Posts by Georg

    Die Laufwerke wurden einzeln angesprochen. Das war bei WANG etwas eigentümlich: ausgehend von den alten 14 Zoll Fest-/Wechselplatten (auf derselben Spindel eine fest eingebaute Magnetscheibe und eine Wechselplatte) wurden die zwei Laufwerke einer Einheit mit F und R bezeichnet. Es gab auch kein Dateisystem wie wir es kennen. Man hatte zwei Zugriffsarten: den direkten Sektorzugriff, d.h. man musste angeben, an welchem Sektor eine Datei anfängt. Dabei wurden die Sektoren von 0 bis 1023 einfach durchnummeriert.

    Etwas komfortabler war der Catalog Modus - in dem Fall verwaltete die Maschine ein Inhaltsverzeichnis, und man konnte die Dateien über Namen ansprechen. Aber auch das war weit von dem entfernt, was wir heute kennen. Z. B. konnte eine Datei nicht fragmentiert abgelegt werden. Wenn man eine Datei gelöscht hatte, konnte man dort i.A. nur eine maximal gleich große Datei wieder hinschreiben. Und auch dann musste man beim Schreiben explizit den Namen der alten, gelöschten Datei angeben.


    Zurück zum Zugriff. Es gab also zwei Laufwerksbezeichnungen F und R - aber es gab auch eine 2270-3, d.h. mit drei Laufwerken. Für das dritte brauchte man dann eine neue Adresse. Wenn z.B das Gerät an einem Controller hing, der auf die Standardadresse 310 eingestellt war, konnte das dritte Laufwerk als F unter der Adresse 350 (afair) angesprochen werden. (Das mit den Adressen musst Ihr Euch so ähnlich vorstellen wie bei den C64-Floppys.)


    Die drei Laufwerke waren dann

    F/310

    R/310

    F/350

    Dieses Laufwerk mit der unkonventionellen Führungsschiene habe ich in einem WANG-Diskettenlaufwerk 2270-2 gefunden,

    noch ein Zusatz als Klugscheisser , ::heilig::

    wenn das Shugart aus dem Wang 2270-2 stammt, könnte , müsste es auch 524,788 Bytes unterstützen

    2270-2 bedeutet, dass zwei Laufwerke eingebaut sind. Das einzelne Laufwerk hat nach wie vor 256K Kapazität.


    Ich nehme an, Du hast das irgendwo in einem Datenblatt von WANG gefunden. Das war so deren Rechnerei; die haben alles zusammen gezählt.

    Auch von mir einen Glückwunsch - da hast Du vermutlich einen Haufen Arbeit bekommen ::heilig::


    Von meinen Laufwerken tut es mittlerweile wohl keines mehr. Auf einem konnte ich zuletzt noch lesen, aber formatieren wollte keines mehr.


    Apropos formatieren: das macht das Laufwerk in Eigenregie, dafür gibt es den gesicherten Knopf oben in der Blende. Draufdrücken, und sofort wird die Diskette im ersten Laufwerk formatiert, gnadenlos.


    Die Platine, die oben über den Laufwerken angeordnet ist (knapp 40 cm x 40 cm) enthält einen kompletten Prozessor in TTL-Technik. Nicht ganz so umfangreich wie die CPU, aber lustigerweise mit zwei 74181 ALUs, wo die CPU nur eine hat.


    Und da wir aus leidvoller Erfahrung wissen, dass auch bei der CPU ständig was kaputt geht, ist das bei der Floppy genauso.


    Bin gespannt, ob Deines in dieser Hinsicht aus der Reihe tanzt. Wenn nicht: Du hast ja jetzt einen LA, und das Board ist ziemlich gut dokumentiert, afair sogar mit Mikrocode ("Firmware"). :)

    Ich weiß es zwar, aber ich laufe außer Konkurrenz.


    Die Holzleiste mit den Einschlagmuttern ist schon etwas irritierend. Ziemlich sicher ein Selbstbau - ist leider lange her, dass ich mein XY mal offen hatte. Deshalb weiß ich nicht, wie es dort aussieht. Es reizt mich aber, das mal nachzuprüfen.

    Lochstreifen? eher nicht...

    Ich sehe: Heizwiderstand, irgendwie Aufhängung, Vorwahl einer 6-stelligen Zahl, Roter Startknopf (oder sowas) Poti nach hinten, Motor oder zumindest Drehteller...


    Irgendeine Zählmaschine,...:D

    Der Drehteller irritiert wohl. Vielleicht sollte man sagen, dass sich da nichts dreht. Oder zumindest ist das keine primäre Funktion - kann nämlich sein, dass da doch etwas beweglich ist.



    Aber da sind wir schon sehr spitzfindig, kleinkariert, akkurat und penibel. Oder haarspalterig, übergenau, kleinlich.


