CBM 4032-32N - kein Einschalt-Ton, nur horizontale Linie

  • In meinem kürzlich erstandenen


    4032-32N


    ist ein Mainboard mit Beschriftung:


    Universal Dynamic PET Assy. No. 8032089


    Leider gibt es nach dem Einschalten nicht den erwarteten Ton

    und auf dem Bildschirm ist nur mittig eine blinkende horizontale Linie zu sehen.

    Wenn ich eine Datasette anschließe, läuft der Motor beim Einschalten nicht an,

    er läuft auch nicht nach Tastendruck.


    Mit Hilfe der Schaltpläne von


    http://www.zimmers.net/anonftp…ters/pet/univ2/index.html


    habe ich die Versorgungs-Spannungen auf der Platine kontrolliert

    und auch an (den meisten) ICs, außerdem an der CPU die diversen Taktsignale

    (Ein- und Ausgänge). Reset, IRQ und NMI scheinen auch OK zu sein.


    Danach traute ich mich, das 6502 RAM/ROM Replacement Board

    (http://blog.tynemouthsoftware.…e-pet-rom-ram-boards.html) zu verwenden.


    Damit habe ich die originalen RAM- und ROM-Bausteine übergangen

    und auch (hoffentlich) evtl. Probleme mit diesen.


    Trotzdem keine Änderung. :(


    Meine Fragen:

    1) An VSYNC (aus dem 6545-1) liegt das auf dem Bild zu sehende Signal an.

    Gehört das so? Gibt es Referenz-Bilder (HSYNC, VSYNC, usw.) irgendwo im Internet?




    2) Kann ein defekter CRTC-Chip (also der 6545) die Ursache dafür sein,

    dass nicht gestartet wird (wie gesagt, weder Einschalt-Ton, noch Datasetten-"Reaktion")?


    3) Hat noch jemand Tipps?


    Ich kann auch noch mehr Details liefern, falls hilfreich.


    Danke im Voraus!

  • hallo,


    bitte die adress und daten leitungen ansehen.


    wichtig, signale müssen unter 0,8V für low und über 2,xV für high sein.


    z.b. geht ein signal pegel nur bis 1V und erreicht nicht den low pegel, wird er wohl nicht in ordnung sein.

    dann muss die leiterbahn getrennt werden oder ics entfernt werden bis der pegel gut aussieht.


    am besten, sich einen nop tester, zwischen adapter, aufbauen. die daten pins mit nop = $EA vedrahten.

    so werden alle adressen automatisch hochgezählt.


    wichtig, die datenpins nur an der cpu verdrahten, zum board keine verbindung!

    d0 = gnd
    d1 = +5V

    d2 = gnd

    d3 = +5V

    d4 = gnd

    d5 = +5V

    d6 = +5V

    d7 = +5V

    nun kann man alle adresspins gut messen und testen.


    daten pins, kann man gut messen indem man die cpu entfernt und

    r/w auf low, somit müssten alle daten leitungen tristate sein.


    nun an deinem tastkopf einen 3,3 kohm widerstand an gnd und einen an +5v anschliessen.

    dann hast du einen 2,5v pegel an der messspitze.

    nun überprüfst du die datenpegel. sie sollten, da tristate, bei ca. 2,5v bleiben.

    falls nicht, diesen pin überprüfen, welches bauteil (i/o, ram oder rom), am bus, den pegel beeinflusst.


    gruß

    helmut

  • Vielen Dank ersteinmal, Helmut!


    Nach Köln schaffe ich das leider nicht am 25.11.


    Aber ich werde, sobald wie möglich, Deine Tipps in die Tat umsetzen

    (eventuell kommen vorher noch laienhafte Rückfragen von meiner Seite..).


    Was ich schon weiß:


    Es sind (sich ändernde) Signale auf den Adress- und Datenleitungen,

    aber ich schaue mir das noch einmal genau an.

  • 2) Kann ein defekter CRTC-Chip (also der 6545) die Ursache dafür sein,

    dass nicht gestartet wird (wie gesagt, weder Einschalt-Ton, noch Datasetten-"Reaktion")?

    Ich würde nicht unbedingt davon ausgehen, dass der Rechner nur EINEN Fehler hat. Der letzte 3032, den ich repariert habe, hatte 3 Fehler und auch noch alle RAMs kaputt.

    Also wenn dein Rechner nicht startet und kein Bild zeigt, kann das unterschiedliche Ursachen haben.

  • Es sind (sich ändernde) Signale auf den Adress- und Datenleitungen,

    aber ich schaue mir das noch einmal genau an.

    wichtig ist das die signalpegel stimmen.


    für den low pegel muss signal unter 0,8v liegen!

    z.b. falls dein signal sich nur ändert zwischen 1v und 4v.

    dann ist der low pegel nicht ok. das würde bedeuten, das ein ic den low pegel, am bus, anhebt.

    für den high pegel muss signal über 2V liegen!

    z.b. falls dein signal sich nur ändert zwischen 0,4v und 1,8V.

    dann ist der high pegel nicht ok. das würde bedeuten, das ein ic den high pegel, am bus, runterzieht.


    gruß

    helmut


  • Das habe ich bisher nicht beobachtet, die Pegel sehen diesbezüglich gut aus.


    Allerdings ist es wohl am sinnvollsten, den NOP Tester zu bauen,

    damit ich genau weiß, was ich an dem entsprechenden Adress-PIN zu erwarten habe (also welche Frequenz).


    Die Daten-PINs schaue ich mir auch - wie von Helmut beschrieben - an.


    Ich gebe Rückmeldung, sobald ich konkretes herausgefunden habe (kann etwas dauern).

