Posts by as58

    Erstmal EPROM auslesen und sichern sowie anschließend disassemblieren.

    Ja klar, bin schon gespannt wie gut das so klappt, denn zuletzt hab ich sowas vor knapp 40 Jahren gemacht :shock:


    Gibt es inzwischen irgendwelche pfiffigen Tools, die einem dabei helfen?


    VG Albert

    Heavy Metal - knapp 30 kg frisch importiert. 8" Floppy Drive Subsystem, sieht nahezu neu aus, aber beide BASF 6104 Drives waren defekt. Nach erfolgreicher Reparatur und Ölwechsel laufen sie nun am Apple IIe Platinum, zunächst am SVA ZVX4 MegaByter DS/DD Controller, weil ich für den Doku und Software habe.



    Die ganze Pracht im Betrieb.



    Zum Paket gehört noch ein mir völlig unbekannter Controller, leider ohne Doku und Software, teilweise mit abgeschliffenen ICs. Das wird ein Spaß, das Ding zum Laufen zu bekommen. Sachdienliche Hinweise sind sehr willkommen.


    Danke, Udo, das sind allerdings dieselben Unterlagen, die schon in dem in meiner Frage referenzierten Beitrag zu finden sind. Der Schaltplan ist also nicht für das 8" Floppy-LW 6104, auch wenn der Name des PDF das suggeriert. Ich bin aber inzwischen selbst fündig geworden und werde das Dokuemnt in dem verlinkten Beitrag einklinken. Da passt es besser.


    VG Albert

    Dieses vertraute Typenradgeräusch - einfach nur geil :thumbup::thumbup:Einmal gehört vergisst man es nie:)

    Jetzt kann ich endlich meinen Kindern mal zeigen wie ich seinerzeit meine Studien- und Diplomarbeiten gedruckt habe, natürlich bis auf die Formeln in Handarbeit. Griechische Typenräder hatten wir nicht zur Verfügung.


    :good::like:

    In dem PDF-Dokument wird aber statt GCR eine FM-Codierung beschrieben. Scheint also nicht "bitgenau" zu sein.

    GCR ist nicht gleich GCR, Apple und Commodore Disketten sind nicht austauschbar. Apple codiert sechs Nutzbits in acht Datenbits auf der Diskette. Deshalb kommt diese ungewöhnliche Sektorlänge zustande. Etwas mehr, auch zu den Beschränkungen der Hardware, steht unter https://en.wikipedia.org/wiki/Group_coded_recording , am besten in der englischen Version.


    Noch viel ausführlicher ist die Disk II beschrieben in Jim Sather - "Understanding the Apple II", Kapitel 9. Das Buch hätte ich vor 40 Jahren haben sollen, hätte mir viel Forschungsaufwand erspart. Ich hatte damals einen Clone Controller mit zwei BASF 5.25" Laufwerken, die nicht zuverlässig liefen. Das hat mich zur Analyse der State Machine in dem PROM auf dem Controller und der ganzen restlichen "Mechanik" gezwungen. Schlussendlich musste ich lediglich auf dem Controller einen falsch bestückten 5 Pfennig - ja, unser Geld hieß da noch so - Kondensator ändern, danach lief es zuverlässig. Der war irgendwie wichtig im Zusammenhang mit diesen 4usec Bitzellen. Ist zu lange her. Irgend so ein Hirsch hatte sich wohl beim Monoflop verrechnet oder ins falsche Kondensatorfach gegriffen.

    Zu Commodore kann ich nichts sagen. Wer ganz genau wissen will wie es beim Apple Disk II Laufwerk am originalen Controller funktioniert, finden eine aufs Bit genaue Beschreibung in Don Worth / Pieter Lechner "Beneath Apple DOS". Das findet man als PDF zum Download.


    Die Disk II Schnittstelle hat 20 Leitungen, die u.a. die Stromversorgung des Laufwerks übernehmen und die Phasen des Schrittmotors für die Spurverstellung direkt steuern. Die Kodierung auf der Diskette hat 342 Byte User Data pro Sektor und es gibt noch 10 (!) Bit lange self-sync Bytes. Apple kommt auch ohne Index Signal aus. Sowas kann kein marktüblicher Floppy-Controller.


    Es gab damals haufenweise single-sided 48 TPI Laufwerke von Fremdherstellern, u.a. von TEAC, die mit anderen Platinen ausgerüstet wurden und somit direkt am Disk II Controller oder Clones davon anschließbar waren. Die waren voll kompatibel, konnten aber auch 40 Tracks - Apple im Original nur 35. Mit denen funktionieren sogar Kopierschutzmethoden, die über direkte Programmierung des Controllers auch "half-tracks" nutzen.


    Es gab aber auch "normale" Laufwerke von z.B. TEAC in 48 und 96 TPI, single- und double-sided. Die hatten den 34-Pin Shugart Bus und wurden an speziellen Controllern von Clone Herstellern angeschlossen. Prominentes Beispiel ist der Ehring FDC4, von dem es Clones unter zahlreichen Namen gab und der m.W. seinerseits bereits ein Clone eines US Produkts war. Diese Laufwerke nutzen nach wie vor GCR, denn die Disketten mussten ja mit Disk II austauschbar sein, wenn auch mit gewissen Einschränken wg unterschiedlicher Spur- und Kopfspaltbreite zwischen 48 und 96 TPI. Diese Laufwerke mussten ggü. dem "Industrie-Standard" leicht modifiziert werden. Es gab Änderungen für double-step, damit ein 96 TPI Laufwerk mit normaler Software mit mit 48 TPI geschriebenen Disketten halbwegs kompatibel war. Ein Detail, über das ich mir nicht ganz sicher bin: Üblicherweise musste auch hier oder da ein R oder C geändert werden. Evtl. war das nötig wegen dieser 10 Bit self-sync Bytes, um kleine Timing- oder Filteranpassungen zu bewirken. Das ist aber Spekulation. Controller, modifizierte Laufwerke und Hinweise zur Modifiaktion gab es z.B. von IBS in Bielefeld.


    Gruß


    Albert

    Also falls du nicht weißt wohin mit dem Microsoft Macro Assembler..... Ich hätte Interesse.

    Jan, geht es Dir um die Diskette oder um die Software? Den Assembler kann man doch bestimmt irgendwo downloaden. Die Diskette rücke ich nicht raus, sorry.


    Der Assembler ist auch enthalten im Microsoft A.L.D.S. und mindestens das habe ich mal irgendwo zum Download gefunden. Das A.L.D.S. Handbuch gebe ich nicht ab, findet man ja nicht alle Tage :mrgreen:


    Gruß


    Albert