Posts by Postfix

    Hallo Bär,


    einen schönen Pocket/Portable Computer hast Du Dir da angeschafft! Ich versuche seit einigen Wochen auch vergebens, Programme von einem Stapel recht alter Kassetten wieder einzulesen. Bisher leider mit sehr mäßigem Erfolg. Immerhin die Header der Dateien lassen sich auswerten, aber der Rest ist voller Lesefehler. Aber ich schweife vom Thema ab ...


    Auf der Seite silicium.org gibt es reichlich Beiträge zum Canon X-07. Das hast Du wahrscheinlich schon recherchiert. Falls Du dort noch nicht Forummitglied bist und posten möchtest, stelle Dich nach der Anmeldung bitte zuerst in der Rubrik "Présentation" vor. Sonst wird der (ansonsten superfreundliche) Mod ein wenig sauer. Zur Übertragung von Programmen zwischen dem X-07 und einem PC stellt Marcus von Cube auf seiner Site die CASsette IO Utilities zur Verfügung. Die sind zwar in erster Linie für Casio Pockets entworfen, funktionieren aber auch bei einer Reihe anderer Fabrikate.


    Viel Erfolg, und vor allem viel Spaß mit dem kleinen Rechenkasten!

    Helmut Aigner: Spiel und Spaß mit Taschenrechnern

    Texas Instruments TI-58/TI-59


    Erschienen im Oldenbourg-Verlag, 1980.


    Das Buch umfasst eine Sammlung von 30 Spielen, zugeschnitten auf die Modelle TI-58 und TI-59 von Texas Instruments. Allerdings handelt es sich nicht um Spielideen, wie man sie für tastenprogrammierbare Taschenrechner gewöhnt ist. Vielmehr wurden die Spiele ursprünglich für BASIC-Homecomputer entwickelt. Der Großteil wurde der ersten richtigen Spielesammlung für Basic-Rechner entnommen, dem Buch "Basic Computer Games, Microcomputer Edition" (Creative Computing Press, 1978), und vom Autor einfach auf die Möglichkeiten der TI-Rechner angepasst. Das erklärt auch, warum ganze 22 der 30 Spiele einen Drucker, entweder den PC-100A oder den PC-100C, benötigen: Er dient der Ausgabe alphanumerischer Mitteilungen, die in Basic-Programmen nun mal das A und O sind. Zum Inhalt schaut Euch bitte einfach das zweite Foto an.






    Gruß an alle Retro-Freunde, wenn auch die Gedanken zur Zeit woanders sind.

    Thorsten

    Zur Zeit erstelle ich eine Programmsammlung für einen RPN-Rechner, erweitert um ein paar Tips und Tricks. Dabei fiel mir auf, daß mein Quellenverzeichnis trotz der Fülle an verfügbaren Publikationen doch recht überschaubar bleibt und mir beim Schreiben immer wieder das gleiche Dutzend älterer Veröffentlichungen in die Hände fällt. Eine davon möchte ich heute vorstellen und den Hobby-RPN-Programmierern unter Euch ans Herz legen.



    Richard Eckert:


    Die Programmierbaren von HP


    mit über 98 Beispielen und 62 Programmen. 204 S. München, Wien: Oldenbourg, 1979.

    ISBN 3-486-23491-9



    Aus dem Inhalt:


    1 Das Arbeiten mit programmierbaren Rechnern

    2 Das Erstellen von Geradeausprogrammen

    3 Unterprogramme

    4 Programmverzweigungen

    5 Programmschleifen

    6 Indirekte Adressierung

    7 Rechenzeiten

    8 Weitere Informationsmöglichkeiten

    9 Programmschrittlisten



    Eingesetzte Rechner:


    HP 25

    HP 65

    HP 67 / 97



    Kurzbeschreibung


    "Programmierbare Taschenrechner sind ein ausgezeichnetes Werkzeug, mit dem sich auch komplexe Rechnungen überraschend einfach lösen lassen. Das Buch wendet sich nun an alle diejenigen, die über einen programmierbaren Taschenrechner verfügen, aber trotzdem Studium des jeweiligen Bedienungshandbuches die praktische Anwendung weiterhin schwierig finden. Hier soll zum sicheren Bedienen sowie zum einfachen übersichtlichen Programmieren dieser Rechner Hilfestellung gegeben werden. Am Beipiel des HP 25 (ohne Magnetkarte) und des HP 67 (mit Karte) wird einfaches und sicheres Programmieren erläutert." (Klappentext)


    In Jürgen Kellers HP-Taschenrechner-Blog Calculator Nostalgia (lesenswert!) wird eine erweiterte Ausgabe von 1980 beschrieben. Dort schließt der Klappentext so:

    "Mit dem Schwerpunkt auf dem HP 67 und 97 werden der HP 25 (für die Rechner HP 33 bis 38) sowie – in einem eigenen Kapitel – der HP-41 C besprochen. Mit einer Vielzahl ausführlicher Programmbeispiele lernt der Anwender schrittweise einfaches und sicheres Programmieren."




