Wiederbelebung Stride 440

  • Hallo!


    Wie schon in einem anderen Thread erwähnt, habe ich hier 3 Stride 400 Boards und ein Stride 440 Gehäuse mit Netzteil. Leider fehlen MMU-, Winchesterboard und Grafikboard. Ich bin mir mitlerweile fast sicher, daß dies gar nicht so schlimm ist, weil imho die Stride 420 nur dieses Stride 400 Board ohne Festplatte und die weiteren Optionen - aber in einem kleineren Gehäuse, hatte. Sprich ich rechne mir gerade Chancen aus, das wieder in Gang zu bringen, wenn auch eingeschränkter als erhofft. Einen Einschaltversuch habe ich aber natürlich noch nicht unternommen.


    Jetzt kommt der unschöne Teil. Leider habe ich keinerlei Doku / Schaltplan von der Kiste. Alle drei Boards sind unterschiedlich bestückt (sprich es fehlen Quarze und ICs) und die drei Boards haben unterschiedliche Revisionen. Es gibt zahlreiche Jumper, deren Funktion ich nicht kenne. Zum Glück sind 2 Boards von hinten mit der IC Bezeichnung beschriftet, so daß ich die fehlenden ergänzen kann - bis auf zwei Ausnahmen, vielleicht kann mr hier jemand helfen:


    Der PLCC - IC auf "UK0" - hoffentlich kein Custom Chip ? Im Datenblatt steht, die Kiste habe noch einen 68010 als MMU, aber die würde ich von der Position auf dem Board an einer anderen Stelle vermuten. Zumal es den 68010 imho nicht in diesem PLCC Format gab. Veilleicht ein Controller für Ethernet?


    UJ6 ist mit 16081 beschriftet, lt. Datenblatt hat der Rechner eine optionale FPU NS32081, die vom Format mit ihren 24 Pins in diesen Platz passen würde. Könnte das vielleicht sein? Dann wäre aber das Board falsch beschriftet.


    Dann gibts da noch den DS3695. Das Data Sheet deutet eher auf RS 485 hin, was der Rechner nicht hat. Hat jemand eine andere Idee?


    Vielen Dank
    Stephan

  • Im Datenblatt steht, die Kiste habe noch einen 68010 als MMU, aber die würde ich von der Position auf dem Board an einer anderen Stelle vermuten.


    Eine 68010 ist eine CPU wie eine 68000 mit ein paar zusätzlichen Features. Eine 68010 als MMU einsetzten macht keinen Sinn.
    Ich versteh das Datenblatt eher so: Eine 10MHz 68010 mit MMU kann 0 WaitStates auf den ersten 2 MB.
    Vielleicht gab es eine andere Version mit 68010 und MMU?
    Und du sagst es selber, eine MMU gehört zwischen CPU und Memory.
    Ich denke die UK0 ist ein zusätzlicher Schnittstellenbaustein.


    Update: Steht doch auch im Datenblatt:
    LAN optional supported by Omninet chipset.
    Und die ganzen freien Sockel sind in einer Ecke des Boards.

    ;------------------------------------
    ;----- ENABLE NMI INTERRUPTS
    (aus: IBM BIOS Source Listing)

    Edited once, last by funkenzupfer ().

  • Heute ist ein guter Tag. Nachricht von Marcus Bennet bekommen, dem ehemaligen Besitzer der Sages. Er glaubt, den Stein von Rosetta, die 3 dicken Bücher zur Stride 400 noch zu haben, er will sie am Wochenede suchen und mir zuschicken (!!!!!).
    Und, Pollin hat mir 24Mhz Quarzoszillatoren geliefert, die hat beim Besten Main-Board schon jemand rausgefressen.

  • Gute Nachricht, Marcus hat die Handbücher gefunden! Bin mal sehr gespannt, er möchte sie erst noch irgendwann scannen, aber dann dann mir als pdf und / oder Papierform zuschicken.

  • Aus dem Vorpost:
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    The Unshippable Sage


    In my judgment, Sage computers have about the same place in the world of the Motorola 68000 and follow-ons that CompuPro’s boat anchor has in the Intel 8086 and beyond world: they’re very probably the best systems you can get for software development; they certainly have a lot of bang for the buck.


    The Sage is also useful as a general-purpose computer: there’s getting to be a lot of good software, including engineering applications stuff, for 68000 systems. Sage uses a number of Sage computers internally for everything from accounting to new systems design; and therein hangs a tale.


    When I visited Sage at the Reno headquarters I was shown through the whole plant, including the inner offices where new research is done. Sage’s people use quite a lot of modern equipment, including some fascinating stuff ‘for computer-assisted drafting and for chip
    design. I also saw the oddest computer I’ve ever seen in my life. I mean. I’ve seen plenty of desktop computers, but I never saw one bolted to the side of a desk before; yet there was a perfectly good Sage II in that situation (see photo 2). It was running, too. None of the Sage crew seemed to think that was odd at all. They were used to it. Finally, I had to ask.


    It turns out that in the early days of Sage, when they first began to ship machines, they got more orders than they could fill; so that whenever Bob Needham, one of the cofounders (with Rod Coleman), would get a machine to help him with advanced system design, someone would see it and ship it off to a paying customer. Eventually Bob decided that enough was enough and bolted a new Sage II, sans case and fan. onto the side of his desk. The disk drives and power supply were in a drawer.


    No one has shipped that one…