Stephan

  • So angefressen wie die Pins der ICs aussehen, ist das Auslöten natürlich eine risikoreiche Angelegenheit.
    Bei der Belastung kann aufgrund der Korrosion auch schnell mal ein Beinbruch auftreten.
    ICs drauflassen ist aber auch keine Lösung, dann kommst Du nicht an die Leiterbahen unter den ICs, und die gammeln dann restlos weg.
    Zusammengefasst: Du hast die Wahl zwischen Pest und Cholera.
    Wer soll da den richtigen Rat geben ....

  • Der IC is ja schon so sehr angefressen, dass es nicht auszuschließen ist, dass der Schaden schon bis ins Package gezogen ist ... verdammt schwer einzuschätzen.
    Als Herausforderung würde ich mich noch dran versuchen, als Rettungskandidat schwer einzuschätzen ob's nicht vergebene Mühe ist. Sorry.
    Ansonsten würde ichs so handhaben wie du ... entlöten, reinigen, Leitungen checken und ggf. flicken, Standard-Bauteile ersetzen und eben hoffen.

  • Ziemlicher Mist. Das Auslöten gestaltet sich als sehr schwer, das alte, mit der Akkulauge reagierte Lötzinn wird nicht oder nur sehr schwer flüssig. Die entsprechenden Lötstellen nehmen auch kein neues Lötzinn an. Die Pads gehen auch eins nach dem anderen ab....

  • Oberfläche der Lötstelle ankratzen hilft manchmal um nen besseren Wärmefluss hinzukriegen. Das mit den Lötaugen ist zwar ärgerlich aber "dankbar" dann kannste dir zumindest sicher sein, dass die hinüber sind - auch wenn das natürlich den Dokumentationsaufwand beim entlöten drastisch in die Höhe treibt.
    Aber die Platine ist wirklich schon ziemlich mitgenommen, wenn die reagierte Lauge mit dem Kupfer zusammen 'nen bläulichen Farbton angenommen hat.