Posts by Ralph_Ffm

    Wo gibts denn unter der Woche in Frankfurt solch einen coolen Flohmarkt?

    In Höchst... liegt auf dem Weg zur Arbeit, also mach ich manchmal nen Zwischenstopp dort, wenn es zeitlich passt. Man findet da selten was, aber ab und zu (wie gestern der Tag beweist) ist doch mal was dabei... Preise variieren stark, besonders bei Spielmodulen - die gestern hab ich für 2 Euro pro Stück bekommen, meist wird für Nintendo aber 5 bis 10 Euro lose verlangt, oft auch darüber...


    Und da ich einige der Anbieter / Haushaltsauflöser mittlerweile schon lange kenne, legen die (falls sie was haben) alte Homecomputer etc. auch mal für mich beiseite, so dass die kein anderer davor angeboten oder überhaupt zu sehen kriegt... ;-)

    Heute auf dem Flohmarkt auf dem Weg zur Arbeit gab es wenigstens mal wieder ein paar nette Kleinigkeiten (leider noch ohne Bilder, da ich im Büro sitze und die Sachen im Kofferraum der Heimfahrt harren):


    - ein Apple eMac in kompletter Ovp. inkl. Styropor-Einsätzen, mit Zubehör und Doku plus Install-CD, Front ganz leicht gilbig, Rest ansonsten rein-weiß.

    - ein Eickmann Atari-Syquest Laufwerk, wohl 44MB, im Gehäuse der Atari-Mega-ST-Serie (quadratisch); übler Gilb bis hin ins Braune. Für 2 Euro okay.

    - je ein Modul für SNES (lose), Gameboy (Spiderman, lose) und Sega Mastersystem (ovp.).

    - ein Retail Windows 7 Home ovp. mit 32- und 64-Bit-DVD und zugehöriger Lizenznummer - für ebenfalls 2 Euro eine billige Möglichkeit, ein freies, lizensiertes Windows 10 zu kriegen.


    Und das alles, bevor die ersten kleinen Tropfen gefallen sind und ich zu einem Geschäftstermin musste. Wiegt 2 verregnete Samstage zwar noch nicht auf, aber ich freu mich drüber, denn einen eMac hatte ich noch nicht in der Sammlung.

    :thumbup: Hab ich auch!


    Einmal mit Originalkarton und einmal ohne :)

    Ebenfalls... naja, mehrfach in Ovp. noch eine in der Styropor-Unterschale der Verpackung extra, und ein paar lose Exemplare. Und die Grundig-Version (geht nur mit einem bestimmten Grundig-Fernseher, wegen Anschlussmodul) hab ich da auch noch 1- oder 2x in Ovp. rumstehen. Die wollte Anfang der 2000er wirklich keiner mehr haben, daher hab ich die damals einfach nicht liegenlassen können, hab aber irgendwann dann nur noch die Module (am liebsten auch in Ovp.) mitgenommen. Von der Allround-Qualität ist die Interton VC4000 wirklich keine Offenbarung, aber zur Komplettheit einer Konsolensammlung gehört nunmal eine... ;-)


    Die Philips G7000 ist irgendwie auch so ein Fall - ne Weile lang wollte die keiner mehr haben, und alle Nase lang lagen welche auf dem Flohmarkt rum. Heutzutage findet man dagegen selbst ne ranzige Konsole aus der Serie fast garnicht mehr abseits der Elektronik-Bucht...

    https://www.ebay.de/itm/Commod…a563b1:g:4o0AAOSwOntcwxWS


    Wenn das mal nicht eins der von Belle verkauften Module ist ;-)

    Wie armselig und widerlich, wenn das wirklich so ist / wäre...


    Kann man nicht anhand des Verkäufernamens (könnte schon nah am Realnamen sein) und des Verkäuferstandorts das seitens Belle rausfinden und einen solchen Abzocker dann hier von künftigen Käufen ausschließen - falls der Typ wirklich hier "günstig" kauft und daraus dann nur Kohle abzocken will?

    hat jemand die ISA-Steck-Karte für den PC, die notwendig ist, um diesen Adapter zu betreiben

    Ja, ziemlich sicher, soweit ich mich richtig erinnere, habe ich Steckkarte und Adapter vor ner Weile erst in der Hand gehabt. Den Adapter selbst müsste ich auch 2x haben, ob da auch 2x die Steckkarte dabei ist, weiß ich aber nicht mehr aus dem Stegreif. Ich glaube aber auch, dass eines der Sets noch in Ovp. ist...

    von diesen Teilen hatte ich mal glaube 3 Stück nebst Zubehör...

    Ich hab noch nen ganzen Karton voll mit Atari Portfolios aller Revisionen bzw. Modellnummern, Erweiterungsmodulen und -karten, Handbüchern, usw. Läuft alles noch, das Teil ist alles andere als selten. Hab vor 3 Wochen ein loses Exemplar (aber vorgeführt bekommen, dass es läuft) für 20 Euro auf dem Flohmarkt liegenlassen. Hätte ich mal da schon gewusst, dass das vielleicht das originale Backup-Gerät aus dem Terminator-Film war, das mangels Defekt am Erstrequisit nicht zum Einsatz kam und daher noch "mint" ist!!!! Mist - schon wieder ne Rarität liegenlassen... ::money::

    Hier mal der "Original Terminator 2 Computer":

    Natürlich MUSS dieses Gerät das Geld wert sein, denn der Anbieter sagt ja explizit: "Im Spielfilm Terminator 2 – Tag der Abrechnung wird von John Connor wurde dieser Atari Portfolio zur Manipulation von Geldausgabeautomaten oder Sicherheitszugängen benutzt." (Anm.: Hervorhebungen durch mich!) - der Mensch scheint also auf geheimnisvollen Wegen an dieses einmalige Filmrequisit gekommen zu sein! Wahrscheinlich hat er einfach einen Terminator in der Zeit zurückgeschickt und den dann auf dem Filmset das originale Requisit mopsen lassen... ::vodoo:::capone:


    Warum sonst sollte jemand bei klarem Verstand für ein 20-Euro-Gerät einen Tausender verlangen?!? Es MUSS das Original sein - sinkt auf die Knie und huldigt dem Wohltäter, der "es als Sammlerstück gerne weiter geben" möchte!! :respekt::heul:

    Gebot bei Kleinanzeigen. Wohl bei eBay rausgeflogen?