    Pro:


    • Anschauliche Erklärung des Rechenstapels
    • Leicht verständliche Einführung in die RPN-Programmierung
    • Übersichtliche Stapeldiagramme und Programmschrittlisten
    • Viele Rechenbeispiele v.a. aus der technischen Praxis
    • Schrittweise anspruchsvollere Programmbeispiele, auch Spiele
    • Einfach portierbarer Programmcode



    Contra:


    • Unübersichtlicher, auf Dauer ermüdender Textsatz
    • Knappes Sachregister, das dem Leser nicht wirklich weiterhilft



    Wie immer bei diesen antiquarischen Nischentiteln bedarf es bei der Beschaffung einiges an Geduld oder eben eine Portion Glück. Mein Exemplar fand ich 2018 nach längerer Suche bei amazon für knapp 20 Euro. Eine freie, legale PDF-Quelle ist mir nicht bekannt.


    LG,

    Thorsten



    Im Video fand ich die Langlebigkeit von Fortran beeindruckend. Immerhin startet es 1965 von der Pole Position und hält sich bis 1998 in den Top Ten. Vor 1965 war es aber schon einige Jahre die Nummer 1. In dem Punkt wird die Sprache nur von C ausgestochen.


    Auf Großrechnern und Vektorrechnern hätte diese Rangliste sicher anders ausgesehen. Da gab es meines Wissens nach um 1990 nicht viele Alternativen zu Fortran. Jedenfalls waren die großen, bekannten FEM-Pakete in dieser Sprache realisiert, wegen ihrer numerischen Programmbibliotheken. Beruflich konnte ich Fortran für Strömungssimulationen auch lange Zeit auf einer Workstation nutzen, zuletzt noch 2005. Anders als Forth oder Pascal, verlernt man Fortran wohl nicht so leicht. Vielleicht ein weiterer Grund für seine langwährende Beliebheit.

    Die Eingangsfrage hat mich auch schon umgetrieben. Ganz nüchtern betrachtet ist die Beschäftigung mit alter Rechnertechnik und deren Erhaltung wohl am besten der Technikgeschichte zuzurechnen: also Rechnertechnikgeschichte. Ein sperriger Begriff; kein Wunder, daß ihn kaum jemand verwendet. Beim Lesen stößt man meist auf den etwas schwammigen englischen Begriff Retrocomputing. Der passt, wenn man dem Suffix retro- großzügig die Bedeutung "historisch" einräumt. "Klassische Rechnertechnik" gefiele mir ehrlich gesagt besser, wäre jedenfalls präziser. Aber wahrscheinlich geht es den Akteuren gar nicht um Präzision, denn das Hobby läßt sich nur schwer abgrenzen zum Retrogaming und zur Maker-Bewegung.


    Apropos: In einer früheren Version des Wiki-Artikels zum Retrocomputing wurde auch der VzEKC noch als eine der Organisationen aufgeführt, die sich im deutschsprachigen Raum mit dem Thema befassen. In der aktuellen Version wird dieser Kreis stark verkleinert dargestellt; etwa aus falsch verstandenem Konkurrenzdenken?

    Mit einem Jupiter Ace kann ich nicht aufwarten, dafür aber mit einem kleinen Wikireader. Dessen Firmware ist mit einem Forth-Interpreter ausgestattet. Die Reader-Software selbst ist in C geschrieben. Das (eher unzulängliche) Taschenrechnerprogramm in Forth. Es eignet sich vor allem als Muster für eigene Anwendungen, die die Touchfunktion des Readers nutzen sollen. Die Programme schreibt man am in einem Emulator und speichert sie anschließend auf die SD-Karte des Readers. Außer einer Graphikdemo habe ich bislang noch nichts mit dem Gerät angestellt. Hatte Forth in der Schulzeit vor fast 40 Jahren kennengelernt, aber leider nie etwas Vernünftiges damit begonnen.

    Eigentlich wollte ich dieses Jahr nichts mehr kaufen, aber dann hat dieser Casio FX-850P doch irgendwelche Anziehungskräfte spielen lassen...

    Neue Batterien eingelegt, Reset (einschalten, Reset-Taster auf Rückseite, Reset-Taster auf Vorderseite), läuft. Wird wohl ein Weihnachtsgeschenk für meinen Neffen.


