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    Und man muss wie gesagt damit rechnen, dass die alten Diskettenimages die man im Web findet leider erst einmal nicht laufen damit.

    Nimm CpcRulez oder Cpc-Power als Quelle. Da gibt es in der Regel mehrere Images mit unterschiedlichen Patches. Es gibt ein paar sehr aktive Personen, die Patches neu überarbeiten und dann dort neu einstellen. Mir fällt spontan kein Fall ein, bei dem ich dort nicht fündig wurde und auf eine andere, ungepatchte Quelle hätte zurückgreifen müssen.

    M4 hat einige schwerwiegenden Nachteile - da kein echter Disk-Controller vorhanden oder emuliert wird, gehen nur "gecrackte" DSKs

    Ich bin eigentlich immer froh, wenn ich einen Crack finde. Die Szene ist da ja echt aktiv und macht die immer besser.


    Bei den Cracks hat man oft ja sogar Patches inclusive, so dass es von B läuft. Oder die Patches, die den zweiten Feuerbutton nutzen. Oder die hunderten Patches, mit denen man direkt von Massenspeicher starten kann, ohne überhaupt ein Image zu verwenden.

    Das ist quasi die Variante für "Arme", um Software vom PC auf den CPC zu übertragen.

    Ich hätte schon alleine keine Lust mir nur deswegen einen alten PC mit passendem Controller hinzustellen. Wer den schon hat, und das dürfte hier im Forum nicht unwahrscheinlich sein, kann eher darüber nachdenken. Wobei außer dem M4 ja alles nicht wirklich teuer ist. Gotek, Usifac, Ulifac sind alle mit allem drum und dran unter 50€.


    Zu den RAM-Bausteinen auf der Vortex kann ich sagen, das 41256-15 von Hitachi verbaut waren.

    Damit sind die deutlich langsamer als die -10.

    Ich habe in meinem Fundus -8 er gefunden, testetet und sofort eingebaut.


    Wobei das RAM auf der SP512 ja nicht schneller taktet als das onboard-RAM - eher sogar langsamer, da ja der GateArray Zugriff entfällt. Mit 150ns solltest du da schon weit auf der sicheren Seite sein.

    Ich persönlich würde nicht so sehr auf den Originalmonitor schielen, den muss man schon mögen. Das war im Grunde einfach ein billigster Farbfernseher, den man da als Monitor verschachert hat. Bei manchen Spielen ist das gar nicht schlecht, aber zum dran arbeiten ist es eine Katastrophe. Nicht mal der 40-Zeichen-Modus ist darauf scharf, geschweige denn die 80 Zeichen. Aber es gibt Leute, die absolut darauf schwören.

    Zu Monitoranschlussmöglichkeiten hatte ich mal eine Wiki-Seite erstellt, die alles, was es aktuell an Möglichkeiten gibt, gegenüberstellt.

    https://www.cpcwiki.eu/index.p…_and_LCD_TV_Solution_(RGB)

    Mein persönlicher Favorit ist aktuell ein 15" Camping TV mit 12V Netzteil, bei dem ich die 12V für's Laufwerk abgreifen kann.


    Die 12V sind auch das, was am 6128 etwas nervig ist: Du brauchst halt die 5V und dann noch die 12V. Im Zweifel kann man auch 2 verschiedene Netzteile nehmen. Unbedingt die Polung betrachten! Die unterscheidet sich bei 5V und 12V nämlich.


    Wenn du eh keine 3" Disketten hast, dann wäre durchaus auch zu überlegen, statt eines 3" Laufwerk ein Gotek zu verwenden. Die 6128 findet man immer mal wieder auch direkt mit einem Gotek ausgestattet. Oder du ersetzt das Laufwerk und verkaufst das 3" wieder - es gibt immer dankbare Abnehmer und du refinanzierst dir sicher das Gotek+Adapter. Disketten sind eher rar und wenn man sie findet, dann meist recht teuer. Wenn man nicht direkt Originalsoftware sucht oder nostalgische Gefühle mit dem Rattern des Laufwerks verbindet, dann würde ich sie vielleicht nicht ganz hoch priorisieren. Weiterer Vorteil wenn das Laufwerk ersetzt ist: Der 6128 braucht keine 12V mehr ;)


    Mit einem CPC6128 und Gotek hast du dann schon Zugriff auf 99.5% der Softwarepalette. Lediglich ein paar Demos, Apps und die Betriebssysteme SymbOS und FutureOS hätten gerne mehr RAM. Alles andere gibt sich mit max 128K zufrieden.