    Das wird immer mehr zur Unsitte - "Angebote" ohne Preisangabe oder mit einem "symbolischen Preis", dafür ein sinnfreies "VB" dabei. Das Ganze als Möchtegern-Auktion angepriesen, geht dann angeblich "an das höchste Angebot".


    Wenn ich so einen geistigen Dünnsch... in einer Anzeige schon lese, ist der Verkäufer damit automatisch raus. Im Gegensatz zu Ebay selbst gibt es bei den Kleinanzeigen keinerlei Prüfmöglichkeit, *wo* das angeblich "beste Angebot" nun wirklich jeweils aktuell gelegen hat, was Lüge und Betrug Tür und Tor öffnet. Wer auf sowas "bietet", ist selbst schuld.


    Zum Glück gibt es mittlerweile ja zumindest die rudimentären Zufriedenheitsbewertungen auch bei Keinanzeigen. Und wer da bei "NA JA..." in der Gesamtwertung landet, der muss schon reichlich negative Werte kassiert haben - eine solche Bewertung entspricht 0% Zufriedenheit einer Einzelwertung, da muss der Anteil dieser Transaktionsbewertungen schon erheblich sein.


    Wenn ich es richtig gesehen habe, steht der defekte KIM-1 aus Aachen, den Tammy hier zum Tausch angeboten hatte, mittlerweile auch in den Kleinanzeigen. Leider bei einem Anbieteraccount mit ebenfalls nur einem "NA JA"... wahrscheinlich nur wenige Bewertungen bekommen, dafür dann aber schlechte...

    Witzigerweise scheinen die 1540er deutlich weniger oft vergilbt zu sein als die zugehörigen VC20-Rechner. Meine 1540 hat auch quasi keinen Gilb, und die weißen 1541er (die nutzen ja das gleiche Gehäuse) sind auch größtenteils gilb-resistent. Hätte Commodore mal besser dieses Plastikmaterial auch für den Computer selbst benutzt... :grübel:

    Lieber Corto ,

    auch wenn das Folgende vielleicht nur meine unbedeutende persönliche Meinung ist - Deine obigen Thesen sind sowas von "weit hergeholt", dass ich einfach einen Drang zum Richtigstellen und Kommentieren empfinde. Auch wenn fritzeflink das schon mit einem einzigen Smiley treffend abgekürzt hat: :versohl:


    Und immer noch finde ich es gut, Retro-Hardware zu immer höheren Preisen an zu bieten.

    Das ist Deine Meinung, und die sollst Du auch gerne haben. Deinen Satz mögen vor allem Leute, die viel zu verkaufen haben. Ein sich grundlos aufheizender Markt und dort stetig steigende Preise führen übrigens gerne zur Bildung einer Blase - falls Dir Schlagworte wie "Immobilienblase", "Dot-Com-Blase" etc. noch etwas sagen, reden wir vom Gleichen. Und stetig wachsenden Blasen ist inhärent, dass sie irgendwann ihrer eigenen Oberflächenspannung erliegen und... platzen. Und was danach vom ehemals schillernden Gebäude / Thema / Wert übrigbleibt, ist i.a. ein Nichts. Ich glaube kaum, dass *das* jemand für unser gemeinsames Hobby möchte...


    Es ist ein Ausdruck der Wertschätzung des Verkäufers.

    Dies trifft bestenfalls auf 1-2% der Verkäufer zu. Bei den anderen ist es entweder Ausdruck der GIER des Verkäufers, den maximalen Verkaufspreis für etwas zu erzielen, was ihm bestenfalls gleichgültig ist, oder Ausdruck der Geringschätzung der Intelligenz des potenziellen Käufers durch den Verkäufer - immer wieder erkennbar an den massiven Anhäufungen der Worte "vintage", "rar", "selten", "Rarität", "antik" usw. bei gleichzeitigem inhaltlichen Offenbarungseid bei der Beschreibung z.B. eines "Atari C64", eines "CBM Computer 60er Jahre" oder eines "Amiga A520 Videospiel" (Letzteres gerade eben in den Ebay-Kleinanzeigen, mit Bild eines recht kompletten Amiga 500 Systems). Immer wieder unfassbar, wie man Premiumpreise aufrufen und gleichzeitig nichtmal den geringsten Plan vom verkauften Objekt haben kann. "Too dumb for Google?"


    Wenn da immer wieder Leute andocken, die sich nur bereichern wollen schadet es niemandem.

    Da pflichten Dir garantiert sofort alle Sammler bei, denen auf dem Flohmarkt oder sonstwo schonmal ein ahnungsbefreiter Wiederverkäufer ein schönes Gerät / Sammlungsexponat für einen günstigen / leistbaren Preis direkt vor der Nase weggeschnappt hat. Am besten mit dem nachgefügten Hinweis des Aufkäufers, man könne es ja am gleichen Nachmittag gerne auf Ebay erwerben.


    /Sarkasmus on/ Kleiner Tipp - geh mal zu einem Sammlertreffen und lass so einen Satz zwischendrin laut genug fallen. Es gibt doch so Ganzkörperanzüge für's Kampfhunde-Beißtraining - in so einem eingepackt schaffst Du es dann (wahrscheinlich) noch bis zur Tür... /Sarkasmus off/


    Zur Info: Leuten, die sich an so einem Hobby nur bereichern wollen, sind die Geräte, die Gründe der Sammelleidenschaft der anderen und deren Befindlichkeiten und meist leider auch Dinge wie Aufrichtigkeit, Fairness und "sauberes Miteinander" recht egal, weil sich das alles in deren Augen dem Profit unterordnen muss. Da werden dann bekannt defekte Sachen zu "ungetesteten", man "vergisst" kleinere Mängel mal schnell, usw.