    Und mir gehen jetzt die Synonyme aus .... bis auf das eine ... :ätsch:

    Hmm, der EPROM-Inhalt dürfte wahrscheinlich nicht viel zur Lösung beitragen, da das Gerät vermutlich keine Textausgaben macht... :nixwiss:


    Ok, dann eben noch ein Foto von oben. Ab jetzt darf allerdings mikemcbike nicht mehr mitraten... :tüdeldü:

    Ich schätze, da darf ich dann auch nicht ;)

    Ich habe schwer den Verdacht, dass ich sowas bei Dir schon mal gesehen habe - oder?


    Ansonsten ging es mir ähnlich wie Aquarius - das eigentlich Highlight auf der Platine habe ich erst nach längerer Zeit gefunden ...

    Tja, diese Preise hatte ich wohl auch im Kopf, als mich mein Lehrer seinerzeit zum Abschied fragte, ob er mir eine Diskette mit meinen Programmen erstellen soll. Ich habe damals dankend verzichtet in der festen Überzeugung, dass ich die sowieso nie hätte nutzen können, weil ein Rechner in der Preisklasse völlig unerreichbar war.


    Ja, wenn ich damals geahnt hätte, wie sich das entwickelt ...

    Das habe ich auch mit halbem Ohr mitbekommen. Fakten mag ja sein, aber bei der Interpretation scheint immer noch Spielraum zu sein. Wenn ich das richtig mitbekommen habe vertrat der Hamburger Pathologe die Ansicht, dass wir uns spezielle Risikogruppen zu sehr unter den Aspekt Corona anschauen und Tote als Corona-Opfer zählen, die aufgrund ihres Alters und der Vorerkrankungen quasi normalerweise auch gestorben wären. Dass die (bisherigen) Opferzahlen unsere Sterbestatistik nicht signifikant verändern glaube ich auch, aber erstens liegt diese geringe Zahl vermutlich auch an dem getroffenen Maßnahmen, aber vor allem sprechen die großen Zahlen von Intensivpatienten am Beatmungsgerät, die wir in Ländern sehen, die uns zeitlich voraus sind, doch irgendwie dagegen, dass wir hier "normale" Todesfälle haben?


    Wenn das so wäre, müssten wir doch ständig einen Mangel an Beatmungsgeräten und Intensivbetten haben?

    :fp:


    Da hat man den jahrelang gesucht, eine Menge Foreneinträge gelesen und geschrieben, und dann liefert Fritz den "mal so nebenbei".


    Da werde ich das Thema dann wohl auch noch mal angehen; mal sehen, ob ich diesmal weiterkomme. Bisher muss ich mit Schaltern und Anpassen der BIOS-Einträge samt Reboot arbeiten - ziemlich mühsam.

    Gestern ist ein Commodore-Drucker 3022 bei mir angekommen. Vielen Dank an Jan1980 für das schöne Gerät. Demnächst kann ich dann aus 2 defekten hoffentlich wieder einen funktionierenden machen (oder auch 2?)...

    Ich habe in der Bastelkiste noch Einzelteile eines 3022, der vor langer Zeit mal desintegriert wurde. Hauptsächlich Elektronik und Motoren, weniger Mechanik. Wenn Du was brauchen kannst melde Dich einfach.

    Neuzugang der Woche : ein Cromemco System 3, mit passenden 3101 Terminal. ( ein rebadged Beehive B100). Vom System her ziemlich standard : Z80, 64K dram und Floppycontroller

    Glückwunsch, schönes Gerät!

    So wie es aussieht hast Du noch die Original-Floppydrives drin, oder? Die fehlen bei meinem leider - angeblich waren die extrem unzuverlässig. Stattdessen wurde ein "normales" 8" Laufwerk angeschlossen - da kann man natürlich die Disketten nicht so schön durch den Schlitz in der Frontplatte einführen und vor allem nicht auf Knopfdruck auswerfen :-(

    Dafür habe ich aber noch ein 5,25" Laufwerk und eine 5,25" Festplatte drin.


    Allerdings wurde die Kiste lange nicht mehr angeworfen - k.A. wie der Zustand ist. Der Floppy Controller ist derzeit auch an funkenzupfer ausgeliehen.


    Viel Erfolg bei der Inbetriebnahme!

    Nach einigen Stunden Arbeit läuft das gute Stück wieder und nach intensiver Reinigung sieht es auch fast wieder aus wie neu...

    Sauber! :applaus:


    Kann tatsächlich sein, dass der Triple-Controller keine DIP - Switches für die Adressen hat und statt dessen die Standardadressen fest kodiert sind. Der war wenn überhaupt als einziger oder zumindest erster Controller im System - für einen zweiten Bildschirm, ein weiteres Tape oder sogar eine zweite Tastatur hat man dann die spezialisierten Controller mit Adresswahl nehmen müssen.