    Als Erweiterungen kann man dann noch empfehlen:

    - M4- SD-Card Zugriff, Disk-Images, MAssenspeciher, WLAN, ROM-Board - und noch ein wenig mehr (Schlechtverfügbar, lange Wartezeit)

    - USIFAC II - primär zum Zugriff auf USB genutzt, aber auch eingeschränkt WLAN-fähig

    - ROM Erweiterungen

    - ULIFAC: USIFAC + RAM + ROM-Erweiterung in einem (gleicher Foren.Thread wie Usifac - ggf. im Forum mal suchen)


    Das ULIFAC ist recht neu und es fehlen noch die Erfahrungsberichte, ob es wirklich kompatibel ist. Wenn ja, dann bekommst du da für um die 50€ eine Erweiterung, die wohl alles Wesentliche abdeckt. Einfach im Forum bei Iconsgr anfragen, der verkauft die.


    RAM-Erweiterungen - bis 4MB sind möglich. Leicht verfügbar sind 512K und 1MB. Die hat irgendwie jeder oder reißt sich drum, wenn mal wieder jemand einen Schwung baut. Es gibt aber keine Software für. Ich hab selbst eine gebaut und konnte keine für mich relevante Software finden, die das RAM auch nur ansatzweise ausnutzt. Auch wenn es verlockend erscheint, darum würde ich mich beim 6128 als letztes kümmern. Anders beim 464 oder 664 - die bekommen mit einer Erweiterung dann Zugriff auf die 128K Apps und Spiele.

    Noch ein Wort zur Verlässlichkeit: Die CPCs sind erstaunlich robust und die meisten funktionieren auch noch nach 35 Jahren Pause klaglos. Es gibt ein paar mechanische Krankheiten, die man leicht überwindet:


    • der Ein-Aus-Schalter - wenn sich gar nichts tut (nicht mal die LED), dann den ausbauen, vorsichtig öffnen und reinigen. Das genügt oft schon.
    • Die Tastatur - wenn Zeichen nicht erscheinen oder mehr erscheinen als sollten, dann die Tastatur öffnen und die Tastaturfolie von vorne und hinten vorsichtig reinigen - die Lagen NICHT trennen. Meist genügt ein feuchtes Tuch mit Wasser oder maximal mit ganz wenig Spülmittel.
    • Die Floppy - was mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hin ist: der Floppyriemen. Die Riemen gibt es bei Ebay für ein paar Euro. Der Austausch ist kein Hexenwerk. Nur darauf achten, dass man den Schreibschutz-Pin nicht verliert und dass man wirklich, wirklich alles von dem übrig gebliebenen Gummimatsch des alten Riemen entfernt. Da hatte ich mal ein Fitzelchen übersehen und das Laufwerk lief schlicht zu schnell. Youtube-Videos erklären alle Schritte.

    Der sicher Tod für CPCs ist ein zuviel Spannung. Wenn der CPC partout nicht will, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er da was abbekommen hat. Ich hab schon einen "unbekannter Defekt" CPC erworben, bei dem der Verkäufer ein 19V Netzteil beigelegt hat. Der Anschluss ist halt zu verlockend, dass man da mal ein Netzteil anschließt was irgendwie rein passt. Glück im Unglück: die Bauteile die es dabei üblicherweise zuerst erwischt sind meistens auch die, die man am leichtesten ersetzen kann. RAM und ROM - manchmal auch andere ICs. Die wirken dann gleichzeitig als Sicherung und schützen den Rest des CPCs. Selbst bei dem 19V Desaster war nur ein ROM geröstet. Bis auf das Gate Array sind alle ICs auch leicht und recht günstig ersetzbar.

    Ein Blick in die aktuellen und verkauften Angebote bei Ebay enthüllt: Es gibt viele Angebote zu hohen Preisen, Verkäufe aber nur zu deutlich niedrigeren Preisen.

    Handbuch, Box, Zertifikat, verschweißt etc. machen das Set wertvoller und es könnte auch mal 70-90€ werden.

    Ohne Handbuch kann man mit 5-20€ rechnen. In UK wurde so ein verschweißtes Set auch mal für 40€ verkauft.

    Ok, das hat sich so angehört als sei "Tolkin Periskop Adapter" ein gängiger Begriff.

    Schrott ist es vermutlich wegen der 5V auf manchen Leitungen, die das FD-1 einspeist? Ich hatte definitiv schon Goteks am Plus falsch angeschlossen und es lief dann der Motor an, aber es gab keinen Schaden am Laufwerk.