    Und das ist nichtmal die Spitze des Eisbergs. "Schaden" ist relativ - aber Obiges schadet allen Sammlern und Interessierten, und des schadet unserem Hobby und dessen Ruf. Und deswegen lache ich solche Abzocker aus und lasse ihren Mist liegen - auch wenn sich leider oft trotzdem ein Dummer findet und deren Zeug kauft...


    Es ist ja nicht so, dass die Gesellschaft veraltete Technik bräuchte wie ein Stück Brot.


    Vielmehr ist es eine gewisse Form des Luxus, den Wert dieser kulturell, wichtigen Entwicklung,

    zu pflegen über das Sammeln, reparieren und dokumentieren.

    Natürlich ist Sammeln "Luxus", weil es ein Zeitvertreib und eine Muße ist. Es kostet viel Zeit, einiges an Hingabe, in unserem Fall auch viel Platz. Und gerade in den letzten Jahren aufgrund der Preistreiberei obig genannter Wiederverkäufer und "Kriegsgewinnler" auch zunehmend mehr Geld, was bei den meisten von uns zu den knappen Ressourcen zählt - denn nach der Familie, dem Lebensunterhalt und den zwingend notwendigen Ausgaben bleibt eben nur ein Hobbybudget übrig. Und wenn man dann alle Faktoren dieses "Luxus"-Hobbys vergleicht, bleibt als am meisten restriktive Komponente eben i.a. das Geld. Wer sich für 25 Euro mal eben aus Spaß einen alten C64 aus Nostalgie hingestellt und damit vielleicht den Spaß am Sammeln begründet hätte, wird das für 150 Euro dann halt eben NICHT tun - auch wenn er gerne die Zeit und den Platz dafür "geopfert" hätte.


    Soviel zum Thema "Schaden" von weiter oben...


    Falls sich jemand an das Thema Retro-Hardware ran tasten will, dann bemüht er sich doch erstmal um eine Community.

    DAS tun die wenigsten... In vielen Fällen ist der erste Schritt bzw. Anlass zum Retro-Computing entweder Nostalgie aus eigener Erinnerung, die man nochmals aufleben lassen will, oder ein geschenkter, gefundener oder günstig auf dem Flohmarkt erstandener Homecomputer bzw. ein Videospielsystem. Und wer dann mehr will, landet in vielen Fällen fast zwangsläufig auf einer der Seiten aus dem E..y-Imperium, wo sich die Abzocker tummeln. Mit viel Glück kommt dann die Community als nächster Schritt, wenn der Ratsuchende mit seinem Fehlkauf / Schrott-aus-Gold-gemacht-Gerät / "Wertanlage" Hilfe oder Bestätigung sucht - ich möchte nicht wissen, wieviele andere vor diesem Schritt schon aufgegeben und die Investition abgeschrieben haben...


    Und dort findet er dann auch den erschwinglichen Zugang zur Hardware.

    Per Definition findet sich dort aber auch der gleiche Querschnitt an "Anbietern" wie auf dem sog. freien Markt. Vielleicht weniger Abzocker, aber dafür kennt in der Community eben auch jeder seinen eigenen Wert für die von ihm angebotenen Geräte. Und Altruismus ist nicht unbedingt weitverbreitet - weder da noch dort. Zumal sich mancher "Bettler" in der Community später als gleichzeitiger Wiederverkäufer der geschnorrten Geräte zum Premiumpreis an anderer Stelle herausgestellt hat. Ist alles nicht mehr so unbedarft wie am Anfang...


    Ist allerdings der Fokus durch hohe Preise auf klassische Computer gerichtet und

    rückt die Wertigkeit in astronomische Höhen, so haben wir einen Boden für aktuelle Medien um unser Wissen zu pflegen.

    Nur noch abschließend, weil mir die Zeit für weitere epische Texte fehlt: nicht die "Medien" pflegen unser Wissen, sondern WIR. Die kleinen und großen Sammler, die eben nicht nur die Geräte wegen des Wiederverkaufswerts horten, sondern sie komplettieren, reparieren, bewahren und dokumentieren. Die Medien kommentieren nur, und auch nur mit Glück steckt dabei Fachkompetenz dahinter - man denke an reißerischen Schwachsinn álà "Ihr Amiga oder Atari könnte den nächsten Urlaub finanzieren!" bzw. "Haben Sie auch noch einen Computer-Goldschatz auf dem Dachboden?", wo suggeriert wurde, dass jeder beliebige Amiga 500 oder C64 locker mittlere 3-stellige Beträge wert sei...


    So, genug jetzt...


    Grüße aus Frankfurt,

    Ralph.

    ...der nicht bei Abzockern kauft und die reinen Wiederverkaufs-Profiteure in unserem Sammelgebiet hasst wie die Pest...

    Ralph_Ffm hat so über 1.000 Rechner zusammenbekommen.

    Nee, das ist nicht mal ansatzweise richtig... von meinen Sammlungsgeräten ist nur ein recht kleiner Teil vom Wertstoffhof, zumal man im Großraum Frankfurt schon seit vielen Jahren die heilige Inquisition auf den Hals gehetzt bekommt, wenn man auch nur einen schmachtenden Blick in Richtung der E-Schrott-Gitterboxen wirft. Da hilft auch Nachfragen nix, denn genau *diese* Bereiche sind schon länger mit Kameraüberwachung gesichert, und keiner der MA vor Ort möchte seinen Job und Arbeitsplatz dort riskieren, weil er (a) etwas an einen Interessenten herausgibt oder (b) selbst etwas mitnimmt. In unbekannten Abständen wurden hier sogar vom Wertstoffhofbetreiber nach Kameraauswertung Leute angezeigt, die sich an den Gitterboxen bedient hatten - Autokennzeichen war gefilmt, Strafanzeige usw., das wurde sogar in der Zeitung berichtet...