    Die britische Regierung plant derzeit, die Verwendung des englischen Einheitensystems, das zuletzt während der Mitgliedschaft in der EU nur noch zum Teil und übergangsweise genutzt wurde, wieder in vollem Umfang zu ermöglichen. Die Diskussionen dazu ist im UK in vollem Gange und offenbart so manchen Schatz besten britischen Humors. Well done, Boris! :thumbup:


    Ich erwarte im UK keine grundlegende Abkehr vom SI, allenfalls häufigere, recht umständliche Umrechnungen von Einheiten, die kaum noch jemand beherrscht. Vielleicht werden demnächst mehr Conversion-Apps auf britischen Smartphones installiert und das Bier wird in Pubs evtl. wieder in Gläsern mit Kronen-Stempel statt Volumenangabe ausgeschenkt. Schlimmstenfalls kehren im Bauwesen und in den Lehrplänen der Mittelschulen sogar die oben beschriebenen gemischten Längeneinheiten zurück. Und der eine oder andere Rechnersammler wird zum Spaß sogar so ein Programm wie oben auf einen alten Taschenrechner oder Taschencomputer portieren. Vintage-Einheiten auf Vintage-Hardware. ;)


    Meiner Meinung nach wird es aber eher ein kurzer Gastauftritt von mittelalterlichen Einheiten, die kaum aus ihrem modrigen Grab entstiegen, zusammen mit den unerschrockenen Verfechtern des Empire wieder ins selbige hinabsteigen...


    Eine Übersicht der aktuellen Pressemeldungen (in englischer Sprache)

    Dito. LR44 funktioniert auch bei mir problemlos. Ob das für alle Exemplare gilt, ist natürlich die Frage.


    Zur vorsicht führe ich in einem PDA (macht mehr Spaß) eine Batterienliste. Das erspart das Anbringen eines Aufklebers am Gerät. Einmal im Jahr (zu Weihnachten) werden alle Knopfzellen, die schon ihr zweites jahr in einem Gerät verbracht haben, herausgenommen. Meist landet das Gerät dann erst mal ohne Batteriensatz in einer Kiste. Dafür wird ein anderes aus der Kiste in die Schublade der betriebsbereiten Geräte aufgenommen (Rotationsprinzip [soll absolut keine Wahlwerbung oder -empfehlung darstellen... ] ).

    Modulo-Operation für den Casio fx-3600P


    Die Modulo-Operation, oft auch als "5. Grundrechenart" bezeichnet, gibt den Rest der ganzzahligen Division wieder. Sie dürfte die am häufigsten auf programmierbaren Taschenrechnern nachgebildete Funktion sein.


    Ein Beispiel:


    7/3 = 2 R: 1 => 7 mod 3 = 1


    Und daraus allgemein:

    a/b = INT(a/b) + (a mod b)/b => a mod b = a - b×INT(a/b)


    Dem Casio fx-3600P fehlt die Funktion INT zur Abtrennung des Nachkommateils. Man kann aber stattdessen den Quotienten a/b erst um 0,5 verringern und dann in Einstellung FIX 0 die Nachkommastellen durch Rundung mit RND entfernen. Trotz dieser umständlichen Prozedur belegt der Code nur 15 Programmschritte, was v.a. der in diesem ansonsten so beschränkten Modell verfügbaren Speicherarithmetik zu verdanken ist.



    Code:


    (Mode 0, INV PCL, 1, P1)




    Eingabe:

    P1 a RUN b RUN


    Ausgabe:

    a mod b





    Seid restlos gegrüßt!
    Thorsten

    Wenn es auf guten Grafikausdruck ankommt, schadet es wohl nicht, Geräte in die engere Wahl zunehmen, die die Druckersprache ESC/P2 beherrschen. Sie lassen sich meist mit dem standardmäßig vorhandenen Druckertreiber "Epson 24pin" ansteuern.


    Ältere Drucker, die in Arztpraxen und bei Handwerkerbetrieben im Einsatz waren, findet man leicht, z.B. die Modellreihe EPSON LQ-570+. Davon wurden viele verkauft, teilweise mit Erweiterung für Einzelblatteinzug. Da die ursprünglichen Anwender aber problemlos auf moderne Nadeldrucker mit USB-Anschluss umsteigen können, werden solche älteren Modelle immer wieder mal günstig in Kleinanzeigen angeboten. Oder einfach verschrottet ... :(

    Postfix : Ganz trivial: Hast Du mal nach Glassicherungen geschaut?