    (Die 5V Einspeisung des FD1 würde ich eh immer abziehen, wenn kein DDI1 im Spiel ist.)

    Der Just CPC 4 ist m.E. der spannendste, gerade weil er nicht einen 1:1 CPC Nachbau darstellt, sondern in ein Mini ITX passt, alle möglichen Erweiterung eingebaut hat und auch Steckplätze für Erweiterungen aufweist. https://youtu.be/DykFhtNbgGk?t=248

    Die Sachen von Zaxon sind halt alle Closed Source und wenn verfügbar dann auch gleich weg.

    Fast alle ICs gibt es ja heute auch noch in einer kompatiblen Form. Die meisten CPCs werden wohl ihre Besitzer überleben bzw. sind selbst bei einem Defekt nur selten nicht mehr zu reaktivieren. Gebrauchte CPCs sind auch immer noch billiger, als ein Klon. Ein Klon wäre für mich dann interessant, wenn er mindestens eines der folgenden Problemfelder adressiert:

    1) Komponenten ohne massenverfügbaren Ersatz: Gate Array, Tastatur, evtl. Floppy - Lösung Open Source oder langfristig verfügbar - bitte nichts, was man in 3 Jahren dann auch nicht mehr auftreiben kann.

    2) Onboard-features, die man ansonsten nachrüsten muss: Rom, Ram, Massenspeicher, Netzwerk, Scan Converter (VGA/HDMI), Erweiterungsslots, Maus, USB

    3) neue Features, die es noch gar nicht gibt: integrierte Grafikkarte oder ein Super Gate Array oder ein High Speed Mode - oder alles zusammen, sowas wie PiStorm für den Amiga - braucht halt neben der Hardware viel Aufwand in die Software.



    nur zur Sicherheit: nur bei einer Diskette oder bei jeder? Vielleicht ist im Directory ja Datenmüll.

    Nur für den Vergleich. Was habt ihr auf euren Vortex SPs für RAM Bausteine? Genaue Bezeichnung bitte mitteilen.

    Ich hatte vor einiger Zeit zufällig eine SP64 in einem 464 entdeckt, die ich mit NEC D41256C-10 auf 512K aufgerüstet habe. Allerdings hatte ich kein Laufwerk+Controller.

    Da der CPC ja bis auf das GateArray komplett aus Standardkomponenten besteht, sollte das durchaus drin sein. Das GateArray ist mittlerweile auch als FPGA implementiert, insofern steht dem nichts im Weg. Bzw. im Zweifel kopiert man eben die Schaltung des KC.

    Spannend wäre da für mich die Frage nach der Tastatur: Wie wird die gemacht? Wie sieht es mit der langfristigen Verfügbarkeit von Teilen aus? Was wird sowas kosten? Wenn die Tastatur dann schon mehr kostet als ein gebrauchte CPC, wird's schnell schwierig, zumal wenn die Verfügbarkeit begrenzt ist.

    Am Monitorausgang liegen CSync, Luminanz und RGB an. Composite gibt es nicht.

    Luminanz ist im Grunde ein Composite Video Signal. Zwar nur monochrom, aber du kannst es direkt auf einen Composite Video Eingang eines Monitors oder TVs geben und bekommst ein (schwarz-weißes) Bild.

    Rollt das Bild, aber ist ansonsten sauber? Dann wäre mein erster Tipp auch der V-Hold Regler.

    Der V-Hold Regler ist vorne (GT-6x) oder hinten am Monitor (CTM-64x).

    Zweiter Tipp dann die 60Hz Brücke, die auch auch schon genannt wurde. Es gab damals schon einige Bastler, die die Brücke just for fun gesetzt haben. Wurde ja auch in diversen Zeitschriften veröffentlicht.

    Wenn das alles nicht der Fall ist und vor allem, wenn das Signal nicht nur durchrollt, sondern auch verzerrt ist: einfach mal den Monitorstecker nachlöten. Das hatte ich letztens. Ein klein wenig frischer Lötzinn und zack, war der "defekte Schneider" wieder ein perfekt laufender Schneider.


    Wenn all das nicht hilft, müsste man sich mal die CRTC Signale anschauen. Also ob die Signale wirklich stimmen und ob sie auch am Stecker bzw. im Monitor ankommen. Und die vom Gate Array bzw. mal dort die relevanten Pins nachlöten.


    Theoretisch könnte es auch am ROM sein, wenn gerade in der Befehlssequenz, die die CRTC Values setzt ein Bit gekippt ist. Die Diskussion gab es letztens im CpcWiki Forum - halte ich für sehr unwahrscheinlich.