    Ich hatte in den frühen 2000ern mal die Gelegenheit, in einer lokalen Verwertung mit dem Segen der Geschäftsführung einige Dinge aus der Entsorgung gegen kleines Geld auslösen zu dürfen. War schlagartig vorbei, als der Geschäftsführer unerwartet verstarb und der migrationshintergründliche Stellvertreter übernahm. Schade, aber der hat den Laden dann so an die Wand gefahren, dass es diesen Betrieb schon seit vielen Jahren nicht mehr gibt...


    Seitdem bleiben Flohmärkte, private Kontakte und gelegentliche Zufallsfunde und Glücksfälle. Und beim Wegbringen von E-Müll vermeide ich meist einen zu genauen Blick in die entsprechenden Gitterboxen - auch wenn mittlerweile nicht mehr viel historisch Interessantes dort landet, treibt es einem manchmal fast die Tranchen ins Auge, was darin liegt und nicht mehr raus darf... :-(


    Soviel, damit hier nur mal keine "urbanen Mythen" nach Benis Aussage oben entstehen. :fp:::heilig::

    Wollte so nen Mini-Trümmer schon immer haben, aber mir ist noch nicht klar, ob und wie ich den sinnvoll in die Sammlung integrieren kann...

    Kleb einfach vorne nen angebissenen Apfel drauf, dann passt das thematisch doch wieder, nachdem Du ja nur noch Cupertino-Krams sammelst... :ätsch:::vodoo::

    Nochmal zurück kurz zum eigentlichen Thread-Ersteller Peter aka. Kripston : hat einer von Euch in letzter Zeit nochmal was von ihm gehört? Irgendwie scheint einerseits nach dem damals letzten Post von ihm hier im Thread alles versandet zu sein, andererseits wird als letzte Aktivität der Oktober 2018 angezeigt.


    Ich hoffe mal, ihm ist nichts passiert.

    Die Chinesen merken schon das lieber bei einheimischen Händler bestellt wird also geben Sie wohl als Standort einfach irgend eine Adresse in Deutschland an

    Ich hab vor einer Weile mal bei EPay nach einem Preheater für die Heißluftlötstation geschaut, dabei einen vom Typ T-8280 (Hersteller ist eigentlich "Puhui", das Teil wird aber in China wohl eher noname gebaut) ins Auge gefasst und festgestellt, dass auf der Auktionsplattform die Preise zwischen 100 Euro und dem Doppelten variieren - für das gleiche Gerät und die gleiche "Leistung". Anbieter auch der günstigeren Neugeräte waren dabei i.a. chinesische Phantasiefirmen, die angeblich den Sitz in Hamburg haben, und die Geräte sind laut Angebot auch meist "ab Lager Hamburg" lieferbar und verfügbar.


    Was dahintersteckt, hab ich dann durch ein wenig Recherche schnell rausgefunden - ist über Amazon übrigens fast die gleiche Methode. Die meisten Geräte befinden sich keineswegs in Hamburg, sondern kommen fast durchweg direkt aus China bzw. dem asiatischen Raum. Als Kunde vertraut man allerdings oft auf "Lagerung in und Versand aus Hamburg", was auch noch vom angebotenen "Gratisversand" bestätigt zu werden scheint. Mittlerweile scheint auch als Standort für zumindest diese Geräte Tschechien verwendet zu werden, ob die Sachen dann wirklich dorther kommen, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht ist man dort laxer mit den Einfuhrabgaben auf chinesische Produkte als hier, und der Zoll kontrolliert nicht, dann würde sich die Zwischenstation ja lohnen. Denn:


    Im Normalfall lagerten die gekauften Geräte mitnichten in Hamburg, sondern wurden dann direkt aus China an die Käuferadresse geschickt. War teilweise auch zu erkennen, weil der Lieferzeitpunkt der Ebay-Artikel in der Auktion schon mit einem Datum 3 oder 4 Wochen später angegeben wurde. Gewürzt war der Artikeltext dann mit dem Hinweis "International Buyers – Please Note: Import duties, taxes and charges are not included in the item price or shipping charges. These charges are the buyer’s responsibility." Und genau DAS ist dann diversen Leuten auf die Füße gefallen - die günstigen Geräte landeten reihenweise beim Zoll und mussten dort durch Zahlung der Einfuhrabgaben mit einigem Aufwand "freigekauft" werden. Manche gingen dagegen auch ohne Prüfung durch - die haben Glück gehabt.


    Man muss da wohl heute mit fast allem rechnen... :nixwiss:

    wow super klasse!!! funktionieren die etwa alle? Foto wäre toll... :)

    Funktioniert haben sie alle, zumindest bei Erhalt / Einlagerung hier - ich hab die Geräte alle mindestens 15 Jahre. Die Stacys sind unterm Dach, genau wie das eine ST Book, das zweite ST Book ist im Karton im Keller. Ich versuch mal, sie im Chaos hier rauszukriegen und ein Gruppenfoto zu machen.


    Ein paar Kollegen aus dem Forum waren schon bei mir und wissen nach Ansicht meines Kellers und der anderen Stockwerke, warum es manchmal mit Fotos bzw. dem Raussuchen von Geräten ein wenig dauert... ;-)

    Die Karte ist doch gar nicht bzw. fast nicht bestückt ... selbst wenn jemand 5000 Euro (= lächerlich) dafür bezahlen würde, woher bekommt er dann die "Bestückung" ?

    Und selbst wenn derjenige die Chips zur Bestückung bekommt, ist noch lange nicht gesagt, dass das Board irgendeinen Nutzen oder eine Funktionsfähigkeit hat. "Wurde in den 90er Jahren bei Ausräumen des Entwicklungslabor Braunschweig entsorgt [..]" ist dafür nicht gerade ne Garantie. Und der Schwachsinn seitens des Verkäufers, für sowas einen Vergleich mit einem C65 zu ziehen, zeugt nur von der mittlerweile üblichen Geld-Geilheit des Anbieters.


