Beiträge von Falcon030

    Offenbar hast du recht, hab grad mal ein wenig rumgesucht. Atari selbst hat wohl modifizierte Trackballs in Umlauf gebracht - aber netterweise weder in der Anleitung noch auf der Verpackung deklariert, dass sie so an 400/800/XL etc. nicht laufen... Erkennbar sollen die an einem seitlich herausgeführten Kabel und einem fehlenden TBUS-Umschalter sein...


    (Wobei aber auch die Aussage bleibt, dass sie im Originalzustand nicht am ST zu gebrauchen sind :mrgreen: )

    Zitat

    Der ST wurde auf 4 Mb aufgerüstet und mit einem neuen Sticker (Atari 4160 STE) versehen.
    Außerdem wurde ein neues PC-Floppy Laufwerk verbaut (Das natürlich funktioniert)

    Ja ;) Und nicht mal besonders gut...

    Es gab 1986 Pläne, einen 2080STF und einen 4160STF auf den Markt zu bringen, die Speicherklassen sind dann aber mit dem Mega ST ein Jahr später rausgekommen. Im ehemaligen Jugoslawien wurden 1040STF-Geräte mit 2 MB aufgerüstet und mit nachgemachtem Typenschild als 2080ST verkauft.


    4160STE-Geräte wurden an Entwickler ausgeliefert. Bei nem Shop in UK kann man sich die Original-Badges holen

    Offenbar gab es auf dem Atari eine Textverarbeitung (Signum), die in Naturwissenschaft und für Alte Sprachen bis in die 90er konkurrenzlos war: https://de.wikipedia.org/wiki/…Textverarbeitungsprogramm)

    Version 4.4 gibt es sogar noch bei ASH zu kaufen.


    Signum! hatte gegenüber anderen Textverarbeitungen den Vorteil, dass sich im Prinzip jedes einzelne Zeichen pixelgenau setzen lässt, dazu kommt die für damalige Verhältnisse hohe verfügbare Zahl an Schriftsätzen.

    - Elkos tauschen (MB und besonders im Netzteil)

    - Alle gesockelten Chips rausnehmen, auf Oxidation prüfen, ggf. reinigen und wieder fest einsetzen (die STs sind bekannt für ihre billigen Sockel…)

    - Schau mal, ob dem Transistor auf U609 ein Beinchen fehlt. Befindet sich nahe dem linken hinteren Netzteil-Standfuß). Der liegt so dämlich, dass er beim Netzteileinbau auch mal flöten geht… (hab das auf dem Bild mal markiert)


    Wenn wir das hier nochmal Revue passieren lassen, wurde der Atari viel für Textverarbeitung / Drucksachen verwendet, also hat teilweise ein ähnliche Zielgruppe bedient wie Apple mit den Macs. Ich denke mal so bis 1990/91 war Atari gleichauf mit der Technik, ab da (Mac LC etc) hat Apple Atari überholt.

    Warum war das so, und was hat Apple besser gemacht als Atari? Hatte Apple das seriösere Image? Ich glaube Ataris ST war ja der erste und einzige Rechner dieser Firma, der nicht auf Heim und Spiele ausgelegt war. Alles was früher und später kam, hatte eher das Kinderzimmer im Visier.

    Atari haftete zumindest in den USA dank 2600 und zahlreicher erfolgreicher Arcadespiele das Image eines Spiele- und Spielzeugherstellers an, weswegen der ST dort von vornherein nicht für voll genommen wurde (auch wenn die Spieleschiene ab Juli 1984 eher von der Schwesterfirma Atari Games bedient wurde, zumindest bis sich Atari ab 86/87 wieder an die Konsolen wagte). Dort gab es wohl auch eine deutlich größere Computerspielszene für den ST als anderswo. Die STs aus meiner Sammlung stammen übrigens überwiegend von früheren Schülern und Studenten (es befanden sich laut Aussagen der Vorbesitzer auch einige Doktorarbeiten auf den Datenträgern…), also passt Text/Drucksachen gut. In der Musikbranche fand der ST dank MIDI eine relativ weite Verbreitung quer durch alle Genres, ein paar Musiker arbeiten heute noch damit. Mit entsprechender Software ging auch DTP ganz gut auf ST und später TT, soweit ich weiß arbeitete der Burda Verlag noch lange mit TT-Computern. Der ST war aber nicht der einzige Rechner, der eher auf Büro oder andere professionelle Anwendungen zielte, da gab es noch den TT030, den ABAQ und die x86-Serien ;-)

    Version ab September 1984, Made in Ireland, mit schwarzer Blende, Eingestellt bereits Ende 1984.

