Beiträge von funkenzupfer

    Ich benutze Tektronix TAP1500 Probes mit 1,5 GHz Bandbreite.

    Ich habe die Probe jetzt auf V umgestellt. A/Ohm war aber auch kein Problem.

    Tolle Ausruestung mit den Probes.


    A/Ohm gibt's nicht und ist Bloedsinn.

    Das Ohm-Zeichen ist bei meinem DPO4104 das Zeichen, wenn der interne 50Ohm Abschlusswiderstand aktiv ist. Das wuerde bei passiven Probes zu Messfehlern fuehren. Aber wahrscheinlich ist das durch die aktiven Tastkoepfe inaktiv/egal/sonstwas.


    5. RFRSH_N Signal in die Adressdekodierung einer SRAM-Karte einbeziehen oder nicht.

    Ich wuerde den RFSH mit auf den Adressdekoder legen. Also Jumper unten im Schaltplan.

    Funktional ist es egal (du hast es mit WR_N ja schon erklaert), es entstehen aber weniger Signalwechsel.

    Eigentlich ist das RFSH an der Stelle sogar gut eingesetzt. Da hatte ich gestern einen Denkfehler.

    Weiss jemand, auf welchen Logikpegel A15-A8 des Z80 getrieben werden, während RFRSH_N aktiv (low) ist?

    Ja, keiner! :-)

    A7 ist '0', ausser jemand hat 0x80-0xFF ins R-Register geschrieben.

    A8-A15 sind nicht definiert. D.h. die Leitungen haben selbstverstaendlich einen stabilen Zustand, aber einen zufaelligen Wert.


    6. MEMTR_N Signal.

    Ich habe eine Vermutung.

    Der FDC hat keinen DMA, sondern die FDC-Interne CPU greift als Busmaster auf den Speicher. Zwischen den Lesezyklen muss die CPU ihren eigene Code abarbeiten, das dauert eben etwas. Sieht komisch aus, aber aendern ist nicht.


    Leider haben wir damit bisher keine Fehleranalyse, aber wenigstens handfestes Wissen.


    Wenn der Datentransfer haengt, sieht der Bus dann immer so aus?

    Hintergrund: Auf dem letzten Screenshoot bleibt der Transfer waehrend eines Speicherzugriffs (der FDC-CPU) haengen. Die einzige Moeglichkeit die CPU anzuhalten ist was WAIT_N Signal an der CPU. Oder es gibt irgendeine Logikschaltung auf dem FDC, die noch dazwischen haengt.

    Hast du einen Schaltplan des FDC? Hast du Bilder, auf denen man die Bausteile gut erkennen kann?


    Schoenen Abend

    Die Scope Probe habe ich über ca. 5 cm lange Drähte mit der Scope Probe verbunden.

    ??? Rekursive Messung? :-)



    Der ECB-Bus wird bei meinem System nicht dauernd getrieben. Deshalb ist ein aktiver Bus-Abschluß ganz praktisch.

    Halb richtig.

    Ohne Bus-Abschluss wurde das System wahrscheinlich gar nicht funktionieren.



    Wenn der FDC den IOPB aus dem Speicher liest oder wenn der FDC Daten von/zur Floppy transferiert holt er sich den ECB-Bus,

    den die Z80-CPU dann nicht mehr treibt. Der FDC treibt den ECB-Bus in dieser Phase nur während der

    eigentlichen Datenübertragung.

    Die Bustreiber des FDC für Adressen und Kontrollsignale werden enabled solange das FDC-interne Signal MEMTR_N low ist.

    Deshalb habe ich das Signal MEMTR_N in meine Messungen mit einbezogen.

    Leider seh ich das Signal MEMTR_N nur im letzten Screenshot.


    Wenn der FDC sich den Bus mit BUSREQ_N und BUSACK_N holt, warum wird der Bus nur waehrend MEMTR_N getrieben?

    Warum haelt der FDC den Bus und macht nur alle 5us eine Datentransfer? In der Zeit kann doch die CPU weitermachen.

    Ich will nicht sagen das ist ein Fehler. Aber macht fuer mich z.Zt. keinen/wenig Sinn.


    Kannst du mal Messungen mit BUSACK_N und MEMTR_N machen/mailen?



    Meine Frage, ob des RFRSH_N Signal in die Adressdekodierung einbezogen werden muß, bezieht sich auf die angehängte Schaltung.

    Ist das die gesamte Schaltung oder nur ein Ausschnitt?

    Falls die gesamte Schaltung: Was willst du mit dem RFSH_N bei einem SRAM?



    Die Kalibrierung eines Kanals des Oszilloskops in A/Ohm statt in Volt ist ungewollt.

    Um die Kalibrierung wird es wohl nicht gehen.

    Aber falsche Einstellungen der Kanaele und/oder Tastkoepfe koennen massive Messfehler ergeben.



    der Takt am ECB-Bus nur mit 4 MHz

    Kannst du bitte mal klaeren, was mit welchem Takt laeuft.