    "Eine tolle Wertanlage wenn man die Preise des c65 sieht... Ultrarar" - genauso wertbeständig und ultrarar wie das "ultraseltene und einzigartige Wurstbrot-Einpackpapier des Commodore-Niederlassungsleiters Braunschweig vom letzten Tag vor Schließung der Werkstore, mit originalen Nutzungsspuren und authentischem Vollkornbrotkrümel (links oben)", das von der fachkundigen Putzgehilfin vor dem unwiderbringlichen Verlust gerettet wurde und sich seither in Sammlerhand befindet... #kruschtel* Wo isses denn nur...?! Aaahja, hier! Oh, ist das nicht ein Butterfleck in Form von Jack Tramiels Gesicht, genau in der Mitte!?!? Platz da, ich muss Ebay öffnen - wen interessiert noch Joseph Beuys oder so ein komisches Tuch mit Jesus' Gesichtsabdruck, wenn er solch eine geschichtliche Ikone erwerben kann!?!?


    /ironisch-zynischer Sarkasmus mit Witzeinstreuungen OFF/ ;-)


    In Zeiten, in denen man jeden Dreck für Gold verkaufen kann, wird auch dieses Teil sein Opf... äääääh, seinen Abnehmer finden.


    Kopfschüttelnde Grüße aus Frankfurt,

    Ralph.

    Hmmm, mal kurz die Excel-Liste von 2006 rauskopiert, ein wenig ergänzt um die Zugänge, die ich parat habe:


    Amstrad GX 4000

    Atari Jaguar

    Atari Lynx

    Atari Lynx II

    Atari VCS 2600 Urversion

    Atari VCS 2600 Holz 4-Schalter

    Atari VCS 2600 schwarz 4-Schalter

    Atari VCS 2600 jr. großer Regenbogen

    Atari VCS 2600 jr. kleiner Regenbogen

    Atari VCS 2600 jr. schwarz

    Atari VCS 7800

    Atari XEGS

    AudioSonic Programmable Video Sys.

    Colecovision (mit allen Erweiterungen und diversen Controller-Arten)

    Commodore C64 GS

    Commodore Amiga CD32

    Commodore Amiga CDTV

    Goldstar 3DO

    Goldstar CDi 750

    Grundig Super Play Computer 4000

    Hanimex TVG 070c

    Interton VC-4000

    ITT Telematch

    Mattel Intellivision

    Mattel Intellivision II

    MB Microvision

    MB Mini-Senso

    MB Senso

    MB Super Senso

    MB Vectrex

    Microsoft XBOX

    Microsoft XBOX 360

    Microsoft XBOX One

    Mr. Altus

    Mustang 9016

    NEC CoreGrafx (PC Engine)

    NEC CoreGrafx 2 (PC Engine)

    NEC TurboGrafx 16 (PC Engine)

    NEC SuperGrafx (PC Engine)

    Nintendo Gameboy Classic

    Nintendo Gameboy Color

    Nintendo Gameboy Pocket

    Nintendo Gameboy Advance SP

    Nintendo Gameboy DS / DSlite

    Nintendo Gameboy 3DS

    Nintendo Gamecube

    Nintendo Famicom (Family Computer)

    Nintendo Nes

    Nintendo Nes (US-Version)

    Nintendo Nes Demo-Unit M82

    Nintendo S-Nes

    Nintendo S-Nes (US-Version)

    Nintendo 64

    Nintendo Virtual Boy

    Nintendo Wide Boy

    Nintendo Wii

    Nintendo Wii U

    Nordmende Teleplay

    Palladium Tele-Cassetten-Game

    Panasonic FZ-1 3DO

    Panasonic FZ-10 3DO

    Philips G 7000

    Philips G 7400

    Philips CD-i 210

    Philips CD-i 220

    Philips CD-i 450

    Philips CD-i 470

    Philips CD-i 660/00

    Saba Videoplay Model Fairchild

    Saba Videoplay 2

    Sanyo Famicom Video Titler

    Schmidt TVG-2000

    Sega Dreamcast

    Sega Gamegear

    Sega Genesis

    Sega Master System

    Sega Master System 2

    Sega Megadrive

    Sega Megadrive 2

    Sega Mega CD

    Sega Mega CD 2

    Sega 32X

    Sega Saturn

    SHG Blackpoint

    SNK NeoGeo AES

    SNK NeoGeo CD

    SNK NeoGeo Pocket

    SNK NeoGeo Pocket Color

    Sony Playstation

    Sony Playstation 2

    Sony Playstation 3

    Sony Playstation 4

    Sony PSone

    Sony PSP

    Soundic Programmable Console

    Tchibo Tele-Fever


    Pongs

    Atari Hockey Pong

    Atari Stunt Cycle SC#450

    Bildschirmspiel #01 (DDR)

    Interton VC 3000 mit Lichtgewehr

    Körting Telematch

    Philips Odyssey 2001

    Philips ES 2201

    Spectrum

    Universum Multispiel 4106

    + noch einige weitere Pongs


    2 Stand-Videospielautomaten (28" Bildschirm, drehbar)

    ca. 325 Automaten-Platinen

    SNK NeoGeo MVS mit Modulen


    plus Handhelds, Game&Watch, usw.


    Grüße aus dem Sammlungswirrwarr,

    Ralph.

    Ist bei Elaay und 1ST1 die gleiche Auktion, die verlinkt ist... schon spannend, wie man damals "tragbare" Computer gebastelt hat... ;-)


    Als Kuriosität sicher spannend und auch nett, aber sammelwürdig finde ich das nur in engen Grenzen. Da hat jemand / ein Unternehmen die Teile und Zubehöre eines Apple II Systems geschlachtet und zusammen in einen Koffer gedübelt - Apple selbst wohl eher nicht... Die Chips, die da vollmundig mit "1978" angegeben werden, sind (zumindest auf den Fotos) bei den ROMs nur das *Copyright* - die Datecodes der Romchips sind dagegen von 1981, die restlichen erkennbaren Chips haben Datecodes von 1981 bis 1983. Insofern ist das Gerät definitiv keine "frühe" Maschine. Vielleicht eher ein Bastelteil für einen fliegenden Handelsvertreter o.ä.