    RAM ist es sicher nicht. Wenn das RAM defekt ist, hast du je nach Fehler gar kein Bild oder ein stabiles Bild mit Müll auf dem Bildschirm.

    Nur in haushaltüblicher Anzahl.


    das dürfte ja bei den meisten Leuten hier schon das absolute K.O. Argument sein ...

    Hobby und Sammlungen sind haushaltsüblich. Es muss halt in der Gesamtsumme drin sein und der Ort muss natürlich mit versichert sein. Wenn die Sammlung im eigenen Haus oder einem angemieteten Raum ist, macht einen Unterschied.


    Noch was: zur Versicherungssumme zählt alles. Jede Unterhose, jede Socke, jedes Deo im Schrank. Ursprünglich mal nur 1 Anzug und jetzt 5? Zack, unterversichert. Die ollen Hemden aufbewahrt und neue gekauft? Kinderklamotten im Keller aufbewahrt? Zack, unterversichert. Die meisten übersehen, dass sie im Laufe der Zeit viel Ramsch angehäuft haben, der aber Teil des Hausrats ist und mit dem Neuwert berechnet werden müsste. Vermutlich wird euere Sammlung nur ein Teil der Unterversicherung sein. Und vielleicht ist das auch der Knackpunkt hier: Bei einem Totalschaden ist es durchaus okay, wenn man nicht alles ersetzt bekommt, weil ja eben doch so viel Ramsch dabei ist, den man (auch wenn es seelisch schmerzt) nicht mehr ersetzen wird.

    Im Zweifel einfach bei der Versicherung nachfragen, ob eure Hobby-Sammlung mit drin ist und wie jedes Einzelteil zu bewerten ist.



    Also ich weiss nicht! Angenommen meine Modellbahn, die Briefmarken sowie die Computer würden einem Feuer zum Opfer fallen. Denn das wäre hier das Einzige Szenario, welches denkbar wäre. Dann hätte ich ehrlich gesagt ganz andere Sorgen, als der Gedanke, ob und wie ich das alles wiederbeschaffen kann.


    Ohne ein Dach über dem Kopf, die Möglichkeit zu kochen, sich zu kleiden etc., in solch einem Moment wäre all das oben genannte Sammelsurium unnütz.


    Genau. Und wenn der erste Schock überwunden ist und du wo untergekommen bist, dann geht die Frage los, wie du den Neuaufbau finanzierst. UND DANN kommt eben vielleicht doch die Versicherung ins Spiel, zumindest dann, wenn du nicht so viel Geld flüssig hast, dass du alles. Notwendige neu anschaffen kannst. (Vielleicht sogar schon vorher, in manchen Policen ist da nämlich auch ein "Schadenmanager" mit drin, der dich in der schweren Zeit unterstützt.)


    Wenn ihr eine dicke, fette Sammlung im Keller habt und ihr den Wert NICHT korrekt in der Hausrat angegeben habt, dann ist nicht nur die Sammlung nicht richtig versichert, sondern euer gesamtes Hab und Gut.

    Deine Sammlung ist z.B. 20000€ wert, dein restlicher Hausrat auch. Jetzt denkst du "ach was soll's, wenn weg, dann ist es eben weg" und versicherst nur 20.000€. Jetzt gibt es eben doch einen solchen Fall und wie durch ein Wunder ist deine Sammlung verschont worden, aber alles andere ist kaputt. Die Versicherung sieht sich den Schaden an. Sie bewertet dann den Gesamtschaden und sagt dir "also. Herr Smurf, sie waren deutlich unterversichert. Die Versicherungssumme deckt nur 50% ihrer Werte ab. Hier sind 10.000€."

    Ich sag mal so: Das Thema ist dann relevant, wenn ein Hausrat-Schaden nur schwer zu stemmen ist, sprich: wenn man nicht so viel Geld kurzfristig flüssig machen kann, dass man wieder alles Relevante besitzt.

    Sollte normal in deinem Hausrat mit drin sein. Schau einfach mal in die Bedingungen.

    Was halt oft der Knackpunkt ist (so hat es mir der Heini von de Versicherung mal erklärt): Die Summe im Vertrag muss auch mit dem aktuellen Wert angegeben sein. Wenn du 20.000€ versicherst, dein gesamter Hausrat (incl. jedem Kleinkram und natürlich allen Computern) aber 50.000€ wert ist - und dann ein 20.000€ Schaden eintritt, dann bekommst du eben nicht 20.000€. Dann geht die Versicherung her, rechnet dir vor, dass du nur 2/5 deiner Werte versichert hattest und du bekommst entsprechend 2/5 des Schadens ersetzt, sprich 4.000€.