    Ist das diese hier?

    Nein. Diese hier:



    Die von dir gezeigte ist die 2. Version, die 1984 auch schon in Europa, aber erst ab 1986 in den USA vertrieben wurde. Wobei die technisch innendrin alle mehr oder weniger gleich sind, nur die Optik hat sich geändert ;-)


    Michael

    Die letzten Rechteinhaber waren Milan Computer in Kiel (existieren die überhaupt noch?) und Medusa Computer Systems in Uster (Schweiz). Ich meine, dass die Lizenzbestimmungen nach wie vor gültig sind.


    Kann aber später gerne mal zu Hause schauen, ob ich noch Original-ROMs habe :-)


    Grüße,

    Michael

    TOS 2.06 würde ich in jedem Fall TOS 2.05 vorziehen. Neben diversen Bugfixes unterstützt die Version auch HD-Diskettenlaufwerke inkl. Stepratenumschaltung (bei Verwendung des Ajax- anstelle des WD1772-Floppycontrollers) und Booten von IDE-Platten, außerdem GTP-Programme (GEM Takes Parameter, vgl. TTP). Der RAM-Test beim Booten, der bei 2.05 unsichtbar im Hintergrund durchgeführt wird, ist ab 2.06 sichtbar.


    Ein weiterer Unterschied am Rande ist, dass 2.05 nur im Mega STE funktioniert, 2.06 dagegen auch in älteren STE- und ST-Modellen (allerdings nicht ohne Weiteres).

    Hat jemand noch alte Atari ST Magazin Ausgaben ? Da stand drin wo er überall eingesetzt wurde.

    Hab ich. In etlichen ST-Computer Ausgaben gab es auch eine solche Rubrik ("ST-Report"), fand ich immer interessant wo der ST überall eingesetzt wurde - als Lagedienst-Werkzeug im Wiesbadener Polizeipräsidium, zur Steuerung des Spiegelteleskops der Allgäuer Volkssternwarte in Ottobeuren, als Terminal eines DEC-Großrechners im BWK Wandsbek...

    Heutige Ausbeute:


    - 1040 STFM

    - Mega STE in OVP

    - SM124 Monitor

    - Commodore 1084S in OVP, samt ST-Kabel

    - Joyboard, Competition Pro grün/chrom, STM1 Maus, Taiwan-Maus

    - ne Menge Spiele

    - Leonardo ST

    - Spacola



    Gab es vom Junior nicht noch mehr Versionen ...?

    Offiziell gibt es vier Junior-Versionen:

    1. Version ab September 1984, Made in Ireland, mit schwarzer Blende, Eingestellt bereits Ende 1984.

    2. Version, ebenfalls ab September 1984 (in den USA erst ab Mai 1986), Irland / Taiwan, mit Metallblende und kurzem Regenbogenstreifen. Eingestellt ca. 1988

    3. Version, ab Juni 1986, Taiwan, mit Metallblende und langem Regenbogenstreifen. Eingestellt 1993.

    4. Version - entspricht optisch der 3., hat aber 128 Spiele eingebaut. Vertrieb 1992/93 im Nahen Osten und Australien.


    Daneben existieren noch Prototypen einer weißen 2600jr-Konsole (mit schwarzem Streifen) und der Prototyp von 1983 mit der Modellnummer CX2200 (Codename "Bonnie"). Eine andere Version mit eingebautem "Centipede" wurde 1987 zwar auf der Winter CES angekündigt, aber nicht realisiert.