    Trotzdem spannend, aus meiner persönlichen Sicht aber jetzt schon am Rande einer sinnvollen Bepreisung. DAS mag aber jeder für sich selbst evaluieren...


    Grüße aus Frankfurt,

    Ralph.

    Der originale Thread von rfka01 hat ja gerade erst seinen 1. Geburtstag gefeiert, ob der noch aktuell ist, weiß ich nicht. Die Bilder von damals waren jedenfalls relativ "unauffällig", was die Kondensatoren angeht. Heißt aber, wie Peter sagt, eher nix, ich hatte bei nem Netzteil eines Dynacord ADS-Samplers fast den gleichen Zustand - rhythmisches Pulsen eines Britzel-Sounds, zusammenbrechende Spannung, Gerät lief nicht an. Das waren die (optisch alle noch gut aussehenden) Kondensatoren, seit Austausch des kompletten Satzes läuft der Musiksampler wieder wie ne Eins...


    NIXDAS Wenn der Rechner noch läuft, schließe ich mal den üblichen Netzfilter-Kondensator mit Sicherheit aus. Erstens hätte der übel "geduftet", und zweitens legt dieser Kondensator i.a. dann auch das Netzteil lahm, wenn er geflogen ist. Am besten nimmst Du den Rechner mal richtig auseinander - nicht, dass auf einer der anderen Komponenten was geflogen ist, was man auf den ersten Blick nicht mitbekommt... (Bildschirm, Laufwerke, Hauptplatine etc.). Nach nem Knall sollte jedenfalls doch eine sichtbare Bauteilveränderung irgendwo im Gerät wahrzunehmen sein. Und bevor ich die nicht gefunden hab, würde *ich* den Portable III erstmal lieber nicht mehr einschalten...

    Der erzielte Preis ist doch für diese 'Sammlung' völlig unrealistisch.

    Da stimme ich Toast_r komplett zu - in dieser ganzen Zusammenstellung sehe ich nicht ein einziges Teil, das nicht unter der Rubrik "Massenware" läuft. Dazu alles mehr oder weniger ungetestet, fehlende Tasten, fehlende Monitorklappen - da scheint jemand aus einem Entsorgungsbetrieb über Jahre immer mal wieder eines der Geräte "gerettet" zu haben, hat es in den Keller gestellt und.. schlicht "nix" damit gemacht. Wäre es das Wort "Sammlung" wert, dann hätte sich der Verkäufer mit den Sachen beschäftigt, sie gereinigt, getestet und ggf. komplettiert.


    Lauthals lachen musste ich dann beim Auktionstitel: "Riesige Commodore C64 C65 C128 VC16 Amiga Laufwerke Monitore Zubehör Sammlung". Leider ist mir das Detailfoto des in der Überschrift angepriesenen "C65" entgangen - wahrscheinlich liegt der unter dem "VC16", der anscheinend von einer stylischen Rauchglasabdeckung im Vordergrund verdeckt wird. Oder der Verkäufer hat die Vitrine samt Sicherheitsbeamten nicht ablichten dürfen, in der sein C65 steht, weil besagter Bewacher Angst hatte, mit dem Gerät zusammen als Bundle verkauft zu werden. Aber wahrscheinlich ist nur in der *Überschrift* die Wortstellung versehentlich falsch - es sollte "C65-Zubehör" heißen, und das ist der *tadaaaaa* (Fanfarentusch!) Competition Pro Joystick, den man halt auch an einem C65 anflanschen kann... Hurra, damit sind also die >7000 Euro Auktionspreis gerechtfertigt und endlich verständlich! Sowas Seltenes aber auch... ;-)


    Schaut man sich den mal den zweithöchsten Bieter an, der hier den Preis erheblich gepusht hat, wird das Grinsen noch breiter. 4 Bewertungen hat er, hat laut Details in den letzten 30 Tagen auf etwa 20 verschiedene Folienschweißgeräte-Auktionen eines immer identischen Anbieters geboten ;-) , und beim "Sammlungs-" Verkäufer hat er noch eine zweite Auktion beboten - in der Rubrik "Staubsauger"... Ich bin mir sicher, dieser Bieter wollte eine völlig neue Kombination von Geräten in einer Techniksammlung erstellen, nachdem ja letztens erst Zeitschaltuhren und Heizungsthermostate die Adelung als "sammelwürdige Computertechnik" erfahren hatten... :ätsch:


    So, ich muss mal schnell in den Keller jetzt und 20 meiner Amiga 500 zu einem fotografierbaren Berg zusammenschieben - ich brauch noch ein neues Auto...


    Lachend, mit ironischen Grüßen aus Frankfurt,

    Ralph.

    Da ist eine fette Sammlung zu haben

    Hmmm, in mir sträubt sich einiges, eine solch uninspirierte ANsammlung von Altelektronik jeglicher Couleur ernsthaft als "Sammlung" zu bezeichnen. Ich sehe da überhaupt keinen "roten Faden" oder zumindest irgendein System hinter der Menge der aufgelisteten Geräte. Da hat eher jemand seine eigene "Lebensgeschichte elektronischer Geräte" im Keller aufgehoben, vielleicht noch das eine oder andere Teil aus dem Bekanntenkreis ungefragt dazugestellt bekommen ;-) , und nun soll es für einen stattlichen Betrag in neue Hände gehen. Wie wenig tief die sammlerische Ahnung geht, erschließt sich da schon aus dem Kommentar zum VC-20: "meist gekaufter Heimcomputer" - ja nee, is klar... Heizungsthermostat und programmierbare Zeitschaltsteckdose gehören auch in jede Computersammlung, schließlich ist da auch IC-Logik drin, auch klar... ich plädiere auch für die Sammlungsaufnahme eines Doppelkekses mit Kakaofüllung - den kann man als Veranschaulichung neuzeitlicher Lagen-Technik bei Chip- und Mainboardproduktion verwenden, und die Randrifflung erinnert an SMD-Beinchen... und der schmeckt auch noch lecker!! ::heilig:::grübel::tüdeldü:


    Natürlich ist in Zeiten, in denen bereits ein C64 mit Floppy, Joystick und 20 Spielen als "riesige Commodore-Sammlung" annonciert wird, ein solches Elektronik-Konvolut wie in der Auktion deutlich eher als ebendies an den Worten "riesig" und "...Sammlung" dran. Vielleicht sind die geforderten 620 Euro Startpreis (!!) ja sogar erzielbar, wenn der Anbieter die wenigen "interessanteren" Stücke in dem Haufen an jeweilige Spezialsammler verkaufen könnte. Ich bin mal gespannt, ob der Kram am Ende gekauft wird...