    Danke, die ist in Ordnung. :thumbup:


    Spannungen am Ausgang des Netzteils: Statt +35V im eingeschalteten Zustand nur 2,7V. Die zweite Stufe mit nom. +5V wird nicht versorgt. Das Service-Handbuch meint nur: "Replace the BOARD ASSY., POWER SUPPLY." Wohl eine Sackgasse...

    Danke Euch beiden! :thumbup:


    tofro

    Der Drucker reagiert auf nichts. Am Kabel liegt es nicht. Deshalb der Verdacht Richtung Netzteil. Bin halt nur am überlegen, ob sich der Aufwand lohnt. Durch den Transport kann ja noch einiges andere beschädigt sein, was man ohne elektrische Funktion nicht auf Anhieb erkennt.


    fanhistorie

    Klasse Info!

    Die Frontblende mit dem PNL Board, das in Deinem ersten Bild zu sehen ist, hatte ich gestern abend schon ausgebaut, da es das einzige Bauteil ist, an das man kommt, ohne den Drucker auseinanderzunehmen. Der 3polige EIN/AUS-Schalter auf der Leiterplatte gibt wechselnd Durchgang, sollte also in Ordnung sein. Heute abend schaue ich mal nach dem Netzteil. Vielleicht liegt es an den Kondensatoren.


    Diesen 24-Nadler Epson LQ 570 wollte ich früher mal haben, konnte nun auf Ebay einfach nicht widerstehen...

    Das Gerät kam per DHL, bestens verpackt und ohne erkennbare Schäden, doch ... es verweigert beharrlich den Dienst. :(

    Fehlersuche am Netzteil traue ich mir noch zu, mehr aber nicht. Ob sich das Öffnen überhaupt lohnt?

    Franky


    Dein Preis, ein programmierbarer HP35s, geht noch heute auf die Reise. Es freut mich, daß der Wettbewerb Dir und den anderen Spaß gemacht hat.

    :)



    Frage an alle:


    Besteht Interesse an einer Fortsetzung? Dann vielleicht mit mehr Vorbereitungszeit und vielleicht auch einem vorgegebenem Thema? Dann müssten die Teilnehmer nicht erst lange nach einem eigenen Thema suchen und die eingereichten Programme wären besser miteinander vergleichbar. Wie seht Ihr das?


    Besten Gruß
    Thorsten

    Abstimmung zum 1. CC-Taschenrechner-Programmierwettbewerb


    Soeben ist der 1. CC-Taschenrechner-Programmierwettbewerb zu Ende gegangen.


    Dem Thema "programmierbare Taschenrechner" widmet sich das Forum erst seit kurzem. Ich hoffe, daß dieser kleine Wettbewerb dazu beigetragen hat, das Thema den Mitgliedern des Vereins bzw. des Forums ein wenig schmackhafter zu machen. Das wäre jedenfalls ein schöner Nebeneffekt.


    Mir haben alle eingereichten Programme sehr gefallen. Sie zeigen, was man früher so alles mit den kleinen Kisten angestellt hat - als es noch keine Homecomputer oder PCs gab oder für die meisten doch unerschwinglich waren.


    Wenn es Euch auch Spaß gemacht hat, stimmt bitte bei dieser Umfrage ab. Sie endet Montag 21.06. um 18 Uhr.


    Hier nochmal die eingereichten Programme:


    1. TI 59 - Mandelbrot (funkenzupfer)
    2. [TI-66] Hi-Lo Zahlenratespiel (chip)
    3. [Commodore PR100] Division mit beliebig vielen Nachkommastellen (Antikythera)
    4. 3D Anaglyphen mit Casio FX602P berechnen (Franky)
    5. HP42s Programm: Verdampfungstemperatur von Kältemitteln (edrive)



    Euch allen Danke für Euer Interesse!


    Den Mods und den Teilnehmern des Wettbewerbs einen extra großen Dank für Ihren Einfallsreichtum und Ihre Mühe! :danke:


    Viele Grüße!
    Thorsten

    Tolles Anwendungsbeispiel! :thumbup:


    Und dazu eine Portierung eines SPS-Programms. Für mich ein Novum.


    Bei dieser Aufgabe kann der HP42s dank 8 kB Speicher seine Stärke ausspielen. Aber auch der Anwenderdialog per Menu überzeugt.


    Das Programm selbst ist nicht einmal so groß, aber die Korrelationskoeffizienten verbrauchen doch eine Menge Datenregister, mindestens 60 für die vier Kältemittel. Wer das Programm auf andere programmierbare TR portieren möchte, braucht ein Gerät mit ausreichend Speicher.


    Danke für's Teilen!