CSG 8501 von 1990 erwischt!

  • Ich hatte heute das Glück an eine der sehr seltenen CSG 8501-CPU's für die 264-Rechner (C16, 116, Plus/4) aus dem Jahre 1990 zu gelangen. Diese CPU wurde ausschleißlich in Reparaturfällen verbaut oder war nur von autorisierten Commodore-Fachwerkstätten über EInzelhändler zu bekommen. Zu dieser Zeit wurde die Rechnerreihe schon lange nicht mehr hergestellt. Das Besondere an dieser Revision ist der geänderte Herstellungsprozess wodurch der Chips weitaus weniger warm wird und robuster ist als die recht anfälligen Chips von MOS Technology, die zwischen 1983-1984 hergestellt wurden. Jetzt brauche ich eigentlich nur noch 1-2 weiter Chips dieser Art und bin so auf der sicheren Seite für einen jahrzehntelangen Betrieb meines C116 und Plus/4's. :)


    http://www.ebay.de/itm/182066590469

  • Ich kenne mich speziell in der Materie der 264 Serie nicht aus, dewegwen wollte ich der Neugierde halber mal fragen was diesen Prozessor im Gegensatz zu den Standrad CPU's unterscheidet... :)
    Habe ich das rictig verstanden das es eine eine fehlerbereinigte Version des Chips ist?
    Falls ja, erstmal herzlchen Glückwunsch :thumbsup:

  • Ich kenne mich speziell in der Materie der 264 Serie nicht aus, dewegwen wollte ich der Neugierde halber mal fragen was diesen Prozessor im Gegensatz zu den Standrad CPU's unterscheidet... :)
    Habe ich das rictig verstanden das es eine eine fehlerbereinigte Version des Chips ist?
    Falls ja, erstmal herzlchen Glückwunsch :thumbsup:

    Ne, wie er geschrieben hat - anderer Herstellungsprozess -> geringe Ausfallwahrscheinlichkeit. Die beiden Custom Chips in der 264er Reihe sind inzwischen leider ziemlich ausfallfreudig.

  • Eigentlich ist beides richtig denn die hohe Ausfallrate basiert auf einem fehlerhaften Chipdesign, die mittlerweile die meisten der 7501 oder 8501-CPU's betrifft. Das hatte ich auch irgendwo gelesen. Es ist nicht die Hitze allein. Die Chips zerstören sich auch oftmals von selbst wenn sie länger nicht benutzt wurden, selbst wenn sie mit Kühlkörpern ausgestattet wurden. Das habe ich leider zuletzt bei einem meiner beiden Plus/4-Rechner erlebt, welcher seit gut 2-3 Jahren einfach nur oben auf dem Schrank stand und weder großen Temperaturschwankungen noch sonstigen Belastungen ausgesetzt war. Es gibt viele Chips die ähnlich warm werden und trotzdem eine weitaus geringere Ausfallrate haben wie z.B. der VIC II (MOS 6569) vom C64-Brotkasten. Selbst die meisten Keramikversionen aus der ersten Generation tun bis heute noch ihren Dienst, auch wenn sie nicht mit einem Kühlkörper ausgestattet wurden (was dennoch in jedem Fall ratsam ist).

  • ok, danke für die Aufklärung :)
    Ich wusste nur das der TED gerne mal wegen Überhitzung durchgeknallt ist...

  • Das Problem liegt in der fehlerhaften Passivierung.
    Ganz einfach ausgedrückt kann man sagen, daß die Schutzschicht, die den Chip abdeckt, fehlerhaft ist und es dadurch zu Korrosionsschäden am Chip kommt.
    Vor einiger Zeit hat mal ein User aus dem Forum 64 einen defekten TED von mir bekommen, diesen geöffnet, und einen Die-Shot davon gemacht.
    Auf dem Bild waren die Fehlstellen gut zu erkennen.

  • Das Problem liegt in der fehlerhaften Passivierung.
    Ganz einfach ausgedrückt kann man sagen, daß die Schutzschicht, die den Chip abdeckt, fehlerhaft ist und es dadurch zu Korrosionsschäden am Chip kommt.
    Vor einiger Zeit hat mal ein User aus dem Forum 64 einen defekten TED von mir bekommen, diesen geöffnet, und einen Die-Shot davon gemacht.
    Auf dem Bild waren die Fehlstellen gut zu erkennen.

    Da wollte ich jetzt auch schon fast ansetzen ... Bekannter von mir ist Doktor für Microstrukturphysik ;) Der könnte da sicherlich qualifiziert ne Aussage zu den unterschiedlichen Herstellungsprozessen abgeben.
    Bei den braunen TTLs aus Ostblock-Produktion im C64 ist das Problem mit der fehlerhaften/mangelhaften Passivierung ja relativ bekannt.


    Und bevor hier was falsch interpretiert wird ... die Keramik-ICs werden wärmer, weil sie die Wärme vom DIE besser abführen.