    Auch hier kann es Probleme geben, wenn die CPU schneller laeuft als der ECB.



    Ich denke das reicht fuer heute.

    Viel Erfolg

    Ich hab den Thread gar nicht mitgekommen. Ist ja richtig spannend.


    Du hast ja wenigstens ein gutes Messgeraet und gute Messungen gemacht.


    Mich verwirrt das digitale Signal bei WR_N. Welches ist das?

    Bei der V/div Angabe (unten links) steht meist ein Ohm Zeichen und A=Ampere. Was hat das zu sagen? Was misst du da? Steht auch bei den Cursormessungen.



    Wenn die Signale RD_N, WR_N, MREQ_N weder von der Z80-CPU Karte noch vom FDC getrieben werden, sehe ich einen sehr hohen Ripple auf

    diesen Signalen

    Das Ripple sieht nicht schoen aus, wurde mich aber nicht beunruhigen. Uebersprechen gibt es immer, je nach Qualitaet der Backplane mehr oder weniger, aber vor allem bei nicht getriebenen Signalen.


    Ein Austausch der Treiber 74LS244 gegen 74F244 hat keine grundsätzliche Verbesserung gebracht.

    Wuerde ich auch nicht machen bzw. wieder zurueckbauen.

    Desto schneller die Bausteine, desto mehr Stoerungen.


    Wie gross ist der High-Unterschied und auf welchem Screenshot kann man das sehen.

    Wuerde ich mir aber auch keine Sorgen wegen machen. Du hast eine Terminierung, die belastet den High-Pegel Ausgang natuerlich auch. Aber alles ueber 3V ist unkritisch.




    Was mich sehr wundert ist, warum wird der Bus nicht die ganze Zeit getrieben.

    Entweder sollte das die CPU machen (BUSREQ_N/BUSACK_N = 1) oder der DMA-Master (BUSREQ_N/BUSACK_N = 0).

    Woher kommt das Signal MEMTR_N (letzter Screenshot)?

    An den Stellen waere das BUSACK_N Signal sehr interessant.


    Muss man RFRSH_N in die Adressdekodierung einer Speicherkarte einbeziehen oder kann man darauf verzichten,

    weil beim Refresh WR_N nicht aktiviert wird?

    Nein, bloss nicht!

    Dann muesstest du ja fuer jede Speicherkarte einen eigenen Refresh erzeugen.

    Und mit dem WR_N wurdest du ja schreiben.

    Der Refresh wird meistens mit RAS-only gemacht und das kommt aus dem MREQ_N. Also alles gut.


    Also entweder die Speicherkarte macht ihren eigenen Refresh, dann muss sie ggf. das WAIT_N aktivieren koennen, oder sie nimmt den Z80-Refresh mit.

    Beim Z80-Refresh auf jeden Fall auf die DRAMs achten. Bei den 64kbit Typen (z.B. 4164) muessen diese mit einem 7bit Regresh auskommen.


    Viel Erfolg

    Glaube nicht!

    Der SVK3 (3,5" Floppy Stecker bei reichelt) hat ein Rastermass 5,08mm.

    "Deiner" 3,96mm.


    Auf den Bildern kannst du Rastermass und Pingroesse nicht sehen.


    Veriss es schon wieder:

    Im Datasheet des SVK3 steht 2,5mm Rastermass.

    Wenn solche Angaben auf einer Webseite nicht stimmen -> Schmeiss weg!

    Beides richtig.


    Nach dem Loeten werden bestueckte Platinen gewaschen um Flussmittelrest oder kleinste Loetzinnreste zu beseitigen.

    Also schadet das Wasser den Bauteilen nicht.


    Das andere Problem ist Feuchtigkeit, die in das IC eindringt (diffundiert ?). Dies ist bei SMD Bauteilen ein Problem, die im Reflow geloetet werden. Durch den starken Temperaturanstieg kann diese Feuchtigkeit im IC verdampfen und dann fliegt einem das Bauteil um die Ohren. PCBs haben ueberigens das gleiche Problem.


    SMD-Bauteile werde deshalb in diese silbrigen Tueten eingeschweisst. Das ist nur wegen der Feuchtigkeit. Und selbst in diesen Verpackungen sind die Bauteile nur begrenzt lagerfaehig. Danach wird vor dem loeten die Feuchtigkeit im Waermeschrank aus den Bauteile verdampft.

    Bei PCBs wird die Feuchtigkeit durch starken Unterdruck "rausgesaugt".


    Alle Klarheiten beseitigt?

    Tektronix TLA715

    Der TLA715 ist "nur" der Mainframe, also das Grundgeraet. Hier kannst du 2 Messeinschuebe einbauen. Bei den Messeinschueben hast du eine grosse Auswahl ueber Abtastraten und Kanalzahl.


    Ich denke der 1651 aus der Zollauktion ist ein guter Einstieg. 32 Kanaele sind fuer einen 8bitter i.a. ausreichend. Wenn du den zu einem guten Preis bekommst, warum nicht.