    Nevertheless - angesichts der Aussage "...recht komplette Überblick der Computerentwicklung der letzten 80 Jahre..." im Auktionstext und " seit 60 Jahren selbst genutzt und zusammengetragen" war ich ein wenig enttäuscht, wie wenig Substanz da enthalten ist - 2018 minus 80 = 1938 - wo ist der Zuse Z1?


    Naja, immerhin noch besser so, als wenn die Sachen auf dem Schrottplatz landen. Und wer zuviel Geld hat, schlägt zu... ;-)


    Ironische Grüße aus Frankfurt,

    Ralph.

    Aufwändiges Teil. Was ist das für ein Schloss auf der Platine und wo ist der 6502?

    Moin Detlef,

    die Antworten auf Deine Fragen stehen alle im Auktionstext:

    - Unter der Abdeckung mit dem Schloss sind tatsächlich Schalter, mit denen man bestimmte Fehlersituationen aktivieren kann. Macht Sinn bei einem Gerät, dass den Schülern das Computer-Troubleshooting nahebringen soll.

    - Hinter dem Netzteil-Kühlkörper ist laut Beschreibung ein Kartenkäfig, in dem sich der Prozessor und die I/O-Karten befinden (sollen).


    Klingt einigermaßen spannend, aber ohne Doku und bei 30 Pfund Gewicht in jeglicher Hinsicht ein ziemlich herausfordernder Brocken... ;-)


    Grüße,

    Ralph.

    stecdose : Vorab - ich kann Deine Motivation gut nachempfinden, aus der heraus Du diesen Beitrag geschrieben hast. Mir geht immer noch regelmäßig der Hut hoch, wenn Leute (offensichtlich) ohne Fachwissen in Kleinanzeigen, Auktionen oder auch auf dem Flohmarkt mal entfernt das Wort "Retro" gehört haben und nun ernsthaft der Meinung sind, dass ihr ranziger Amiga 500 oder C64 eine "Rarität" sondergleichen ist, den man als Sammler mit mindestens 150 bis 200 Euronen abzugelten habe - wobei dem auch fehlende "Kleinigkeiten" wie Netzteile, Tasten, Zubehör und Handbücher, großzügige Bastel- und Lackierarbeiten am Gehäuse, Korrosionsspuren und Schimmelbefall bis hin zu einem Viertelpfund Erdaushub im Gehäuseinneren keinen Abbruch tun... Den missionarischen Eifer, hier auf die Schlagworte "Massenware", "Zustand" oder "Marktwert" hinzuweisen, habe ich lange schon zugunsten lachendem Abwinkens aufgegeben - Goldgräber belehrt man nicht, Goldgräber bekehrt man nicht...


    Bin ich jetzt ein Sozialist oder habe ich nur die Marktwirtschaft nicht verstanden?

    Ersteres beurteile ich nicht, zumal an dem Konstrukt des Sozialismus mehr gescheitert ist als erfolgreich umgesetzt wurde. ;-) Letzteres könnte allerdings in Ansätzen passiert sein -

    Die Kunden sollen bezahlen was sie wollen, die Verkäufer verlangen was sie wollen.

    Der zweite Teil stimmt - der Verkäufer als Eigentümer hat die Verfügungsgewalt über sein Eigentum, und er darf frei entscheiden, wie, wo, wem, zu welchem Preis und ob er es jemandem anbietet und letztlich auch verkauft. Der Kunde kann dagegen ein Angebot nur annehmen, ablehnen oder evtl. noch einen Gegenvorschlag machen, den der Verkäufer annehmen KANN oder auch nicht.

    Wert ist immer das, was die Kunden bereit sind, zu zahlen.

    Das Konzept stimmt grundsätzlich, hilft aber keinem was. Denn auf weltweiten Plattformen wie der bekannten Auktionswüste finden sich meist genug Leute, die einen Preis oberhalb Deiner / meiner / des Anbieters VB noch "angemessen" / "günstig" / "okay" finden oder genau *dieses* Gerät unbedingt haben wollen oder dringend brauchen, whatever. Bevor der Verkäufer also nach Monaten verzweifelt den Preis senkt, ist das Teil wahrscheinlich schon verkauft. Oder mit einer auf E..y passenden Weisheit gesagt: Jeden Tag stehen auf der Welt genug Trottel mit zuviel Geld und zuwenig Hirn auf.

    Ich finde das ehrlich gesagt ganz schön frech, 200 Artikel einzustellen - als Händler - und solange zu warten bis alle überteuert verkauft wurden.

    Marktwirtschaft, beliebiges Semester: Wenn es sich verkauft, war der Preis *für die Käufer* wohl okay. Siehe Dein eigenes Zitat zur "Kunden-Zahlungsbereitschaft" oben...

    Ein funktionierender 0815 386er für 50€ mag OK sein, aber nicht wenn der am Montag sonst zum Schrott geht.

    Geile Argumentation. Wenn der Verkäufer aber nunmal keinem rationalen Denkschema folgt, sondern Fan von schwarz-weiß ist, dann kannst Du ihm entweder die geforderten 50€ bezahlen oder auf dem Weg zum Wertstoffhof nachwinken. Zumal solche Ankündigungen meist leere Drohungen sind. Trotzdem hab ich erst vor kurzem wieder erleben dürfen, wie ein (aus meiner Sicht völlig überteuerter) Apple IIe bei einem Haushaltsauflöser aufgrund einer zwangsweisen Lagerräumung mit vielem anderen zusammen in den Schrott gewandert ist, weil der Typ bis zuletzt am Phantasiepreis kleben blieb...