    Ist eine schöne Maschine, nur die 12k sind etwas mager. Aber so große Programme schreibst du ja sowieso nicht ;)


    Denk' dran, wenn du mehr Speicher einbaust, musst du das auf einer der CPU-Karten per Lötjumper konfigurieren. Ich weiß bloß gerade nicht auswendig, welche das war...

    Typischerweise sind nicht die kleinen keramischen kaputt, sondern die Tantal-elkos. Das sind die einzelnen tropfenförmigen, auf dem Bild teilweise grün, teilweise blau.

    Die würde ich als erstes kontrollieren.

    ich hab nen Panasonic KX-P 1081


    nicht besonders historisch.... aber ich hab prinzipiell noch kaum ein System gesehen, das darauf NICHT drucken könnte

    ..der frisst sogar serielle Daten

    Ha, das war mein erster Drucker. Ich meine, es war exakt dieses Modell - allerdings nur mit paralleler Schnittstelle.


    Ich hatte mir damals Sorgen gemacht, dass ich den nicht an meinem SVI328 anschließen konnte, aber der Verkäufer (kleines Computerfachgeschäft um die Ecke) war total zuversichtlich - obwohl er mit dem Rechner auch keine Erfahrung hatte - , hat mir kurzerhand ein Kabel gecrimpt (Pfostenbuchse auf Centronics), und das hat auf Anhieb funktioniert.

    Ich schätze, dass es dem Wang 2200 PCS (Portable Computer System) genau so ergehen würde.

    Evtl. mit dem Unterschied, dass ein Laie den aufgrund seines Aussehens eher für einen "richtigen" Computer halten würde. Aber gerade die Experten kennen eher den IBM als den Wang.

    Technisch vergleichbar, d.h. diskrete CPU, Bandlaufwerk, Bildschirm, Tastatur, kompakt. Und etwa genau so alt.


    Aufgrund der geringeren Bekanntheit vermutlich auch günstiger - wenn denn mal einer auf dem Markt ist.


    2200PCS_DataSheet.700-3825.3-76.pdf

    Hier die Bilder wie gewünscht... bin wie die Jungfrau zum Kinde gekommen bei dem Gerät. Sehe ich das richtig? Man kann damit nur etwas anfangen wenn mann eine CPU Box hat?

    Sieht so aus. :traurig:


    Wang Labs hat außer der Kleincomputerfamilie 2200, für die ich mich interessiere, noch eine Menge anderer Sachen gebaut. Anfangs Tischrechner wie den Loci oder die berühmte 720. In den 70er Jahren waren sie bekannt (und Marktführer afaik) für Textverarbeitungssysteme (WPS). Parallel wurde mit der Entwicklung der VS-Familie begonnen, mittlere bis große Rechner für Dutzende bis tausende Terminals. Außerdem gab es das OIS (Office Information System) - wieder ein anderes System.

    Ich kenne mich weder mit dem WPS noch mit VS oder mit dem OIS aus. Optisch sahen sich viele Geräte ähnlich, das macht es schwierig.


    Die 2246 Workstation gehört nach diesem Papier zu der VS-Familie. Die Modellnummer ist extrem verwirrend, weil der Präfix 22 eigentlich nur bei der 2200-Reihe verwendet wird.


    Die VS-Geräte wurden über das doppelte Koax-Kabel verbunden (afaik ebenso wie beim OIS und auch schon beim WPS), und am schlimmsten: die Terminals bekamen über das Kabel beim Start auch die Firmware geladen. Bei manchen Systemen war der Prozessor im Terminal zwar auch zuständig für die Abarbeitung der Programme, aber ohne Futter vom Zentralsystem waren die strohdumm.

    Wenn da ein EPROM drin war enthielt das nur irgendwelche Diagnoseroutinen.


    Soweit mein Wissensstand. Leider kenne ich auch keine aktive VS-Szene in D, sorry.


    :nixwiss:

    Mmpf, Zahlendreher...

    Die Terminals fangen bei 2236 an, gehen über 2336 und 2436 weiter bis zu was weiß ich...

    Hier reden wir über 2246, und das ist was anderes. Selten auf jeden Fall...


    Workstation kann vom Begriff her bei Wang beides sein, Terminal oder Rechner.


    Was sagt es denn beim Einschalten?

    Melde mich gehorsamst zur Stelle:)


    Auf Anhieb weiß man bei Wang selten, was man da hat, weil im gleichen Gehäuse Konsolen (d.h. Tastatur und Monitor), Terminals (seriell oder per Koax angeschlossen), aber auch komplette Rechner eingebaut wurden.