  • Mal kurz nebenbei zum Einschaltton: Kann ein alter 4032 eigentlich das Willkommens-Twideldidü fiepen - ich hab' auf meinen 4032 keinen Lautsprecher gesehen.




    AFAIK gab es ja wohl später Boards, mit denen sich entweder ein 4032 oder ein 8032 zusammenstellen ließ - da könnte ich mir das vielleicht schon eher vorstellen.


    -- Klaus

  • Genau, da ist eine "8032090"-Platine drinnen, inklusive Pieper

    (auf der Oberseite steht 8032089, aber auf der Unterseite 8032090).

    Siehe mein erstes Posting - das passt dann auch mit den verlinkten Schaltplänen

    (Universal Dynamic PET "2").

  • Genau, da ist eine "8032090"-Platine drinnen, inklusive Pieper

    (auf der Oberseite steht 8032089, aber auf der Unterseite 8032090).

    Siehe mein erstes Posting - das passt dann auch mit den verlinkten Schaltplänen

    (Universal Dynamic PET "2").

    Könntest Du mal ein Foto von diesem Board posten? Oder wenn's das irgendwo schon gibt, einen Link schicken?

  • Was ist das für ein Board (Assembly Nummer)? Sieht aus wie ein 320349.

    Gute Frage - AFAIK hab' ich die Nummer beim Reinigen auf der Rückseite des Mainboards gesehen, aber vergessen, diese zu dokumentieren. Da das Gerät aber jetzt zur Auktion steht, mag ich es nicht mehr auseinandernehmen...


    -- Klaus

  • Gute Frage - AFAIK hab' ich die Nummer beim Reinigen auf der Rückseite des Mainboards gesehen, aber vergessen, diese zu dokumentieren. Da das Gerät aber jetzt zur Auktion steht, mag ich es nicht mehr auseinandernehmen...

    Die Assembly Nummer steht irgendwo auf der Oberseite des Boards unterhalb des Commodore-Schriftzug. Ist nur schwer zu erkennen, weil es direkt ins Kupfer geätzt ist.


    Hier müsste das stehen (die kleine Schrift in der Bildmitte). Habe leider kein besseres Bild gefunden.


  • Gute Frage - AFAIK hab' ich die Nummer beim Reinigen auf der Rückseite des Mainboards gesehen, aber vergessen, diese zu dokumentieren. Da das Gerät aber jetzt zur Auktion steht, mag ich es nicht mehr auseinandernehmen...

    Die Assembly Nummer steht irgendwo auf der Oberseite des Boards unterhalb des Commodore-Schriftzug. Ist nur schwer zu erkennen, weil es direkt ins Kupfer geätzt ist.

    Nö - steht auf der Rückseite - 320350 Rev.E


    Ich pack' das mal in einen extra Thread "PET/CBM Boards" im CBM Showroom, da wir uns hier zu weit vom eigentlichen Thema entfernen.


    -- Klaus

  • Nö - steht auf der Rückseite - 320350 Rev.E


    Ich pack' das mal in einen extra Thread "PET/CBM Boards" im CBM Showroom, da wir uns hier zu weit vom eigentlichen Thema entfernen.


    -- Klaus

    Also bei meinen älteren Boards definitiv auf der Oberseite. Ich lade heute Abend mal Bilder hoch.

    Der extra Thread ist eine gute Idee!

  • Die Assembly Nummer steht irgendwo auf der Oberseite des Boards unterhalb des Commodore-Schriftzug. Ist nur schwer zu erkennen, weil es direkt ins Kupfer geätzt ist.


    Hier müsste das stehen (die kleine Schrift in der Bildmitte). Habe leider kein besseres Bild gefunden.


    Korrektur: Das da oben ist nicht die Assy-Nummer sondern nur das Copyright. Die Assy No steht hier (320351):


  • Endlich konnte ich weiter machen

    (es fehlten mir noch Sockel für den nicht-destruktiven NOP-Generator-Bau).


    Mit NOP-Generator sehen die Signale an den Adressleitungen gut aus:

    • Von ca. 250kHz an A0 bis ca. 7,6Hz an A15 wird die Frequenz immer jeweils durch zwei dividiert.
    • Low-Pegel ist durchgängig bei ungefähr 0V (also unter 0,8V).
    • High-Pegel ist immer bei ca. 3,5V (also über 2V).

    Die Überprüfung der Datenleitungen folgt!

  • Von ca. 250kHz an A0 bis ca. 7,6Hz an A15 wird die Frequenz immer jeweils durch zwei dividiert.
    Low-Pegel ist durchgängig bei ungefähr 0V (also unter 0,8V).
    High-Pegel ist immer bei ca. 3,5V (also über 2V).

    das sieht gut aus.


    die adressleitungen wo überprüft, direkt an dem nop adapter / cpu?

    gruß

    helmut

  • Die Adressleitungen habe ich direkt an den CPU-Pins gemessen.


    habe ich mir nachträglich gedacht, das ist nicht ausreichend.


    da sind die fast immer in ordnung.

    die adressleitungen gehen, von der cpu, nur zu den 74ls244 adresstreibern, danach zu allen anderen ICs.

    wenn diese, den adressbus, blokieren, kann man es an der cpu direkt nicht messen.


    du musst hinter den adresstreibern auch messen. z.b. an dem memory expansion stecker j9

    und die datenleitungen und die cs-pins sind am j4.

    Ich habe hier ein "normales" Messgerät und ein digitales Oszilloskop.

    oszilloskop für die datenleiungen ist ideal.


    die datenleitungen an der cpu und hinter den 74ls244 treibern messen. z.b. am j4.


    gruß

    helmut