    Und zahlreiche Kopien (128-in-1 TV Game etc.)


    Von der elektronischen Seite her gesehen, gibt es natürlich mehr Versionen (unterschiedliche Board-Revisionen sowie PAL/NTSC/Péritel-Modelle)

    Hmm... konsolenartiges schwirrt bei mir rum:


    Sears Video Arcade (6-Schalter-Modell 1. Version "Sunnyvale")

    Atari Video Computer System (6-Schalter-Modell 1. Version "Sunnyvale")

    Atari Video Computer System (6-Schalter-Modell 2. Version Hong Kong)

    Atari Video Computer System (4-Schalter-Modell mit Holzdekor)

    Atari 2600 (4-Schalter-Modell schwarz)

    Atari 2600 junior (schwarze Version)

    Atari 2600 junior (Metallblende 1. Version)

    Atari 2600 junior (Metallblende 2. Version; 2x)

    Atari 7800 (PAL-Version)

    Atari SC-450 Stunt Cycle

    Atari Touch Me Handheldspiel

    Atari Lynx II (Modell PAG-0300, mit Mono-Audioausgang)

    Atari Lynx II (Modell PAG-0400, mit Stereo-Audioausgang)

    Atari Jaguar

    Atari Jaguar CD-Erweiterung

    Sony PlayStation 2 (Slim silver)

    Nintendo Game Boy (Urversion)

    Hallo Falcon030, sowohl am Fernseher mit Scart Eingang als auch an dem Atari SchwarzWeiß Monitor läuft das Bild durch und bleibt nicht stehen. Floppy und Rechner scheinen zu funktionieren.

    Hm. Würde er jetzt nicht aufs Diskettenlaufwerk zugreifen, hätte ich ja den U35 in Verdacht - den "trifft" es aber eher im 260 oder 520 ST... so deutet es auf den GLUE hin, wie 1ST1 schrieb.


    Wobei Atari auch berüchtigt ist für die verbauten Billigsockel - den Chips mit (sanftem) Nachdruck wieder zu einem festen Sitz verhelfen hat schon einige totgeglaubte STs wieder zum Leben erweckt. Auch gerne im ST: Kontaktkorrosion an besagten gesockelten Chips.


    Grüße

    Michael

    Danke Stephan, habe mich gerade angemeldet. Rückmeldung gerne direkt an mich. Suche jemand der im Raum Frankfurt sich meinen Atari ST einmal anschauen und ggf. reparieren kann oder einen anzubieten hat. Besten Dank, Martin

    Ich bin zwar nicht im Raum Frankfurt, aber vielleicht kann ich so auch helfen...


    Welche Symptome zeigt der ST denn wenn er angeschaltet wird? Leuchtet nur die Power-LED und der Bildschirm bleibt schwarz oder zeigt er noch andere Aktivitäten (Zugriff aufs Diskettenlaufwerk, Bildschirmanzeige etc.)


    Signum hab ich diverse Versionen zu Hause, ich meine auch irgendwo ein Signum!4 gesichtet zu haben (es sind mehrere tausend Disketten ...), bin mir aber im Moment nicht sicher...


    Grüße aus Neu-Ulm

    Michael / atarimuseum

    Leider ist das auch nicht sicher... Links PAL, rechts NTSC:


    Wobei das linke ein Re-Release von Tramiel-Atari ist, da sind so einige Schnitzer passiert (blaues Defender-Label, falsche Schriftarten, "Game Program" statt "Use With Joystick Controllers", Fehlschnitte und und und...), da fällt dann ein weggelassenes P auch nicht mehr auf :mrgreen:

    Auch grade daheim angekommen. Was für ein Horror - mein Auto hat den Rückweg nicht geschafft. Steht jetzt in einer Werkstatt, die grade in der Nähe war - mit all meinen Retro-Sachen. ;(

    Kann ich nachfühlen – meinen alten Mazda hats letztes Jahr auf der Rückfahrt von Berlin zerbröselt :-/ Hoffentlich wirds nicht allzu teuer…