    Deins ist "leider" nur ein Terminal. Ich habe von der Sorte keins (ist zu jung), aber ich habe den Verdacht, dass das die Koax-Version ist. Mach bitte mal ein Bild von den Anschlüssen ...


    Afaik hat horniger auch solche Dinger, kann aber nach meinem Kenntnisstand auch nichts damit machen.


    Gab's da keine CPU zu?


    Edit: Alle nur denkbaren Informationen gibts bei Jim Battle, z.B. ein Maintenance Manual


    Ups: die nennen das Workstation. Sollte ich mich vertan haben? Die Innereien sind nur grob dargestellt, aber eine Backplane mit zwei Platinen ist etwas viel für ein Terminal.


    Wenn's geht mal aufschrauben und Bilder machen. Am Gehäuse sind üblicherweise zwei Schrauben, und zwei verstecken sich oberhalb der Tastatur unter dem Streifen.

    fritzeflink : ich hatte ja versprochen, dran zu denken, wenn mir die Sachen über den Weg laufen.


    Heute war es soweit. Ich habe was ganz anderes gesucht, und da tauchte in zweiter Reihe im Regal der Karton von Siemens auf.


    Inhalt:

    Diskettenkarton mit drei Disketten

    Drei Bänder, eins davon in Papphülle

    Diverse Handbücher, z.T. originalverschweißt


    Es handelt sich so wie ich das verstehe um ein Update auf Sinix 5.24 sowie ein CAD-Programm. Vermutlich aber für BSc CPU :(


    Trotzdem Interesse?


    Bilder:


    Ich glaube, wir hatten schon mal drüber gesprochen. Es ist afair ein 16FDC. Ich habe bisher nur softsektorierte Disketten damit bearbeitet - beim Überfliegen des Manuals habe ich zu dem Thema jetzt gar nichts gefunden. Ich denke also, er kann nur soft Sektorierung.

    Du kannst ihn Dir gerne mal ausleihen.


    Tja, wg CC ist's etwas schade, ich hätte euch auch gerne mal wieder gesehen. Aber vielleicht klappt es bei Dirk, oder wir machen mal wieder was privates...

    Zu diesem Thema kann ich nicht viel beisteuern, aber ich möchte mich in dem Zusammenhang als Besitzer eines Cromemco System Three outen.

    Das ist ein S100-Rechner im 19" Gehäuse, gebaut wie ein Panzer. Die Backplane hat deutlich mehr Steckplätze als ich je Karten haben werde. Die originalen, wegen ihrer Unzuverlässigkeit berüchtigten 8"- Persci-Laufwerke sind leider ausgebaut worden, jetzt ist ein einzelnes 8"-Floppylaufwerk, ein, 5, 25" Floppylaufwerk und eine 5,25"-Festplatte drin, von der er allerdings nicht booten kann. Das muss immer noch von einer Floppy passieren.

    Die Kiste läuft unter CDOS, einem CP/M Clone.


    Doku habe ich auch recht viel, aber vermutlich tief vergraben. Wenn aber jemand was zu den typischen Cromemco-Karten braucht (ZPU, FDC, 64KZ etc.) kann ich mal auf die Suche gehen.

    Das 6540 Masken-ROM ist nicht programmierbar.

    Die Daten werden bei der Herstellung 'fest eingebaut'.

    Na na da habe ich ja mal ein Thema geentert und bin gekonnt gescheitert, oje nun erst mal einen Gang nach Canossa:anbet:

    ^^ Na ja, ein interessanter Versuch ^^

    Auch ein sehr schönes Beispiel. Ich frage mich ernsthaft, wie man ein EPROM generalüberholt? :fp:

    Zerlegt, neu gebondet, Quarzfenster poliert und Beinchen auf der Richtbank neu justiert? Na, dann ist auch dieser Preis durchaus gerechtfertigt :P


    Aber im Ernst, ein 2732 ist keine echte Herausforderung für einen Brenner. Die 21V Programmierspannung können bei modernen Billigteilen zum Problem werden, aber ansonsten sollte den jeder können. Bis auf den 2708 (mehrere Betriebsspannung afaik) ist die gesamte 27er Reihe eigentlich ziemlich unkritisch.

    Köln ist prinzipiell mein Einzugsgebiet - wenn es nicht gerade am anderen Ende ist.

    Problem: selbst 10 Kilo sind momentan zuviel. Aber wenn der Verkäufer bereit ist, das Teil in mein Auto zu stellen wäre es vorstellbar.

    Nächstes Problem: ich komme nicht zur CC. Allerdings bin ich in der übernächsten Woche in der Gegend von Toast_r - wenn er daheim ist und willens, das Teil zu übernehmen und zur CC zu bringen. Dann müsste die Abholung in Köln aber noch in der kommenden Woche passieren.


    Sind arg viele Einschränkungen, aber wenn sich keine bessere Lösung findet....