    In der Regel gilt der Neuwert (also aktueller Preis eines gleichwertigen Gegenstandes) oder alternativ der Wiederbeschaffungswert bei Kunstobjekten und Sammlerstücken. Steht wiederum im Vertrag, ob es dafür Deckelungen gibt.

    Never change a running/working system.

    Ein ausgereiftes System, ein völlig verlässlicher Prozess, der alle zig Wochen 15 Minuten Arbeitszeit erfordert. Hmh... ja, den würde ich auch nur dann abändern, wenn eh ein Upgrade ansteht - und nicht nur, "weil man Floppy halt nicht mehr macht".

    Wenn Du für 40 Euro kaufst und für 10 Euro verkaufst, ist kein Gewinn entstanden und nichts zu versteuern.

    Das Dilemma wird sein, das nachzuweisen. Gerade wenn du KEIN Händler bist, wird dir genau das schwer fallen.

    Bsp: ich bin im letzten Jahr über die 2000€ Grenze gekommen, weil ich Atari-Einzelteile verkauft habe, die ich teilweise seit den 90ern hatte. Das kann ich schlicht nicht belegen. Ab 2023 würde ich jetzt Gefahr laufen, dass mir das FA auf die Pelle rückt und Steuern für etwas einsacken will, für das ich 1995 als Zivi mein Geld ausgegeben habe.

    Ja, das mag am Ende sogar gut ausgehen, aber es ist nervig dann den Aufwand zu haben. Die Grenze ist einfach absurd niedrig und erwischt damit auch eine ganze Menge Sammler und Hobbyisten, die definitiv kein Gewerbe haben. Etwas höher gesteckt würde ich es durchaus auch einsehen. Sowas wie "mind. 2 Monate pro Jahr > 1000€ Umsatz oder mehr als 50 Teile"

    Wie auch immer, ich werde jetzt eben in den sauren Apfel beißen und alles haarklein dokumentieren um ggf. nachzuweisen, dass es sich um Liebhaberei handelt.

    Ich habe so ein bisschen das Gefühl, als würde hier gejammert, weil man einigen das "Recht" auf Steuerhinterziehung genommen hat. :tüdeldü:

    Nein, dass hier gegen Pseudo-Private vorgegangen wird, ist OK. Aber die Regelung ist absurd. Da verkauft jemand mal ein paar Sets Kinderklamotten - und zack, geht die Meldung ans Finanzamt. Oder einmal ein Auto - zack, geht die Meldung raus. Es KANN natürlich sein, dass das zu keinen Folgen führt, ABER man muss jetzt jeden Kleinscheiß dokumentieren um nicht Gefahr zu laufen, dass das FA zu Unrecht die Hand aufhält und man Steuern zahlen muss, für Sachen, die man selbst teuerer gekauft hat.

    wo eben einer Mutter vom Gericht gewerbliches Treiben unterstellt wurde, weil Sie die alte Kleidung Ihrer Kinder verkauft hat.


    Wenn ich mich recht erinnere, ging es da nicht um Steuer, sondern darum, ob sie gegenüber einem Käufer als Gewerbetreibende einzustufen ist.



    Der einzige Unterschied ist, dass man jetzt nicht mehr so einfach Steuern hinterziehen kann und das Finanzamt ggf. mal etwas genauer hinschaut.


    Ne, es ist noch ein Unterschied: Ich verkaufe immer mal wieder was aus dem Haushalt für Kleinstbeträge um es nicht zu entsorgen. Und ab und an mal was aus meiner Sammlung, wo auch etwas mehr bei rum kommt. Damit komme ich sicher über die 30 Verkäufe pro Jahr. Um jetzt nicht Gefahr zu laufen, dass mir das Finanzamt das als steuerrelevant ansieht, muss ich den ganzen Mist jetzt erfassen und Belege sammeln - und hab dann auch noch Zusatzaufwand, das zu erklären, wenn Ebay meine vielleicht 40 Verkäufe pro Jahr meldet.


    Oder hat das ganze am Ende vielleicht sogar eine positive Seite?

    Bisher hat das Finanzamt ja Liebhaberei attestiert, wenn man mehr Ausgaben als Einnahmen hatte. Wenn jetzt Ebay meine Verkäufe meldet, das Finanzamt dann Steuernachzahlung von mir will, dann müsste ich ja in dem Moment ALLE Ausgaben aus meinem Hobby ansetzen können. Oder wird dann weiter Liebhaberei angenommen?