    HP1670: 136 Kanaele, 500 MHz Sampling, ist schon ein Brecher.


    Was willst du den ausgeben?

    Aha. Das war ja schon sehr informativ. Super. Danke!

    Bitte, gern geschehen.


    Video-Bandbreite eher gering - 600 - 850 MHZ maximal schätze ich.

    Da behaupte ich mal ist dir das Komma verrutscht.

    Ein Oszi mit 800 MHz Bandbreite kostet bestimmt einen mittleren 4 stelligen Betrag. Abgesehen von den Tastkoepfen.


    Ich sag mal, ein 800x600 Monitor hat nicht mehr als 50MHz Video-Bandbreite.

    Ein analoges Fernsehbild (was aber ein schlechter Vergleich ist) hat ca. 5 MHz Bandbreite.


    Aber hier gilt die Faustformel Abtastfrequenz = 10 * Messfrequenz noch mehr als beim LA.

    Stell dir ein Sinussignal vor, das du nur 5 mal oder weniger pro Periode abtastest, das sieht ziemlich Sch... aus.


    Uebrigens sollte auch die Bandbreite des Oszi etwas 10 * Messfrequenz sein.

    Nimm mal wieder ein Sinus mit 10MHz, der braucht eine Frequenz von 10MHz (hoert sich bescheuert an, deshalb bitte weiterlesen!).

    Wenn ich Rechteck mit 10MHz habe, brauche ich nicht nur die 10MHz Grundwelle, sondern aich die Vielfachen davon, in dem Fall die ungradzahligen. D.h. 30, 50, 70, 90 MHz, nach der 4. Oberwelle macht ein 100MHz Oszi schon dicht und verschleift mir das Messsignal.


    Ich hoffe das war nachvollziehbar.

    PS/2 LX40 (386er) @ 20 MHZ --> 20 x 100 = 200 MHZ Abtastrate?

    Dann wäre ja bspw. ein älteres HP Modell wie der HP 1651a schon nicht mehr ausreichend - der macht nur 100 MHZ.

    Wenn ich einen 10MHz Takt mit 100MSamples abtaste, bekomme ich pro Takt (Periode) 10 Abtastpunkte. Das ist schon sehr schoen.

    Es reichen auch weniger, dann verringert sich sozusagen die Genauigkeit der Abtastung. Jetzt kommt es drauf an wie genau willst/musst du messen. (-> deine Vorgabe!)

    In deinem Beispiel mit 20MHz geht das noch, bei 33MHz wird's unuebersichtlich.


    Z.B. der Z80 aendert seinen Daten-/Adressbus/Controlsignale auf der steigenden und fallenden Flanke.

    Bei 20MHz (also 5fach Oversampling) koennte man noch zuordnen, ob sich Signale nach der steigenden oder fallenden Flanke aendern. Bei 33Mhz wurdest du noch sehen, das sie sich aendern, ein wirklich zeitlicher Zusammenhang ist fast nicht moeglich.

    Wieder zu deiner Vorgabe: Wie gross muss die zeitliche Aufloesung sein?


    Alle Klarheiten beseitigt? :-)


    Wie Du die Raten auf einzelne Kanäle umgerechnet hast habe ich nicht ganz gecheckt - und vor allem was es zu bedeuten hat für die Messung.

    Ich weiss nicht wo du bist. :nixwiss:

    Die Abtastrate hat mit den Kanaelen nichts zu tun.

    aber noch nicht wirklich geklärt.

    Wie willst du etwas klaeren, wenn jeder andere Vorgaben hat?


    Signale (wie z.B. Video-Signal)

    Video-Signale sind i.a. analog. Da hilft die ein LA nicht wirklich.


    Was für eine Sampling-Rate brauche ich denn

    Ich liebe diese Fragen!

    Das sind eigentlich Vorgaben, die du dir aufstellen musst, wenn du auf Geraetesuche gehst.


    Wenn du dir ein Auto kaufen willst, ueberlegst du doch auch vorher, Benziner oder Diesel (ok, gerade schlechter Vergleich :-) ), Kombi oder Sportwagen, wieviel PS etc.


    Als Faustformel fuer die Samplerate wurde ich sagen, zu messende Frequenz mal 10.

    (Ich bin jetzt beim LA.)


    Protocol Decoder Support braucht man denn so im Alltag mindestens? C64, Apple Lisa, IBM 5150, etc.

    Benutzten die angegebenen Geraete ueberhaupt irgendwelche Protokolle?

    Ok, RS232.


    SPI, I2C, RS232 schaden bestimmt nicht.

    Du kannst ja mal piepsen ob die Kerkos direkt an der Versorgung (+5V und GND) angeschlossen sind. Dann sind 10V ja vollkommen ausreihend.


    Ist dem nicht so, wuerde ich besser die bisherige Spannungsfestigkeit beibehalten.