    Um die Sache mal abzukürzen, bevor ich noch mehr zitiere: wenn wir uns über jeden Schwachkopf mit (individuell als solche empfundenen) Phantasie- oder Wucherpreisen aufregen, geben wir ein Vermögen für Beruhigungspillen aus. Also drüber lachen, den Kopf schütteln, weitergehen und ruhig atmen. Wie Du selbst schreibst - es gibt solche NWK auch deutlich günstiger, auch wenn man nach dem Wunschmodell ggf. ne Weile suchen oder sich revidieren muss. Dann kauf einfach woanders. Oder hier im Forum, denn hier sind fast nur "richtige" Sammler, die noch "normal" sind. Und man hilft sich.


    Und jetzt lass uns ein paar frische Nadeln in die Wucherverkäufer-Voodoopuppe stecken und das Modewort "RETRO" rituell im Garten verbrennen. Irgendwas Gutes muss der Abend ja haben... ::vodoo::


    Leicht ironische Grüße aus Frankfurt,

    Ralph.

    Das war wahrscheinlich entweder der Verkäufer selbst, der da bietet, oder es hätte auch das alte Spiel mit der Gebotsrücknahme kurz vor Auktionsende sein können, wo dann der vorherige Endgebotsbetrag (den vorher niemand wegen des schwachsinnigen 500-Euro-Gebots überboten hatte) wohl plötzlich wieder aktuell wird...


    Vielleicht aber auch die Ermittlungsbehörden, die hier den Sack voller Raubkopien abgreifen und damit gleichzeitig auch den Verkaufstatbestand dokumentieren wollten... ;-)

    ich habe hier eine Sparc IPC abzugeben.

    Ich habe sie angestellt, es zuckt nur kurz der Ventilator. Sonst passiert nichts mehr, sollte aber eigentlich nichts ernsthaftes sein.

    Das Fehlerbild weist auf das übliche Problem mit den eingebauten Netzteilen hin. Die Kondensatoren in den IPC-Netzteilen neigen interessanterweise desöfteren nicht nur zum Versagen, sondern sogar zum Auslaufen, und zwar in 2 Richtungen - da das Netzteil quasi kopfüber im Gehäuse sitzt, suppen die Kondensatoren (vor allem in der Nähe des Lüfters) sowohl gerne nach "oben" (also Richtung der Netzteil-Platine, an einem feuchten Belag auf der Platinenoberfläche erkennbar) als auch nach "unten" (Richtung Netzteilabschirmung / -deckel und darunterliegendes Mainboard der IPC). Das gibt dann nette Elektrolyt-Flecken auf dem Netzteilgehäuse und kann bis aufs Mainboard tropfen...


    Hier scheint zumindest Letzteres zum Glück nicht passiert zu sein, auf jeden Fall sollte man aber das Netzteil öffnen, die Platine auf Elektrolyt-Seen prüfen, ggf. entfernen und dazu die Elkos tauschen (LowESR-Typen mit 105° nehmen!). Danach sollte die Station wieder rennen...


    Grüße aus Frankfurt,

    Ralph.

    Die Bildaufnahme Funktion meines alten Handys funktioniert leider nicht mehr (Hintergrund)

    Und ich dachte, Du hättest das alte Handy nur als Stromversorgung im Hintergrund genutzt, um den LC80 mal mit den vom Handy generierten 480 Volt Drehstrom zu versorgen... :grübel:8-);)

    Aus dem Auktionstext:

    "Er kann gerne besichtigt, geprüft und auch abgeholt werden.

    Optisch sieht er noch super aus."


    Mich würde mal interessieren, wie diese angegebene "Prüfung" durch einen Interessenten dann aussieht, wenn sie der Verkäufer nicht auch selbst ausführen könnte. ;-)


    Die Chancen stehen bei Anschluss des korrekten Stromkabels bei den MZ80K nicht schlecht, dass sich dann der übliche Netzfilter-Folienkondensator im Netzteil mit dem allseits bekannten und beliebten stinkenden Rauchwölkchen und einem mehr oder minder lauten *Plopp* bis hin zu *Peng* verabschiedet. Falls er das nicht schon gemacht hat, weswegen das (Standard-) Netzkabel evtl. vor dem Auktionserstellen auf mirakulöse Art und Weise "verschwunden" ist...


    Da würde ich gerne mal das Gesicht des Anbieters sehen, wenn man VOR einem Kauf bei dem aufschlägt und genau Obiges passiert... :tüdeldü:

    Und die anderen Carts, die an gleicher Stelle verbuddelt wurden, sind demnach also auch alle schlecht?

    Nö, hat auch keiner behauptet. E.T. ist halt nur das Zugpferd in der Berichterstattung, nachdem Atari seinerzeit in Erwartung eines filminduzierten Hypes eine Unmenge der Cartridges hat vorproduzieren lassen. Da gehen alle anderen evtl. mitversenkten Spiele unter.



    ET ist ja nicht als einziges vergraben worden, sondern war nur ein Spiel unter vielen. Der Grund war auch nicht die Qualität des Spiels, sondern eher der Zusammenbruch der ganzen Branche.

    Mit Letzterem hast Du natürlich zusätzlich recht, denn neben der grottigen Umsetzung kam das Spiel auch noch zeitlich passend zum großen Videospiel-Crash. Da war es eine fatale Entscheidung seitens Atari, mit bloßem Gottvertrauen auf die Zugkraft des Films eine Masse an Cartridges zu produzieren. Kann man natürlich wiederum mit früheren Erfahrungen erklären, als man teilweise Sachen ankündigte, die man dann nicht in ausreichender Menge zeitnah produziert hatte, was auch wieder Kunden vergrätzt.


    Schön jedenfalls, dass Parser Spaß an dem Modul hat! Nur das zählt hier.